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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 25. Teil - Die Rattenkönigin

Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Die Rattenkönigin

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149)  in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.


Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 25 Die Rattenkönigin gekürzt wurde:

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller 25
Seite 7, 2. Spalte, 9. Absatz 

Das bringt die Ratten zur Raserei. Sie stürzen sich auf dich. Reißen mit ihren scharfen Zähnen Fleischfetzen aus deinem Körper. Sie kratzen dir die Augen aus. Du taumelst blind da­von. Stolperst über Hindernisse, rutschst auf den glitschigen Körpern aus. Fällst der Länge nach hin - und dann sind sie über dir - die Ratten von Borvedam.

1Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage 24
Seite 8, 1. Spalte, 6. Absatz

Das bringt die Ratten zur Raserei. Sie stürzen sich auf dich. Reißen mit ihren scharfen Zähnen Fleischfetzen an dir. Du taumelst blind da­von. Stolperst über Hindernisse, rutschst auf den glitschigen Körpern aus. Fällst der Länge nach hin - und dann sind sie über dir - die Ratten von Borvedam.

* * * 

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 12, 1. Spalte, 3. Absatz

„Anders sieht es jedoch mit den vier Opfern der letzten drei Monate aus. Was wir von ihnen fanden, deutete darauf hin, daß sie von Ratten getö­tet wurden. Ersparen Sie mir Einzelheiten. Sie sind zu grausig. Es war überhaupt eine kriminalistische Meisterleistung, die Personen an Hand der gefundenen Leichenteile zu identifizieren. Wir kennen auch die Namen der vier Opfer. Sie stammen alle aus Borvedam, waren jung und gutaussehend und männlichen Ge­schlechts. Und wir wissen, daß sie von Ratten zerfetzt wurden. Aber das sagt noch lange nicht, daß wir nun eine wahre Ratteninvasion zu befürchten hätten. Dieses Gerücht streuen die Städteplaner aus, um die Leute aus Borvedam zu vertreiben.“

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 12, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 13, 1. Spalte, 1. Absatz

„Anders sieht es jedoch mit den vier Opfern der letzten drei Monate aus. Was wir von ihnen fanden, deutete darauf hin, daß sie von Ratten getö­tet wurden. Ersparen Sie mir Einzelheiten. Sie sind zu grausig. Es war überhaupt eine kriminalistische Meisterleistung, die Personen an Hand der gefundenen Leichenteile zu identifizieren. Wir kennen auch die Namen der vier Opfer. Sie stammen alle aus Borvedam, waren jung und gutaussehend und männlichen Ge­schlechts. Aber das sagt noch lange nicht, daß wir nun eine wahre Ratteninvasion zu befürchten hätten. Dieses Gerücht streuen die Städteplaner aus, um die Leute aus Borvedam zu vertreiben.“

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Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 15, 2. Spalte, 4. Absatz

Als die Ratte auf der Katze lag, hörte Chapman das Krachen und Splittern von Knochen. Die Beine der Katze zuckten noch einige Male, ver­suchten, das Gewicht des Rattenkör­pers abzuschütteln, aber ihre Bewegungen waren schon zu lahm. Die Ratte biß noch einmal kräftig zu, und die Katze rührte sich nicht mehr.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 16, 2. Spalte, 3. Absatz

Die Katze ver­suchte, das Gewicht des Rattenkör­pers abzuschütteln, aber ihre Bewegungen waren schon zu lahm. Die Ratte biß noch einmal kräftig zu, und die Katze rührte sich nicht mehr.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 16, 2. Spalte, 7. Absatz

Chapman ließ von der Tür ab und wandte sich wieder den Bestien zu. Die erste Ratte hatte die Treppe er­reicht. Chapman drückte abermals ab. Das winzige Geschoß drang dem Tier zwischen den Augen in den Schädel. Es wurde durch den Aufprall zurückgeschleudert und blieb tot liegen.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 18, 1. Spalte, 3. Absatz

Chapman ließ von der Tür ab und wandte sich wieder den Bestien zu. Die erste Ratte hatte die Treppe er­reicht. Chapman drückte abermals ab. Das Tier blieb tot liegen.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 18, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 20, 1. Spalte, 1. Absatz

