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Marcel's Zamorra-Lesereise: Das Monster aus der Vergangenheit

Marcels Das Monster aus der Vergangenheit

Eth Al-Oman war ein Hohepriester im alten Ägypten, und ist seit ewigen Zeiten tot und nun wird seine Mumie ausgestellt. Mit einem Male spürt Sabrina, eine Besucherin, seltsames. Als sei sie mit der Mumie ...allein.

Er spricht zu ihr, nennt sie Nogorata. Sie ist deren Wiedergeburt und somit die Geliebte des Priesters. Und jeder andere Mann, der sie liebt soll sterben!tan an - doch wie soll man den Kampf gegen einen Unsichtbaren gewinnen ...?

Das Monster aus der VergangenheitSie kommt zu sich, und weiß dass sie mit niemandem reden kann ... denn wer würde ihr schon glauben?

Rod Denver zeigt die Mumie Bill Fleming und Zamorra. Nicole und Manuela sind derzeit auf einer Modenschau. Bill erzählt Zamorra einen Teil von Eths Geschichte: einst waren er und Nogorata ein Paar, aber ihr Br4uder war dagegen und ließ den Hohepriester ermorden. Doch dessen Freunde balsamierten dessen Körper ein, seither sucht er seine Geliebte, die kurz nach ihm ermordet wurde. Rod meint, dass am Eingang des Grabes auch eine Warnung stand, dass Frevler verflucht würden, hält aber nichts davon. Doch das Lachen vergeht ihm, als einer seiner Männer zu ihm kommt und erklärt, dass der Hohepriester fortgerannt ist!

Eth ist sauer, denn Nogorata liebt einen anderen - dafür soll sie sterben. Durch Magie kennt er sich vor Ort bestens aus. Da sieht er Rod Denver, der seine Ruhe störte ... Rod sieht es anders, immerhin wollte er ja keine Grabbeigaben stehlen. Doch Eth ist es egal, denn er findet es widerlich, wie ein Ausstellungsstück behandelt zu werden. Es kommt zum Kampf, in dem Rod schnell unterliegt - aber vergebens. Eth ist schneller. Und tötet Rod Denver!

John Calidge wundert sich: was ist nur plötzlich mit Sabrina los? Endlich spricht sie und offenbart nur, dass sie fort muss, da er sonst sterben würde. Sie steigt in ein Taxi und fährt fort.

Zamorra und Bill sind ebenfalls im Museum und suchen nach Rod. Hat er die Mumie gefunden? Sie finden Rod - tot. Die beiden sehen auch die Mumie, die sich in einen vorbeifahrenden LKW schwingt. Dabei wird Eth von John gesehen, der einiges begreift. Er spricht Zamorra und Bill an, die bestätigen, was er sah. Sie kommen ins Gespräch und erklärt, dass er Eths Geschichte sehr gut kennt. Er ahnt, dass er nun Nogorata gefunden hat: Sabrina. Schnell ahnen die drei, dass sie zu der jungen Frau müssen, denn Eth ist garantiert auf dem Weg zu ihr. Sie fahren zu ihr ins Hotel. Eth hingegen ist auf einen vorbeifahrenden LKW aufgesprungen, was den Fahrer schockiert. Dieser kann jedoch fliehen, was Eth nicht stört, denn dank seiner Magie kann er ebenfalls das Fahrzeug steuern. Niemand hält ihn auf, und er erreicht Sabrina. Doch ihr Nachbar, Robin Doyle, hört aus ihrer Wohnung Geräusche. Er sieht nach und sieht wie die junge Frau angegriffen wird - von einer Mumie. Er will ihr helfen, jedoch ... beseitigt Eth ihn, indem er ihn aus dem Fenster wirft. Er schlägt vor Zamorra & Co, die aus dem Auto aussteigen auf ...

John kennt ihn, Robin hat den Sturz überlebt. Eth jedoch kann Sabrina mit sich nehmen.

