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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Dämonenkiller-Chronik 13

Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Dämonenkiller-Chronik (13. Teil)

Aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der Dämonenkiller-Serie habe ich eine Chronik erstellt, die sich mit der Geschichte der Serie beschäftigt.

Heute beschäftigen wir uns mit den dritten und vierten Teil des Zamis-Zyklusses.

Viel Spaß beim Lesen...

 

Beginnen wir mit DK-Exposé Nr. 33, das Ernst Vlcek wohl Anfang Dezember 1974 geschrieben hat:

32DER OPFERDOLCH
Der Dämonenkiller 33
Schauplatz.: Albanien
Zeit: Ende Januar (in. Anschluß an Band 30)
Autor: Warren-Appel

Titelbild: liegt bereits vor, hier die Beschreibung von Frau Illfeld. Vor einem blauvioletten Hintergrund ein riesiges, gelbliches Gehirn mit einem stilisierten Skelettgesicht. Die Augen liegen in blauschwarzen Höhen, sind gelb, die Iris schwarz. Im Oberkiefer stecken zwei Vampirzähne. Aus dem Hintergrund, d. h. aus dem Nichts, kommt eine starke Männerfaust, die einen blutigen Krummdolch hält und zwar so, daß es aussieht, als würde der Kopf mit dem Wuchergehirn von einem imaginären Rumpf abgeschnitten. Im Hintergrund stecken einige Totemstange auf denen Totenschädel aufgespießt sind. Einer der Schädel trägt einen Metallhelm mit zwei gebogenen Hörnern. Auf dem Krummdolch steht eine türkische Inschrift (Wichtig!) Das Gehirn liegt frei, hat keine knöcherne Schädeldecke.

Situation:
Der Dämonenkiller hat in Istanbul sein Abenteuern mit den Manichäer und den "Tätowierern" bestanden (Bitte im Fischer-Lexikon: DIE NICHTCHRISTLICHEN RELIGIONEN nachlesen, was über den Manichäismus steht). Die Manichäer haben Dorian den Dolch vom Titelbild zum Abschiedsgeschenk gemacht; Vlcek-Wolf wird das im Roman erwähnen. Hier gleich die Beschreibung vom Opferdolch: Er hat einen reichlich verzierten Griff aus Gold und Leder in das Szenen von Menschenopferungen eingeschnitzt sind. Es sind so winzige Miniaturen, daß auf dem Griff zwei Dutzend solcher Szene dargestellt sind, so daß einige vom Autor beschrieben werden können ohne daß zum Vor-Autor ein Widerspruch entsteht. Die Klinge ist dreißig Zentimeter lang, leicht gebogen, nur die Spitze dreht sich stärker nach oben. Die besondere Eigenart des Dolches ist, daß sich die Schneide "innen" befindet, so daß er wie eine Sichel gehandhabt wird. Mit diesem Dolch wurden früher Besessene geköpft, er soll mit magischen Kräften geladen sein. Die Inschrift auf der Klinge ist in uigurischer Sprache (alttürkisch) abgefaßt und bedeutet so viel wie "Tod den  Untoten, in deren Adern fremdes Blut pulst".

Achtung: Folgendes soll in der Handlung dieses Romanes noch ausgesagt werden, was über den Inhalt von Band 30 hinausgeht.

Dorian hat sich nach bestandenem Abenteuer an die englische Botschaft in Istanbul gewandt, doch dort hat man ihn abgewiesen. Dorian vermutet, daß er dies dem Secret Service zu verdanken hat, der ihn gerne abschieben will, weil er lästig ist. Das zum Thema "Inquisition-Abteilung" aussagen. Dorian erhielt dann aber von Mr. Kiwibin seinen Paß zurück. Und auf seinen Wunsch auch - er will ja zu Coco, die in Sachen Zamis-Erbschaft in Wien (und in Gefahr) ist - ein Flugticket für eine Passage.
Da wir dem Autor aber nicht zumuten wollen, daß er nun Unterlagen über Wien büffelt und wir ja auch etwas Abwechslung bringen wollen, machen wir Station in Albanien.
Dorian hat aber vor seinem Abflug mit London telefoniert und Miß Martha Pickford davon unterrichtet, daß er sich auf den Weg nach Wien macht. Aus dem Telefongespräch erfährt er aber nichts über das Schicksal des O.I. Trevor Sullivan. Martha keift nur, meint, der DK habe durch seine "Heldentaten" (spöttisch) diesen Schlamassel verursacht, und ihr Schützling Phillip sehe nun einem ungewissen Schicksal entgegen.