Julie trat mit einem ihrer klobigen Absätze nach einer Ratte und zerquetschte ihr damit den Schädel. Ihr Schleier zerriß, als ein halbes Dutzend Ratten daran zu ziehen begann. Daraufhin packte sie eine Eisenstan­ge, die sie dem als Dekoration ge­dachten Gerümpelberg entnahm, und entdeckte, daß sich die Ratten dort eingenistet hatten.
Eine Ratte kroch aus dem Ofen­rohr. Julie schlug mit der Eisenstan­ge zu und zertrümmerte dem Biest das Rückgrat.
Die beiden anderen Mädchen rannten in wilder Panik kopflos durch das Atelier. Sie bluteten be­reits aus verschiedenen Bißwunden.
Im Haar des einen Mädchens hatte sich eine Ratte eingenistet. Das Mädchen versuchte verzweifelt, das Tier abzuschütteln. Das andere Mädchen stolperte über ein Kabel und fiel der Länge nach hin. Sofort stürzten sich drei, vier, fünf Ratten auf sie. Jacob kam ihr zu Hilfe. Er schleuderte die Ratten mit Fausthieben zur Seite und half dem Mädchen auf die Beine.
„Seht zu, daß ihr die Wendeltreppe erreicht!“ riet er den Mädchen. „In meiner Wohnung seid ihr vor den Biestern sicher!“
Ein Scheinwerfer fiel krachend um. Das verursachte einen Kurzschluß. Es wurde dunkel.
Julie ließ ihre Eisenstange rotieren und stieß immer wieder auf weiche, zuckende Körper.
„Kommt hierher!“ ertönte Jacobs Stimme.
Links von Julie flammte ein Feu­erzeug auf. Im flackernden Lichtschein sah sie Jacobs zerfetzte Klei­der und das blutige Gesicht des einen Mädchens, das gerade auf die Wen­deltreppe zutorkelte.
„Julie! Delana!“
„Hier!“ erwiderte Julie erschöpft.
„Delana, komm zu mir!“ rief Jacob durch die Dunkelheit.
Ein hysterisches Schluchzen war die Antwort. Dann folgte ein dump­fer Aufprall, so als würde ein Körper auf dem Boden aufschlagen.
„Mach Licht, Jacob!“ rief Julie.
Sie hielt sich einen Arm schützend vors Gesicht und pirschte sich an den Fotografen heran.
Das Feuerzeug flammte wieder auf. Julie sah jetzt, daß der Boden des Ateliers mit Ratten übersät war; und unweit vor ihr ragten um sich schlagende Arme und Beine zwi­schen wild durcheinanderwirbeln­den Rattenkörpern hervor. Für ei­nen Augenblick tauchte ein blutiges Gesicht auf.
„Jacob, hierher! Delana!“
Julie erreichte das Mädchen. Sie wunderte sich selbst, woher sie die Kraft nahm - und den Mut - dem an­deren Mädchen zu helfen, obwohl sie selbst in größter Gefahr schwebte. Sie ergriff den zerbissenen Arm, der sich ihr entgegenreckte, und zog das Mädchen hoch. Strampelnde Ratten fielen von ihr ab, als sie auf die Beine kam. Julie packte ein Biest im Nacken, das sich in Delanas BH verkrallt hatte. Sie hörte, wie der Stoff riß, als sie das Tier fortzerrte, und schleu­derte die quietschende Ratte weit von sich.
Delana drohte umzukippen, doch da war Jacob mit dem brennenden Feuerzeug schon zur Stelle! Gemein­sam mit Julie brachte er sie zur Wendeltreppe. Dort brach Delana zusammen. Sie kroch auf allen vieren die Stufen hoch. Ratten sprangen sie an. Jacob hielt ihnen die winzige Flam­me des Feuerzeugs entgegen und trampelte auf den glitschigen Körpern herum.
Julies Eisenstange krachte immer wieder gegen das Geländer und die Stufen der Wendeltreppe.
Delana raffte sich noch einmal auf. Sie stürzte schreiend die Treppe hinauf, an einem Bein eine Ratte nach­ziehend. Julie folgte ihr, während Jacob sich mutig den Ratten entgegenstellte.
Endlich hatten sie das obere Ende der Wendeltreppe erreicht. Das an­dere Mädchen lag bewußtlos auf dem Boden, aber wenigstens waren die Ratten noch nicht bis hier hochgekommen.
Jacob beförderte noch einige der Biester mit Fußtritten die Wendeltreppe hinunter, und Julie erschlug mit der Eisenstange eine Ratte, die sich in Delanas Ferse verbissen hat­te, dann öffnete Jacob die Tür zu sei­ner Wohnung. Er schleppte das be­wußtlose Mädchen hinein, Julie und Delana schafften es aus eigener Kraft. Sobald die Tür hinter ihr ins Schloß fiel, verließen jedoch auch Julie die Kräfte; ihr wurde schwarz vor Au­gen.
Als sie wieder zu sich kam, sah sie, wie ihr Jacob gerade eine Flasche an den Mund hielt. Er brachte sogar ein Grinsen zustande. Obwohl sein blutverschmiertes Gesicht einen furchtbaren Anblick bot, beruhigte es Julie. Sie trank in großen Schlucken aus der Flasche Kognak. Er rann ihr brennend die Kehle hinunter.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 20, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 21, 1. Spalte, 5. Absatz

Julie trat mit einem ihrer klobigen Absätze nach einer Ratte. Ihr Schleier zerriß, als ein halbes Dutzend Ratten daran zu ziehen begann. Daraufhin packte sie eine Eisenstan­ge, die sie dem als Dekoration ge­dachten Gerümpelberg entnahm, und entdeckte, daß sich die Ratten dort eingenistet hatten.
Eine Ratte kroch aus dem Ofen­rohr. Julie schlug mit der Eisenstan­ge zu.
Die beiden anderen Mädchen rannten in wilder Panik kopflos durch das Atelier. Sie bluteten be­reits aus verschiedenen Bißwunden. Im Haar des einen Mädchens hatte sich eine Ratte eingenistet. Das Mädchen versuchte verzweifelt, das Tier abzuschütteln. Das andere Mädchen stolperte über ein Kabel und fiel der Länge nach hin. Sofort stürzten sich drei, vier, fünf Ratten auf sie. Jacob kam ihr zu Hilfe. Er schleuderte die Ratten mit Fausthieben zur Seite und half dem Mädchen auf die Beine.
„Seht zu, daß ihr die Wendeltreppe erreicht!“ riet er den Mädchen. „In meiner Wohnung seid ihr vor den Biestern sicher!“
Ein Scheinwerfer fiel krachend um. Das verursachte einen Kurzschluß. Es wurde dunkel.
Julie ließ ihre Eisenstange rotieren und stieß immer wieder auf neue Tiere.
„Kommt hierher!“ ertönte Jacobs Stimme.
Links von Julie flammte ein Feu­erzeug auf. Im flackernden Lichtschein sah sie Jacobs zerfetzte Klei­der und das blutige Gesicht des einen Mädchens, das gerade auf die Wen­deltreppe zutorkelte.
„Julie! Delana!“
„Hier!“ erwiderte Julie erschöpft.
„Delana, komm zu mir!“ rief Jacob durch die Dunkelheit.
Ein hysterisches Schluchzen war die Antwort. Dann folgte ein dump­fer Aufprall, so als würde ein Körper auf dem Boden aufschlagen.
„Mach Licht, Jacob!“ rief Julie.
Sie hielt sich einen Arm schützend vors Gesicht und pirschte sich an den Fotografen heran.
Das Feuerzeug flammte wieder auf. Julie sah jetzt, daß der Boden des Ateliers mit Ratten übersät war; und unweit vor ihr ragten um sich schlagende Arme und Beine zwi­schen wild durcheinanderwirbeln­den Rattenkörpern hervor. Für ei­nen Augenblick tauchte ein blutiges Gesicht auf.
„Jacob, hierher! Delana!“
Julie erreichte das Mädchen. Sie wunderte sich selbst, woher sie die Kraft nahm - und den Mut - dem an­deren Mädchen zu helfen, obwohl sie selbst in größter Gefahr schwebte. Sie ergriff den Arm, der sich ihr entgegenreckte, und zog das Mädchen hoch. Strampelnde Ratten fielen von ihr ab, als sie auf die Beine kam.
Delana drohte umzukippen, doch da war Jacob mit dem brennenden Feuerzeug schon zur Stelle! Gemein­sam mit Julie brachte er sie zur Wendeltreppe. Dort brach Delana zusammen. Sie kroch auf allen vieren die Stufen hoch. Ratten sprangen sie an. Jacob hielt ihnen die winzige Flam­me des Feuerzeugs entgegen.
Julies Eisenstange krachte immer wieder gegen das Geländer und die Stufen der Wendeltreppe.
Delana raffte sich noch einmal auf. Sie stürzte schreiend die Treppe hinauf, an einem Bein eine Ratte nach­ziehend. Julie folgte ihr, während Jacob sich mutig den Ratten entgegenstellte.
Endlich hatten sie das obere Ende der Wendeltreppe erreicht. Das an­dere Mädchen lag bewußtlos auf dem Boden, aber wenigstens waren die Ratten noch nicht bis hier hochgekommen.
Jacob beförderte noch einige der Biester mit Fußtritten die Wendeltreppe hinunter, und Julie erschlug mit der Eisenstange eine Ratte, die sich in Delanas Ferse verbissen hat­te, dann öffnete Jacob die Tür zu sei­ner Wohnung. Er schleppte das be­wußtlose Mädchen hinein, Julie und Delana schafften es aus eigener Kraft. Sobald die Tür hinter ihr ins Schloß fiel, verließen jedoch auch Julie die Kräfte; ihr wurde schwarz vor Au­gen.
Als sie wieder zu sich kam, sah sie, wie ihr Jacob gerade eine Flasche an den Mund hielt. Er brachte sogar ein Grinsen zustande. Obwohl sein Gesicht einen furchtbaren Anblick bot, beruhigte es Julie. Sie trank in großen Schlucken aus der Flasche Kognak. Er rann ihr brennend die Kehle hinunter.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 20, 2. Spalte, 3. Absatz