Zwei Cops, Cary und Ogden, stehen im Wagen vor einem Fotogeschäft, ahnen nichts böses. Da taucht vor ihnen ein Mann auf, der sein LKW als gestohlen meldet ... - von einer Mumie. Henry Radner erzählt und wird gebeten ins Polizeifahrzeug einzusteigen. Sie fahren los.

Eth scheint im Keller des Hauses zu sein. Zamorra verfolgt ihn, doch muss aufgeben. Denn im Keller gibt es einen Zugang zur Kanalisation! Der Untote Hohepriester kann somit in mehrere Richtungen gelaufen sein. Er geht wieder hoch und sieht einen Streifenwagen. Es sind die Cops mit Henry Radner. Als sie erfahren, was geschehen ist, seufzen sie. Die Mumie ... Sie erfahren nun die ganze Geschichte und hoffen, dass sie Sabrina helfen können.

In der Nähe eines Parks liegt eine verlassene Gerberei - dort hat Eth die junge Frau verschleppt. Sie erklärt, dass sie nicht Nogorata sei, aber Eth wiederspricht, denn er ist sich vollkommen sicher. Und er bekräftigt seinen Schwur: John Calidge muss sterben!

Doch einige Zeit später wollen einige Jugendliche in der Gerberei feiern. Eth will sie vertreiben, denn er ahnt, dass eine falche Entscheidung ein neues Versteck erfordern würde. Zwei der Jugendlichen setzen sich zum Sex ab. Sie, Donna, erschrickt als sie Eth erblickt. Hat sie sich vertan? Sie erzählt Bobby davon, der meint, dass es ein Scherz der anderen sein muss. Sie schauen nach und ... stoßen auf Eth!

Sie fliehen und berichten der Polizei davon, die ihrerseits Zamorra informieren. Sie fahren mit großem Aufgebot zur Gerberei, doch zunächst will der Professor alleine sein Glück versuchen! Er durchsucht die Ruine gründlich, aber Eth ist fort in ein neues Versteck, wo der Sabrina zurücklässt, gefesselt, um ihr Nahrung zu besorgen.

Flint Ferguson arbeitet in einem Pub. Er streitet sich, wie so oft, mit seinem Chef, doch dieses Mal hat er genug und kündigt. In Gedanken versunken geht er durch die Stadt und wird Zeuge eines Einbruchs. Der Täter: eine Mumie! Dies meldet er der Polizei und diese meldet es Zamorra. Aber Flint kehrt zurück und will die Mumie stellen, als Held gefeiert werden. Eth jedoch tötet ihn.

Zamorra & Co sind endlich da, aber Eth kommt ihnen zuvor und nimmt Bill als Geisel und flieht mit ihm. Der Weg führt beide zu John ... Doch Zamorra ahnt, wohin Eth auf dem Weg ist. Er ist rechtzeitig vor Ort und kann John retten, Eth verschwindet und lässt Bill zurück. Zamorra und Bill verfolgen Eth und trennen sich. Dies nutzt der Untote aus und kann Bill übernehmen. Doch Zamorra kann seinen Freund schnell aus Eths Bann befreien.

Eth eilt zum Versteck, in dem Sabrina am Ende ihrer Kräfte ist und flieht mit ihr, doch sie kann kaum noch. Auf dem Dach eines nahen Hauses wartet Zamorra auf ihn und kann den Hohepriester endlich vernichten, nun da Sabrina bei ihm ist und nicht mehr in Gefahr ist nie gefunden zu werden.

Ein weiterer spannender Roman aus der Feder Morlands. Hier wäre sogar das Potential für einen Mehrteiler drin gewesen. Mehr über den Hohepriester, mehr über Nogorata.

Hier wäre einiges zu erzählen gewesen. Zumal Eth Al-Oman ja nicht wirklich böse war, sondern "nur" falsch handelte.

Das Titelbild ist ganz okay, aber mehr auch nicht.

