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Vorwort und ’ne runde Zahl

Heldenhaft - Die DC-KolumneVorwort und ’ne runde Zahl

Vierzig Tausend!
Äh ... Vierzig Tausend was genau?

40.000 ist die Marke, die im Jubiläumsjahr 2010 überschritten wurde, was die Gesamtanzahl an Comics betrifft, die DC Comics (bzw. dessen Rechtsvorgänger-Verlage) in den 75 Jahren seit 1935 in den USA veröffentlicht hat.

Zugegeben, in dieser Zahl ist alles Mögliche enthalten. Horror-Comics, Funnies, Mädchen-Comics, Kriegs-Comics, obendrein auch Nachdruckbände und mit Variant-Titelbildern versehene Hefte extra gezählt, sowie alles unter DC-eigenen Sub-Labels und Imprints.


Ich weiß nicht exakt, welcher Prozentsatz davon sich Superhelden widmet. Aber er stellt auf jeden Fall die überwältigende Mehrheit. Wohl ungeschaut drei Viertel dieser Zahl - somit locker 30.000.
Nicht weiter verwunderlich, handelt es sich ja auch um den Verlag, der mit Superman (geschaffen von Autor Jerry Siegel und Zeichner Joe Shuster) die Superhelden erfunden und auf die Welt losgelassen hat.

Und bei einem Superheld blieb es nicht. Bald gesellte sich Batman hinzu, dann Flash und Spectre, dann Green Lantern und Wonder Woman, und unzählige mehr.

DC 75 Herzlich willkommen also zum ersten von 30.000 Artikeln ...

Nein, keine Sorge: Ganz so viele werden es nicht werden. Wiewohl der Inhalt dieser 30.000 Comics genug Stoff hergäbe 300.000 Artikel zu schreiben.

Doch wo anfangen? Wohin von dort aus weitergehen? Auf welchem Wege?

Bei der Menge an Stoff und abzuhandelnder Zeit ist es regelrecht irrwitzig zu glauben, die Materie ließe sich mit Plan und Ziel angehen. Die Artikel dieser Serie werden alles und jedes behandeln.
Mal Figuren, mal Serien, mal Ereignisse im DC Universum, immer wieder natürlich auch die deutschen Verlage thematisierend, die uns hierzulande die Superhelden-Kost dargereicht haben und uns (oder eigentlich ja die DC-Superhelden selbst) in der Vergangenheit gelegentlich mit Kürzungen, „Übelsetzungen“ und chronologischer Willkür oder Lückenhaftigkeit böse gequält haben.

Auch Adaptionen von DC-Superhelden abseits des Mediums Comic werden thematisiert werden. Speziell auch Verfilmungen, real oder animiert. (Hier kommt ja auch in naher Zukunft aus Hollywood so manches daher!)
Vielleicht ergibt sich ja auch irgendwann die Möglichkeit, den einen oder anderen DC-Schaffenden zu interviewen, mal schauen.

Natürlich wird sich mein persönlicher Geschmack in manchem Artikel -- genauer: dessen Themenwahl -- widerspiegeln. So wird etwa die Justice League recht prominent vertreten sein. Superman wird zur Abwechslung mal mehr Rampenlicht abkriegen wie Batman. Auch mein Faible für Obskuritäten und Außenseiter mag gelegentlich erkennbar sein. Und auch zeitlich werden wir mal „gestern“, mal im „Mittelalter“, mal in der „Steinzeit“ unterwegs sein.

Wichtig ist mir auch, allfällig interessierten Lesern - seien sie neu und jung, oder auch bloß alte Säcke, die zurückkehren wollen zu DC-Superhelden - aufzuzeigen, wo und was man gegenwärtig an Einstiegsmöglichkeiten hat, sowie was an Nachdrucken besteht, für jene Leute, die wirklich „ganz von Anfang an“ einen Zugang suchen.
Ihnen gewissermaßen einen Orientierungs-Plan mit zu geben, in der sehr unübersichtlich gewordenen Superhelden-Welt des DC Universums und dem manchmal abschreckend verwirrend breiten Angebot in der Verlagslandschaft, quasi so wie seinerzeit die Posterpläne der Bat-Höhle oder der Festung der Einsamkeit.

Hmm, klingt nach viel Arbeit. Hört sich fast an, als wäre das ein Job für ... Supernerd!

Ich entlasse euch bis nächste Woche (wenn es den ersten Teil der Verlagsgeschichte geben wird) mit einem Youtube-Link eines von Warner Brothers (als Eigentümer von DC Comics) erstellten PR-Filmchens, mit welchem DC während der Con-Saison 2010 als Anheizer und Einstimmer diverse Podium-Panels eröffnete.

