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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Dämonenkiller-Chronik 111

Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Dämonenkiller-Chronik (111. Teil)

Aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der Dämonenkiller-Serie habe ich eine Chronik erstellt, die sich mit der Geschichte der Serie beschäftigt.

Ernst Vlcek schrieb das DK-Exposé 135 für seinen Autorenkollegen Walter Appel alias Earl Warren, der den sechsten Teil des Baphomet-Zyklus verfassen durfte. - Viel Spaß beim Lesen...


130AMOKLAUF DER VAMPIRE
Dämonenkiller 135
Schauplatz: Sizilien
Zeit: bis Ende Februar
Autor: Earl Warren-Appel
Termin: 15.12.76
Titelbild: AK 6056

Über das ganze Bild der Kopf eines Vampirs, der gierig sein Gebiß bleckt (es ist Mimo Brancati). Der Vampirkopf ist in Blau gehalten.
Davor läuft eine Frau mit rotbraunem Haar und weißen Abendkleid mit V-Ausschnitt bis zur Gürtellinie entsetzt davon.
Entsetztes Gesicht, die Augen nach oben/hinten verdreht, hält sie zweifellos nach dem sie verfolgendem Vampir Ausschau.

Miß Pickford:
Das Hausfaktum der Londoner Jugendstilvilla hat sich schon immer für alles Okkulte und Magische interessiert, hat Gruselromane nur so verschlungen.
Irgendwann begann sie sich mit Astrologie, Prognostik und Wahrsagerei zu beschäftigen. Dabei entwickelte sie eine besondere Art der Astrologie, die sie in okkulten Zeitschriften und bei Versammlungen erläuterte.
Dadurch hat sie bei Insidern ein gewisses Ansehen erlangt. Sie hat sogar ein Buch über den bevorstehenden Weltuntergang geschrieben, das (überhaupt nach den Geschehnissen dieses Bandes) zu einem Bestseller werden könnte.
Miß Pickfield hat prophezeit, daß das Ende der Welt ihren Ausgang von Sizilien aus nehmen wird. Sie hat sogar den genauen Tag und die Stunde - 14. Februar, 11 Uhr 13 - genannt.
Sie ist ihrer Sache so sicher, daß sie eine Pressekonferenz gab und ihre engsten Vertrauten zu einer Expedition nach Sizilien einlud, damit sie sich an Ort und Stelle von der Richtigkeit ihrer Prognose überzeugen können. Darum ist Miß Pickford hier.

Achtung: Der Autor soll nicht eigenmächtig eine Aussage darüber machen, welcher Art die Pickford-Astrologie ist und wie sie darauf gekommen ist. Das wird in einem anderen Band erklärt.

Für diesen Band sind andere Dinge wichtig.

Handlung:
Nun kommen wir zur Tempelszene, die ebenso gut den Höhepunkt des vorausgegangenen Bandes bilden könnte.
11 Uhr. Die Witwen belagern zu Tausenden den Tempel. Von einer der 36 Säulen blickt der Kindskopf Baphomets (dieser Kopf ist nicht aus Gold, denn Sizilianer sind arm), die Augen in der Plastik wirken noch stumpf und leblos.
Die Witwen sorgen dafür, daß keine Uneingeweihten sich unter sie mischen können - auch Dorian, Coco und Miß Pickfords Teekränzchendamen müssen ebenso wie Reporter und Adabeis abseits stehen. Ein gewitzter Reporter, der sich unter die Witwen gemischte, wird zu Tode geprügelt.
Die Zuschauer bekommen kaum etwas zu sehen. Die Witwen scheinen plötzlich in Trance zu verfallen. Sie rufen immer wieder den Namen Baphomets, steigern sich in Ektase, halten ihre Kinder hoch, auf daß der Kinddämon ihnen seinen teuflischen Segen gibt (Ende Bd.134).
Auf einmal benehmen sich die Witwen so, als würden sie Baphomet leibhaftig sehen. Dorian und Coco kommen zu dem Schluß, daß der Kinddämon auch tatsächlich anwesend ist - daß ihn Außenstehende aber nicht sehen können.
Und plötzlich hat Coco Kontakt mit ihrem Sohn. Er schildert die Umgebung so, als befände er sich mit Baphomet im Tempel. Da sind Coco und Dorian nicht mehr zu halten. Indem Coco in einen rascheren Zeitablauf verfällt, bahnt sie sich einen Weg durch die erstarrten Witwen. Kaum erreicht sie mit Dorian die Tempelsäulen, da kann sie Martin an der Seite Baphomets sehen.
Aufatmen - endlich scheint man Martin zurückzubekommen.
Doch da passiert etwas für alle Beteiligten Unerwartetes.
Zuerst erkennt Coco nicht, das alle - auch Dämonen und Witwen - davon betroffen sind. Coco kann ihre temporäre Fähigkeit nicht mehr ausspielen, sie fällt mit Dorian in den normalen Zeitablauf zurück.
Baphomet, der Kinddämon, beginnt hysterisch zu schreien - als würde er den Verstand verlieren. Die zu seinem Schutz abberufenen Dämonen gebärden sich ähnlich.
Coco ruft Martin, doch das Gezeter der hysterischen Witwen übertönt ihre Stimme. Sie sieht, wie sich Martin besorgt um seinen Freund Baphomet kümmert. Coco kann mit Martin nicht in telepathische Verbindung treten.
Es scheint eine unsichtbare Barriere zwischen ihnen zu sein. Haben das die Dämonen erwirkt? Nein, gewiß nicht, denn auch sie sind betroffen.
Die Dämonen können mit dem Kinddämon und Martin nicht entfleuchen. Sie müssen sich auf konventionellen Weg in Sicherheit bringen.