Das Monster aus der Vergangenheit
Professor Zamorra 143
von Robert Lamont (= Fritz Tenrat
)
27. Novenber 1979
Bastei Ver
lag 

Kommentare  

#1 ganthet 2018-09-15 12:38
Ich lese diese Kolummne immer schön mit, weil ich mit dem Gedanken spiele, die alten Zamorras auch mal s zu lesen. Ich möchte aber nicht die gesamte Serie lesen, sondern nur die Romane, die den Serienkosmos vorantreiben. Daher meine Frage: Muss ich da alles lesen oder reichen die Romane von Giesa ?
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#2 Heiko Langhans 2018-09-15 12:38
Und schon wieder jemand, der es gerne vorgekaut haben möchte :seufz: -- lassen wir jetzt lesen? Ich frag ja nur ...

Also gut: Die Frage ist nicht ganz durchdacht, denn rückwirkend betrachtet treibt jeder einzelne Roman seinen Serienkosmos voran, weil im Laufe der Zeit immer wieder auf vorangegangene Elemente zurückgegriffen wird. Und so ziemlich jeder Lamont hat irgendetwas geschrieben, das später als wichtig aufbereitet wurde. Giesa allein reicht da nicht.

Vor Zeiten gab es vom EDFC wenigstens zwei ausgiebige Jubelbände mit den präzisen Titeln "Professor Zamorra x 500" und "Professor Zamorra x 600". Letzteren habe ich nicht, aber im ersteren finden u.a. sich ausführliche Handlungszusammenfassungen mit expliziten Verweisen auf die spätere Relevanz bestimmter Figuren oder Objekte. Antiquarisch (frag mal z.B. bei Hernke in Würzburg) müsste das Teil och einzufangen sein.

Und dann gibt es noch diese Seite hier -- www.pz-info.de/ -- in der so ziemlich jede Info steht, die Du vielleicht suchen könntest.
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#3 Ganthet 2018-09-15 12:41
Danke für die Infos, damit kann ich was anfangen.

Findest du meine Frage wirklich ungewöhnlich, zumal ich ja anscheinend nicht der erste bin ? Vielleicht habe ich mich auch unklar ausgedrückt. Ich möchte die Füllromane überspringen. Die Möglichkeit, dass bestimmte Autoren Füllromane beitragen und andere die Haupthandlung vorantreiben, finde ich nicht abwegig. Und was liegt da näher, als Kenner der Serie direkt zu fragen ?
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#4 Heiko Langhans 2018-09-15 12:49
Diese Rollen und Zuweisungen sind eben nicht so klar abzugrenzen, wie Du es vermutest.

Texte, die zum Zeitpunkt ihres Erscheinens per geistigem Schnappschuss der Konsumenten, d.h. vorschnell, noch als Füllromane bezeichnet werden, liefern u.U. zu einem späteren Zeitpunkt die Ausgangsbasis für einen ganzen Zyklus.

Im Fall Zamorra sieht es im Groben so aus, dass Giesa und Co. (d.s. Rolf Michael und Manfred Weinland) sich ab Heft 111 die Bälle zugeworfen und ihre Texte immer enger aufeinander abgestimmt haben. Diese Abstimmung fand bei den Früh-Autoren, die bis ca. Nr. 230 noch dabei geblieben sind und sich auf Einzelabenteuer konzentrierten, nicht oder kaum statt, ABER die jeweils eigenen Romane bauten durchaus aufeinander auf - und WKG hat sich aus dem vorhandenen Fundus durchaus querbeet das herausgepickt, was ihm gefiel.

Giesa hat die Zügel bekanntlich noch bis etwa Heft 880 in der Hand gehalten, wobei seit etwa Nr. 600 verstärkt Gast- und Stammautoren dazustießen, die mehr und mehr ihre eigenen Ideen einbrachten. Über Giesas Führungsstil und die ganze Tragödie seiner Lebensentscheidungen ist anderswo schon viel geschrieben worden: Die lange Übergangszeit bis zu und nach seinem Tod war keine leichte.
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#5 Andreas Decker 2018-09-15 12:50
Irgendwie hat man damals diese jähen Konzeptsprünge von Roman zu Roman viel entspannter hingenommen, als es heute der Fall ist. So ging es jedenfalls mir so.


