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Anmerkungen quer durchs Perryversum - Perry Rhodan, Bände 2491 und 2492

Perry Rhodan ... das Universum und ich - Mein Rhodan-TagebuchAnmerkungen quer durchs Perryversum
Ein Blick auf verschiedene Entwicklungen rund um PR
Perry Rhodan, Bände 2491 und 2492

In letzter Zeit hat sich ja einiges getan im Perryversum. Auf ein paar dieser Entwicklungen möchte ich im Folgenden kurz eingehen. Außerdem im Angebot: Eine Frage meinerseits, bei der Ihr mir hoffentlich weiterhelfen könnt.

Thema 1: Modellbau-Bogen STARDUST
Ursprünglich hatte ich geplant, dem neusten Gimmick der PR-Reihe einen kompletten Artikel zu widmen. Problematisch wurde die Sache erst, als es dann ans Schreiben des Beitrags ging: Mir ist partout nicht eingefallen, was ich dazu sagen soll.

 

Der Grund hierfür ist recht simpel: Der Modellbaubogen ist ein nettes Extra, aber eines, mit dem ich absolut nichts anfangen kann. Weder interessiere ich mich besonders für Modellbau, noch habe ich mich jemals danach gesehnt, das Modell eines Raumschiffs, mit dem ich als PR-Neuleser rein gar nichts verbinde, in eines meiner ohnehin überquellenden Regale zu stellen.

Die Idee, den PR-Heften ein solches Gimmick beizulegen ist sicher nicht verkehrt. Der STARDUST-Modellbau-Bogen zeigt aber auch, dass es alles andere als eine leichte Aufgabe ist, ein Gimmick zu finden, das allen Lesern zusagt. PR-Altleser (und Nostalgiker), Menschen, die in ihrer Freizeit gerne basteln und mit Sicherheit eine ganze Reihe weiterer PR-Fans werden an dem Modell  ihre Freude haben. Für Neulinge wie mich oder Leser, die die PR-Hefte einfach nur lesen wollen und die sonst eigentlich nichts mit dem Perryversum zu tun haben, ist es allenfalls eine nette, jedoch unnütze Dreingabe.

Damit will ich die Arbeit von Redaktion, Grafikern und Machern nicht herabwürdigen! Dass in die Planung und Realisation des Gimmiks viel Mühe und Arbeit hinein geflossen ist, sieht man ihm an.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich das Extra nicht wirklich zu schätzen weiß; es ist einfach nichts, was mich irgendwie bereichert oder meine Bindung ans Perryversum verstärkt.

Ich bin mal gespannt auf das nächste Gimmick; vielleicht habe ich zu diesem mehr zu sagen.

Thema 2: Frank Borsch und der Zyklusauftakt
Ihr habt es mit Sicherheit schon gehört oder gelesen: Frank Borsch kommt die Ehre zuteil, den 2500sten PR-Band zu schreiben. Sein Roman trägt den Titel »Projekt Saturn« und markiert den lange erwarteten Auftakt zum neuen Zyklus.

Frank Borsch als Autor des Jubiläumsbands. Meine Meinung dazu? Eine gute Wahl! Mit seinem Beitrag zu PRA (hier durfte er bekanntlicherweise den ersten Roman zur zweiten Staffel in Szene setzen) hat er gezeigt, dass er sich darauf versteht, einen Staffelauftakt eindrucksvoll und fesselnd zu gestalten. Sein erster Ausflug ins Stardust-System (PR-Extra 8) hat diesen Eindruck bestätigt. Insofern dürfte der Start in den »Stardust-Zyklus« in guten Händen liegen.

Platz genug, seine Geschichte auszugestalten und seinen Protagonisten Raum zu geben, sich zu entfalten, hat er jedenfalls. Wie auf der PR-Homepage angekündigt, soll Band 2500 den Umfang eines Taschenbuchs erreichen.

Da bleibt mir nur zu hoffen, dass »Projekt Saturn« mindestens ebenso dramatisch, atemberaubend und schlichtweg grandios wird wie Franks PRA-Erstling. In diesem Fall erwartet uns ein spitzenmäßiger Einstand in die neue Ära der größten SF-Serie.