Vorerst Autoreninformation: Ihre Magie funktioniert nicht mehr! Keinerlei magische Kräfte können wirksam werden. Genauere Erklärungen später.

Dorian versucht sich zu seinem Sohn durchzuschlagen. Er bahnt sich rücksichtslos einen Weg durch die Witwen, die ihren Kinddämon mit ihren Körpern zu schützen versuchen, während die Dämonen mit Baphomet und Martin Reißaus nehmen.
Ein unvorstellbares Chaos spielt sich ab.
Und auf einem Hügel steht triumphierend Miß Pickford, die nicht oft genug sagen kann: "Ich habe es prophezeit!"
Aber es kommt noch bunter. Überall öffnen sich die Gräber, in den die Witwen ihre Männer lebendig begraben haben, und die von Mimo Brancati gebissen wurden. Die vampirischen Untoten scheinen auch durchzudrehen, denn sie kommen am helllichten Tag aus ihren Gräbern!
Natürlich werden sie von den sengenden Sonnenstrahlen sofort getötet.
Dorian hat seinen Sohn fast erreicht. Er ruft seinen Namen - doch da zerren ihn die entfesselten Witwen zu Boden und hätten ihn zerfleischt, wenn sich auf Dorians Gesicht nicht das Stigma de Dämons Srasham gezeigt hätte...
Irgendwann legt sich das Chaos. Die Witwen haben sich in alle Richtungen zerstreut. Die Dämonen haben sich nach Palermo geflüchtet. Miß Pickford hat Dorian und Coco - die beide Mattscheibe hatten - in ihrem Jungfrauenbus mit nach Palermo genommen.
Die beiden erwachen in einem Hotel von Palermo, wohin Miß Pickford sie gebracht hat. Die alte Dame sonnt sich in ihrem Ruhm: Ihre Prophezeiung ist zugetroffen, auf die Minute genau.
Dorian hält ihr entgegen, daß das längst nicht ein Omen für den Weltuntergang sein muß. Miß Pickford aber behauptet pikiert, daß es überall der Welt zu ähnlichen Phänomenen kommen wird. Weitere Auskünfte verweigert sie Dorian, sie hüllt sich in Schweigen.
Dorian versucht vergeblich, über den Kommandostab mit Unga in Verbindung zu treten. Coco kann keinerlei telepathischen Kontakt mit ihrem Sohn herstellen.
Miß Pickford aber behauptet, daß die Dämonen sich nach Palermo geflüchtet haben müssen - denn die Stadt sei vorerst die letzte Oase für sie. Ohne Genaueres über ihre Pickford-Astrologie auszuplaudern, bietet sich Miß Pickford an, bei der Suche nach Martin behilflich zu sein.

Umblenden:
Es stimmt, Mimo Brancati hat sich mit den anderen Dämonen nach Palermo geflüchtet. Alle Dämonen klagen über physische und psychische Leiden. Sie haben Baphomet und Martin bei sich. Am liebsten würden sie den Kinddämon sofort zu Luguri in Sicherheit bringen, aber sie können ihre Magie nicht anwenden.
Hat ihnen vielleicht der Dämonenkiller eine Falle gestellt?
Oder ist ein Januskopf an dieser Attacke schuld?
Schildern, wie einer der Dämonen völlig durchdreht. Es ist ein Vampir wie Mimo Brancati. Er läuft auf die belebte Straße und fällt in seinem Wahn einen Autofahrer an. Die Menge lyncht ihn, nach dem er noch zwei weitere Passanten gebissen hat.
Martin beginnt sich langsam zu ängstigen, die renitenten Gestalten ringsum, die ihm zwar nichts tun, aber zum Fürchten aussehen, treiben es immer Ärger. Und Baphomet benimmt sich auch ganz seltsam. Martin sehnt sich plötzlich zu seiner Mutter zurück. Aber er kann ihre Gedanken nicht hören.
In einem unbewachten Augenblick rennt er davon.
Ein nicht einmal dreieinhalbjähriger Junge, der nur deutsch kann, findet sich auf einmal in einer fremden Großstadt. Allein auf sich gestellt. Aber dafür hört er plötzlich wieder die Gedanken seiner Mutter.

