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Krimis made in Hamburg - »Die Männer vom K3« - Staffel 3.2

Die Männer vom K3Krimis made in Hamburg
»Die Männer vom K3« - Staffel 3.2

Deutsche Krimiserien, die in Hamburg angesiedelt und gedreht wurden, haben in der deutschen Fernsehgeschichte eine hübsche Tradition. Mit „Hafenpolizei“ und „Polizeifunk ruft“ hat in den 1960er Jahren bereits alles angefangen, mit „Hamburg Transit“ oder „Schwarz Rot Gold“ kamen dann noch Serien hinzu, die sich mit privaten Schicksalsschlägen und Wirtschaftsverbrechen befassten. Zu den langlebigsten Krimiserien neueren Datums gehört neben „Großstadtrevier“ aber eindeutig „Die Männer vom K3“.

Die Männer von K3 - Staffel 3.2Harald Vock hatte die Reihe im Jahr 1988 aus der Taufe gehoben und schrieb bis ins Jahr 1996 insgesamt 27 Episoden der Serie, war also nur an elf Geschichten nicht mehr persönlich beteiligt. Der gebürtige Hamburger war in seiner rund vier Jahrzehnte umspannenden Karriere in erster Linie als Produzent in Erscheinung getreten. In dieser Funktion war er an den Straßenfegern „Dem Täter auf der Spur“ und „Haifischbar“ beteiligt. Auch etliche Fernsehmitschnitte der Aufführungen aus dem Ohnsorg-Theater mit Heidi Kabel hat er für den Norddeutschen Rundfunk betreut. Als Regisseur inszenierte Vock zahlreiche Fernsehshows („Hallo, Paulchen!“, „Show hin, schau her“) und eine Reihe eher anspruchsloser Wörthersee-Klamotten für den Produzenten mit dem goldenen Riecher, Karl Spiehs. In der Serienstaffelbox „Die Männer vom K3 – Staffel 3.2“ sind nun die letzten vier Folgen der Reihe enthalten, zu denen Harald Vock noch das Drehbuch beisteuerte, bevor er 1998 im Alter von 73 Jahren – in Hamburg – verstarb.

Die Männer von K3 - Staffel 3.2Karl Feldmann (Harald Dietl), Ecki Schöller (Hartmut Reck), Tommie Beyer (Wolfgang Müller) und Pepe Kirchhoff (Alexander Pelz) sind ein eingespieltes Team – gemeinsam sind sie die „Männer vom K3“. Die vier Kriminalkommissare treten immer dann in Erscheinung, wenn im Großraum Hamburg Leichen gefunden werden, bei denen Menschen unter Gewalt- oder Fremdeinwirkungen zu Tode gekommen sind. Auch in den acht in dieser DVD-Box versammelten, spielfilmlangen Episoden wird Abwechslung wieder großgeschrieben. Die einzelnen Folgen handeln von chemischen Kampfstoffen, illegalen Waffentransporten, nächtlichen Vergewaltigungen oder Versicherungsbetrug. In manchen Folgen sind die Parallelen zu den Wirtschaftsstraftaten, die in der Hamburger Kultserie „Schwarz Rot Gold“ verhandelt werden, so groß, dass man schon glaubt, Zollamtsrat Hans Zaluskowski (Uwe Friedrichsen) könnte jeden Moment um die Ecke biegen und den Fall übernehmen.

Die Männer von K3 - Staffel 3.2Krimifans kann man getrost auch diesen Teil der dritten Staffel von „Die Männer vom K3“ empfehlen, da die unterschiedlichsten Themen behandelt werden, die Macher stets auch Wert auf amüsante Details gelegt haben und dank unterschiedlicher Autoren und Regisseure auch verschiedene Handschriften zu erkennen sind. Hinzu kommt die tolle Besetzung der Hauptrollen, denn die vier Protagonisten haben sich hier bereits zu einem gut geölten Team zusammengespielt, das sich die Bälle gekonnt zuzuspielen versteht. Auch die Episoden-Gastrollen sind wieder namhaft besetzt: von Gudrun Landgrebe, Klausjürgen Wussow, Sebastian Koch, Heinz Reincke und Manfred Zapatka bis hin zu Uwe Friedrichsen (!), Volkert Kraeft, Helmut Berger, Johann von Bülow und Rüdiger Vogler sind etliche Fernsehpromis mit von der Partie. Die acht rund anderthalbstündigen Folgen sind auf vier DVDs gepresst. Das Bild (im Vollbildformat 1,33:1) ist soweit okay, weißt nur gelegentlich kleinere Artefakte oder Unschärfen auf, und auch der Ton (Deutsch in Dolby Digital 2.0 Mono) ist hinsichtlich der Entstehungszeit der Filme (1995-1998) soweit in Ordnung. Auf Bonusmaterial hat man hier allerdings wieder verzichtet.

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