Thema 3: Die neuen PR-Taschenhefte (und eine Frage)
Auch dies dürften die meisten von Euch auf die ein oder andere Weise mitbekommen haben (etwa durch Horsts jüngst erschienenem Beitrag auf dem Zauberspiegel): PR erobert ein neues Medium, das Taschenheft.

Allzu viele Worte will ich darüber nicht verlieren. Die wichtigsten Gedanken hat Horst dankenswerterweise bereits in seinem Artikel zu Papier gebracht (um auch im elektronische Zeitalter auf ein altbekanntes Bild zurückzugreifen). In den PR-Taschenheften sollen zunächst  bereits erschienene PR-Taschenbücher neu aufgelegt werden.

Und damit wären wir auch schon bei der in der Überschrift angekündigten Frage: In den Taschenheften sollen die sogenannten „Planetenromane“ abgedruckt werden. Mir persönlich sagt das jetzt relativ wenig. Ich wüsste daher gerne: Was habe ich mit unter diesen Planetenromanen genau vorzustellen? Und vor allem: Kann ich die mit meinen doch recht spärlichen Kenntnissen, was die PR-Geschichte vor TRAITOR anbelangt, einfach so lesen? Ich hoffe, Ihr könnt mir hier weiterhelfen!

Thema 4: PR Band 2492 »KOLTOROC«

Mehr hierzu findet ihr in der Kurzbesprechung zum Roman am Ende dieses Beitrags. Ich will diese Zeilen nur nutzen, um ein Lob an Uwe Anton auszusprechen und den Machern von PR ein lautes „ENDLICH!!!“ an den Kopf zu werfen. Also:

An Uwe: Ein toller Roman! Wirklich großartig. Gut geschrieben, spannend in Szene gesetzt und von enorm erhellender Wirkung. PR at its best, wie es so schön heißt.

An die Redaktion: ENDLICH!!! Endlich habt ihr ein Einsehen mit den armen Lesern gehabt und gönnt uns ein paar Antworten. Ich hatte schon befürchtet, man würde bis zum Finale im Dunkeln tappen ...

In diesem Sinne: Nun kann der große Showdown kommen!
 
Die Hefte im Überblick
Band 2491, »Der dritte Messenger«, von Christian MontillonBand 2491, »Der dritte Messenger«, von Christian Montillon
Der Grenzwall ist gefallen, GLOIN TRAITOR ist beschädigt, doch ist die Nadel des Chaos auch besiegt? Niemand unter den Truppen Rhodans mag wirklich daran glauben. Zu recht, wie sich zeigt: Die Entstehung der Negasphäre geht mit unverminderter Geschwindigkeit weiter.

Autor Christian Montillon knüpft unmittelbar an die Geschehnisse von PR Band 2490 an und schildert den weiteren Kampf gegen die Nadel des Chaos. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten – im ersten Drittel des Romans geschieht so gut wie nichts von Bedeutung – entwickelt sich die Story ordentlich. Die Qualität eines echten Page-Turners hat das Heft zwar nicht; hierfür passiert einfach zu wenig, was echte Spannung aufkommen lassen würde. Zudem erweist sich die ganz und gar nebensächliche Storyline um die Vibra-Pilotin Ca-Her-L'ron als (leichter) Störfaktor, da sie mit dem Rest der Handlung, aller personenbezogenen Dramatik zum Trotz, einfach nicht mithalten kann. Da sich »Der dritte Messenger« zum Ende hin aber immer weiter steigert und ein wirklich packendes Finale liefert, ist man gerne geneigt, die Schwächen des Romans zu übergehen.

Kurz und gut: Solide SF-Kost im Montillon-typischen, eingängigen Schreibstil.

Band 2492, »KOLTOROC«, von Uwe AntonBand 2492, »KOLTOROC«, von Uwe Anton
In »KOLTOROC« schildert Uwe Anton der Geburt und die Entwicklung des mächtigen Überwesens, das die Truppen der Terminalen Kolonne in Hangay anführt. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der Sorgorin Inkadye, die KOLTOROCs Entwicklung von Anfang an begleitet hat, zunächst als seine Schöpferin, später für Jahrmillionen als seine Gefangene.