Umblenden:
Coco fällt ein Stein vom Herzen, als sie hört, daß Martin geflohen ist. Sie läßt sich die Umgebung beschreiben, in der er sich befindet und beschwört ihn, sich nicht vom Fleck zu rühren.
Dann begibt sie sich sofort mit Dorian auf die Suche. Anhand eines Reiseführers und durch Martins Beschreibung erkennt sie, daß er sich vor der Kathedrale befindet. Coco rät ihm, diese aufzusuchen (denn in einer Kirche ist er vor Dämonen einigermaßen sicher).
Bevor Dorian und Coco sich auf den Weg machen, verkündet ihnen Miß Pickford mit unheilschwangerer Stimme, daß sie sich und Martin nur ja von den Katakomben fernhalten sollen, denn sie werden bald die letzte Bastion der Dämonen sein - der letzte magische Ort auf Sizilien.
Kaum auf der Straße, werden Coco und Dorian von Vampiren bedroht. Doch diese sind keine Gefahr - sie rennen blind in ihr Verderben. Was ist mit den Dämonen los?
Was passiert überhaupt in Sizilien?
Der Dämonenkiller sucht nicht lange nach Erklärungen. Er will seinen Sohn. Endlich erreicht er mit Coco die Kathedrale. Ihr Sohn ist nirgends zu finden. Auch innerhalb der Kathedrale nicht.
Da hört Coco wieder seine Gedanken, sein Verschwinden hat eine harmlose Erklärung: Ein Polizist hat ihn auf die nächste Wachstube gebracht. Während Dorian und Coco sich noch dorthin durchfragen, hört Coco alarmierende Gedanken: Ein Mann namens Milazzo ist aufgetaucht und will Martin abholen. Er entführt ihn schließlich mit Gewalt.
Als Coco und Dorian zur Wachstube kommen, sind die beiden Beamten tot - das heißt scheintot: Ihre Hälse zieren Vampirbisse. Dorian muß sie mit dem Kommandostab pfählen, damit sie nicht als Untote weiterleben.

Achtung: Inzwischen muß es Nacht geworden sein, weil Milazzo als Vampiropfer das Tageslicht nicht verträgt.