Anfangsepisode:
Damit beginnen, wie Dorian in der Maschine der Austrian Airlines sitzt (oder sonst einer Fluggesellschaft). Der Pilot ist sicher, daß sie in wenigen Minuten in Wien-Schwechat landen werden. Es wird ein Blindflug, denn sie fliegen in eine dichte Nebelwand ein. Die Passagiere schnallen sich an. Dorians Gedanken aufzeigen und so die Situations-Daten ins Spiel bringen. Er denkt auch an Coco, die in Gefahr zu sein scheint, und will alles unternehmen, um ihr zu helfen, falls es dazu noch nicht zu spät.
Dorian hat sich während des Fluges mit der Stewardeß Elise Hellgath angefreundet. Aber er ist nicht unbedingt auf einen Flirt aus, sondern hat ja bekanntlich andere Sorgen. Nun setzt die Maschine zur Landung an, der Pilot behauptet nach wie vor über die Sprechanlage, daß man in Wien-Schwechat landet. Und das soll auch der Leser glauben.
Die Maschine rollt aus, kommt zum Stillstand. Passagiere machen sich zum Aussteigen bereit. Elisa Hellgath taucht wie zufällig neben Dorian auf. Der Ausstieg wird geöffnet, da stürmen fremde Soldaten herein, fuchteln mit den Waffen herum, reden in fremder Sprache, es könnte Albanisch sein. So ein Sprachengenie der DK auch ist, albanisch kann er nicht. Da sagt Elise auf einmal, Dorian solle ihr durch den Notausstieg folgen, das sei die einzige Rettung. Dorian nimmt nur sein Handgepäck an sich (in dem sich der Opferdolch befindet) und folgt ihr durch den Notausstieg. Ihre Flucht wird entdeckt, Schüsse bellen durch die Nebelsuppe.
Dorian, von Elisa an der Hand mit gezerrt, flüchtet. Da tauchen einige zerlumpte Gestalten auf, Elise hält direkt darauf zu. Als sich der Nebel einen Augenblick lichtet, starrt Dorian in die typischen Schreckensgesichter von Untoten. Dorian holt den Opferdolch hervor, metzelt einige nieder. Da Untote manchmal recht stupid sein können, denken sie auch nicht daran, ihn zu entwaffnen, sondern führen nur ihren Auftrag aus. Und der sieht folgendermaßen aus.
Sie schlachten in der Geschwind einige blökende Lämmer, häuten sie ab und wickeln den DK und seine Begleiterin in die noch feuchten Lammfelle ein, nähen diese zu. Dorian hat das Gefühl mit seiner Begleiterin, die mit dem Kopf bei seinen Füßen (also wie ein 69er! an ihn durch die zusammengenähten Lammfelle) an ihn gefesselt ist, auf die Ladefläche eines Lastwagens geworfen zu werden. Ein Motor heult auf - und los geht die Fahrt.
Für den DK steht fest, daß Schwarze Magie im Spiel ist. Zuvor hat er noch angenommen, als Elisa ihn in die Falle lockte, daß schon wieder Kiwibin hinter seiner Entführung stecken konnte. Doch nun glaubt er zu wissen, daß Elisa im Banne irgendwelcher dämonischen Mächte stand - und natürlich der Pilot auch, der nicht anders konnte, als irgendwo in Albanien zu landen. Das alles wird für den DK zur Gewißheit. Nicht erst auf die Fahrt eingehen.

