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Der ›Bruder Grimm‹ der ›dunklen Fantasy‹ liest - Markus Heitz und Qntal in Zweibrücken

FotoDer ›Bruder Grimm‹ der
›dunklen Fantasy‹ liest

Markus Heitz und Qntal in Zweibrücken

Prolog: Ein Barde geht zur Schule, oder: Warum man bei einer Autorenlesung nicht in der ersten Reihe sitzen sollte... Für den Zauberspiegel-Online zu arbeiten, hat einige Vorteile: Man kann kreativ sein (mehr oder weniger), Artikel, Stories und Berichte können weltweit gelesen werden (wenn man der Sprachen mächtig ist, die im Zauberspiegel vertreten sind), und man lernt laute nette Leute kennen - unter anderem auch Autoren wie Markus Heitz!

 

Heitz Nachteile gibt es eigentlich keine -  außer, dass unser Cheffe manchmal Mails  mit "kannst du mal..." schickt , und man kann ja nicht schlecht "nein" sagen! ...  Wink

Ausser eventuellen nächtlichen Exzessen am Computer, um Artikel fertig zustellen, die eigentlich schon "vorgestern" hätten erscheinen sollen, nächtliche Autobahnfahrten, wenn man von Interviews, Lesungen oder Cons kommt - und natürlich Hörschäden, wenn man bei einer Lesung, die mit Musikbegleitung ist, in der ersten Reihe genau gegenüber der Bassboxen sitzt (erinnert mich an die Hardrocknacht in der Ludwigsburger Disco vor "Jahrhunderten")

Doch alles in allem: es macht Spaß! Und: es ist es wert. Aber nun zu dem, was Euch wirklich interessiert: Wie war es bei der Lesung von Markus Heitz?

  • Markus Heitz Lesung feat. Qntal 
  • Die Legenden der Albae - Vernichtender Hass
  • am 6.9.11 von 20.00- 24.00 Uhr im  Audimax Zweibrücken

Ich war mal wieder unterwegs im Dienste des Herren. Nein, nicht wie die Blues Brothers, obwohl von meiner Statur könnte ich einer sein, sondern HvA hatte mich mal wieder auf einen Spezialauftrag angesetzt: "Triff dich mit Manfred Weinland am 6.9.11 beim Audimax in Zweibrücken / Rheinland-Pfalz. Dort hält Markus Heitz eine Lesung aus seinem neuen Buch: Die Legende der Albae - Vernichtender Hass. Diese E-Mail vernichtet sich selbst!"

Tja, und da stand ich nun. 19 Uhr, natürlich mal wieder zu früh! Ich war noch etwas gestresst, da ich von meiner Arbeit schnell nach Hause bin, geduscht und gegessen hatte, und es dann mit blinkendem Tanklicht bis Zweibrücken geschafft hatte. Schnell noch getankt und dann zum Audimax.

Aber ich war nicht allein, schwarz gekleidete Leute standen, saßen oder gingen umher. Nein, es war keine Beerdigungsfeier im Vorfeld - das waren Fans.

Gegen 19:30 Uhr war Einlass. Ich meldet mich an - und stand nicht auf der Liste der geladenen Gäste. (Horst hatte natürlich dafür gesorgt, dass Manfred und ich VIPs waren). Die Sache war schnell mit der Security geklärt, und ich bekam den Einlassstempel. Auch wurden mein und Manfreds Name schnell noch handschriftlich auf die Liste gesetzt.

Gegen 19:59 Uhr war ich etwas am Boden zerstört, denn Manfred Weinland erschien nicht. Schon vorher hatte ich über Handy versucht bei Horst anzurufen, aber ohne Erfolg. Ok, Augen zu und durch, dachte ich mir und ging rein. Wenigstens die Fotos sollten erscheinen.

Was ich nicht wusste, Manfred hatte bei Horst aus terminlichen Gründen abgesagt [diese eMail erreicht den Cheffe erst am 7.9 gegen Mittag, ob wohl sie von Manfred rechtzeitig abgesandt worden war, Fluch der Technik, Anmerk. hva]. Aber das erfuhr ich erst am 07.09., als ich Manfred über Facebook anfragte. Naja, nobody is perfect, und das Internet schon gar nicht!

Drinnen war es dunkel. Und bevor Markus Heitz seine Lesung begann, gab es als Vorprogramm  untern anderen  LAMBDA (Carsten Hundt), den Namen der anderen Vorgruppe habe ich mir leider nicht gemerkt. Die Musik und der Gesang war natürlich passend zum Thema Gothic-  bzw. Mittelalter-Style. Düstere Musik und Lieder, wie es halt so üblich ist. Nicht so mein Ding, aber für Fans dieser Musik hörenswert.

Markus Heitz stand oben nahe des Eingang und trank - nehme ich an - einen Pot Kaffe. Ich denke mal, nur eine Handvoll Fans bemerkten ihn, da ihn keiner ansprach.

Nach einer gefühlten Stunde wurde es hell, und die übliche "Pinkelpause" und die Chance auf ein "Lungenbrötchen" waren gegeben.

Der Bruder Grimm der dunklen Fantasy

Dann war der Moment gekommen: Markus Heitz betrat die Bühne, nahm auf einem grob gezimmerten, mit einer Blutrinne (in der rote Farbe war) verziertem Thron Platz und begann seine Lesung.

