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Gestaltung von Rotaseite und Cover

Making of ... Infininauten

Gestaltung von Rotaseite und Cover

Im achten Artikel in der Making-Of-Reihe zur Sciencefiction-Serie INFININAUTEN thematisiere ich (mit Verspätung – Infiniumstaub auf mein Haupt!) die grafische Gestaltung, die Aufmachung der Paperbacks.

Obwohl das Projekt (aus in einem früheren Artikel abgehandelten Gründen) nicht geheftet erscheinen kann, sondern als Paperback geklebt, will ich dennoch weitestmöglich am Heftroman-Feeling festhalten, und für mich gehört zu einem echten Heftroman neben dem typischen, zweispaltigen Satz eben auch eine Rotaseitengrafik einfach irgendwie dazu.

Rotaseiten von MX, PRA und SternenfaustVon den aktuell erscheinenden Phantastik-Heftromanen hat wohl Maddrax die überwältigendste Rotaseiten-Gestaltung: Eine ganzseitige, als Rahmen fungierende Tuschezeichnung mit dem schießkolbenbewehrten Protagonisten links, seiner schwertschwingenden Gefährtin rechts, unheilvollem Gewitterhimmel oben und mutiertem Getier unten. Darin eingefasst der Titel des Romans nebst Einleitung und am Himmel prangend das Serienlogo.

Professor Zamorras Rota-Design aus selbem Verlag kommt da fast schon wie Understatement daher: Ein dominantes Basteizinnen-Serienlogo, darunter als Rahmen für die Einleitungspassage ein Pergament.

Prinzipiell ist es dadurch horizontal geteilt, in einen grafischen Bereich und einen Logo-Bereich.

Die Rota von Perry Rhodan ist gar dreigeteilt, mit einem sehr großem Logoschriftzug, darunter – zwischen grauen Balken optisch abgegrenzt – Romantitel, Autorennennung, Untertitel, Zyklusnummerierung und natürlich das berühmte Bruck’sche Portrait des behelmten Perry Rhodan. Darunter dann der Einleitungstext fürs Heft.

Einen gänzlich anderen, wesentlich dynamischeren Weg ging der Verlag beim Spin-Off Perry Rhodan Action, wo die Elemente ohne Balken quasi ineinander fließen, die Grafik obendrein linksbündig platziert wurde, der daran angrenzende Text im Links-Flattersatz.

Die Infininauten-RotaseiteFür INFININAUTEN entscheide ich mich für eine einfache, zweigeteilte Gestaltung, die am ehesten mit jener von Sternenfaust verwandt ist: Eine Grafik auf der oberen Hälfte, darin eingepflegt das Serienlogo, darunter die Einleitungspassage, in Linien eingefasst.

Für die Grafik meiner Rota habe ich lange gebraucht. Nicht so sehr für das Anfertigen davon, sondern dafür, mich für eine zu entscheiden. Ich fertigte im Laufe der Wochen vier gänzlich verschiedenen Versionen an, allesamt „Gruppenbilder“ der Crew. Neben der (zumindest für Band 1) endgültigen Version, die hier abgebildet ist, gab es etwa noch eine andere mit Portraits (quasi die „Mt. Rushmore“-Version), sowie Versionen mit einer grafisch dominanten Lizz und lediglichen Portraits der anderen Figuren, sowie eine mit mehr „Beiwerk“ (einer größeren EXTRABALL, den Mundlosen Sprechern, etc.)

Höchstwahrscheinlich werde ich die Rotaseitengrafiken im Laufe der Bände immer mal wieder auswechseln, speziell für die Vergangenheitsabenteuer um Lizz Athanget und Leetus sind ohnehin andere nötig, da zu jener Zeit manche der abgebildeten Besatzungsmitglieder ja noch nicht auf der EXTRABALL dienten.

Covergestaltung der InifininautenFür das Layout des Covers der Paperbacks wollte ich zwei Kriterien erfüllt wissen:

1)  Es sollte ein eingerahmtes Titelbild haben, obgleich (eigentlich ja eher gerade weil) der Trend, mittlerweile ja fast schon der Usus, zu rahmenlosem Artwork geht, mit darin frei schwebendem Logo (man sehe sich die Cover der diversen Heftromane einfach mal am Kiosk an!)

2)  Es sollte vergleichsweise unprätentiös daherkommen.

Ich entschied mich für einen schwarzen Hintergrund, von dem sich das eigentliche Titelbild-Artwork mit einem einfachen, schattierten Rahmen eingefasst, abheben sollte. Den Rahmen erstellte ich in der Vorlage in Graustufen. Dadurch kann ich ihn farblich und vom Gammawert leicht mit ein paar Mausklicks jeweils an die dominierenden Farben im Artwork anpassen. (Die beiden Beispiele benutzen nur zur Demonstration Bilder aus dem Internet, und vollkommen fiktive Titel. Das echte fertige Cover für Band 1 gibt es im Artikel nächster Woche, der vom Schreiben eines ersten Bandes zu einer Serie handeln wird.)

Ich habe mich für das eigentliche Serienlogo dazu entschlossen, die drei Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb zu verwenden, die zusammengenommen in sich eine Einheit bilden, sich somit nicht zu extrem mit den allfälligen Farben des Artworks „schlagen“ sollten. Das ist nämlich immer eine leidige Thematik, etwa bei Professor Zamorras dunkelrotem Rahmen, der sich oftmals nicht wirklich gut mit den Farben des Coverartworks verträgt. Aber ich glaube, dass auch durch die neutrale Hintergrundfarbe Schwarz, sowie die Einfassung des Artworks in einen Rahmen, relativ wenig Schaden diesbezüglich angerichtet werden kann.

Das Serienlogo auf der Rotaseite wurde lediglich negativ gesetzt (also somit Rot, Grün, Blau) und danach in Graustufen umgewandelt.

Ich erledige meine Bildbearbeitung übrigens auf Paint Shop Pro, einem Programm, das mich seit wohl über zehn Jahren in den diversen Versionen treu begleitet, seit Version 7 auch Vektorgrafiken erlaubt, was speziell für das Logo wichtig ist. Ich besitze zwar eine relativ aktuelle Version des viel namhafteren Photoshop, aber da mein Computer technischer Stand 2003 ist, und selbst damals schon eigentlich keine Leistungsrekorde aufgestellt hat, geht (mir) das Arbeiten mit PSP wesentlich schneller und aufgrund meiner langen Erfahrung mit der Programmserie auch intuitiver von der Hand.

Und all die Ansprüche, die BoD bezüglich Formatierung der Bilddateien hat, erfüllt sogar die alte Version 5 schon mühelos.  

Nächstes Mal teile ich meine Überlegungen und Gedanken zur Beschaffenheit eines ersten Bandes zu einer Serie mit euch, wenn wir uns Tilt im Hyperraum zuwenden, dem Band 1 der Serie INFININAUTEN.

Bis dahin verbleibe ich wie immer mit infiniten Grüßen!

Wolfgang 

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