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Leuchtet im Dunkeln - »Skin Deep – Männer haben’s auch nicht leicht«

Skin Deep – Männer haben’s auch nicht leichtLeuchtet im Dunkeln
»Skin Deep – Männer haben’s auch nicht leicht«

Wer das „Lichtschwertduell“ mit den fluoreszierenden Kondomen einmal gesehen hat, der wird sich an „Skin Deep – Männer haben’s auch nicht leicht“ erinnern.

Der Verleih warb 1989 auch mit der Tagline „Die Komödie, die im Dunkeln leuchtet“. Nun ist Blake Edwards‘ Film mit dem viel zu jung verstorbenen John Ritter in der Reihe „Cinema Favourites“ hierzulande erstmals auf BluRay erschienen.

Skin Deep – Männer haben’s auch nicht leichtBlake Edwards (1922-2010) war ein Meister der Filmkomödie, der insbesondere durch seine acht Filme rund um den „Rosaroten Panther“ und Inspecteur Clouseau, zumeist hinreißend verkörpert durch Peter Sellers, Kinogeschichte geschrieben hat. Die Eskapaden um den trotteligen Kommissar, mit denen er nicht nur seinen leidgeprüften Chef Dreyfus (Herbert Lom) zusehends in den Wahnsinn trieb, strotzten vor Slapstickgags und reizender Situationskomik. Aber Blake Edwards drehte darüber hinaus auch eine ganze Reihe Filme, die eher ins Genre der RomCom passen, wenngleich sie dafür meist zu schlüpfrig, zu originell und zu gagreich waren – ein guter Lacher war Edwards stets wichtiger als ein romantisches Happy Ending. Zu seinen Liebeskomödien zählen u.a. „10 – Die Traumfrau“, „Frauen waren sein Hobby“, „Micki + Maude“ oder „Blind Date – Verabredung mit einer Unbekannten“. Letzterer gehört, genau wie „Skin Deep – Männer haben’s auch nicht leicht“ mit dem Fernsehstar John Ritter („Herzbube mit zwei Damen“), zu den Spätwerken Blake Edwards‘, in denen er aber noch einmal unter Beweis stellte, dass er nicht in den Komödientraditionen der Vergangenheit feststeckte.

Skin Deep – Männer haben’s auch nicht leichtZach (John Ritter) wird in flagranti mit seiner Friseurin Tina im Bett ertappt. Angie (Denise Crosby) rastet aus und richtet die Waffe auf den Schwerenöter. Da platzt Alex (Alyson Reed) in die Szene, Zachs Ehefrau. So wird sie unfreiwillig Zeugin, wie ihr Mann dessen Geliebte mit einer weiteren Frau betrügt. Zuviel des Guten, Zach muss seine Koffer packen. Während er sich bei Barney (Vincent Gardenia) in seiner Stammkneipe regelmäßig volllaufen lässt, bei seinem Analytiker Dr. Westford (Michael Kidd) sein Herz ausschüttet und Alex noch hinterhertrauert, bändelt er auch schon mit den nächsten bezaubernden Geschöpfen an. Darunter die leidenschaftliche Molly (Julianne Phillips), die ihm am Ende das ganze Haus niederbrennt, die liebreizende Amy (Chelsea Field), die unter der Fuchtel eines egomanischen Rockgitarristen (Bryan Genesse) steht, oder die wasserstoffblonde Lonnie (Raye Hollitt), die die Augen des Casanovas überquellen lässt, als sie sich ihrer Kleider entledigt. Wird es Zach gelingen, sein Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken?

Skin Deep – Männer haben’s auch nicht leichtBlake Edwards feierte mit dieser rasanten und originell-spritzigen Geschlechterkomödie ein fulminantes Comeback: Nach einigen eher dröge-kommerziellen Filmen hatte er hier wieder zu seinem herzerfrischenden Destruktionshumor zurückgefunden, der mit pfiffigen Dialogen, bei denen die Pointen sitzen, zu einem Lachpotpourri zusammengemixt wurde. In der zweiten Filmhälfte mischen sich dann auch wieder herrliche Slapstickgags in die Handlung, darunter das ungewöhnliche „Lichtschwertduell“ im Schlafzimmer. Edwards‘ Hauptdarsteller John Ritter ist eine Idealbesetzung, und wer die frühen Komödien des Regisseurs vergötterte, wird auch an diesem Werk Gefallen finden. Die BluRay-Erstveröffentlichung bietet ein gutes, schmutzfreies Bild (im Widescreen-Format 2,35:1), bei dem man das Filmkorn noch erkennen kann, und einen der Entstehungszeit angemessenen Ton (Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0 Stereo). Als Extras gibt es den englischen Originaltrailer zum Film, eine kleine animierte Fotogalerie sowie ein achtseitiges Booklet mit Bio- und Filmografien zu John Ritter und Blake Edwards.

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