Terra X: Sternstunden der Steinzeit - Dokumentation

ZDFWie wurde der Mensch, was er ist? Wie entwickelte er, was heute zu den Errungenschaften der Zivilisation zählt?

Die "Terra X"-Dokumentation "Sternstunden der Steinzeit" stellt Erfindungen vor, die es dem Menschen ermöglicht haben, in seiner Umwelt zu überleben und sie nach seinen Vorstellungen zu gestalten.

Der Film zeigt die Zusammenhänge in der Entwicklung des Menschen, verfolgt die Ausbreitung der Zivilisation über den Globus und spannt den Bogen von der Beherrschung des Feuers bis hin zur Entstehung der ersten Hochkulturen.

  • Im Programm am Sonntag, 22. April 2018, 19.30 Uhr
  • In der Mediathek ab Samstag, 21. April 2018, 19.30 Uhr

Alles beginnt in einem fruchtbaren Tal im Osten Afrikas. Vor 2,5 Millionen Jahren bearbeiten dort die noch affenartigen Vorgänger des Homo sapiens, Steine zu bearbeiten, um mit ihnen Fleisch von Kadavern zu schneiden. Die Erfindung des Faustkeils ist eine der ersten Sternstunden der Steinzeit, mit der die erstaunliche Reise des Menschen auf dem Weg in die Zivilisation beginnt. Fleisch liefert ein Plus an Proteinen und fördert so die Entwicklung des Gehirns. Damit ist die Voraussetzung für eine weitere Sternstunde, die sich etwa eine Millionen Jahre später ereignet, gegeben: die Zähmung des Feuers, von den Griechen später im Mythos des Prometheus verewigt.

Die "Terra X"-Dokumentation "Sternstunden der Steinzeit" präsentiert die entscheidenden Erfindungen, die es dem Menschen ermöglicht haben, in seiner Umwelt zu überleben und sie nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Der Film beleuchtet aber auch alternative Entwicklungen der Evolution und macht deutlich, dass alles auch ganz anders hätte kommen können. So besteht heute kaum noch Zweifel daran, dass unser Vetter, der Neandertaler, bereits die ersten Stufen der Zivilisation erklommen hatte: Er konnte sprechen und glaubte an ein Jenseits, ehe sein Weg abrupt endete.

Die "Terra X"-Dokumentation zeigt außerdem, wie Menschen auf der ganzen Welt unter ähnlichen Voraussetzungen zu ähnlichen Lösungen gekommen sind und wie sie unter besonderen Bedingungen einzigartige Formen der Zivilisation entwickelt haben. Mithilfe neuer wissenschaftlicher Methoden, etwa im Bereich der Paläogenetik, spürt der Film manchem Rätsel nach, das lange als unlösbar galt. Wann und wie wurde der erste Weizen domestiziert? Wie verhielten sich die Jäger und Sammler zu den frühen Bauern? Und wie sahen die ersten Europäer aus?

Spektakuläre archäologische Entdeckungen belegen den erstaunlichen Erfindergeist unserer Vorfahren. Die ersten Waffen, 300.000 Jahre alte Holzspeere, waren bereits perfekt ausgearbeitet. Die ältesten Kunstwerke, 40.000 Jahre alt, stellen Skulpturen von Menschen, Tieren und rätselhaften Mischwesen dar. Das älteste Monumentalgebäude der Menschheit, Göbekli Tepe, wurde vor 12.000 Jahren errichtet und war ein Ort des Feierns und heiliger Rituale. Die Funde zeigen eindrücklich, dass das spirituelle Denken für die Entwicklung der Zivilisation ebenso wichtig war wie das Verständnis für Technik.

Der Film erzählt auch davon, dass manchmal ganz unscheinbare Erfindungen zu den Sternstunden der Zivilisation zählen: So ermöglichte erst die Erfindung der Nähnadel dem Menschen, vor 25.000 Jahren der Eiszeit zu trotzen und in die kalten nördlichen Weltregionen vorzustoßen.

"Sternstunden der Steinzeit" stellt die entscheidenden Zusammenhänge in der Entwicklung des Menschen dar, verfolgt die Ausbreitung der Zivilisation über den Globus und spannt den Bogen von der Beherrschung des Feuers bis zur Entstehung der ersten Hochkulturen.

Terra X: Sternstunden der Menschheit
Dokumentation
Buch: Alexander Hogh

Regie: Martin Papirowski
Kamera: Timm Westen, Roxana Ardelean
Kameraassistenz: Jann Holzapfel, Sergio Janovici
Schnitt: Timm Westen
Musik: Michael Dees
Animationen: Golem Studio, Guido Leuck, Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung
Fachberatung: Prof. Dr. Hermann Parzinger
Produzent: Hans-Hermann Stein
Sprecher: Thomas Balou Martin
Redaktion: Claudia Moroni
Länge: 43‘30

Bild: ZDF-Logo aus der Wikipedia

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