Graf von Behemoth ist siegesgewiss Er nennt seinen Namen, sagt, daß er Dorian seiner Braut Coco Zamis als Hochzeitsgeschenk darbringen wird. Ja, ja, Dorian habe richtig gehört. Coco soll seine Gefährtin werden. Und Behemoth erklärt: Er habe gewußt, daß Dorian nach Wien und Coco zu Hilfe kommen wolle. Deshalb habe er es so eingerichtet, daß die Maschine in Albanien landete. Der Mbret ist eines seiner un­zähligen Geschöpfe und sollte Dorian hier festhalten, bis sich er, Graf von Behemoth, seiner annehmen könne. Nun sei es soweit, Dorian werde auch zu einem seiner willenlosen Geschöpfe gemacht - der gefürchtete Dämonen-Killer als Morgengabe für Coco Zamis...
Doch da die Serie weitergehen soll, kommt es anders.
Der Puppenmann Ronald Chapman schreitet ein. Bitte ausdenken, welchen Zirkus er veranstaltet. Er kann Behemoth unter Feuer nehmen, um Verwirrung zu stiften, kann eine Leuchtrakete abschießen, die in einem Kreuz entflammt... der Möglichkeiten gibt es viele. Jedenfalls nützt Dorian die Gelegenheit, um sich an den Wasserkopf-Vampir heranzumachen. Damit ist die Titelbildszene gegeben: Dorian enthauptet den Vampir mit dem Riesengehirn von hinten mit dem Sicheldolch, Ein Geschrei und Wehklagen unter den Untoten.
Graf von Behemoth wendet sich zur Flucht. Dorian schleudert ihm den Schädel nach, der an der Wand wie eine reife Melone zerplatzt, und was so zur Seite spritzt wirkt auf die Untoten wie Säure und zerfrißt sie, so daß eine Bresche geschlagen wird, durch die Dorian und Chapman können, um die Verfolgung des Grafen aufzunehmen, und der Graf von Behemoth hat auch einige Spritzer abbekommen und ist durch diese „Säureeinwirkung“ um eine Spur unansehnlicher geworden, so daß Coco noch weniger Freude mit ihm haben dürfte. Und die Untoten ver­anstalten eine fröhliche Menschenjagd auf Dorian, denn sie sind mit dem Vampirmonster nicht auch vergangen, weil es ja Geschöpfe des von Behemoth sind.
Der Graf entkommt, wie er hergekommen ist - durch ein magisches Tor in der Wand. Dorian, mit dem Puppenmann im Arm, kann ebenfalls noch hindurch schlüpfen. Sie kommen in einem ganz anderen Gebiet heran und Dorian ahnt, daß sie nicht mehr in Albanien sind. Von dem dämonischen Grafen fehlt allerdings jede Spur.
Höchstens noch aussagen, daß sie in einem bewaldeten Hügelgebiet sind. Es könnte sich um die Voralpen handeln. Es liegt Schnee.
Dorian weiß nun ungefähr, in welcher Gefahr sich Coco befindet: Sie soll mit einem Dämon verheiratet werden. Er kennt aber noch nicht das ganze Ausmaß der Gefahr.