Natürlich wusste man da als Durchschnittsleser ohne näherem Kontakt zu dem sich entwickelnden Fandom auch nicht, wer da was schrieb. Da hat man die Romane viel lockerer benotet. Wenn im nächsten wieder auf ein Thema vom vorletzten Roman eingegangen wurde, war das höchstens ein netter Bonus.

Insofern waren das zur Erscheinungszeit keine Haupthandlung gegen Füllromane.

Die Redaktion hat das damals auch nicht gesteuert. Die haben zwar den Newcomer Giesa werkeln lassen, aber der Rest konnte bis in die 200er Nummern schreiben, was sie wollten, ohne Rücksicht nehmen zu müssen. Ich weiß noch, wie wenig begeistert Giesa über die Romane von Brandhorst und Hary war. Höflich ausgedrückt.
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#6 MHR 2018-09-16 23:16
zitiere Heiko Langhans:
Im Fall Zamorra sieht es im Groben so aus, dass Giesa und Co. (d.s. Rolf Michael und Manfred Weinland) sich ab Heft 111 die Bälle zugeworfen und ihre Texte immer enger aufeinander abgestimmt haben. Diese Abstimmung fand bei den Früh-Autoren, die bis ca. Nr. 230 noch dabei geblieben sind und sich auf Einzelabenteuer konzentrierten, nicht oder kaum statt.

Giesa stieg mit Band 111 ein, Weinland mit Band 182 - wobei er die ersten 5 Romane mit Giesa gemeinsam schrieb und erst ab Band 233 seine Romane allein verfasste. Michael stieg mit Heft 184 ein, nach einer langen Pause erschien sein Zweitling als Band 204. Die Zeit, in der Giesa, Weinland & Michael gemeinsam an der Serie schrieben, war also nur von ca. Band 204 bis 310, als Weinland mit seinem 14. Roman für die Serie ausstieg. Die Abstimmung zwischen den Romanen geschah durch Giesa. Michael gab mit Band 361 (seinem 42. Beitrag für die Serie) seinen Ausstand.

zitiere Heiko Langhans:
Giesa hat die Zügel bekanntlich noch bis etwa Heft 880 in der Hand gehalten, wobei seit etwa Nr. 600 verstärkt Gast- und Stammautoren dazustießen, die mehr und mehr ihre eigenen Ideen einbrachten.

Die 1. Stammautorin mit Heft 642 war Claudia Kern. Giesas letzter Roman war Band 882. Durch seine angeschlagene Gesundheit war es ihm nicht möglich, das Manuskript zu vollenden. Keine 4 Wochen nach Abgabe des Manuskripts durch einen Kollegen starb Werner Kurt Giesa.

zitiere Heiko Langhans:
Über Giesas Führungsstil und die ganze Tragödie seiner Lebensentscheidungen ist anderswo schon viel geschrieben worden: Die lange Übergangszeit bis zu und nach seinem Tod war keine leichte.

Was war an seinem Führungsstil auszusetzen?
»... die ganze Tragödie seiner Lebensentscheidungen ...« Das liest sich für mich so, als hätte er alles im Leben falsch gemacht.
Und wie ist dein letzter Satz zu verstehen?
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#7 Heiko Langhans 2018-09-17 06:55
Schön, dass Du die exakten Nummern nennst - die hatte ich nur noch in etwa auf dem Schirm. Und in der ursprünglichen Frage ging es um die bleibenden Ideen. Passt ja.

Deine letzten Fragen haben wir beide schon einmal durchgekaut. Dass WKG alles falsch gemacht hat, will ich nicht behaupten. Aber manchmal stellt sich die ganze Tragödie eines Lebens erst in der letzten Summe heraus, und so sehe ich das auch bei ihm.

Rhetorisch gefragt: Was ist an dem letzten Satz unverständlich?
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