Julie bog mit ihrem DAF in die Buiksloterstraat ein und stellte den Wagen vor der Einfahrt ab. Sie hatte zwar den Schlüssel für das Tor, doch keine Lust, es aufzusperren. Sie stieg aus und ging zu dem kleinen Seiteneingang, der von Efeu umrahmt war.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 22, 1. Spalte, 3. Absatz

Julie bog mit ihrem Volvo in die Buiksloterstraat ein und stellte den Wagen vor der Einfahrt ab. Sie hatte zwar den Schlüssel für das Tor, doch keine Lust, es aufzusperren. Sie stieg aus und ging zu dem kleinen Seiteneingang, der von Efeu umrahmt war.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 27, 2. Spalte, 6. Absatz

Diese warf ihr einen spöttischen Blick zu. „Selbst die Polizei weiß inzwischen, daß die vier Opfer von Ratten zerfleischt wurden. Da die Ratten aber nie etwas ohne Wissen ihrer Königin tun, muß Jenny das Todesurteil gesprochen haben. Ich kenne auch den Grund dafür.“

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 29, 1. Spalte, 2. Absatz

Diese warf ihr einen spöttischen Blick zu. „Selbst die Polizei weiß inzwischen, daß die vier Opfer von Ratten getötet wurden. Da die Ratten aber nie etwas ohne Wissen ihrer Königin tun, muß Jenny das Todesurteil gesprochen haben. Ich kenne auch den Grund dafür.“

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 33, 2. Spalte, 8. Absatz

Dein Körper wird von unsichtba­ren Schlägen getroffen. Du zuckst unter diesen Schlägen zusammen. Ein Schrei ertönt. Du selbst bist es, der schreit. Aber du hast nicht lange die Kraft dazu, zu schreien. Du tau­melst röchelnd, von Krämpfen ge­schüttelt. Du würgst vor Abscheu und Ekel. Hast du gerade dieses gei­fernde, zuckende Monstrum da ge­streichelt, geküßt? Dein Magen ent­leert sich gurgelnd.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 35, 2. Spalte, 2. Absatz

Dein Körper wird von unsichtba­ren Schlägen getroffen. Du zuckst unter diesen Schlägen zusammen. Ein Schrei ertönt. Du selbst bist es, der schreit. Aber du hast nicht lange die Kraft dazu, zu schreien. Du tau­melst röchelnd, von Krämpfen ge­schüttelt. Du würgst vor Abscheu und Ekel.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 36, 1. Spalte, 4. Absatz

Chapman mußte sich abwenden vor Abscheu. Aber die Ratten zwan­gen ihn immer wieder, die abstoßen­den Geschehnisse zu beobachten. Sie stießen ihn mit ihren Schnauzen an, und wenn das nichts half, traktierten sie ihn mit Bissen.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 36, 1. Spalte, 3. Absatz

Chapman mußte sich abwenden vor Abscheu. Aber die Ratten zwan­gen ihn immer wieder, die abstoßen­den Geschehnisse zu beobachten. Sie stießen ihn mit ihren Schnauzen an, und wenn das nichts half, traktierten sie ihn.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 36, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 38, 1. Spalte, 8. Absatz