Schlußbemerkungen:
Das "magische Tor" muß man sich mit der Wirkungsweise eines Materietransmitters aus der SF denken. Aber diesen Vergleich im Roman nicht verwenden. Dorian kann es auch ein "Tor der Dämonen" nennen.
Bitte daran denken, daß Dorian einige Tage zusammen mit der Albanerin eingemauert ist. Cohen und Chapman sollen Zeit haben, seine Spur zu finden.
Als das Flugzeug (sagen wir in Tirana) bei Nebel landet, sind die albanischen Behörden ebenso überrascht wie die (beeinflußte) Flugzeugbesatzung. Der Vampir mit dem Wucherhirn hat das allein durch magische Gedankenkraft geschafft. Bitte ihn aber nicht als einen Mutanten aus der SF hinstellen.
Auf die Gesichtsstigma, die Dorian in Band 30 erhielt, in diesem Band noch nicht eingehen. Es ist noch nicht geklärt, was damit passieren soll. Die beiden jungen Leute, den Fischer-Pauli und die Ingwer-Fee, besser gar nicht erwähnen, oder höchstens aussagen, daß sie eine billigere Reisemöglichkeit gesucht haben.
Dem Autor sei auf diesem Wege für seine Vorschläge zur Weiterführung der DK-Serie gedankt. Doch wollen wir sie vorerst nicht auf­greifen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Andere Dimensionen - und die phantastischen Ungeheuer von dort - sollen Serien wie Dragon und m. E. Perry Rhodan vorbehalten bleiben. Der Dämonenkiller soll nicht so weit gespannt sein, sondern bewußt eher "kleinkartiert" bleiben und sich mehr auf die Schrecken des Alltags konzentrieren. Daß wir deshalb unglaubwürdig wirken oder an Themenschwund leiden werden, glaube ich nicht. Nehmen wir mal das Krimi- oder Western-Genre her, so erkennen wir, daß diese mit einem geringeren Aktionsradius als wir auskommen. Und ist der Krimi deshalb tot? Falls der DK mal an Schwindsucht leiden sollte, können wir unsere Grenzen immer noch weiter stecken, aber ich glaube, das wird nicht nötig sein. Man sollte den roten Handlungsfaden, der sich durch die Serie zieht, gar nicht so als Privatfehde zwischen Dorian und der Schwarzen Familie sehen, sondern als Kampf zwischen Gut und Böse schlechthin. Und der endet nie!

Am 12.12.1974 schrieb Ernst Vlcek das DK-Exposé Nr. 34, den Abschlußband des Zamis-Zyklus.

31TANZ DER DÄMONEN
DÄMONENHOCHZEIT
Dämonenkiller 34
Schauplatz: wechselt
Zeit: erster Vollmond im Februar (in Anschluß an Band 33)
Autor: Vlcek-Wolf

Titelbild: zwei Schauergestalten nach Wahl - etwa zwei in Kutten Gehüllte, durch die Kapuzenöffnungen sind Totenschädel zu sehen - tragen im Vordergrund einen Sarg. Der Sarg zersplittert, oder der Sargdeckel geht auf und ein halb verwester Leichnam dringt daraus hervor. Der Leichnam, langes, verfilztes Haar, es war mal eine Frau, ist zum Leben erwacht und hat den Sarg von innen gesprengt. Hintergrund: Dorffriedhofsszene.

Situation:
Dies ist der Abschlußband des Zamis-Saga-Zyklus.  Um den Handlungsknoten ohne besondere  Komplikationen zu lösen, wird ein ganz normaler Mensch, der bisher keine Ahnung von Dämonen hatte und fast unschuldig in den Kampf zwischen dem Dämonenkiller und der Schwarzen Familie gerät, die Hauptfigur sein. Es werden ganz bewußt Parallelen zu Band 1 der Serie aufgezeigt,  wo Dorian Hunter sich ebenfalls plötzlich inmitten eines Hexensabbats sah. Es ist auch kein Zufall, daß die Hauptperson dieselben Initialen wie Dorian Hunter hat und daß die Summe seines Namens auf der Kabbalistischen Zahlentafel dieselbe Summe ergibt. Davon an entsprechender Stelle mehr.

Dorian Hunter konnte in Albanien dem Anschlag des Grafen von Behemoth entgehen. Es wurde ausgesagt, daß der DK und der Puppenmann  Don Chapman dem Grafen durch ein "magisches Tor" gefolgt sind und in einer unbekannten Gegend herausgekommen sind. Der DK hat aber immerhin erkannt, daß sie nicht mehr in Albanien sind.

Es sind nur noch wenige Tage bis zum zweiten Vollmond des Jahres - wenn wir das Jahr 75 nehmen, so beginnt der Vollmond am 2. Februar. Dorian weiß noch nichts davon, was Coco blüht. Er weiß nur, daß sie in Gefahr ist.

