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Selbstversuch Nummer 2

Perry Rhodan und ich - Mein Rhodan TagebuchSelbstversuch Nummer 2
Der Einstieg bei PRA ist geglückt –
Jetzt geht’s an den großen Bruder ran ...

Es hatte alles so schön ruhig und leicht begonnen...

Die ganze Sache war als Experiment gedacht gewesen, als eine Art Selbstversuch ohne die schädlichen Nebenwirkungen von Injektionen oder der Einnahme von Pillen unbekannten Inhalts. Im Auftrag des Zauberspiegels sollte ich in die vor einigen Wochen neu anlaufende Romanheftserie Perry Rhodan Action einsteigen, die Hefte lesen, rezensieren und  Erfahrungen sowie Einblicke, die ich im Laufe der Lektüre machen würde, in einer regelmäßig erscheinenden Kolumne dem interessieren Publikum zum Besten geben.

Die Besonderheit dabei: PRA ist, wie der Titel ja schon vermuten lässt, der jüngste Ableger von Perry Rhodan, der erfolgreichsten SF-Serie der Welt, mit der ich zuvor eigentlich nur dann in Berührung gekommen war, wenn ich mir im Zeitschriftenhandel den neusten Band von Torn oder Vampire besorgte und die Hefte um den langlebigsten Raumfahrer aller Zeiten zufälligerweise im Fach nebenan lagen. Kurzum: Bis zum Start des Ablegers hatte ich keine Ahnung von PR.

Und genau das machte den Reiz dieses Selbstversuchs aus. Als Neuleser sollte ich mir die Serie vollkommen unvoreingenommen ansehen und versuchen, trotz meiner mangelnden Kenntnisse in Sachen PR in die Reihe einzusteigen. Würde ich auf größere Probleme stoßen? Wären mir als Neuling viel zu viele für die Handlung wichtige Geschehnisse und Personen aus PRA unbekannt, so dass ich kein Wort der Serie verstehen würde? Oder sollte es mir gar mehr oder weniger mühelos gelingen, die Reihe zu genießen?

Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt des Experiments für den Zauberspiegel, an das ich mit Spannung, großen Erwartungen, aber auch so mancher Befürchtung heran ging.

Wer in den letzten Wochen regelmäßig einen Blick in meine Kolumne geworfen hat, der weiß es schon, weshalb der Rest der Geschichte schnell erzählt sein dürfte: Obwohl ich vorher nichts von PR wusste, hatte ich keinerlei Probleme damit, bei PRA einzusteigen. Vom ersten Heft an konnte mich die Serie begeistern, und bis heute habe ich noch keinerlei Verständnisschwierigkeiten gehabt. Experiment geglückt, kann man da nur sagen.

Zumindest von meiner Warte aus. Irgendwo in der Redaktion des Zauberspiegels sitzt eine Macht, der der Ausgang meines Selbstversuchs so ganz und gar nicht recht zu sein scheint.

Woran ich das merke?

Nun, jetzt, wo ich erfolgreich in PRA eingestiegen bin, dachte ich, ich könnte es in nächster Zeit ein wenig ruhiger angehen lassen. Doch diese ominöse Macht gönnt mir meine Ruhe nicht im Geringsten; sie will mir mit allen Mitteln das Leben schwer machen.

Ich weiß noch gar nicht so recht, was eigentlich geschehen ist. Fest steht nur: Nicht einmal drei Monate sind seit dem Start meines letzten, immer noch im Laufen begriffenen Selbstversuchs vergangen, schon befinde ich mich wieder in einem Experiment für den Zauberspiegel. Doch wo die Sache mit PRA letztendlich noch recht einfach war (schließlich durfte ich mit Heft Nummer 1 beginnen), das wurde der Schwierigkeitsgrad für den neuen Versuch deutlich erhöht: Jetzt soll ich in die PR-Hauptserie einsteigen – und das mitten in einem Zyklus, ausgestattet ausschließlich mit den Kenntnissen die ich mit der Lektüre von gerade einmal fünf  (!) PRA-Heften erwerben konnte!

Ich glaube, irgendwer in der Zauberspiegel-Redaktion hat es auf mich abgesehen...

PR – Das Experiment : Runde 2
Doch zurück auf den Boden der Tatsachen, was allerdings an einer Sache nichts ändert: Kaum ein Vierteljahr nach Beginn meines ersten Selbstversuchs starte ich in wenigen Tagen in Selbstversuch Nummer zwei.