Was für ein Roman! Nach einer Reihe bestenfalls durchschnittlicher Hefte findet PR mit »KOLTOROC« zu gewohnter Stärke zurück. Uwe Antons Roman ist ein brillantes SF-Abenteuer, das einen mühelos an die Seiten fesselt. Endlich erhält der Leser Antworten auf Fragen, die ihn seit vielen Dutzend Heften beschäftigen. Die Auflösung, wer oder was genau denn KOLTOROC  nun eigentlich ist und was es mit dem Heerwurm der Terminalen Kolonne auf sich hat, sind nur die Spitze des Eisbergs (mein persönlicher Favorit: die Enthüllungen bezüglich der Duals und ihrer herausragenden Stellung innerhalb TRAITORs). Dass das Heft zudem in bester Anton-Manier fesselnd geschrieben und die Geschichte durchweg spannend und überraschend ist, trägt ebenfalls dazu bei, die Lektüre des 2492sten PR-Romans zu einer wahren Freude zu machen.

Der beste PR seit langem! So kann es gerne weitergehen!

Kommentare  

#1 GuentherDrach 2009-05-23 14:41
Planetenromane: das waren kleine Taschenbücher (so um die 160 Seiten - das Format war früher sehr beliebt, auch bei Bastei), in denen PR-Autoren Geschichten aus dem PR-Universum schrieben, nach eigenem Expose.
Sie thematisieren irgendwelche Ereignisse aus der PR-Historie, die in den Heften nicht explizit beschrieben wurden, schrieben weitere Geschichten um ihre Lieblingsfiguren (z.B. William Voltz: Don Redhorse, NomeTschato, H.G. Ewers Intergalactic Peace Corps, a Hainu/Rorvic, Computer Kid, Vlcek: Michael Rhodan-Jugendabenteuer) etc.
Berühmt sind Kneifels Zeitabenteuer, in denen er Atlans Asyl Jahre auf der Erde aufarbeitete.
Es sind diverse Perlen in den Taschenbüchern zu finden (z.B. Willi Voltz' 'Im Auftrag der MdI', Thomas Ziegler 'Besuch im Totenreich', Kneifels 'Die goldenen Menschen' würde ich empfehlen).
Also einfach interessante, spannende Geschichten aus der PR-Welt.
Yepp, kannst du ohne und mit minimalen PR-Kenntnissen lesen.
Grüße, Günther
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#2 Gabriel Adams 2009-05-23 18:56
@ Günther

Vielen Dank!
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#3 Cartwing 2009-05-28 08:42
Fand den 92er auch ganz gut. Mir hat nur die Darstellung Koltorocs nicht gefallen. Das soll eine Superintelligenz sein? Erinnerte mich vom Verhalten eher an meinen dreijährigen Sohn.
Ansonsten wird mal wieder mit Jahrmillionen jongliert, als wären es Stunden und wieder mal verschläft ein Charakter die meiste Zeit. Das hatten wir doch gerade erst am Anfang des Zyklus.
Aber verglichen mit den letzten Bänden war das doch schon wieder ne ganz andere Klasse.
Die Titel der nächsten Hefte lassen ja auch einiges erwarten (mit Ausnahme vom Hoho-Band vielleicht)
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#4 Holzi 2009-05-28 13:34
KOLTOROC war vom handwerklichen erwartungsgemäß gut (Uwe schreibt halt prima), aber das Exposé war meiner Ansicht nach nicht so der Bringer. Das war die schwächste SI-Genese, die ich je in einem PR gelesen habe (und ich hatte schon ein paar... ;-) ). Vieles wirkt arg herbeikonstruiert, wie beispielsweise der Dualismus-Wahn. Auch muss ich zustimmen, dass KOLTOROC meist wie ein beliebiger dahergelaufener Antagonist wirkt und nicht wie eine SI.

Unterhalten hat mich 2492 aber dennoch gut. Und endlich mal wieder ein paar Hintergründe.
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#5 Kyr 2009-06-12 13:10
So, jetzt habe ich diese Hefte auch endlich gelesen.
"Der dritte Messenger" hatte mich enttäuscht, irgendwie hatte ich das doch im vorherigen Heft doch gerade gelesen, nur viel interessanter umgesetzt.
"KOLTOROC" - mir hat es gut gefallen, wenn ich meinen Vorkommentatoren auch zustimmen muss; eine schwache Superintelligenz. Aber ich bin ja zufrieden, dass sich nach 192 Heften mal ein paar Fragen halbwegs auflösen (Und das schlechter als erwartet. Was hätte hinter den Dualen nicht alles stecken können. Aber so ...)
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