Man liest sich!

Kommentare  

#1 Pisanelli 2010-11-06 14:50
Cooles Vorhaben! Bin gespannt auf die Artikel. Ich selber liebe Comic-Verfilmungen, eigentlich auch Comics, habe aber selber nur wenige gelesen, weil ich meistens zu geizig war, mir welche zu kaufen. Aber gerade von der Justice League erinnere ich mich an einen Jubiläumsband, den ich verschlungen habe. Hat das Spaß gemacht!
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#2 Noir 2010-11-06 22:25
Hiho Wolfgang,

feine Sache. Freu mich schon auf die Artikel. Hoffe Du bist nicht soo doll DC lastig (Reiner Egoismus, bin ich doch schon immer eher ein Marvelianer). Allerdings finde ich Green Lantern, Flash (insbesondere dessen Rouges) und, ich gebs zu, Batman schon ziemlich herausragend (ohne Marvel Gegegenstücke).
Mit dem "grossen S" konnte ich allerdings noch nie wirklich was anfangen. American Boyscout - nuff said :P
Auch wenn ich alle Comic Genres lese komm ich doch immer wieder auf die Superhelden zurück. Ich hoffe, dass Du evtl. auch etwas "andere" Serien im Blickfeld hast wie evtl. The Boys oder Preacher (OK kein Superheld) oder etwa das von mir schon fast verehrte Planetary (wenn nicht muss ich wohl die Werbetrommel dafür rühren :-) ).
Ich freu mich schon auf das was kommen mag...
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#3 Wolfgang Trubshaw 2010-11-07 00:54
Hallo Noir!

Ich bin doch nennenswert "DC-lastig", aber kein Marvel Reflex-Hasser, falls das deine Frage ist. (Dazu bin ich zu alt und zu vertraut mit der guten alten Marvel-Zeit.)
Diese Kolumne wird sich aber ausnahmslos DC widmen und nichts sonst. (Theoretische Ausnahme könnte manches Firmen-Crossover sein.)

Diese Kolumne versteht sich als DCU-Kolumne. Die von dir erwähnten Titel werden deshalb nicht thematisiert werden, weil sie eben Wildstorm oder Vertigo sind.
Es gab im DCU selbst immer wieder Dinge, die nicht "superheldentypisch" daherkamen, die mögen gelgentlich besprochen werden.

Nachsatz: Ein Teil der Kolumne wird aber die Verlagsgeschichte abklopfen, und da kommt man irgendwann zu Vertigo und auch zu Wildstorm.

Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwann (nicht demnächst) einen Artikel geben wird, der Wildstorm gewidmet ist und fertig.

Für Vertigo mögen es sogar zwei werden, mit der Anfangszeit vor eigentlicher Labelgründung sowie Label-Anfangszeit und dann halt die zweite Hälfte mit allem seitdem - jeweils überblicksartig. Aber auch das wär dann alles.

Eigene Artikel einzelnen Vertigo- oder Wildstorm-Serien gewidmet wird es nicht geben, kann ich ausschließen.

Noch'n Nachsatz: Gelegentlich sind die Grenzen zwischen dem DCU und Vertigo ja nicht sooo streng gezogen. Es mag also ganz ab und an ein wenig Vertigo irgendwo aufblitzen. Für Wildstorm sehe ich da aber eher schwarz.
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#4 GuentherDrach 2010-11-07 11:35
Gerade die Woche hab ich mir überlegt, ob ich mir diesen Riesenwälzer von Taschen zum 75jährigen Bestehen von DC-Comics kaufe. Aber 150 Euro sind doch etwas happig. Mal sehen, was ich mir zu Weihnachten gönne.

(Nun, da Wildstorm ja gecancelled wurde, rechne ich durchaus mit der Integration diverser seiner Charaktere ins DCU.
Und apropos Vertigo. Gerade eben hatte Death, Morpheus Schwester, einen Auftritt in Action Comics.)
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#5 Wolfgang Trubshaw 2010-11-07 13:13
Ja, ich war auch am Überlegen. Dann habe ich bemerkt, dass auf Amazon US als Pre-Order-Aktion das Ding statt um 200 US$ um 126 US$ weggeht, und ich bin grad mal wieder etwas pampig über die Preisgestaltung und Buchpreisbindung hierzulande. :cry:
Früher oder später wird's wohl dran sein. Weihnachtsgeld ist vielleicht eh die beste Gelegenheit.

Ich kann mir ein Eingliedern des Wildstorm-Universums auf breiter Schiene ins DCU nur schwer vorstellen. Es wird halt wohl einfach das DC-Logo drauf sein, statt dem Wildstorm-Logo, für die gelegentlich wohl auch sicher in der Zukunft erscheinenden "Wildstorm-Sachen".

