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Ringo`s Eleven: Anton Serkalow

Ringo`s Eleven: Anton Serkalow

Liebe Zauberspiegler und Zauberspieglerinnen,

nach einigen Jahren Plattenkiste und eingestreuten Artikeln habe ich nun etwas Neues ausgeheckt. Die Reihe trägt den signifikanten namen "Ringo`s Eleven". Keine Sorge, ich möchte niemanden zu einem spektakulären Bankraub überreden. Ich habe lediglich 11 Fragen ausgearbeitet, die ich Schriftstellern, Malern und Musikern im In- und Ausland schicke, und sie um Beantwortung bitte. Fast so wie bei einem Interview, aber nur fast. Doch lest bitte weiter...

Anton Serkalow ist das Pseudonym des 1968 in Ostberlin geborenen Autors Thomas Sabottka. In den Jahren 1987 bis 1990 schrieb Thomas Sabottka erste Kurzgeschichten und hielt Lesungen ab. Von 1992 bis 1995 war er hauptsächlich als Schauspieler an Berliner Off-Theatern tätig. 2001 veröffentlichte Sabottka seinen ersten Roman. In den Folgejahren war Sabottka vor allem live unterwegs. So trat er u. a. mit den Bands ASP, Chamber, L'Âme Immortelle, dem Gitarristen Ralph Müller, der Sängerin, Schauspielerin und Autorin Luci van Org und Sänger und Schauspieler Roman Shamov auf. Er veröffentlichte diverse Romane, Kurzgeschichten und Hörbücher als Selfpublisher und bei verschiedenen Verlagen.

2016 begann Sabottka unter dem Pseudonym Anton Serkalow zu veröffentlichen. Das Pseudonym wählte er, um sich von seinen vorherigen Arbeiten abzugrenzen. Er schreibt Romane und Hörspielskripte in den Bereichen Fantasy, Horror und Weird Fiction.


Welche Art Mensch sind Sie, wie würden Sie sich selbst
beschreiben?

Ich bezeichne mich gerne als geradeaus denkender, links-liberaler-demokratischer Humanist, weil dies alles beschreibt, was mir wichtig ist.

Auf was sind Sie in Ihrem Leben besonders stolz?

Das ich es trotz meiner Erziehung in der DDR (ich bin 1968 geboren) geschafft habe, mir einen eigenen Willen bewahrt zu haben und ein Leben zu führen, bei dem ich kein allzu großes A… loch geworden bin, bzw. keine Leichen auf meinem Weg zurückgelassen habe.

Was würden Sie, rückblickend, in Ihrem Leben anders
machen, bzw. nicht mehr machen?

Da gibt es eigentlich nichts, weil ich ein Mensch bin, der im Moment lebt und in die Zukunft schaut. In meiner Vergangenheit sehe ich nichts, was ich hätte anders machen können, um diese Zeit für mich positiver zu gestalten. Insofern lebe ich nach dem Motto: „Der Drops ist gelutscht“ und versuche das Beste im Hier und Jetzt daraus zu machen.

Was denken Sie über Religion, welchen Stellenwert hat
sie in Ihrem Leben?

Ich bezeichne mich nach dem Zitat des Surrealisten Luis Buñuel  gerne als „Atheisten von Gottes Gnaden.“

Religion im Sinne von Spiritualismus halte ich für ein menschliches Grundbedürfnis, da es zu viel im Universum gibt, dass wir uns nicht erklären und schon gar nicht beeinflussen können. Daraus ergibt sich für mich eine gewisse Demut der mich umgebenden Materie. Religion im Sinne von Kirchen, Sekten, gar Politik lehne ich ab.

Welchen Berufswunsch hatten Sie ursprünglich, bzw.
welchen Beruf übten Sie früher aus?

Ich wollt mal Werbegrafiker werden, als ich noch viel gezeichnet habe. Dann habe ich das Theater und das Schreiben entdeckt und diesen Wunsch ad Acta gelegt. Seitdem hielt ich mich lange Zeit mit diversen Jobs über Wasser, einfach, um Geld zu verdienen.

Was inspiriert Sie?

Alles was ich sehe und erlebe. Filme, TV Serien, Comics, Bücher, Hörspiele, Gespräche, Erzählungen anderer Menschen, Zeitungsnachrichten etc.

Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?

Ich stehe auf. Koche und trinke meinen ersten Kaffee. Dabei mache ich online eine Art „Presseschau“, wobei auch Emails und Social-Media dazugehören. Danach bin ich entweder mit meiner Frau und unseren beiden Hunden sehr lange draußen unterwegs. Oder ich bin allein mit einem Hund sehr lange unterwegs, wobei ich dann meist jogge o.ä. Danach frühstücken wir zusammen und nach dem Duschen beginne ich zu arbeiten. (schreiben). Bis auf Pausen zur Erholung, zum Essen, Kaffeetrinken, einkaufen usw. oder noch mal mit dem Hund rausgehen, zieht sich das dann bis zum Feierabend hin, wo ich mit meiner Frau zusammen esse und wir dann den Tag ausklingen lassen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wie entspannen Sie
sich?

Möglichst oft draußen sein. Mit meiner Frau, den Hunden, Sport treiben, Wandern, Spazieren. Oder ich liege irgendwo rum und höre Musik. Selbst Lesen betrachte ich mittlerweile mehr als einen wichtigen Teil meiner Arbeit um es noch als entspannend zu empfinden. Ah- Halt. Sogenannte „Gesellschaftsspiele“ würde ich gerne mehr spielen, aber mir fehlen die Leute, die da den gleichen Geschmack haben, wie ich. (Wenn es also auf Föhr Menschen gibt, die „Arkham Horror LCG“ mit mir spielen möchten, mich bitte über Facebook kontaktieren.:-))

Welchen Ort würden Sie gerne einmal persönlich besuchen?

Mittlerweile gib’s da keinen mehr. Nicht, weil ich alle schon besucht habe. Nur, da meine Zeit begrenzt ist und ich mich auf die Orte beschränke, die ich bereits kenne und die ich einfach nur noch einmal, oder zweimal, dreimal, oder einfach intensiver aufsuchen möchte. So würde ich gerne in Zukunft jedes Jahr eine längere Zeit in Namibia leben und arbeiten.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten - ganz egal welchen,
was wäre das?

Das, was ich in Frage 09 geschrieben habe.

Welche Persönlichkeit (historisch, fiktiv oder real)
würden Sie gerne einmal persönlich treffen, und warum?

Die Musikerin, Künstlerin Anna-Varney Cantodea. Weil sie mich, auf Grund des Wenigen, was ich über sie, durch ihre Musik, ihre Kunst, erahnen kann, sehr fasziniert.

Vielen Dank, Anton Serkalow

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