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Die Dinos sind wieder los - »Jurassic World – Das gefallene Königreich«

Jurassic World – Das gefallene KönigreichDie Dinos sind wieder los
»Jurassic World – Das gefallene Königreich«

Angefangen hat alles im Jahr 1990, als der US-amerikanische Bestsellerautor und Wissenschaftler Dr. Michael Crichton mit „DinoPark“ einen Roman über einen Freizeitpark veröffentlichte, in dem aus DNS geklonte lebende Saurier zu bestaunen waren. Steven Spielberg machte daraus 1993 den Film „Jurassic Park“, der fast eine Milliarde US-Dollar einspielte und sich fünf Jahre lang als erfolgreichster Film aller Zeiten behaupten konnte.

Jurassic World – Das gefallene KönigreichCrichton selbst schrieb 1995 die Fortsetzung „Jurassic Park: Vergessene Welt“, die 1997 abermals von Steven Spielberg verfilmt wurde. Der 2001 in die Kinos gebrachte dritte Film gilt allgemein als am wenigsten gelungen und führte schließlich zu einer etwas längeren Dino-Pause auf den Leinwänden. Doch das Reboot der Reihe unter dem Titel „Jurassic World“ konnte 2015 wieder die Massen begeistern. Mit einem Einspielergebnis von mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar ist er der lukrativste Beitrag des Franchises. Da musste natürlich ebenfalls wieder eine Fortsetzung her, die 2018 nicht mehr Colin Trevorrow inszenierte, der hier nur noch für das Drehbuch und die ausführende Produktion verantwortlich zeichnete, sondern der Spanier J.A. Bayona, der sich mit „Das Waisenhaus“ und „Sieben Minuten nach Mitternacht“ als exzellenter Genre-Regisseur empfohlen hatte.

Drei Jahre nach den verheerenden Ereignissen auf der Isla Nublar, die den Dinosaurier-Vergnügungspark vollkommen zerstört haben, droht auf der Insel ein gigantischer Vulkanausbruch. Der würde sämtliche dort noch in freier Wildbahn lebende Dinosaurier abermals dem Untergang weihen.

Jurassic World – Das gefallene KönigreichSir Benjamin Lockwood (James Cromwell) und seine rechte Hand Eli Mills (Rafe Spall) planen, die Giganten der Urzeit noch rechtzeitig zu evakuieren und auf einer anderen Insel in Sicherheit zu bringen. Dazu benötigen sie die Mithilfe der ehemaligen „Jurassic World“-Mitarbeiter Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) und Owen Grady (Chris Pratt). Hinzu kommen die junge Paläontologin Zia Rodriguez (Daniella Pineda) und der Elektronikexperte Franklin Webb (Justice Smith). Vor Ort müssen sich die Retter allerdings nicht nur mit den teilweise extrem gefährlichen Dinosauriern und den Lavamassen des Vulkanausbruchs herumschlagen, sondern auch mit einer Gruppe gewissenloser Wilderer, die mit den eingefangenen Tieren ganz andere Absichten hegen, als diese aus der Gefahrenzone zu evakuieren.

Jurassic World – Das gefallene KönigreichWenn man einen der Dinofilme kennt, kennt man alle. Der fünfte Beitrag der Reihe ist nicht mehr sonderlich originell, sondern variiert nur noch einzelne Zutaten des Erfolgsrezeptes. Immerhin hat man sich dazu entschlossen, die Handlung nicht mehr in einem funktionierenden Vergnügungspark anzusiedeln, sondern größtenteils fernab der Insel stattfinden zu lassen. Deswegen kommen einige neue Ideen dazu, die J.A. Bayona auch spannungsreich inszeniert hat. Trotz beeindruckender Screen-Time für die grandios animierten Riesenechsen leidet „Jurassic World – Das gefallene Königreich“ unter seiner überstrapazierten Glaubwürdigkeit und der generellen Formelhaftigkeit des Drehbuchs, weswegen das Ergebnis den bislang schwächsten Film darstellt, den Bayona inszeniert hat. Die DVD-Erstveröffentlichung bietet in technischer Hinsicht ebenfalls nur Standardkost. Das Bild (im Widescreen-Format 2,39:1) ist für das Medium in Ordnung, auch der Ton (Deutsch, Englisch und Türkisch in Dolby Digital 5.1, optional mit Untertiteln in diesen Sprachen und auf Griechisch) ist gut abgemischt und überzeugt, hat aber auch auf diesem Medium noch Spiel nach oben. Das Bonusmaterial besteht aus den Specials „Am Set mit Chris & Bryce“ (3 Minuten), „Das Königreich entwickelt sich weiter“ (4 Minuten), „Insel-Action“ (6 Minuten), „Die Geburt des Indoraptors“ (4 Minuten), „Möge das Bieten beginnen!“ (3 Minuten), „Tod durch Dino“ (2 Minuten), „Monster in einer Villa“ (3 Minuten), „Showdown auf dem Dach“ (4 Minuten), „Malcolms Rückkehr“ (3 Minuten), „Visuelle Effekte: Die nächste Stufe“ (7 Minuten) sowie „Chris Pratts Jurassic-Tagebücher“ (12 Minuten).

Kommentare  

#1 Friedhelm 2018-10-18 11:51
Da sieht man es wieder - einmal erfolgreich, wird daraus ein Franchise, das eigentlich schon nach drei Filmen nichts mehr hergab.

Diese Dino-Dinger kann man sich zukünftig sparen - und das nervige 3D war hier völlig nutzlos. Vielleicht habe ich da aber auch ein Augenproblem.
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