Alle weiteren Aktionen des DK werden aus der Sicht des Dietrich Houlkmann erzählt. Das wird der Story einen besonderen Reiz geben, sollte es dennoch erforderlich sein, auch aus der Warte des DK zu erzählen, kann das durch Einblendungen geschehen.
Hier gleich vorweg die Daten des Dietrich Houlkmann:
Er ist 25, groß, schlank, gutaussehend, hat dem Trend entsprechend ziemlich langes Haar, glattes Gesicht, ist Organist bei einer Band. Wurde in dem Dorf Striga (in dem die Anfangsepisode spielt) geboren. Seine Mutter Agnes war eine einfache Frau, die einen kleinen Gutshof führte. Er ertrug dieses Leben nicht, zog mit 18 aus, kam nach Deutschland, wo er als Musiker so etwas wie Karriere machte.
Von seiner verbitterten Mutter hörte er nichts, bis er eines Tages erfuhr, daß sie gleich nachdem er ausriß starb. Macht sich deshalb Vorwürfe. Er ist verheiratet mit Elke, 20, ein hübsches, unnatürlich blasses Mädchen, das seine Musik liebt (er spielt privat für sie Klassisches), das von der Wirklichkeit aber so weit entfernt ist, als lebe sie in einer Traum­welt. Sie spricht von Geistern aus dem Jenseits und fürchtet sich vor ihnen. Total verängstigt, vor der Realität hat sie aber keine Angst.

Haupthandlung:
Dietrich Houlkmann kommt mit seiner Frau Elke im eigenen Wagen nach Striga. Er hat von einem Rechtsanwalt mit Namen Skarabäus Toth einen Brief erhalten, in dem er gebeten wird, nach Wien zu kommen, weil es wegen des Todes seiner Mutter irgendetwas zu regeln gäbe. Dietrich hat von diesem Anwalt noch nie etwas gehört, kann sich nicht vorstellen, was seine Mutter mit ihm zu tun haben könnte. Dietrich hat die Erbschaft seiner Mutter überhaupt noch nicht ange­treten.
Da taucht dieser Jemand auf. Es ist Dorian Hunter. Der DK entschuldigt sich, daß er den Debilen vorgeschickt hat, aber er wollte sich so vergewissern, daß er es nicht etwas mit einem Dämon zu tun habe. Aber jetzt ist sicher, daß Dietrich nichts mit Schwarzer Magie zu tun hat, weil der Geistesgestörte ihn andernfalls in die Flucht getrieben hätte.
Dorian sagt, daß er Dietrich zu seinem Verbündeten machen wolle, weil dieser mit dem Anwalt Skarabäus Toth zu schaffen hat. Und Dorian sei an diesem interessiert, könne aber nicht selbst mit ihm Kontakt aufnehmen, weil das für ihn zu gefährlich sei.

Achtung: Wir erinnern uns: Dorian weiß, daß Coco sich in der "Obhut" von Skarabäus Toth befindet.

Dietrich ist zuerst ablehnend, will von diesem Hunter auch nichts wissen, als dieser verspricht, den Namen seiner Mutter wieder reinzuwaschen. Da sagt der DK, daß es sich Dietrich selbst zuzuschreiben habe, wenn er ihn zur Zusammenarbeit zwingen müsse. Es steht zufiel auf dem Spiel. Und Dorian holt sein ägyptisches Amulett hervor, läßt es vor Dietrich pendeln (hypnotisiert ihn so).
Da die Situation aber aus Dietrichs Warte geschildert wird, soll nicht ausgesagt werden, welchen posthypnotischen Befehl Dorian ihm gibt.

Achtung: Elke ist beim Auftauchen des Debilen ihn Ohnmacht gefallen und hat somit keine Ahnung, was um sie herum geschieht. Die bisherigen Ereignisse, die ja ohne Action waren, müssen rasant geschrieben werden.

