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Schwelgen in der Vergangenheit

Rudi und das 'Zamorraversum'Schwelgen in der Vergangenheit

Schauen über dem Tellerrand und erblicken ein Jahrzehnt des Aufbruchs von Professor Zamorra. Ich bin gerade in einer Phase des Nostalgie, die Anfänge von Professor Zamorra.
 
Früher war es, egal welchen Roman man gelesen hat, eine leichte Kost zwischendurch. Doch ich muss ein wenig mehr in der Vergangenheit reisen, um zu erklären wie es damals war und jetzt aus meiner Ansicht ist.

Im Banne des HypnoFangen wir in den 60' Jahren an. Hier wurde einer der größten Serien der Welt ins Leben gerufen. (Ja ich spreche von Perry Rhodan. - Wikipedia - Perrypedia)
 
Ihr fragt mich bestimmt, wie kann ich Perry Rhodan erwähnen, doch dazu komme ich später.
 
Aber nehmen wir mal Jürgen Grasmück (den meisten vor allem durch sein Pseudonym Dan Shocker bekannt), der uns wunderbare Geschichten in Grusel-Horrorbereich wie auch in der SF dar gebracht hatte.

1Ende der 60' bis Mitte der 80 sind viele Verlage entstanden, um im Grusel-Horrorbereich mitzumischen. Einige gibt es nicht mehr oder wurden von Ihrem Besitzer verkauft, weil sie immer nur Minus machten. Aber davon will ich ja nicht schreiben.
 
Einige ältere Leser kennen ja noch die Silber-Krimis oder Silber-Grusel-Krimis aus dem Zauberkreis-Verlag.  Genauso die Serie Gespenster-Krimis aus dem Hause Bastei.

Im Zeichen des BösenDoch eine Sub-Serie des Vampir-Horror-Roman schickte sich an, den Thron des Horrorolymp zu ergattern: der Dämonenkiller vom Pabel-Verlag.

Doch etwas lauert im Untergrund des Bastei-Verlags: Eine, von der man sich viel erhoffte, an deren durchschlagenden Erfolg man aber nie zu 100% glauben mochte. Doch schließlich machte sich ein Geisterjäger daran, am Grusel-Thron zu knabbern. Der es auch Mitte der 80' Jahren schaffte, den Dämonenkiller vom Thron zu stoßen.

Im Nachtclub der VampireDas war John Sinclair.

 
Eine andere Serie, Professor Zamorra, die schon 1974 das Licht erblickte, wurde als Experiment angefangen. Hier konnte jeder Autor aus seiner Sicht über Professor Zamorra schreiben. Kein Kontinuität, eher lose einander gereihte Geschichten. Die Autoren haben sich aber Mühe gegeben, doch eine kleine Struktur zu bilden. Dann kam ein Autor, der das Zamorra-Universum, so wie wir Leser es kennen, erschaffen hat. Das war Werner Kurt Giesa.
 
Bei Professor Zamorra gingen die Autoren und Macher ganz anders am Werk. So langsam wurde Professor Zamorra immer mehr gekauft. Die Leser wollten wissen wie es weitergeht um dem Helden Zamorra mit seiner Sekretärin Nicole Duval und seinen Freunden.
 
Das Schloss der DämonenAuf Bastei steht ja:

„Und das schon seit 1974, eine lange Zeit.
Wissenschaftler für parapsychologische Phänomene
Furchtloser Kämpfer gegen die Ausgeburten der Hölle und Wissenschaftler für parapsychologische Phänomene – der Franzose Professor Zamorra ist beides. Zusammen mit seiner Assistentin und Gefährtin Nicole nimmt er schon seit Jahrzehnten den ewigen Kampf gegen die Mächte der Finsternis auf. Nicht nur das – das Multiversum hat viele Mächte, die nicht aus der Hölle kommen und dennoch nicht auf der guten Seite stehen. Doch der Professor ist ausgerüstet: bewaffnet mit seinem Amulett, guten Freunden und einer gehörigen Portion Humor hat er bisher noch jeden Kampf gegen – und manchmal auch mit – Dämonen, Höllenwesen und Vampiren ausgefochten – und gewonnen.
Erleben Sie es mit – Alle 14 Tage neu im Zeitschriften- und Bahnhofsbuchhandel.“

In der langen Zeit kamen und gingen Autoren, die ihre eigene Serien hatten und anfingen Bücher zu schreiben. Wir wissen seit Jahren, dass sich unterdessen ein Autorenteam um Professor Zamorra gebildet hat, um die Geschichte fortzuschreiben.
 
Doch das Wichtigste ist der Anfang von Professor Zamorra und warum der Leser so fasziniert ist. Ich habe ja am Anfang geschrieben warum ich Perry Rhodan oder Dämonenkiller, als Vergleich angesetzt habe. Es geht um das Zyklische, was Werner Kurt Giesa perfekt ins Zamorraversum gebracht hat. Ich als Leser fieberte immer auf den nächsten Roman hin: schaffen unser Helden sich zu befreien, konnten sie den starken Dämon vernichten oder vertreiben?
 
Bei Professor Zamorra ist es ja auch so, dass viele starke Dämonen entkamen immer wieder, auch wenn sie stark angeschlagen waren, um später in einem anderen Roman wieder erstarkt zurückzuschlagen. Das fand ich bei Professor Zamorra immer wieder interessant.

Dieses Konzept ist bis jetzt so erhalten geblieben.
 
Ohne diese Anfänge von Professor Zamorra, als Werner Kurt Giesa langsam das Ruder in der Hand genommen hatte, wäre Professor Zamorra nicht das, was er jetzt ist, denn er hatte viele seiner Protagonisten aus anderen Serien, die eingestellt worden sind, mit eingebaut, damit sie nicht ins vergessenen Reich der damals sterbenden Serien kamen.
 
Es mag sein, dass John Sinclar auf den Thron der Horror sitzt. Ich vergleiche aber in der heutigen Zeit PZ und SJ nicht mehr. Dazu sind die zwei Universen zu weit auseinandergeraten.

Aber in den 80' da ging es plötzlich hopplahopp mit Professor Zamorra. Nach meiner Ansicht hatte Ende der 80' Professor Zamorra John Sinclar vom Thron vertrieben. Schon damals triffteten die zwei Universen immer mehr auseinander. Jetzt sitzt John Sinclar alleine da oben. Schon damals hat man gesehen und gelesen, bei Professor Zamorra ist der Umfang seines Feldes viel umfangreicher geworden als bei John Sinclar. John Sinclar hatte die leicht Kost und Professor Zamorra das Epische mit seinen Zyklen.
 
Dies war nur ein kleiner Rückblick an die Anfänge von Professor Zamorra und wie sein Universum, wie wir kennen, entstanden ist.
 
In diesem Sinne.
 
Euer Rudi.
 

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