Coco ist verzweifelt. Sie hört immer wieder die Gedanken ihres Sohnes, der ihr Hinweise auf die Umgebung gibt, doch was soll man damit in einer fremden Stadt schon anfangen? Der Autor sollte auch bedenken, daß Martins Beschreibungen - auch wenn er den Sohn des DK und Cocos ist - doch nur die eines Kindes sind, mit denen sich nicht viel anfangen läßt.
Dorian erinnert sich der Adresse, die ihm Milazzo gegeben hat. Mit einem Taxi fährt man zu Dottore Fortune Sciasia. Das ist einer der letzten standhaften Mafia-Bosse, die sich gegen die Unterwanderung durch die Dämonen erwehrt.
Aber er kann der Hexe Coco auch unter Hypnose keine Hinweise geben. Milazzo war nicht bei ihm. Aber immerhin kennt der Dottore einen Baphomet-Tempel, der in einem ehemaligen Freudenhaus untergebracht ist. Milazzo ist dort früher aus und eingegangen, er fungierte als Beschützer, um die Interessen der Ehrenwerten Gesellschaft zu wahren.
Der Dottore gibt dem DK und Coco zwei Killer mit. Sein Tipp scheint heiß zu sein: Martin weiß von vielen Frauen in einem Haus zu berichten. Sie empfangen ihn wie den Baphomet selbst, denn sie haben ihn im Tempel von Segesta an der Seite des Kinddämons gesehen.
Männer gibt es in dem Haus keine. Milazzo wird von den Witwen verjagt. Martin wird im Tempel zeremoniell zu Ruhe gelegt. Coco rät ihm, daß er sich schlafend stellen soll... und dann scheint er tatsächlich eingeschlafen zu sein, denn sie hört seine Gedanken nicht mehr.
Man erreicht das ehemalige Freudenhaus. Die Witwen sind gewillt, ihren Tempel mit allen Waffen zu verteidigen. Coco will sich mit Dorian in einen rascheren Zeitablauf versetzen, doch ihre Fähigkeit funktioniert nicht mehr richtig.
Die Mafiosi wissen einen Ausweg. Es gibt vom Nachbarhaus eine unterirdische Verbindung zum Keller des Freudenhauses. Man schleicht sich also in den Keller des Nachbarhauses. Dort trifft man einige Vampire. Unter ihnen ist auch Mimo Brancati. Ihm gelingt mit den anderen die Flucht, doch Milazzo fällt dem Dämonenkiller in die Hände. Da die beiden Mafiosi durch Vampirbisse ausgefallen sind und mit dem Kommandostab gepfählt werden müssen, verlangt Dorian von Milazzo, daß er ihm den Weg zeigt. Damit er den DK nicht beißen kann, drückt er ihm den Kommandostab quer durch den Mund.
Milazzo führt sie unbemerkt in den Tempel. Das Lager, in dem Martin gelegen hat, ist jedoch längst leer. Und Milazzo erklärt, daß Brancati und die anderen Vampire nicht unterwegs waren, um den Sohn des Dämonenkillers zu entführen, sondern daß sie sich bereits auf dem Rückweg befanden und die Entführung erfolgreich abgeschlossen hatten.
Dorian killt in seiner maßlosen Wut Milazzo, dann muß er mit Coco vor den Witwen flüchten.
Coco hört wieder die Gedanken ihres Sohnes. Ihr krampft es das Herz zusammen, als sie hört, welche schrecklichen Eindrücke er von seinen vampirischen Begleitern bekommt. Doch auf einmal beruhigt sich Martin - er ist wieder mit Baphomet zusammen.
Sein Freund leidet zwar immer noch, doch er verspricht ihm, daß sie bald in Sicherheit gebracht werden.
Coco will wissen, wo Martin ist, doch ihr Sohn schweigt.
Da taucht Mimo Brancati auf. Er beschwert sich, daß Luguri ihn fallengelassen hat. Luguri muß wissen, daß auf Sizilien das magische Chaos ausgebrochen ist, dennoch hat er Brancati und seine Vampire fallen gelassen. Die Mafia macht überall gnadenlos auf sie Jagd - und in ihrem Zustand sind die Vampire fast völlig wehrlos. Sie degenerieren immer mehr zu blutsaugenden Tieren herab.
Das ist am Beispiel Brancatis deutlich zu sehen. Ihn tatsächlich wie ein triebhaftes Tier schildern. Er kann kaum an sich halten, wenn er Menschenblut riecht. Es kostet ihn auch große Überwindung, sich nicht auf Coco oder Dorian zu stürzen.
Brancati hat Martin an einen anderen Dämon übergeben, der ein Gesandter Luguris ist. Um ein Haar wäre Brancati von seinem Nachfolger getötet worden. Nun will sich Brancati rächen. Er will Dorian zu seinem Sohn führen, wenn er ihn als Gegenleistung von Sizilien fortbringt. Das wird nicht leicht sein, denn die Mafia (die echte ehrenwerte Gesellschaft, die nicht von Dämonen kontrolliert wird, sondern vom Dottore) hat alle Häfen und Flugplätze gesperrt.
Brancati bietet sich an, Coco und Dorian zum Versteck zu führen, wo Baphomet und Martin untergebracht sind. Doch Coco merkt, daß Brancati sie zu einem falschen Ort führt. Nicht daß er dies absichtlich tut, sondern er scheint es nicht besser zu wissen.
Coco erfährt nämlich aus den Gedanken ihres Sohnes, daß er sich an einem anderen Ort befindet, an dessen Wände sich unzählige reglose menschliche Gestalten befinden, die leere Schädel haben, mumifizierte Gesichter mit verrunzelter, vertrockneter Haut.
