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DER ALTE - Die Fälle des Leo Kress - Folge 126: Der Tod kommt selten allein

DER ALTE - Die Kress-Ära Folge 126:
Der Tod kommt selten allein

Nach der Ära Köster mit Siegfried Lowitz, die immerhin 100 Folgen der Reihe DER ALTE umfasste, kam man nicht umhin einen Nachfolger für das erfolgreiche Krimiformat zu finden. Am Ostermontag 1977 startete die Reihe mit dem Pilotfilm "Die Dienstreise". In Folge 100 starb Köster den Serientod. Helmut Ringelmann griff als Nachfolger auf Rolf Schimpf als Kress zurück, den er aus der gemeinsam mit ihm produzierten Serie "Mensch Bachmann" kannte.

Thomas Falter hat ein merkwürdiges Geschäft eingefädelt: die Juwelen, die er vor einiger Zeit gestohlen hat, will er für 300.000 D-Mark wieder zurück erstatten. Im Münchner Bahnhofsrestaurant will Falter mit zwei Abgesandten der Versicherung verhandeln. Diese bestehen aus Fred Bugat und dem zusätzlich engagierten Peter Nordmann. Falter will in Begleitung von Bugat den in einem Schließfach hinterlegten Schmuck holen.

Doch als die Tür des Fachs geöffnet wird, kommt es zu einer Explosion, die beide in den Tod reißt. Wie die Ermittlungen später ergeben, wurde die Bombe von einem Profi gebaut. Aber wer hätte ein Motiv gehabt? Hauptkommissar Leo Kress verdächtigt unter anderem den Juwelier Werner Mossmann. Für die Lösung des Falles muss er sich schließlich sogar mit dem Nachtzug nach Amsterdam begeben ... (1)

Ein typischer Vogeler-Fall mit ebenso typischen Titel. Einzig und allein die sachliche Regie von Eberhard Itzenplitz rettet die Folge vor dem schlimmsten. Denn etwas Spannung ist durchaus vorhanden, auch wenn diese etwas gezwungen daher kommt. Die weibliche Killerin ist dabei ein Faktor, ebenso wie die Szenen am Beginn, die mal wieder am Münchner Hauptbahnhof spielen, in dem diesmal eine Bombe explodiert. Störend wirkt Eberhard Schoeners sterile Musik, die wie aus einem Leierkasten zu kommen scheint und Spannung eher zerdrückt als erzeugt.
Das zum Teil hölzerne Spiel einiger Akteure wie Peter Bongartz und den sonst immer starken Ralf Schermuly sind ebenfalls etwas befremdlich.
In der Rolle eines der Opfer ist der junge Patrick Winczewski zu sehen, der heute vermehrt als Regisseur für Krimiserien wie z.B. Soko Leipzig tätig ist und auch als Hörspielsprecher hin und wieder in Erscheinung trat. Eine weitere Mini-Nebenrolle bekleidet Leonard Lansing (heute bekannt als Wilsberg im ZDF).
Einige Szenen der Folge spielen in Amsterdam. Ob sie dort auch gedreht wurden ist zu bezweifeln, da es sich fast ausschließlich um Innen-Drehs handelte.

Buch: Volker Vogeler
Musik: Eberhard Schoener
Regie: Theodor Grädler
Mit: Rolf Schimpf, Michael Ande, Charles M. Huber, Markus Böttcher, Daniela Zieger, Peter Bongartz, Ralf Schermuly, Hans Reiser, Patrick Winczewski u.a. Erstsendung: ZDF, 18.03.1988

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(1) = Die Krimihomepage (GP)

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