Und ja, Luthor's Heimsuchung gerade ist so ein Beispiel für die Grenzverwischung zwischen dem DCU und Vertigo. Bin grad beim Erstellen des ersten Figurenprofils für diese Artikelreihe, und hab mir gedacht ich gehe auch aus Übungszwecken erstmal eine Randfigur an. Hab mich für Zatanna entschieden, und in deren Historie gibt es auch diverse Vertigo-Übertritte.
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#6 GuentherDrach 2010-11-07 16:45
Ist ja nicht der erste Auftritt eines Sandman-Charakters im normalen DCU. Der 'neue Sandman', Daniel, kam ja in einer von Morrisons JLA-Stories vor und ich glaube, Death schon in einem Legion of Superheroes-Heft gesehen zu haben (muss in dieser Giffen-Inkarnation der Legion gewesen sein, in dem Band ging die Erde drauf).
Umgekehrt gab's in Sandman ja häufiger Cameos von DCU-Figuren.

Wildstorm ...
Die Elite war ja eine Art Reaktion auf Wildstorms Authority ('What is so funny about Truth, Justice and the American Way?' war 'ne Sptzen-Superman-Story). Irgendwie witzig, Authority parodiert sehr zynisch die Justice League. Mit der Elite wurde deren Entsprechung im DCU etabliert -- und daraus entstand dann auch noch eine covertaction-JL (Justice League Elite, immerhin 12 Bände).
Aber meine Lieblings-Justice League wird die von Giffen und DeMattheis bleiben, Justice League International (und auch Europe), das hat damals einfach Spass gemacht. (Okay, Morrisons Run hat auch seine Momente.)
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#7 Noir 2010-11-07 17:04
Ellis und Morisson haben meiner Meinung nach in den ersten Authority Hefen die besten Justice League Stories geschrieben die die Justice League selber nicht hatte 8)
Mein Problem mit der JLA, Justice League etc. war immer, dass die Mitglieder in ihren eigenen Reihen so viel mehr erfolgreich waren. Dadurch konnte man eigendlich nie JL Stories über längere Zeit lesen die nicht durch die "Eigenreihe" schwer beeinflusst wurden (und einen Zwangen diese auch zu kaufen). Hab gerade noch einmal nachgeschaut... mein letzter Justice League Ausflug war JLA (Morrison) bis einige Hefte nach dem "rock of ages" Mehrteiler.
In Form von Tradepaperbacks schau ich aber immer noch nach Green Lantern (fast regelmässig) und nach Flash (nicht ganz so regelmässig). Achja, den neuen Blue Beetle fand ich auch noch ganz gelungen.
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#8 Wolfgang Trubshaw 2010-11-07 19:23
GuentherDrach, ich bin da bezüglich der JLI/JLE vollkommen bei dir. War rückblickend auch meine liebste Zeit, wenngleich mir auch die letzten paar Jahre der ursprünglichen JLoA-Serie gefielen (meine US-JLoA setzt lückenlos erst 1980 ein, davor wirds unvollständiger bzw. Ehapa-deutsch).

Ich fand sogar manche der Detroit-Hefte recht interessant. :o
Ich glaube, dass die Leute von der etwas spleenigen Art und dem für DC-Verhältnisse jener Zeit etwas anarchischen Humor (JL Antarctica) Oberflächlichkeit schlossen, und die eigentliche Tiefe mancher Charakterisierungen dadurch nicht wahrnahmen. Guy Gardner bekam sehr viel Charakterschliff in jener Zeit. Und irgendwann meinten die Massen, sie hätten sich genug abgelacht, und wollten was anderes, aber nach dem Breakdowns-Crossover gings steil den Bach runter.

Auf Morisson reagiere ich allgemein leicht allergisch. Ich bin ihm zwar dankbar dafür, dass er die JLA wieder (auch verkaufszahlentechnisch) auf das Level gebracht hat, welches das Team IMHO verdient, aber was genau hat ihn denn davon abgehalten, wie du das selbst sagst, Noir, eben solche Geschichten in der JLA zu schreiben. Er wirkt mir übermutig und sich zu sehr reinsteigernd, wenn er gewisse Freiheiten hat, aber zu sehr zurückhaltendd und paranoid auf Mainstream-Kompatibilität bedacht, wenn er sie meint, nicht zu haben. Ich hätte es halt gern in der Mitte.

EDIT: Das soll nicht heißen, dass ich eine JLA will, die mit einer Einstellung wie Authority daherkommt.
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