Das müssen die Katakomben von Palermo sein, in denen sich 8000 mumifizierte Tote befinden. Dort sind Baphomet und Martin untergebracht.
Dorian erinnert sich in diesem Zusammenhang der Warnung von Miß Pickford, daß die Katakomben bald zur letzten Bastion der Mächte des Bösen werden.
Als Brancati das hört - flucht er auf Luguri - verspricht, seinen Vampire alle zusammenzutrommeln, um den Verrätern einen erbitterten Kampf zu bieten.
Aber Brancati ist nun endgültig zu einem blutrünstigen Tier degeneriert. Auf ihn kann man nicht mehr zählen. Er gehorcht nur noch seinen Trieben.
Dorian und Coco erreichen das Kapuzinerkloster, in dem sich die Katakomben befinden. Hier kann Coco plötzlich wieder ihre Fähigkeiten anwenden. Aber sie werden auch hier merklich schwächer. Im Zeitraffer kann sie sich höchstens doppelt so schnell bewegen.
Von ihrem Sohn erfährt Coco in Gedanken, daß sich die mumifizierten Gestalten an den Gruftwänden plötzlich bewegen. Nicht alle, einige regen sich, verlassen die ihnen zugewiesenen Plätze...
In den Katakomben ist die Hölle los. Die magischen Einflüsse sind nicht mehr zu kontrollieren. Magische Kräfte scheinen ohne irgendjemandes Zutun wirksam zu werden. Oder hat jemand die mumifizierten Toten zum Leben erweckt, um sie gegen die Eindringlinge zu schicken? Wer? Luguri?
Dorian und Coco werden getrennt. Sie schlagen sich jeder auf eigene Faust zu ihrem Sohn durch, der sich im Schutz des Kinddämons Baphomet in Sicherheit wähnt.
Dorian rennt die wiederbelebten Mumien, die sich ihm in den Weg stellen, über den Haufen. Und tatsächlich findet er seinen Sohn zusammen mit dem Kinddämon. Am Ende eines Ganges ist ein schwarzes Nichts - es muß sich um ein sogenanntes Tor der Dämonen handeln, durch das man ohne Hilfsmittel große Entfernungen überspringen kann. Das schwarze Nichts scheint in Auflösung begriffen.
Dorians Sohn ist schon zum Greifen nahe. Der DK streckt Martin die Hand entgegen, um ihn aus den Fängen des Kinddämons zu retten. Aber da wendet sich Martin schreiend von ihm ab, verschwindet mit Baphomet durch das Tor, das gleich darauf erlischt.
Als Coco eintrifft, sagt sie, warum sich Martin von Dorian abgewendet hat. Der Grund ist bestimmt nicht der, daß Martin sein Aussehen nicht kennt, denn obwohl Martin Dorian noch nie persönlich zu Gesicht bekommen hat, kennt er sein Aussehen aus Cocos Beschreibungen und von Fotos her. Martin fühlt sich zum Kinddämon auch nicht mehr hingezogen als zu seinen Eltern. Die Lösung ist einfacher: Als Dorian in höchster Verzweiflung nach seinem Sohn griff, hat sich sein Gesichtsstigma gebildet.
Es leuchtet noch immer auf Dorians Gesicht.
Davon wurde Martin abgeschreckt.
Dorian ist am Boden zerstört. Er gibt sich die Schuld, daß die Rettung seines Sohnes mißglückt ist. Dorian hört noch das hämische Gelächters Baphomets in seinem Geist nachhallen.
In die Katakomben ist die Ruhe zurückgekehrt. Die mumifizierten Toten sind nicht mehr belebt. Mimo Brancatis Vampire haben fast alle ein unrühmliches Ende wie ihr Herr gefunden, oder die Dämonen sind entfleucht.
Coco sagt, daß sie sich leer fühle, keine magischen Fähigkeiten mehr habe und auch nicht die Gedanken ihres Sohnes höre.
Draußen ist es heller Tag. Man entdeckt Miß Pickford und ihre Kaffeekränzchenjungfern. Miß Pickford sagt Coco, daß sie sich wieder normaler fühlen würde, wenn sie Sizilien erst verlassen habe. Denn vorerst herrsche nur im Gebiet dieser Insel ein so 'bedrohlicher' Zustand.
Nun will Dorian genau wissen, wie Miß Pickford zu ihren Prophezeiungen gekommen ist und wie sie das Phänomen voraussagen konnte, zu dem es im Tempel von Segesta gekommen ist.
Miß Pickford gesteht leicht beschämt, daß die Pickford-Astrologie eigentlich nicht auf ihrem Mist gewachsen sein. Sie habe in einem Buch in Dorians 'Horrorsammlung' geschmökert und ihr Wissen daraus bezogen. Nur sagen, daß es sich um einen uralten Schinken aus dem siebzehnten Jahrhundert handelt. Der Name des Verfassers ist ihr entfallen, sagt Miß Pickford schmollend. Es scheint aber eher, daß sie aus gekränktem Stolz noch immer nicht ganz mit der Sprache herausrücken will.
Dorian versichert ihr, daß er sie keineswegs vor der 'ganzen Welt' bloßzustellen gedenke.
Er kann es immer noch nicht fassen, daß ihm sein Sohn zum Greifen nahe war und er ihn doch nicht den Mächten der Finsternis entreißen konnte.
Nun muß man wieder von vorne beginnen.

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