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Eine legendäre Band - »Eddie and the Cruisers« I und II

Eddie and the Cruisers I und IIEine legendäre Band
»Eddie and the Cruisers« I und II

Sie waren eine aufstrebende Band, die zu Beginn der 1960er Jahre ein erstes Album veröffentlichte und damit große Erfolge feierte: „Eddie and the Cruisers“. Doch schon kurz danach kam ihr Frontmann und Leadsänger Eddie Wilson bei einem Autounfall ums Leben – seine Leiche wurde allerdings nie gefunden. Das ist der Stoff, aus dem in den 1980er Jahren zwei Musikfilme mit Michael Paré in der Hauptrolle gezimmert wurden.

Eddie and the Cruisers I und II„Eddie and the Cruisers“ ist eine fiktive Musikgruppe, die der Fantasie des Schriftstellers P.F. Kluge entsprungen ist. Auf seinem gleichnamigen Roman basiert der 1983 von Martin Davidson inszenierte Film, mit dem der TV-Star Michael Paré („The Greatest American Hero“) seine Filmkarriere starten sollte. Schon kurz darauf war er in Hollywood eine große Nummer und stand auch für Walter Hill in „Straßen in Flammen“ und für Stewart Raffill in „Das Philadelphia-Experiment“ in Hauptrollen vor der Kamera. Singen durfte er seine Rolle hier allerdings nicht selbst, für die Musik im Film zeichneten John Cafferty und die Beaver Brown Band verantwortlich. Vor der Kamera sah man in Teil eins lediglich zwei echte Musiker, die Mitglieder der Band spielten: die Sängerin Helen Schneider („Rock’n’Roll Gypsy“) und der Saxophonist Michael „Tunes“ Antunes.

Eddie and the Cruisers I und IIIm Jahr 1963 sind „Eddie and the Cruisers“ auf dem Gipfel ihrer Popularität angekommen. Dass Leadsänger Eddie Wilson (Michael Paré) dem noch unbekannten Songtexter Frank Ridgeway (Tom Berenger) eine Chance gegeben und ihn in die Band aufgenommen hat, erweist sich als Glücksfall. Doch die Kombo hat nicht viel vom Erfolg, weil Saxofonist Wendell Newton (Michael „Tunes“ Antunes) an einer Überdosis stirbt und Eddie Wilson bei einem Autounfall ums Leben kommt. Zwanzig Jahre später macht sich die Reporterin Maggie Foley (Ellen Barkin) auf die Suche nach den verbleibenden Bandmitgliedern. Sie will sie über das Ende von „Eddie and the Cruisers“ interviewen und auf eine mysteriöse zweite LP ansprechen, die noch kurz vor Eddies Tod entstanden sein soll, aber noch nicht veröffentlicht worden ist. Über allem schwebt auch das Gerücht, dass Eddie gar nicht gestorben ist, denn seine Leiche wurde niemals gefunden. An dieses Mysterium knüpfte dann sechs Jahre später auch das Sequel „Eddie and the Cruisers II: Eddie lebt“ an, bei dem die Legende weiter fortgesponnen wird. Die Plattenchefs Lew Eisen (Harvey Atkin) und Dave Pagent (Michael Rhoades) suchen mittels eines Doppelgängerwettbewerbs nach einem Nachfolger für Eddie Wilson. Sie veröffentlichen nicht nur die lange verschollene zweite Platte der Band, sondern auch einige weitere Aufnahmen, die ein Indiz dafür sein könnten, dass Eddie tatsächlich noch am Leben ist.

Eddie and the Cruisers I und IIEin fiktives Bandporträt, das zwanzig Jahre nach deren Auflösung in Rückblenden wieder aufgerollt wird und dabei immer mehr in eine mystisch-kriminalistische Richtung abdriftet. Die Songs sind überzeugend aufgenommen und gut in die Handlung integriert, die trotz der Spannungsmomente gelegentlich auf der Stelle tritt. Insgesamt für Rock’n’Roll-Fans aber durchaus zu empfehlen. Michael Paré hatte nie mehr Sex-Appeal wie zu dieser Zeit. Die Fortsetzung ist hinsichtlich der Handlung noch dünner ausgefallen und weist noch mehr Längen auf. Hier hat man offensichtlich versucht, das Konzept des Originals einfach noch einmal durchzukauen. Den Großteil des Films nehmen Musikszenen ein, seien es Probe- oder Konzertaufnahmen. Insofern kann auch das Sequel Fans dieser Art von Musik wieder etwas bieten, im Genre des Musikfilms bleibt „Eddie lebt“ allerdings wenig spektakulär und austauschbar. Die BluRay-Erstveröffentlichung der beiden Filme im Doppelpack stellt hierzulande die erste Heimkinoveröffentlichung seit der Video-Auswertung in den 1980er Jahren dar. Das Bild (im Widescreen-Format 1,78:1) ist im ersten Teil sehr überzeugend, im Sequel aber doch um einiges schlechter ausgefallen. Der Ton (Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0) reißt hinsichtlich einer HD-Premiere leider auch nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hin. Bonusmaterial ist ebenfalls keines vorhanden

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