Doch dann erkannte er, daß seine Befürchtungen grundlos waren. Die Ratte hatte ihn in eine Höhle ge­bracht, in der van Riems auf einem Strohlager in inniger Verschlingung mit dem unförmigen Monster lag, das einmal ein Mensch gewesen sein mochte. Der Boden war mit zucken­den Rattenkörpern förmlich über­sät. Überall lagen menschliche Ske­lette herum - säuberlich abgenagt. Es stank erbärmlich.
Chapman wurde von den Ratten gezwungen, das Treiben der beiden extrem unterschiedlichen Wesen auf dem Strohlager zu beobachten. Dabei kam er immer mehr zu der Über­zeugung, daß van Riems gar nicht wußte, was für ein Scheusal er da in Armen hielt. Ganz sicher zeigte sich ihm Jenny gar nicht in ihrer wahren Gestalt.
Diese Vermutung wurde schließlich bestätigt, als die Rattenkönigin mit gutturaler Stimme krächzte: „Ich muß wissen, ob du mich um mei­ner selbst willen liebst und nicht nur diesen Körper. Denn dieser Körper bin nicht wirklich ich. Dieser Körper ist nur ein Trugbild.“
Jetzt war für Chapman alles klar. Und er wußte nun auch, wie es van Riems Vorgängern ergangen war. Sie waren einem Trugbild in das unterirdische Labyrinth - dem Reich der Rattenkönigin Jenny - gefolgt und nach einem kurzen Liebes­rausch von den Ratten zerrissen worden. Aus Jennys Äußerungen er­fuhr Chapman, daß van Riems es war, dem ihre wirkliche Liebe ge­hörte. Seine Freunde waren nur ein Ersatz gewesen, weil die Rattenköni­gin es bisher nicht gewagt hatte, sich van Riems gegenüber zu offerieren. Doch jetzt hatte sie den Mut gefaßt.
Chapman ahnte, daß es zur Kata­strophe kommen würde, wenn van Riems erkannte, wem er da seine Zärtlichkeiten schenkte.
Aber van Riems war immer noch so verblendet, daß er Jenny ewige Liebe schwor.
Jenny löste sich aus der Umar­mung des jungen Mannes, und Chapman konnte sie nun genau sehen. Ihm wurde fast übel bei ihrem Anblick.
Die Rattenkönigin hatte kaum noch etwas Menschliches an sich. Ihr Körper hatte annähernd die Form einer Ratte angenommen. Überall an ihrem Körper sprossen borstige Haarbüschel. An vielen Stellen war ihre Haut geplatzt. Die Ratten leck­ten fürsorglich ihre Wunden und umfächelten sie mit ihren langen Schwänzen.
Jenny mußte inzwischen den Bann von Anselm van Riems genommen haben. Er taumelte zurück, als hätte er einen Schlag erhalten. Aus seiner Kehle kam ein unheimlicher Schrei. Er ging etwas in die Knie, dann krümmte sich sein Körper wie unter Peitschenhieben. Seine Augen wur­den groß und vor Entsetzen starr.
Anselm wandte sich halb ab, neigte den Kopf, seine Wangen wurden hohl, der Mund öffnete sich, die Lip­pen wölbten sich. Sein Schrei er­starb in einem Röcheln. Sein Gesicht verfärbte sich violett, wurde fast blau, die Augen drohten ihm aus den Höhlen zu fallen. Er übergab sich.
Wie bei einem epileptischen Anfall zuckend, taumelte er durch die Höhle; ein Ertrinkender, der nach einem Strohhalm sucht; ein von Ekel und Abscheu Geschüttelter, der dem Ent­setzen entfliehen will. Aber er fand keinen Ausweg. Das Abscheuliche war überall, in Gestalt Hunderter außer Rand und Band geratener Ratten, in Form von grinsenden Totenschädeln - und Jenny: das Häß­lichste und Abstoßendste!
Anselm van Riems wimmerte. Hinter ihm erhob sich Jenny vom Lager. Eine gallertartige Masse quoll aus ihren Augenwinkeln, Tränen der Rattenkönigin? Sie streckte begeh­rend die Arme nach Anselm aus.
Dieser wich taumelnd und immer wieder unmenschliche Klagelaute ausstoßend vor ihr zurück.
Das schien die Ratten in Rage zu bringen. Chapman entging es nicht, wie sie immer unruhiger wurden. Ei­nige sprangen an van Riems hoch und bissen ihn, aber Chapman schenkte dem im Augenblick keine Aufmerksamkeit. Etwas anderes fesselte seinen Blick. Er sah durch das Stroh von Jennys Lager etwas Goldenes schimmern und erkannte die Form eines Drudenfußes mit ei­nem Durchmesser von annähernd einem Meter.
Der Goldene Drudenfuß!
Chapman wollte näher an das La­ger, doch die Ratten verstellten ihm den Weg. Er sah ihre aufgerissenen Rachen. Eine duckte sich und sprang. Chapman brachte sich hinter einem Totenschädel in Sicherheit. Ein Rattenschwanz durchschnitt pfeifend die Luft und peitschte seinen Rücken.
Anselm stand jetzt mitten in der Höhle. Immer mehr Ratten sprangen an ihm hoch und schnappten nach ihm. Er hatte bereits blutige Hände. Doch er schien den Schmerz gar nicht zu spüren. Seine vor Entsetzen geweiteten Augen waren auf Rat­ten-Jenny gerichtet, die sich ihm nä­herte. Er wich rückwärtsgehend vor ihr zurück.
Zwei, drei Ratten waren an ihm hochgeklettert. Sie wollten sich an Anselm rächen, der ihrer Königin ei­ne solche Schmach angetan hatte. Doch als die Ratten seinen Hals er­reicht hatten und zum tödlichen Biß ansetzen wollten. gab Jenny einige Pfeiflaute von sich, und die Ratten erstarrten.
„Nicht töten! Laßt meinen Gelieb­ten am Leben!“ kam es über ihre zitternden Lippen.
Anselm schrie auf, als er das hörte. Die Ratten wollten daraufhin wieder nach seiner Kehle schnappen, doch Jenny gab abermals diese Pfeiflaute von sich, die den Ratten Einhalt ge­boten.
Das verschaffte auch Chapman ei­ne Atempause. Er setzte mit einem mächtigen Sprung über die Ratten hinweg und lief auf Anselm zu.
„Geh!“ sagte Jenny gerade zu ihm. „Ich gebe dich frei. Ich will dich noch nicht töten. Ich muß allein sein.“
Anselm wirbelte herum. Chapman hatte ihn schon fast erreicht, als wie­der Bewegung in die Ratten kam. Sie schnappten nach Anselms nackten Füßen, zerrten an seinem Mantel.Anselm stürzte davon. Chapman wollte ihm
folgen, aber da baute sich eine Ratte vor ihm auf, die doppelt so groß wie eine Katze war. Chapman zielte kurz mit der Waffe und drück­te ab. Zwischen den Augen der Ratte entstand ein Loch. Der Weg war frei. Chapman kam mit zwei gewaltigen Sätzen an Anselm heran. Mit einem dritten sprang er an ihm hoch und bekam eine Manteltasche zu fassen, in die er sich hineinfallen ließ.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 36, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 38, 1. Spalte, 7. Absatz

