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Guerilla-Filmemachen - »Bowfingers große Nummer«

Bowfingers große NummerGuerilla-Filmemachen
»Bowfingers große Nummer«

Regisseur und „Muppet“-Darsteller Frank Oz (Miss Piggy) und den Komiker Steve Martin verbindet eine lange, kreative Zusammenarbeit. Schon in der Musicalverfilmung „Der kleine Horrorladen“ reservierte Oz Martin eine lohnende Nebenrolle, danach drehten die beiden gemeinsam „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“, „Housesitter – Lügen haben schöne Beine“ und schließlich im Jahr 1999 „Bowfingers große Nummer“, zu dem Martin selbst das gagreiche und liebenswerte Drehbuch geschrieben hatte.

Bowfingers große NummerSteve Martin hatte seine Karriere als Gagschreiber für diverse US-amerikanische Comedyshows (u.a. „The Smothers Brothers Comedy Hour“) begonnen, bevor er in den 1970er Jahren begann, auch häufiger vor der Kamera in Erscheinung zu treten. Gastauftritte bei „Saturday Night Live“ machten ihn in seinem Heimatland zum Star, einen ersten Kinoerfolg erzielte er schließlich 1979 durch seine Hauptrolle in „Reichtum ist keine Schande“, für den er auch das Drehbuch geschrieben hatte. Der auch als Schriftsteller erfolgreiche Martin („Shopgirl“) hat immer wieder auch die Drehbücher für seine Filme als Komikerstar geschrieben („Tote tragen keine Karos“, „Der Mann mit zwei Gehirnen“, „Roxanne“) und in Kollaboration mit Frank Oz bei „Bowfingers große Nummer“ einmal mehr eine wunderbare Vorlage für einen ausgelassenen Spaß für die ganze Familie geliefert.

Bowfingers große NummerBobby Bowfinger (Steve Martin) geht auf die 50 zu und hat als Filmproduzent und -regisseur nur mäßigen Erfolg. Nun hat sein Buchhalter Afrim (Adam Alexi-Malle) ein Drehbuch geschrieben, von dem Bowfinger begeistert ist. Er versucht, den in Hollywood geschätzten Geldgeber Jerry Renfro (Robert Downey jr.) für das Projekt zu begeistern, der allerdings die Mitwirkung von Top-Star Kit Ramsey (Eddie Murphy) zur Voraussetzung macht. Der ist allerdings wenig angetan und gibt Bowfinger einen Korb. Privat plagt Kit Ramsey ein ausgewachsener Verfolgungswahn, an dem Sektenguru Terry Stricter (Terence Stamp) jede Menge Geld verdient. Bowfinger lässt sich von Ramseys Nein allerdings nicht abspeisen und fasst den Plan, den Film dennoch zu realisieren – und alle Szenen mit Kit Ramsey heimlich zu filmen. Der alternde Theaterstar Carol (Christine Baranski), ein Landei mit Filmambitionen (Heather Graham) und ein gut aussehender C-Darsteller (Kohl Sudduth) werden für die weiteren Rollen verpflichtet, über Kit Ramseys Absage aber vollkommen im Dunkeln gelassen…

Bowfingers große NummerSteve Martin hat hier eine liebenswerte Hommage an ambitionierte Filmemacher ersonnen, die sich selbst von schwersten Rückschlägen nicht einschüchtern lassen und an ihren Träumen von der großen Filmkarriere festhalten. Gleichzeitig teilt er auch Seitenhiebe auf die Starallüren der großen Hollywoodschauspieler aus, macht sich über Scientology-ähnliche Sekten lustig und demaskiert so manche Eitelkeit der Glücksritter in der Traumfabrik. Aus der exzellenten Besetzung sticht besonders Eddie Murphy hervor, der in einer Doppelrolle nicht nur seine Wandlungsfähigkeit beweist, sondern auch in den selbstironischen Momenten überzeugen kann. Die BluRay-Erstveröffentlichung des Films weiß sowohl hinsichtlich des Bildes (im Widescreen-Format 1,85:1) als auch des Tons (Deutsch und Englisch im DTS HD Master Audio 5.1, optional mit Untertiteln in den beiden Sprachen) voll und ganz zu gefallen. Die Extras umfassen einen Audiokommentar von Regisseur Frank Oz, den deutschen und amerikanischen Trailer zum Film, zehn amerikanische TV-Spots, zwei geschnittene Szenen (zusammen 6 Minuten), Outtakes (3 Minuten), ein Making Of (23 Minuten), ein „Hinter den Kulissen“-Feature (12 Minuten) und eine größere animierte Bildergalerie.

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