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Schomburg, Uwe: Die Sirius-Verschwörung

Schomburg, Uwe: Die Sirius-VerschwörungDie Sirius-Verschwörung
von Uwe Schomburg
Bastei Luebbe Taschenbuch
erschienen: 2006 (Deutschland)
540 Seiten, 7.95 €
ISBN: 978-3-404-15536-1

Verlagsgruppe Lübbe

Europa im Jahr 2000. Lange Zeit verlief die Karriere des deutsch-amerikanischen Journalisten Alexander Cromwell steil nach oben. Dank guter Kontakte zu verschiedenen geheimdienstlichen und militärischen Organisationen der amerikanischen Streitkräfte war es ihm möglich, eine erfolgreiche Story nach der anderen zu veröffentlichen. Doch dieses Arrangement ist längst Geschichte. Meinungsverschiedenheiten führten zum Zerwürfnis zwischen Cromwell und seinen Informanten, womit auch seine journalistischen Informationsquellen versiegten.

Es sieht nicht gut aus für den erfolgsverwöhnten Journalisten. Doch es soll noch schlimmer kommen.


Eines Tages erhält Cromwell einen Anruf von seinem Halbbruder. In dessen Wohnung liegt die Leiche eines ranghohen amerikanischen Militärs, der während des gemeinsamen Liebesspiels einem Herzinfarkt erlegen ist. Im Besitz des Offiziers ist eine rätselhafte CD-Rom, die Cromwell an sich bringt. Ein Fehler, wie sich später herausstellt, gerät er so doch ins Visier einer dunklen Schattenmacht. Gejagt von Kräften, die ihn tot sehen wollen, kommt Cromwell einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur, in deren Zentrum die Frage steht: Was wäre, wenn es eine fremde Intelligenz im Universum gäbe?

Immer wieder kommt es vor, dass einen der Debütroman eines Autors vom Fleck weg überzeugt und man sehnsüchtig auf das nächste Buch wartet. Wenn man dies dann liest, ist man allerdings bitter enttäuscht, kann das neue Werk doch nicht im Ansatz mit dem Erstling mithalten.»Die Sirius-Verschwörung« ist der Beweis dafür, dass das Debüt mitnichten immer besser ist als die folgenden Werke.

Mit »Der Babylon-Code« hat der deutsche Autor Uwe Schomburg 2008 einen nicht besonders tiefsinnigen, aber sehr rasanten und enorm unterhaltsamen Verschwörungsthriller abgeliefert. Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Roman, den der Autor veröffentlicht hat. Dieses zeigt deutlich, dass ein Autor fähig ist, sich enorm zu steigern, denn Schomburgs erster Thriller ist alles andere als ein Überflieger: »Die Sirius-Verschwörung« ist oberflächliches, recht uninspiriert wirkendes Werk, das nicht im Geringsten mit dem späteren Roman des Verfassers mithalten kann.

Außerirdische, die die Erde besuchen, eine gewaltige Verschwörung bis in die höchsten Regierungskreise hinein – man mag kaum glauben, dass man hieraus eine Story fabrizieren kann, die bestenfalls vor sich hin dümpelt. Und doch geht es. »Die Sirius-Verschwörung« hat thematisch alles, was ein guter Thriller benötigt. Leider hilft dies wenig. Die Handlung kommt, von einigen wenigen Szenen abgesehen, nicht wirklich in die Gänge, und was die Protagonisten anbelangt, so wirken diese, als kämen sie direkt aus einem Modellbaukasten für 0-8-15 Thriller-Charaktere. Auch die groß angelegte Verschwörung entlockt dem versierten Leser allenfalls ein müdes Lächeln, zu stereotyp wirken die in sie verstrickten Figuren sowie die Methoden, die sie zum Zwecke der Vertuschung ihres Ränkespiels einsetzen.

Auch sprachlich ist der Roman nicht rundum gelungen. Immer wieder gerät der Lesefluss aufgrund unglücklich gewählter Formulierungen und Ausdrücke ins Stocken. Dass gerade die Hauptperson das merkwürdige Verlangen hat, in den unpassendsten Momenten loszubrüllen, hilft auch nicht wirklich weiter.

Hätte ich »Die Sirius-Verschwörung« vor »Der Babylon-Code« gelesen, ich hätte mich niemals an Schomburgs zweites Buch heran getraut. Ein Glück, dass dem nicht der Fall war. Wer der Meinung ist, dass Autoren sich nach ihrem Erstling unmöglich steigern können, der muss bloß die Werke Uwe Schomburgs zur Hand nehmen und wird eines besseren belehrt.

»Die Sirius-Verschwörung« ist ein wenig berauschender Thriller, der einen Leser allenfalls dann an seine Seiten bannen wird, wenn dieser so gut wie keine Erfahrung mit Romanen hat, in denen es um Verschwörungen oder die Möglichkeit außerirdischer Besucher auf der Erde geht. Alle anderen sollten sich auf eine belanglose Story mit wenig interessantem Neuen einstellen.

Mein Tipp daher: Lasst »Die Sirius-Verschwörung« links liegen und geht gleich über zu »Der Babylon-Code«. Schomburgs zweiter Streich ist um Längen besser als sein erster, und wo sein Debüt allenfalls verhindern kann, dass man sich an einem regnerischen Nachmittag zu Tode langweilt, macht sein neues Werk richtig Spaß.

Ich bin gespannt auf das dritte Buch des Autors. Wenn er sich da noch mal in dem Maße steigert, wie er es bei »Der Babylon-Code« getan hat, dann erwarten mich glänzende Lesestunden.

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