Doch dann erkannte er, daß seine Befürchtungen grundlos waren. Die Ratte hatte ihn in eine Höhle ge­bracht, in der van Riems auf einem Strohlager in inniger Verschlingung mit dem unförmigen Monster lag, das einmal ein Mensch gewesen sein mochte. Der Boden war mit zucken­den Rattenkörpern förmlich über­sät.
Chapman wurde von den Ratten gezwungen, das Treiben der beiden extrem unterschiedlichen Wesen auf dem Strohlager zu beobachten. Dabei kam er immer mehr zu der Über­zeugung, daß van Riems gar nicht wußte, was für ein Scheusal er da in Armen hielt. Ganz sicher zeigte sich ihm Jenny gar nicht in ihrer wahren Gestalt.
Diese Vermutung wurde schließlich bestätigt, als die Rattenkönigin mit gutturaler Stimme krächzte: „Ich muß wissen, ob du mich um mei­ner selbst willen liebst und nicht nur diesen Körper. Denn dieser Körper bin nicht wirklich ich. Dieser Körper ist nur ein Trugbild.“
Jetzt war für Chapman alles klar. Und er wußte nun auch, wie es van Riems Vorgängern ergangen war. Sie waren einem Trugbild in das unterirdische Labyrinth - dem Reich der Rattenkönigin Jenny - gefolgt und nach einem kurzen Liebes­rausch von den Ratten zerrissen worden. Aus Jennys Äußerungen er­fuhr Chapman, daß van Riems es war, dem ihre wirkliche Liebe ge­hörte. Seine Freunde waren nur ein Ersatz gewesen, weil die Rattenköni­gin es bisher nicht gewagt hatte, sich van Riems gegenüber zu offerieren. Doch jetzt hatte sie den Mut gefaßt.
Chapman ahnte, daß es zur Kata­strophe kommen würde, wenn van Riems erkannte, wem er da seine Zärtlichkeiten schenkte.
Aber van Riems war immer noch so verblendet, daß er Jenny ewige Liebe schwor.
Jenny löste sich aus der Umar­mung des jungen Mannes, und Chapman konnte sie nun genau sehen. Ihm wurde fast übel bei ihrem Anblick.
Die Rattenkönigin hatte kaum noch etwas Menschliches an sich.
Jenni mußte inzwischen den Bann von Anselm van Riems genommen haben. Er taumelte zurück, als hätte er einen Schlag erhalten. Aus seiner Kehle kam ein unheimlicher Schrei. Er ging etwas in die Knie, dann krümmte sich sein Körper wie unter Peitschenhieben. Seine Augen wur­den groß und vor Entsetzen starr.
Anselm wandte sich halb ab, neigte den Kopf, seine Wangen wurden hohl, der Mund öffnete sich, die Lip­pen wölbten sich. Sein Schrei er­starb in einem Röcheln. Sein Gesicht verfärbte sich violett, wurde fast blau, die Augen drohten ihm aus den Höhlen zu fallen. Er übergab sich.
Wie bei einem epileptischen Anfall zuckend, taumelte er durch die Höhle; ein Ertrinkender, der nach einem Strohhalm sucht; ein von Ekel und Abscheu Geschüttelter, der dem Ent­setzen entfliehen will. Aber er fand keinen Ausweg. Das Abscheuliche war überall, in Gestalt Hunderter außer Rand und Band geratener Ratten, in Form von grinsenden Totenschädeln - und Jenny: das Häß­lichste und Abstoßendste!
Anselm van Riems wimmerte. Hinter ihm erhob sich Jenny vom Lager. Sie streckte begeh­rend die Arme nach Anselm aus.
Dieser wich taumelnd und immer wieder unmenschliche Klagelaute ausstoßend vor ihr zurück.
Das schien die Ratten in Rage zu bringen. Chapman entging es nicht, wie sie immer unruhiger wurden. Ei­nige sprangen an van Riems hoch und bissen ihn, aber Chapman schenkte dem im Augenblick keine Aufmerksamkeit. Etwas anderes fesselte seinen Blick. Er sah durch das Stroh von Jennys Lager etwas Goldenes schimmern und erkannte die Form eines Drudenfußes mit ei­nem Durchmesser von annähernd einem Meter.
Der Goldene Drudenfuß!
Chapman wollte näher an das La­ger, doch die Ratten verstellten ihm den Weg. Er sah ihre aufgerissenen Rachen. Eine duckte sich und sprang. Chapman brachte sich hinter einem Totenschädel in Sicherheit. Ein Rattenschwanz durchschnitt pfeifend die Luft und peitschte seinen Rücken.
Anselm stand jetzt mitten in der Höhle. Immer mehr Ratten sprangen an ihm hoch und schnappten nach ihm. Er hatte bereits blutige Hände. Doch er schien den Schmerz gar nicht zu spüren. Seine vor Entsetzen geweiteten Augen waren auf Rat­ten-Jenny gerichtet, die sich ihm nä­herte. Er wich rückwärtsgehend vor ihr zurück.
Zwei, drei Ratten waren an ihm hochgeklettert. Sie wollten sich an Anselm rächen, der ihrer Königin ei­ne solche Schmach angetan hatte. Doch Jenny gab einige Pfeiflaute von sich, und die Ratten erstarrten.
„Nicht töten! Laßt meinen Gelieb­ten am Leben!“ kam es über ihre zitternden Lippen.
Anselm schrie auf, als er das hörte.
Das verschaffte auch Chapman ei­ne Atempause. Er setzte mit einem mächtigen Sprung über die Ratten hinweg und lief auf Anselm zu.
„Geh!“ sagte Jenny gerade zu ihm. „Ich gebe dich frei. Ich will dich noch nicht töten. Ich muß allein sein.“
Anselm wirbelte herum. Chapman hatte ihn schon fast erreicht, als wie­der Bewegung in die Ratten kam. Sie schnappten nach Anselms nackten Füßen, zerrten an seinem Mantel.
Anselm stürzte davon. Chapman wollte ihm folgen, aber da baute sich eine Ratte vor ihm auf, die doppelt so groß wie eine Katze war. Chapman zielte kurz mit der Waffe und drück­te ab. Der Weg war frei. Chapman kam mit zwei gewaltigen Sätzen an Anselm heran. Mit einem dritten sprang er an ihm hoch und bekam eine Manteltasche zu fassen, in die er sich hineinfallen ließ.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 41, 1. Spalte, 5.– 7. Absatz