Was es damit genau auf sich hat? Nun ja...

Vor einigen Tagen kam die Diskussion auf, ob ich als PR-Neuling, ausgestattet lediglich mit meinen Kenntnissen aus PRA, es schaffen würde, in die Mutterserie einzusteigen. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt, unmittelbar, mitten in einem laufenden Zyklus.

Ganz ehrlich: Anfänglich hielt sich meine Begeisterung für diese Idee in sehr, sehr engen Grenzen. Mitten in einem Handlungsabschnitt in eine so lange Serie einsteigen, die schon seit vielen Jahren erscheint und bei der selbst ein Einstieg zu Beginn eines neuen Handlungsabschnitts kein Zuckerschlecken wäre? Bei all der anderen Arbeit, die ich noch habe, und all dem anderen Lesestoff, der bei mir zu Hause im Regal noch unberührt rumliegt und bei dessen Verständnis ich sicher weniger Probleme haben würde als bei PR? Das klang nicht gerade verlockend.

Doch einmal gehört, ging mir die Idee nicht mehr aus dem Kopf. Je länger ich darüber nachdachte, umso besser gefiel mir die Idee und umso mehr Gründe fielen mir ein, warum dieses neue Experiment vielleicht wirklich gar nicht so übel wäre. Die Autoren, die für PRA schreiben, schreiben ja auch größtenteils für die Mutterserie, und deren Schreibstil habe ich bisher gemocht. Es wäre schon schön, etwas neues von ihnen zu lesen. Und sowieso, ich mag Herausforderungen. Und der Einstieg bei PR mitten im Zyklus wäre genau das, eine Herausforderung. Vor allem aber eine, die mir echt Spaß machen könnte...

Lange Rede, kurzer Sinn: Irgendwann habe ich mich von den ermutigenden Reden von Freunden und Bekannten breit schlagen lassen. Anders ausgedrückt: Ich mach's, ich lasse mich auf das Experiment ein und bin ab sofort treuer PR-Leser.

Mann, wenn mir das einer vor ein paar Monaten gesagt hätte, hätte ich nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt.

Was mich und Euch erwartet
Gute Frage. Was erwartet uns.

Was mich erwartet, kann ich nicht sagen, dafür reicht die Kenntnis von ein paar PRA-Heften einfach nicht aus. Alles, was ich im Moment von mir geben kann, sind einige Hoffnungen und Befürchtungen:

Ich hoffe auf einige spannende Romane, die ich auch dann verstehe, wenn ich das ein oder andere Detail überlesen muss, weil es mir vollkommen unbekannt ist. Auf eine Reihe, die mich faszinieren und in ihren Bann schlagen wird, in die ich tatsächlich im Laufe der Zeit reinkommen werde, wobei es heißt: Je schneller, desto besser.

Andererseits befürchte ich, dass mir der Einstieg diesmal deutlich schwieriger fallen wird als bei PRA. Ich habe so meine Bedenken, dass mir die Reihe in naher Zukunft auch nur annähernd gefallen wird und bin in einem gewissen Rahmen davon überzeugt, dass es seine Zeit braucht, bis ich PR mit Freude genießen kann.

Doch das ist alles noch Zukunftsmusik. Was ich hingegen jetzt schon sagen kann, ist, was Euch erwartet und worauf ihr Euch im zweiten Abschnitt meines Selbstversuchs freuen könnt (wie ich doch stark hoffe).

Euch erwarten:

-         Ein PR-Neuling, der auf die ganz altmodische Art in die Serie reinkommen will: durch Lesen. Ich verzichte auf Hilfsmittel wie Chroniken oder Wikis. Was zählt, sind die Hefte, durch sie und nichts anderes will ich den Einstieg in den aktuellen Zyklus schaffen. Irgendwie ist das möglich, davon bin ich überzeugt. Abertausende von Lesern haben es in der Prä-Internet-Zeit (ja, so was gab es  mal!!!) auch geschafft, also ist es kein Ding der Unmöglichkeit.

-         Alle drei oder vier Wochen Rezensionen zu den gelesenen PR-Romanen, die hoffentlich zu lebhaften Diskussionen führen werden

-         Fortschrittsberichte, wie ich sie mal nennen will. Mit anderen Worten: Artikel darüber, wie ich in die Serie reinkomme, ob ich sie verstehe und welche Probleme ich habe, was mich erstaunt, begeistert und enttäuscht. So etwas eben.

