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Infininauten und (nochmal) BoD

Making of InfininautenInfininauten und (nochmal) BoD

Willkommen beim vierten Artikel über das Entstehen meiner Sciencefiction-Serie INFININAUTEN. Letzte Woche habe ich mich ja ein erstes Mal bei BoD umgesehen, doch noch lange nicht alle Fragen klären können. Das, was da noch ungeklärt im Raum steht, soll heute aufgeklärt werden.

Größtes Rätsel letzte Woche war mir, was genau Buchformat Standard bedeutet, da es mit Großformat und Maxiformat noch zwei weitere Größen gibt, mit teils deutlich höheren Herstellungskosten. Mein angestrebter Verkaufspreis von € 3,95 wäre in diesen anderen Formaten sicher nicht machbar. Da INFININAUTEN notgedrungen als Paperback geleimt erscheinen wird, will ich doch zumindest an der gewöhnten Größe und Breite eines Heftromans festhalten.

Ein Heftroman hat in etwa das Format 15,4 x 22,2 cm. Im Menübereich Info & Service bei BoD finden sich in der Rubrik Buchausstattungen die machbaren Größen gelistet. Dort kann ich auch endlich sehen, was alles als Buchformat Standard möglich ist und was die größeren Formate wären:

Standard:
12,0 x 19,0 cm
13,5 x 21,5 cm
14,8 x 21,0 cm (DIN A5)
15,5 x 22,0 cm
17,0 x 22,0 cm

Großformat:
19,0 x 27,0 cm

Maxiformat:
21,0 x 29,7 cm (DIN A4)

Erleichtert atme ich auf. Mit dem BoD-Standardformat 15,5 x 22,0 cm gibt es eine Größe, die bis auf 2mm fehlende Höhe und 1mm überschüssige Breite ziemlich genau auf klassisches Heftformat hinkommt. Das also soll es sein!

Gleichzeitig entdecke ich, dass zwei verschiedene Papiersorten wählbar sind, nämlich in den Farben Weiß und Chamois (Crèmeweiß). Ich überlege kurz. Ein echter Heftroman hat ja kein schneeweißes Papier, eher ein graues, wenn neu, das mit der Zeit zum leicht Bräunlichen vergilbt. Ich entscheide mich daher für Papierfarbe Chamois. Farb und SchriftbeispielBeide Papiere sind übrigens 90g/m², von daher gibt es keine Unterschiede, wiewohl (wie ich später noch feststellen werde) das Chamois-Papier etwas voluminöser ist, und den Buchrücken dadurch minimal breiter ausfallen lässt, was mir sehr gelegen kommt, da die Paperbacks bei 64 Seiten Buchblock ja ohnehin recht dünn wären, und speziell für die Beschriftung des Buchrückens die paar Prozent zusätzliche Breite vieles erleichtern.

Sehr praktisch und benutzerfreundlich ist ein anderer Berechner, nämlich einer für die genauen Maße des Umschlags, also der Grafik dafür. Einfach die Daten meines Projekts eingetippt und schon spuckt das Ding die exakte Größe (inklusive 5mm Beschnittrand rundherum) aus.Das Format

Ich finde einen Bereich, wo zu jedem Thema (etwa Grafikformate) ein eigenes sehr übersichtliches PDF-Dokument downloadbar ist. So erfahre ich, dass der Umschlag als 300dpi TIFF gewünscht wird, die (Graustufen-)Innenillustrationen nicht unter 600dpi haben sollten, bei reinen schwarzweißen Grafiken sogar 1200dpi.

Nun bin ich doch bereits wesentlich schlauer.

Der Buchblock muss übrigens als PDF hochgeladen werden. Sollte man keine Möglichkeit haben, PDF-Dokumente zu erstellen, gibt es bei BoD einen Treiber für einen virtuellen Drucker zum Download, der etwa direkt aus MS-Word heraus die Dateien online hochlädt und in Echtzeit zum PDF umwandelt. Ich besitze zwar eigentlich eine Möglichkeit, PDFs zu erstellen, werde das Ding aber später dennoch ausprobieren.

 

Auch finanziell gibt es eine Entdeckung zu vermelden.

Ich habe das Kleingedruckte gelesen. Es gibt für jeden Titel (also bei INFININAUTEN für jeden Band) eine monatliche „Evidenzhaltungsgebühr“ von € 2,00. Das klingt zwar zuerst nicht nach viel, aber pro Jahr macht das immerhin € 24,00 pro Titel. Bei sechs Bänden im Jahr ergibt das (für die Bände des Vorjahres) gesamt € 144,00. Auch kein Pappenstiel!

Im Prinzip heißt das, dass ich im Monat fünf Stück eines Bandes, wohl eher sechs verkaufen muss, nur um mal die jeweils laufenden Kosten abzudecken. Nur die Verkäufe darüber hinaus tragen dann langfristig zur Deckung der € 39,00 Einmalkosten pro Band bei. Der Standardvertrag hat übrigens eine Laufzeit von sieben Jahren. Das alles ist doch etwas BoDrüblich.

Seeehr schweren Herzens entschließe ich mich, die INFININAUTEN halt doch zu einem Bestseller zu schreiben . . .