Coco stellte den Wagen auf dem Parkplatz des Supermarkts ab, holte sich einen Einkaufswagen und steuerte auf den Eingang zu. Gerade als sie das Gebäude betreten wollte, brach dort eine wilde Panik aus. Kunden stürmten dem Ausgang zu. Coco wäre von ihnen beinahe umge­rannt worden. Sie sah eine Frau an sich vorbeilaufen, aus deren Man­telkragen das Hinterteil einer Ratte ragte. Auch Angestellte kamen her­ausgestürzt. Ihre weißen Mäntel hingen ihnen in Fetzen vom Körper, waren blutverschmiert.
Eine Frau mit einer schräg sitzen­den Perücke schrie immer wieder: „Ich kann nichts sehen! Ich bin blind!“
Ihre Augenhöhlen waren blutig. Sie rannte gegen einen Turm aus Konservendosen, der einstürzte. Die Frau wurde unter den Konservendo­sen begraben.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 41, 1. Spalte, 8. – 10. Absatz

Coco stellte den Wagen auf dem Parkplatz des Supermarkts ab, holte sich einen Einkaufswagen und steuerte auf den Eingang zu. Gerade als sie das Gebäude betreten wollte, brach dort eine wilde Panik aus. Kunden stürmten dem Ausgang zu. Coco wäre von ihnen beinahe umge­rannt worden. Sie sah eine Frau an sich vorbeilaufen, aus deren Man­telkragen das Hinterteil einer Ratte ragte. Auch Angestellte kamen her­ausgestürzt.
Eine Frau mit einer schräg sitzen­den Perücke schrie immer wieder: „Ich kann nichts sehen! Ich bin blind!“
Sie rannte gegen einen Turm aus Konservendosen, der einstürzte. Die Frau wurde unter den Konservendo­sen begraben.

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Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 41, 2. Spalte, 12. – Seite 43, 1. Spalte, 3. Absatz

Cohen wandte sich in englischer Sprache an die Umstehenden, doch verstand ihn niemand. Dann sah er einige Rattenkadaver herumliegen und reimte sich den Rest zusammen.
Er stieg wieder in den Wagen, fuhr im Rückwärtsgang bis zur nächsten Querstraße und wendete dort. Auf Chapmans Frage, was eigentlich passiert sei, antwortete er: „Ver­dammte Ratten! Sie haben die Stra­ße an dieser Stelle unterhöhlt. Als der Lastwagen drüberfuhr, brach die dünne Decke unter seinem Gewicht ein. Ich frage mich nur, ob die Ratten das bezweckt haben.“
„Es wäre möglich, daß Jenny ihnen das befohlen hat“, meinte Chapman.
„Dann können wir uns noch auf al­lerhand Überraschungen gefaßt machen.“
Cohen steckte sich eine Zigarette in den Mund. Er suchte im Wagen vergeblich nach einem Zigaretten­anzünder und holte schließlich flu­chend sein Feuerzeug hervor.
Sein Fuß zuckte instinktiv zur Bremse, als vor ihnen ein halbes Dutzend Ratten die Fahrbahn über­querte, aber dann lachte er wild und gab stattdessen Gas.
„Wieder einige Biester weniger“, grunzte er zufrieden.
Sie kamen ohne weiteren Aufent­halt aus Borvedam hinaus. Cohen bog auf einen Feldweg ein, der durch Büsche hindurchführte.
„Dahinter liegt die Windmühle“, erklärte er. „Wir sind gleich da.“
Als sie die Büsche hinter sich ge­lassen hatten, sah Chapman bereits die Mühle. Die Windflügel standen still.
Cohen entfuhr ein erstaunter Aus­ruf.
„Sieh dir das einmal an, Wichtel!“ sagte er. „Ratten, wohin du blickst.“
Chapman reckte den Kopf. In der Tat. Das Gelände rund um die Mühle wogte förmlich unter einem Meer von Rattenkörpern. Sie hatten die Mühle eingekreist und wanderten in einem beständigen Strom darum herum.
„Hoffentlich lebt die Alte noch“, sagte Cohen gepreßt.
„Du wirst doch auf einmal nicht so etwas wie Mitgefühl entwickeln“, meinte Chapman spöttisch.
Cohen grinste verzerrt. „Ach wo! Aber die Alte ist uns nur lebend von Nutzen. Es wäre verdammt schade, würde sie ihr Geheimnis mit ins Grab nehmen.“
„Dort steht ein Wagen!“ rief Chap­man plötzlich und deutete aus dem Seitenfenster.
Cohen sah in den Innenspiegel und blickte in die Richtung, in die Chapman wies. Der Wagen stand etwa zweihundert Meter von Arlines Windmühle entfernt, etwas hinter einem Hügel verborgen.
„Ob die Alte wohl Besuch hat? Vielleicht ist das aber auch ein Treffpunkt für Liebespärchen. Der Wagen ist ziemlich versteckt abge­stellt. Ich fahr mal hin“, beschloß Co­hen.
Er bog vom Weg ab, und der Wagen rumpelte über das unebene Gelände und um den Erdhügel herum.
„Die eine Tür ist offen. Der Wagen scheint verlassen zu sein“, stellte Chapman fest.
Cohen fuhr an die Seite des abge­stellten Wagens. Als er auf gleicher Höhe mit der Tür war, schoß plötz­lich ein Schatten heraus und prallte wuchtig gegen ihr Seitenfenster. Der einen Ratte folgten weitere, die in blinder Wut den Wagen ansprangen. Eine Reihe dumpfer Laute wie von aufprallenden Geschossen war zu hören. Als keine weitere Attacke mehr erfolgte, blickte Cohen in den anderen Wagen.
„Mein Gott!“ entfuhr es ihm.
Er würgte und fuhr sofort an. Im Vorbeigleiten sah Chapman auf den Vordersitzen zwei bis zur Unkennt­lichkeit verstümmelte menschliche Körper. Auch ihm war dieser An­blick zu viel: er wandte sich ebenfalls ab.
Wahrscheinlich hatte es sich um ein Liebespärchen gehandelt, das in der Nacht hierher gefahren war und von den Ratten überfallen wurde.
„Halt dich fest, Wichtel!“ rief Co­hen, dessen Gesicht immer noch wächsern war. „Wir fahren gleich über lebenden Untergrund.“
Chapman sah, wie der Wagen auf die wogende Masse von Rattenkör­pern steuerte - und dann rollten die Räder über die Ratten hinweg. Das krachende Geräusch splitternder Knochen vermischte sich mit den durch Mark und Bein gehenden Todesschreien, Ratten sprangen auf den Wagen hoch und fielen wieder herab.
Cohen erreichte die Windmühle und fuhr so an den Eingang heran, daß zwischen ihm und der Beifah­rertür nur ein freier Raum von ei­nem Meter lag. Er betätigte die Hupe. Das schien die Ratten zu besonderer Wildheit aufzustacheln. Ihre Attac­ken gegen den Wagen wurden immer heftiger.
„Wenn es ihnen gelingt, eines der Fenster einzuschlagen, dann gute Nacht“, sagte Chapman.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 42, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 43, 1. Spalte, 7. Absatz

