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DER ALTE - Die Fälle des Leo Kress - Folge 125: Schweigen für immer

DER ALTE - Die Kress-Ära Folge 125:
Schweigen für immer

Nach der Ära Köster mit Siegfried Lowitz, die immerhin 100 Folgen der Reihe DER ALTE umfasste, kam man nicht umhin einen Nachfolger für das erfolgreiche Krimiformat zu finden. Am Ostermontag 1977 startete die Reihe mit dem Pilotfilm "Die Dienstreise". In Folge 100 starb Köster den Serientod. Helmut Ringelmann griff als Nachfolger auf Rolf Schimpf als Kress zurück, den er aus der gemeinsam mit ihm produzierten Serie "Mensch Bachmann" kannte.

Arno Tucher soll in München bei Staatsanwalt Hellberg eine wichtige Aussage gegen einen allseits bekannten Unternehmer machen. Am Hauptbahnhof wird er von Max Brandstätter in Empfang genommen, der sich als von der Staatsanwaltschaft abgestellter Personenschutz vorstellt. Max fährt Arno in eine abgelegene Gegend und betäubt ihn dann. Er bringt ihn in den Keller seines Hauses, wo er ihn wieder aufwecken will. Doch da muss er feststellen, dass Arno, der einen Herzschrittmacher trägt, tot ist. Verzweifelt beseitigt er die Leiche in den Isarauen. Zeugin dieses Vorgangs wird die Schülerin Petra Steinert.

Sie hatte kurz zuvor eine Reifenpanne mit dem Fahrrad und wartet nun auf ihren Freund Markus Pagel, der unterwegs ist, um das Rad zu flicken. Max bemerkt Petra und entführt sie aus Angst, sie könne zur Polizei gehen. Hauptkommissar Kress hat nun nicht nur einen Todesfall zu untersuchen sondern auch eine Entführungsfall zu klären. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der ihn zu Staatsanwalt Hellberg führt, nachdem die Schwägerin des Toten nach einer Fernsehausstrahlung die Leiche identifizieren und der Kriminalpolizei den Namen des Toten mitteilen konnte. Hellberg ist für Wirtschaftskriminalität zuständig und erzählt Kress Interessantes. Diese Spur führt zu dem großen Unbekannten, der auch Max Brandstätter den Auftrag zum vorübergehend geplanten Ausschalten Arno Tuchers gegeben hat ... (1)

Die für mich besten Fälle des ALTEN schrieb meiner bescheidenen Meinung nach Bruno Hampel. Auch wenn seine Arbeiten sich doch nicht wesentlich unterscheiden, sondern fast immer eine Krimihandlung, die von einem vermeintlich großen Geheimnis umgeben sind erzählen. Aber die Spannung die diesen Geschichten innewohnt sorgen eben meistens für unterhaltsame sechzig Minuten und weisen keine Längen auf oder sind gar künstlich gestreckt.

Zu den Eigenarten von Bruno Hampel zählte es auch, bei sich selbst zu kopieren. In der Kommissar Freytag- Folge "Die Augenzeugin" (Episode 23 der Reihe, Erstsendung: 04.12.1964) erzählt er eine ganz ähnliche Geschichte.

Frische Besetzung mit gewohnten Auftakt
Der Fall ist wieder frisch besetzt. Ben Becker und Heike Faber sind zum ersten Mal überhaupt in einen Fall von Der Alte dabei. Wolfgang Wahl kann man fast auch dazu rechnen. Seinen einzigen Einsatz in der Reihe hatte er zuvor in der Köster-Pilotfolge "Die Dienstreise" in einer winzigen Nebenrolle.

Auch die Atmosphäre des Falles ist sehr gut gestaltet. Der Auftakt findet wieder am Münchner Hauptbahnhof statt.

Buch: Bruno Hampel
Musik: Eberhard Schoener
Regie: Theodor Grädler
Mit: Rolf Schimpf, Michael Ande, Charles M. Huber, Markus Böttcher, Walter Renneisen, Heike Faber, Ben Becker, Wolfgang Wahl, Henry van Lyck, Ilse Künkele, Trude Breitschopf u.a. Erstsendung: ZDF, 12.02.1988

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(1) = Die Krimihomepage (GP)

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