Schauen wir uns vielleicht zum Ausklang dieses Artikels noch die geplante Zusammensetzung eines Hefts (langsam sollte ich mir vielleicht doch „Paperback“ angewöhnen) einmal an:

 

Bei einem echten Heftroman werden die Umschlagseiten mitgezählt, bei einem Buch hingegen üblicherweise nicht. Da Infininauten als Paperback erscheinen wird, entschließe ich mich, auch hierbei die Umschlagseiten nicht mitzuzählen.

Der 64-seitige Buchblock wird somit hier als Seiten 1 bis 64 bezeichnet, nicht als Seiten 3 bis 66, wie im Heft üblich.

Im Buch ist eine „Schmutzseite“ üblich, als Teil der Titelei. Im Heft gibt es so etwas nicht. Da aber bibliographische Angaben und auch der Hinweis auf BoD in BoD-Büchern (zumindest den über den Buchhandel vertriebenen) drinnen stehen müssen, wird auch INFINIANAUTEN eine Schmutzseite haben.

Auf Seite 1 (der Schutzseite) werden Serientitel und Hefttitel stehen, samt Name des Autors, der am Cover übrigens nicht genannt werden wird, wohl aber am Buchrücken und auf dem Backcover. Auf Seite 2 werden die bibliographischen Einträge stehen. In späteren Bänden wird oben auf Seite 2 auch noch stehen, welche Bände bisher erschienen sind.

Auf Seite 3 wird es wie im echten Heftroman dennoch eine Rota-Seite geben. Der Tradition halber. Außerdem will ich hier regelmäßig eine Grafik haben, die Lizz, Leetus, Tsy-Ruusa, Lichterloh und Urgru zeigt. Damit auch in Nummern, wo vielleicht nicht alle der Figuren auf Titelbild oder Innenillustrationen abgebildet sind, der Leser ein Bild der wichtigsten Charaktere zur Verfügung hat.

Der Rota-Seite und der Gestaltung der vorderen und hinteren Umschlagseite werde ich übrigens (zusammen) einen eigenen Artikel widmen, nachdem die Figuren mal genauer beleuchtet wurden.

Bis jetzt haben wir von den 64 Seiten Buchblock drei verbraucht, bleiben 61.

Die letzte Seite wird die Seite für die Vorschau aufs nächste Paperback, bleiben 60. Hierbei musste ich leider zur Kenntnis nehmen, dass eine von BoD für ein Projekt bezogene ISBN nur 90 Tage reserviert bleibt. Mir schwebt zwar eine zweimonatige Erscheinungsfrequenz vor, somit würden theoretisch 60 Tage reichen, um auch schon die ISBN des nächsten Bandes abzudrucken, dennoch sind 30 zusätzliche Tage Spielraum verdammt eng bemessen. Mir hätte eher das Abarbeiten der Serie in „Staffeln“ vorgeschwebt, aber das dürfte so nicht machbar sein. Wahrscheinlich werde ich auf die Nennung der ISBN in der Vorschau verzichten (müssen).

Zwei Seiten pro Heft sind für Innenillustrationen reserviert. Das müssen nicht unbedingt zwei ganzseitige Illus sein: auch eine ganzseitige und zwei je halbseitige oder gar vier halbseitige wären denkbar. Aufgrund der Papierfarbe werde ich bei der Erstellung von sehr hellen Graustufen vorsichtig sein müssen; ich mache mir diesbezüglich eine mentale Notiz. Gesamt „fressen“ die Innenillustrationen jedenfalls zwei Seiten weg. Bleiben 58.

Davon gehen nochmal zwei Seiten weg für eine Art Lexikon-Ecke oder ein Glossar. Wird ganz hinten im Heft zu finden sein, vor der Vorschauseite. Bleiben also 56 Seiten für den eigentlichen Text.Aber das ist Beschiss! höre ich einige von euch schreien?
Ein echter Roman hat 64 Seiten Text, du unterschlägst ein Achtel Heftromanlänge! meint ihr?

Nee, tue ich nicht.

Man nehme mal irgendeinen gegenwärtigen „echten“ Heftroman zur Hand und zähle nach, wieviele ganze Seiten reinen Text man zusammenkriegt, wenn man Leserseite, sowie verlagseigene und verlagsfremde Anzeigen nicht mitrechnet – und siehe da: nix mit 64 Seiten Text, nichtmal annähernd!

Bis zu acht „tote“ Seiten hat man heutzutage im Heftroman, somit wird auch Infininauten in der gleichen Länge daher kommen, nur eben werbefrei.

In den folgenden beiden Artikeln werde ich tiefer auf die Hauptfiguren eingehen. Nächstes Mal ist Lizz dran (und mit ihr zwangsläufig auch ihr ewiger Begleiter, der Roboter Leetus), die anderen Figuren folgen übernächstes Mal. Wir werden bei Lizz speziell die sich eröffnenden Handlungsmöglichkeiten für die Serie berücksichtigen, und warum ich glaube, dass eine Misanthropin eine verdammt gute Protagonistin abgibt. Speziell dann, wenn alle anderen Menschen im All ausgestorben sind . . .

Infinite Grüße und bis in einer Woche!

Wolfgang

 

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