Cohen wandte sich in englischer Sprache an die Umstehenden, doch verstand ihn niemand. Dann sah er einige Rattenkadaver herumliegen.
Er stieg wieder in den Wagen, fuhr im Rückwärtsgang bis zur nächsten Querstraße und wendete dort. Auf Chapmans Frage, was eigentlich passiert sei, antwortete er: „Ver­dammte Ratten! Sie haben die Stra­ße an dieser Stelle unterhöhlt. Als der Lastwagen drüberfuhr, brach die dünne Decke unter seinem Gewicht ein. Ich frage mich nur, ob die Ratten das bezweckt haben.“
„Es wäre möglich, daß Jenny ihnen das befohlen hat“, meinte Chapman.
„Dann können wir uns noch auf al­lerhand Überraschungen gefaßt machen.“
Cohen steckte sich eine Zigarette in den Mund. Er suchte im Wagen vergeblich nach einem Zigaretten­anzünder und holte schließlich flu­chend sein Feuerzeug hervor.
Sein Fuß zuckte instinktiv zur Bremse, als vor ihnen ein halbes Dutzend Ratten die Fahrbahn über­querte, aber dann lachte er wild und gab stattdessen Gas.
„Wieder einige Biester weniger“, grunzte er zufrieden.
Sie kamen ohne weiteren Aufent­halt aus Borvedam hinaus. Cohen bog auf einen Feldweg ein, der durch Büsche hindurchführte.
„Dahinter liegt die Windmühle“, erklärte er. „Wir sind gleich da.“
Als sie die Büsche hinter sich ge­lassen hatten, sah Chapman bereits die Mühle. Die Windflügel standen still.
Cohen entfuhr ein erstaunter Aus­ruf.
„Sieh dir das einmal an, Wichtel!“ sagte er. „Ratten, wohin du blickst.“
Chapman reckte den Kopf. In der Tat. Das Gelände rund um die Mühle wogte förmlich unter einem Meer von Rattenkörpern. Sie hatten die Mühle eingekreist und wanderten in einem beständigen Strom darum herum.
„Hoffentlich lebt die Alte noch“, sagte Cohen gepreßt. „Sie ist uns nur lebend von Nutzen. Es wäre verdammt schade, würde sie ihr Geheimnis mit ins Grab nehmen.“
„Dort steht ein Wagen!“ rief Chap­man plötzlich und deutete aus dem Seitenfenster.
Cohen sah in den Innenspiegel und blickte in die Richtung, in die Chapman wies. Der Wagen stand etwa zweihundert Meter von Arlines Windmühle entfernt, etwas hinter einem Hügel verborgen.
„Ob die Alte wohl Besuch hat? Vielleicht ist das aber auch ein Treffpunkt für Liebespärchen. Der Wagen ist ziemlich versteckt abge­stellt. Ich fahr mal hin“, beschloß Co­hen.
Er bog vom Weg ab, und der Wagen rumpelte über das unebene Gelände und um den Erdhügel herum.
„Die eine Tür ist offen. Der Wagen scheint verlassen zu sein“, stellte Chapman fest.
Cohen fuhr an die Seite des abge­stellten Wagens. Als er auf gleicher Höhe mit der Tür war, schoß plötz­lich ein Schatten heraus und prallte wuchtig gegen ihr Seitenfenster. Der einen Ratte folgten weitere, die in blinder Wut den Wagen ansprangen. Eine Reihe dumpfer Laute wie von aufprallenden Geschossen war zu hören. Als keine weitere Attacke mehr erfolgte, blickte Cohen in den anderen Wagen.
„Mein Gott!“ entfuhr es ihm.
Er würgte und fuhr sofort an. Im Vorbeigleiten sah Chapman auf den Vordersitzen zwei verstümmelte Körper. Auch ihm war dieser An­blick zu viel: er wandte sich ebenfalls ab.
Wahrscheinlich hatte es sich um ein Liebespärchen gehandelt, das in der Nacht hierher gefahren war und von den Ratten überfallen wurde.
Überall waren jetzt Ratten.
Cohen erreichte die Windmühle und fuhr so an den Eingang heran, daß zwischen ihm und der Beifah­rertür nur ein freier Raum von ei­nem Meter lag. Er betätigte die Hupe. Das schien die Ratten zu besonderer Wildheit aufzustacheln.
Sie begannen den Wagen zu attackieren.
„Wenn es ihnen gelingt, eines der Fenster einzuschlagen, dann gute Nacht“, sagte Chapman.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 43, 2. Spalte, 7. Absatz

Der Wagen rollte auf den Felgen über die Ratten hinweg. Wieder diese schauerlichen Geräusche krachen­der Knochen und die Todesschreie.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 44, 1. Spalte, 2. Absatz

Der Wagen rollte auf den Felgen über die Ratten hinweg.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 49, 2. Spalte, 2. Absatz

Eine Frau hatte die Nerven verlo­ren und war aus dem Fenster gesprungen. Die Ratten stürzten sich sofort auf ihre Leiche und nagten sie bis auf die Knochen ab. Daraufhin hatten sich Rettungsmannschaften mit Sprungtüchern eingefunden. Doch obwohl sie von den Soldaten Feuerschutz erhielten, waren sie von den Ratten verjagt worden.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 49, 1. Spalte, 2. Absatz