Als Dietrich wieder bei sich ist, weiß er nichts mehr davon, was der DK mit ihm angestellt hat. Er will im Haus seiner Mutter übernachten. Alles was der DK zurückgelassen hat, ist eine Kabbalistische Tabelle.
In dieser Tabelle hat jeder Buchstabe eine Nummer. A = 1, Z = 500, die Buchstaben J und V stehen außerhalb des Alphabets und haben den Zahlenwert von 600 bzw. 700. Die Summe der Buchstaben eines Namens ergeben eine Zahl. Diese Zahl wiederum sagt etwas über das Schicksal des Namensträgers aus. Ein Beispiel:
Dietrich Houlkmann =  617. Dorian Hunter = 617.
600 bedeutet: Sauberer Charakter, moralische Vorzüglichkeit; strebt nach Vollkommenheit. 17 bedeutet: Im ganzen Leben Pech.
Es ist Elke, die ihren Mann darauf hinweist, daß er dasselbe Schicksal wie dieser Dorian Hunter hat (Dorian hat seinen Namen auf der kabbalistischen Tabelle hinterlassen). Dietrich hält das für Humbug.

Am nächsten Tag, Elke drängt ihn, nach Wien weiterzufahren, erhält er die Nachricht, daß Skarabäus Toth auf einem nahen Schloß weilt und dort alles mit ihm regeln möchte. Es ist das Schloß von Cyrano von Behemoth. Dietrich nimmt die Einladung an, und obwohl er Elke vorschlägt, zurückzubleiben, weicht sie nicht von seiner Seite.
Im Festsaal des Schlosses trifft Dietrich nicht nur den Anwalt Skarabäus Toth, sondern auch den Grafen von Behemoth - und in ihrer Begleitung ist auch Coco Zamis. Dietrich ist von diesem Mädchen sofort fasziniert, obwohl er nicht sagen kann wieso.
Klar will Dietrich wissen, was er überhaupt mit dem Anwalt be­sprechen soll. Dieser gibt nur ausweichend Antworten, sagt, daß Dietrich ein wichtiger Teil eines großen Ganzen ist und ähnliches. Coco ist die ganze Zeit über nur ein unbeteiligter Zuschauer. Sie macht einen abwesenden Eindruck. Endlich wird an Dietrich auch der Wunsch herangetragen, er möge doch bei der  morgigen Hochzeit, sie soll stattfinden, wenn der Mond zum erstenmal voll am Himmel steht, der Brautführer sein.   

Achtung:Die Methode, alles aus der Warte des Uneingeweihten zu schildern, bringt den Nachteil mit sich, daß über die Aktionen des Dämonenkillers nichts ausgesagt wird. Aber der Leser kann sich viel besser mit dem identifizieren, der unschuldig in den Hexenreigen gerät, und es läßt sich für den Autor auch eine viel effekt­vollere Horror-Stimmung erzeugen. Außerdem ahnt ja der Leser, daß Dietrich in Dorians Bann steht und sein Werkzeug sein wird.

Dietrich könnte Coco auch zu verstehen geben (unbewußt), daß er für Dorian arbeitet. Etwa, indem er ihr den kabbalistischen Zahlenschlüssel seines Namens (617) zukommen läßt. Sie müßte dann die Parallelen zu Dorian erkennen. Und Coco könnte dann auch erahnen, daß Dietrich ein ähnliches Schicksal droht wie Dorian in Band 1 und ihn zu warnen versuchen.

Schlußbemerkungen:
Falls dar Autor den Puppenmann nicht in die Handlung bringen möchte, kann er ja aussagen, daß dieser die ganze Zeit über bei dem Debilen war (weil dieser ihn als Spielzeug behielt, oder Don war ein Spielzeug für die Kinder - die Untote schnappte ihn, als er ihre Höhle auskundschaften wollte. Es können überhaupt schon vorher Ein­blendungen von Agnes gebracht werden.
Die Daten über Schloß Behemoth werden dem Luif-Manuskript entnommen, so daß es keine Überschneidungen geben kann.
Die Kabbalistische Tabelle, die in diesem Roman eine Rolle spielt, ist kein großer Zauber, die Zusammengleichheit von Dorians Namen mit dem von Dietrich hat aber immerhin eine Bedeutung und diese Tatsache verhilft dem DK dazu, daß er Dietrich praktisch als Medium verwenden kann. Wenn der DK in diesem Roman auch keine großen Auftritte hat, so ist doch er es, der den Fall zu einem Happy-End bringt.

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