Eins muss man Heitz lassen, auch wenn man noch nie ein Buch von ihm gelesen hat - so wie ich - er ist ein fesselnder Vorleser. Ich würde ihn schon fast als "Bruder Grimm der dunklen Fantasy“ bezeichnen.

Untermalt wurden die Passagen mit Musik von der Gruppe QNTAL (Syrah: Vocals / Michael Popp: Vocals, Fidel, Saz, Shalmei, Ud, Tar / Fil: Keyboards, Vocals, Guitars, Programming / Markus Köstner, Schlagzeug, Perkussion)

Zu einem Gedicht aus dem Buch Die Legenden der Albae - Vernichtender Hass hatte QNTAL ein Lied leicht adaptiert, das live zu hören war.  Der Titel des Songs lautet "nox aeterna", zu deutsch "die ewige Nacht".

Wie gesagt, die Musik ist nicht meine Stilrichtung, aber der Song ist zu empfehlen!!! Dieser Song ist auch auf dem Hörbuch vorhanden. Also ein "MUSS" für Fans!!!

 Ich erdreiste mich mal, hier den Text wieder zu geben:

Schnee
fällt leise.
Rieselt auf die Körper derer,
die verloren in der
Schlacht.

Blut
rinnt leise.
Sickert aus den Wunden derer,
die nicht gaben
Acht.

Tod
kommt leise.
Schleicht sich an die Feuer derer
die sich fürchten in der
Nacht.

Refrain: Für Sie hat nun begonnen
die dunkle, die ewige Nacht

Ja, leichten Gänsehauteffekt gibt es schon. Aber das kann nur jemand nachfühlen, der live dabei war.

Zwischendrin gab es eine erneute Pause. Danach las Markus Heitz weiter, und immer wieder gab es Lieduntermalung bzw. ein Lied, um die Stimmung zu verdichten. So gegen 23:15 Uhr war die Lesung zu Ende. Die Musiker und der Autor gingen auf die Bühne und nahem den Applaus in Empfang.

Jetzt wäre eigentlich Schluss gewesen, und Markus Heitz hätte seine Signierstunde beginnen können. Aber mitnichten: Das Publikum tobte und wollte "Da capo!" und man soll dem Volke ja geben, was dem Volke zusteht: Brot und Spiel - oder in diesem Fall: Autor und ein nächstes Kapitel.

Markus Heitz liest Und welcher Autor würde da nein sagen? Wie sehe hebt keiner der anwesenden Autoren die Hand! Laughing Aber das ist eines der Dinge, die Markus Heitz auszeichnen.

Also las Heitz noch ein Kapitel vor und wurde von dem asiatischen Musiker begleitet. Danach war aber wirklich Sense, das Publikum, die Presse und der Fotograf und der Kameramann der Kontrastbühne, die für diese Veranstaltung verantwortlich waren , verließen den Raum.

Draußen versammelten sich dann die Fans und ließen sich die Bücher verkaufen. Die Firma WerkZeugs   vertrieb die T-Shirts zum Autor. Außerdem gibt’s die von Markus Heitz signierten Ausgaben zu kaufen.

Gegen 23:55 Uhr waren alle Fans weg, WerkZeugs räumte die wenigen Restbestände auf, und auch die Mitarbeiter der Kontrastbühne waren noch im Treiben.

Ich ließ es mir nicht nehmen, mich bei Markus Heitz noch persönlich zu verabschieden und machte mich - im Gegensatz zu anderen, die noch in der Kontrastbühne (eine durch den gleichnamigen Verein betriebene Örtlichkeit, die als Studentenkneipe, Kulturcafe und Event- Location genutzt wird) in den schon angebrochenen Morgen feierten.

Als ich zu Hause ankam war es halb 1 ... gut, dass ich mir den 07.09.11 in weiser Voraussicht frei genommen hatte. Als ob ich geahnt hätte, dass ich diesen Artikel schreiben müsste. (Man vergebe mir die Tippfehler ... ich bin noch etwas kaputt!)

Und hier die Tourdaten von Markus Heitz im September 2011

3. - 6.9. ALBAE-Tour mit QNTAL: (schon vorbei!)
Start: Samstag, 3.9.: Nocturnal Culture Festival, Leipzig
  • Sonntag, 4.9.: K17, Berlin
  • Montag, 5.9.: Rheinforum, Duisburg
  • Dienstag: 6.9.: Audimax FH, Zweibrücken
  • Donnerstag, 8.9. Wetzlar, Wetzlarer Tage der Phantastik, Diskussionsrunde

  • 12.9. Illingen, Buchhandlung Kerpen, Judas Töchter
  • 13.9. Bielefeld, Buch & Kunst, Judas Töchter
  • 15.9. Suhl, Provinzkultur e.V.,  Judas Töchter
  • 17.9. Hamburg, Harbour Front Festival, Judas Töchter
  • 26.9. Herbrechtingen, Stadtbücherei, Judas Töchter
  • 27.9. Senden, Bücherwelt, Judas Töchter

So, dass war's jetzt wirklich von mir. Viel Spaß noch beim Anschauen der Bilder.
Bis zum nächsten Artikel,
Euer,
Mikail the Bard (Michael Müller)
 

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