Baccalario, P. und Bruno, I. - Ulysses Moore. Die Insel der Masken

Baccalario, P. und Bruno, I. -  Ulysses Moore. Die Insel der MaskenDie Insel der Masken
Ulysses Moore 4
von Pierdomenico Baccalario (Autor), Iacopo Bruno (Illustrator)
aus dem Italienischen von Cornelia Panzacchi
288 Seiten, EUR 12,95
1. Auflage (Januar 2009)
ISBN: 978-3815794685

Verlag: Coppenrath

Ulysses Moore - das Abenteuer geht weiter. Markus Renner, der Mitarbeiter des Coppenrath-Verlages, der auf die Geschichte gestoßen ist und nun aus Materialien und Heften diese zusammensetzt und rekonstruiert, war wieder aktiv. Die Übermittlung der Unterlagen von Markus Renner an den Verlag wird zusehends schwieriger - ob das auch mit Oblivia Newton zu tun hat?

Oder steckt der seltsame Mann dahinter, der Markus Renner die ersten Hinweise zugespielt hat?


Auch in diesem vierten Band bemüht sich Baccalario darum, nicht einfach einen Abklatsch der drei vorangehenden Bände zu bieten. Die Geschichte, als Weiterführung des Bandes "Das Haus der Spiegel" führt dieses Mal ins frühzeitliche Venedig, mit maskierten Verfolgern, schwarzen Gondolieren, geheimnisvollen Maschinen und der unvermeidlichen Oblivia Newton und ihrem Helfershelfer.

Dieses Mal spitzt sich die Handlung erneut über das Buch hinweg an mehreren Stellen zu und sorgt dafür, dass man als Leser das Interesse nicht verliert. Da ist die Frage, ob es den drei Jugendlichen gelingt, Peter Dedalus zu finden, der einen weiteren Schlüssel zur Lösung des Geheimnisses in Händen hält. Da ist die Frage, wer dieser maskierte Graf ist, der in Venedig unterwegs ist. Und dann: Kann es ihnen gelingen, die beiden Bettlerdiebe, die durch eine der Türen in die Villa Argo gelangt sind, wieder durch die Zeit zurück nach Venedig zu bringen?

Wie auch die drei vorangehenden Bände ist "Die Insel der Masken" ein schönes Buch für Jugendliche, das sich leicht und gut verständlich lesen lässt, Jugendliche durchaus auch neugierig darauf macht, sich näher mit Venedig zu beschäftigen, und sich als Geschenk wunderbar eignet. Und überhaupt ist klar, dass man die Reihe weiter lesen will, wenn man den Jugendlichen und Nestor durch die ersten drei Teile gefolgt ist. Und es lohnt sich auch. Es ist gute "handwerkliche Arbeit". 

Mit großer Vorfreude hatte ich auf den neuen Band gewartet, da mich besonders die Kombination zwischen Inhalt / Geschichte und den herausragenden Illustrationen von Iacopo Bruno interessierten und faszinierten.

Leider lag in diesem Band ein sehr viel geringeres Augenmerk als zuvor auf diesen Illustrationen. Zwar wurden alle Seiten mit einem grafisch gestalteten Blattrahmen unterlegt, die allerdings nicht variierten und in zwei Designstilen vorlagen. Zusätzlich gab es lediglich vor jedem Kapitel ein Vorblatt und Illustration der Innencover. Dies alles ist zwar wieder gewohnt ansprechend, ließ jedoch etwas von der Genialität vermissen, die meiner Ansicht nach die ersten drei Bände gerade zu etwas so Besonderem gemacht haben. Hier spielte die Geschichte bisher in einer Riege mit den Büchern von Joshua Mowll und seiner "Operation Red Jericho ". Dieses Erwartung konnte das Buch dieses Mal nicht erfüllen.

In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, welche Anstrengungen ein Verlag / Autor unternehmen muss, um ein faszinierendes Buch zu schaffen. Ganz zu schweigen von der Frage, was eine solch aufwändige Gestaltung kostet. Ist es wirklich notwendig? Nein, es gibt sie natürlich, jene Bücher, die so genial sind, dass sie ohne jede "Verrenkung" auskommen. Ulysses Moore jedoch startete steil mit dieser Kombination aus Geschichte und Grafik, und hielt dies auch drei Bände lang durch. Als "treuer" Leser habe ich selbstverständlich erwartet, dass dieses Konzept so weitergehen würde. Nun war dem nicht so ... nun gut.

Die Geschichte geht weiter, ich werde weiter lesen, denn ich will wissen, was das nun soll mit dem Leuchtturmwärter. Ist er's nun oder ist er's nicht? Und wie wollen die Kinder die weiteren Abenteuer "geregelt kriegen", da ja nun die Eltern von Julia und Jason endlich in Kilmore Cove angekommen sind ...

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