-         Mit der Zeit, wenn ich mal in die Reihe reingekommen bin, auch Meinungen und Kommentare zur aktuellen Handlung. (Doch bis ich zu diesem Punkt komme, dauert es mit Sicherheit noch ein Weilchen...)

-         (Hoffentlich) Anregende Diskussionen und ein lebhafter Meinungsaustausch zu meinen Erlebnissen und meinen Rezis. Aber da seid ihr ebenso gefragt wie ich. Also ran an die Tastaturen und schreibt, was das Zeug hält! Denn je mehr Leute mitmachen und ihre eigenen Meinung zum Besten geben, zu meinem Experiment, meinen Artikel und Rezis, aber auch zu PR im Allgemeinen, umso interessanter wird dieses Experiment für alle Beteiligten

Noch kurz: Ausblick
So,  genug der langweiligen Vorrede, für heute soll es genügen. Die wirkliche Action geht ja erst dann los, wenn ich meinen ersten Perry Rhodan gelesen habe. Ich bin echt gespannt, was das für ein Erlebnis wird.

Mit Heft 2443, ESCHERS Plan, geht’s los. Welche Erfahrungen ich da sammeln durfte, ob ich in die Serie rein gekommen bin, ob ich überhaupt etwas verstanden habe... Mehr dazu in  Kürze auf dem Zauberspiegel!

Kommentare  

#16 Olsen 2008-06-11 18:17
@Captain Elch:
Schon richtig. Auf der anderen Seite ist "einsteigerfreundlich" ja nicht unbedingt gleichzusetzen mit "PR für Dummies".
Ich denke, dass selbst beim einsteigerfreundlichsten Band genug Wissenslücken auftreten. Die Frage ist nur, wie geballt sie auftreten und wie sehr sie einem den Lesegenuss erschweren.
Außerdem gibt es ja nicht nur Neueinsteiger. Es gibt auch so vergessliche Typen wie mich. Und wenn bei PR ein Handlungsstrang verlassen wird, um sich in den nächsten acht Bänden an anderen Schauplätzen zu tummeln, dann weiß ich nach der Rückkehr zu dem alten Handlungsstrang oft nicht mehr, was da eigentlich geschehen ist. Hier habe ich festgestellt, dass manche Autoren es unheimlich gut drauf haben, einem das auf subtile Weise wieder ins Gedächtnis zu rufen. Hierdurch würde auch ein Neuleser profitieren, der dadurch weitere Infos erhält.
Anderen Autoren (zu denen ich Christian Montillon ausdrücklich NICHT zähle) dagegen ist es völlig wurscht, wie lange ein Handlungsstrang pausiert hat. Die machen einfach weiter, als hätte es die Pause nie gegeben. Na ja, und das führt in meinem Alter dann doch mal zur Wirrnis.

@Christian Montillon:

Zitat:
kann man einsteigen? ich behaupte: ja, man kann.
Denke ich auch. Ich weigere mich zu glauben, dass alle PR-Neuleser bei ihrem Einstieg auf einen vollen Hunderter-Band gewartet haben.

Und wichtig ist erst mal nur, dass der einzelne Band unterhält und für sich funktioniert. Die großen Zusammenhänge ergeben sich dann nach und nach ganz von selbst.
Wobei das aber sehr, sehr lange dauern kann! Ich bin ja jetzt doch schon ein Stück dabei und habe bei manchen Sachen auch noch meine Probleme, weil mir das Altwissen fehlt.
Aber ich hole auf!
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#17 Gabriel Adams 2008-06-11 22:28
Ich bin ebenfalls fest der Überzeugung, dass ich es schaffen werde, in die Serie reinzukommen. Ansonsten hätte ich mich gar nicht auf dieses Experiment eingelassen. Dass es nicht ganz einfach wird und ich einige Hefte brauchen werde, bis ich den vollen Durchblick habe, ist wohl allen klar.
Ich bin jedenfalls mal gespannt, was mich in ESCHERS Plan so alles erwartet...
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#18 Harantor 2008-06-12 18:03
Ab 0:00 Uhr kommt dann erste Erfahrungsbericht von Jochen. Da geht es um den Perry-Rhodan-Roman 2443 Eschers Plan von Christian Montillon. Dann wird man erfahren können, wie Jochen damit zurecht gekommen ist.

Dieser Roman hat für den Zauberspiegel auch noch weitergehende Bedeutung
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