Eine Frau hatte die Nerven verlo­ren und war aus dem Fenster gesprungen. Daraufhin hatten sich Rettungsmannschaften mit Sprungtüchern eingefunden. Doch obwohl sie von den Soldaten Feuerschutz erhielten, waren sie von den Ratten verjagt worden.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 54, 2. Spalte, 14. Absatz – Seite 56, 1. Spalte, 1. Absatz

„Eben“, sagte Cohen brutal und hatte plötzlich seine Pistole in der Hand. Er drückte sie Anselm an die Schläfe. „Wenn du nicht tust, was ich sage, dann puste ich dir das Gehirn aus dem Schädel.“

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 55, 1. Spalte, 7. Absatz

„Eben“, sagte Cohen brutal und hatte plötzlich seine Pistole in der Hand. Er drückte sie Anselm an die Schläfe. „Wenn du nicht tust, was ich sage, dann ist es mit dir aus.“

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 59, 1. Spalte, 7. Absatz

Das monströse Wesen kauerte an einer Wand. Ihr breiter Kopf mit dem Gesicht, das nur entfernt menschliche Züge hatte, war den Eindringlingen zugewandt. Es war eigentlich ein Rattengesicht; Nase und Mund liefen in einem schnauzen-ähnlichen Gebilde zusammen, die seitlich angeordneten Kugelaugen schienen ins Leere zu starren.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 59, 1. Spalte, 3. Absatz

Das monströse Wesen kauerte an einer Wand. Ihr breiter Kopf mit dem Gesicht, das nur entfernt menschliche Züge hatte, war den Eindringlingen zugewandt.

 * * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 60, 2. Spalte, 2. Absatz

Die beiden monströsen Geschöpfe sprangen sich an, und es entbrannte ein blutrünstiger Kampf. Die beiden Körper waren so eng miteinander verschlungen, daß man sie nicht aus­einanderhalten konnte.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 60, 2. Spalte, 14. Absatz – Seite 61, 1. Spalte, 1. Absatz

Die beiden monströsen Geschöpfe sprangen sich an, und es entbrannte ein wilder Kampf. Die beiden Körper waren so eng miteinander verschlungen, daß man sie nicht aus­einanderhalten konnte.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 60, 2. Spalte, 14. Absatz – Seite 61, 1. Spalte, 5. Absatz

Dorian sah, wie sich Anselm nach dem Drudenfuß bückte. Eine Ratte sprang ihn an, verbiß sich in seinem Arm, aber er schien den Schmerz nicht zu spüren. Er berührte den Drudenfuß, und da fiel die Ratte wie gelähmt von seinem Arm ab.
Dorian vermerkte es mit Genugtu­ung und blickte wieder zu den beiden Kämpfenden hinüber. Eines der bei­den Geschöpfe hatte die Oberhand gewonnen. An verschiedenen Einzel­heiten erkannte Dorian, daß Arline, also die ältere und wahre Rattenkö­nigin unter die jüngere zu liegen ge­kommen war.
„Jetzt werde ich dich töten!“ stieß die jüngere Rattenkönigin hervor.
„Die Ratten selbst werden ent­scheiden, wer ihre Königin sein soll“, erwiderte Arline und gab eine Reihe von Pfeiftönen von sich.
Dorian sah, wie sich die Ratten alle gleichzeitig in Bewegung setzten und auf die jüngere Rattenkönigin stürz­ten, um sie zu zerfleischen. Arline, die wirkliche Ratten-Jenny, hatte recht behalten: Die Ratten hatten es ihrer jungen Königin nicht verzie­hen, daß sie sich in einen Mann von der Oberwelt verliebt hatte. Sie hiel­ten ein schauriges Femegericht ab.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 60, 2. Spalte, 13. Absatz – Seite 61, 2. Spalte, 1. Absatz

Dorian sah, wie sich Anselm nach dem Drudenfuß bückte. Eine Ratte sprang ihn an, aber er schien sie nicht zu spüren. Er berührte den Drudenfuß, und da fiel die Ratte wie gelähmt von seinem Arm ab.
Dorian vermerkte es mit Genugtu­ung und blickte wieder zu den beiden Kämpfenden hinüber. Eines der bei­den Geschöpfe hatte die Oberhand gewonnen. An verschiedenen Einzel­heiten erkannte Dorian, daß Arline, also die ältere und wahre Rattenkö­nigin unter die jüngere zu liegen ge­kommen war.
„Jetzt werde ich dich töten!“ stieß die jüngere Rattenkönigin hervor.
„Die Ratten selbst werden ent­scheiden, wer ihre Königin sein soll“, erwiderte Arline und gab eine Reihe von Pfeiftönen von sich.
Dorian sah, wie sich die Ratten alle gleichzeitig in Bewegung setzten und auf die jüngere Rattenkönigin stürz­ten. Arline, die wirkliche Ratten-Jenny, hatte recht behalten: Die Ratten hatten es ihrer jungen Königin nicht verzie­hen, daß sie sich in einen Mann von der Oberwelt verliebt hatte. Sie hiel­ten ein schauriges Femegericht ab.

* * *

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller Nr. 25
Seite 62, 1. Spalte, 5. + 6. Absatz

Und da ging auch schon die Verän­derung mit dem Goldenen Druden­fuß vor sich. Er wurde rasend schnell kleiner - und entsprechend kleiner wurde auch die Öffnung zwischen den Sternschenkeln. Die Schenkel drückten den Hals der Rattenköni­gin zusammen, nahmen ihr den Atem. Und der Drudenfuß wurde noch kleiner, schrumpfte zusammen, schnitt mit seinen Schenkeln in Rat­ten-Jennys Hals - immer tiefer.
Plötzlich wackelte ihr Kopf, ein Blutstrom ergoß sich aus der Wunde. Der Kopf fiel ab, rollte zwischen die Ratten, die zu völliger Bewegungslo­sigkeit erstarrt waren.

Die Rattenkönigin
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24
Seite 62, 2. Spalte, 5. + 6. Absatz

Und da ging auch schon die Verän­derung mit dem Goldenen Druden­fuß vor sich. Er wurde rasend schnell kleiner.
Plötzlich wackelte ihr Kopf. Der Kopf fiel ab, rollte zwischen die Ratten, die zu völliger Bewegungslo­sigkeit erstarrt waren.

Das war die Kürzungen in Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 24. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen in Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25 "Die Todesmasken des Dr. Faustus" von Ernst Vlcek alias Paul Wolf dran.

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