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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 48. Teil - Panik

Dämonenkiller zum 40.

 Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Panik

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149) in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.


Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 47 Panik gekürzt wurde:

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 13, 1. Spalte, 5. Absatz

Cohen verstummte sofort. Dorian spielte auf das Verhältnis an, das sich zwischen seiner Frau Lilian und Marvin Cohen entwickelt hatte. Bei der zarten Lilian wurde der sonst so kaltschnäuzige und brutale Cohen zum rücksichtsvollen Kavalier. Er hatte Lilian sogar schon Rosen ge­schenkt und er fluchte in ihrer Gegenwart ganz selten.

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 13, 2. Spalte, 2. Absatz

Cohen verstummte sofort. Dorian spielte auf das Verhältnis an, das sich zwischen seiner Frau Lilian und Marvin Cohen entwickelt hatte. Bei der zarten Lilian wurde der sonst so kaltschnäuzige und brutale Cohen zum rücksichtsvollen Kavalier.

* * *

Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 15, 1. Spalte, 6. - 8. Absatz

Er gab den genauen Text der Funkmeldung durch. Es erfolgten zwei Rückfragen, dann meldeten die Admiralitäten kurz hintereinander, daß zwei schwere Kreuzer, ein Schlachtschiff sowie das Atom-U-Boot Endeavor Kurs auf das Witjas-­Tief nehmen würden.
Die schweren Kreuzer und das Schlachtschiff Samurai entsendeten die Japaner, die Endeavor gehörte zur 7. US-Flotte, die im Pazifik stationiert war.
Gleichzeitig mit diesen Schiffen nahmen das sowjetische Atom-U-Boot Roter Oktober und ein chinesi­sches Frachtmotorschiff Kurs auf das Witjas-Tief. Auch die Briten, de­nen die nahen Salomon-Inseln gehörten, waren mit von der Partie und entsendeten ein Torpedo-Schnell­boot, dessen Kommandant ganz offi­ziell seine Hilfe anbot.

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 15, 2. Spalte, 7. + 8. Absatz

Er gab den genauen Text der Funkmeldung durch. Es erfolgten zwei Rückfragen, dann meldeten die Admiralitäten kurz hintereinander, daß zwei schwere Kreuzer, ein Schlachtschiff sowie das Atom-U-Boot Endeavor Kurs auf das Witjas-­Tief nehmen würden.
Gleichzeitig mit diesen Schiffen nahmen das sowjetische Atom-U-Boot Roter Oktober und ein chinesi­sches Frachtmotorschiff Kurs auf das Witjas-Tief. Auch die Briten, de­nen die nahen Salomon-Inseln gehörten, waren mit von der Partie und entsendeten ein Torpedo-Schnell­boot, dessen Kommandant ganz offi­ziell seine Hilfe anbot.

* * *

Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 16, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 17, 1. Spalte, 3. Absatz

„Sie wissen doch, was mit dem Tauchboot Chalienger passiert ist“, sagte der britische Torpedo-Schnell­boot-Kommandant. „Soll nun auch noch das Leben von Freiwilligen aufs Spiel gesetzt werden?“
„Die gesamten Besatzungen unse­rer drei Schiffe stehen als Freiwillige zur Verfügung“, meldete der Kom­mandant des japanischen Schlacht­schiffes Samurai sofort.
Commander Francis Irving hatte einen anderen Vorschlag zu machen.
„Den Heldenmut der japanischen Marineleute in Ehren“, bemerkte er trocken, „aber ich weiß eine weit bes­sere Lösung. An Bord der Endeavor befindet sich ein Zwei-Mann-U­-Boot vorn Typ Deep Star, das ein Tor­pedo und panzerbrechende Unter­wasserraketen abschießen kann. Damit sollten wir dem Ding zuleibe rücken. Der Deep Star ist kein wehr­loses Forschungsfahrzeug. Und Freiwillige finde ich an Bord auch genügend.“

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 17, 2. Spalte, 2. – 4. Absatz

„Sie wissen doch, was mit dem Tauchboot Chalienger passiert ist“, sagte der britische Torpedo-Schnell­boot-Kommandant. „Soll nun auch noch das Leben von Freiwilligen aufs Spiel gesetzt werden?“
Commander Francis Irving hatte einen anderen Vorschlag zu machen.
„An Bord der Endeavor befindet sich ein Zwei-Mann-U­-Boot vorn Typ Deep Star, das ein Tor­pedo und panzerbrechende Unter­wasserraketen abschießen kann. Damit sollten wir dem Ding zuleibe rücken. Der Deep Star ist kein wehr­loses Forschungsfahrzeug. Und Freiwillige finde ich an Bord auch genügend.“

* * *

Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 19, 1. Spalte, 9. Absatz – Seite 19, 2. Spalte, 1. Absatz

„Ich weiß nicht, was du dir hier er­wartest, Dorian“, sagte Jeff Parker. „Meiner Meinung nach wäre es viel besser, mit den okkultistischen Freimaurern, die den Kampf gegen die Schwarze Familie unterstützen wollen, Kontakt aufzunehmen. Ich habe übrigens vor einigen Monaten mit dem Großmeister der Okkultisti­schen Freimaurer in Frankfurt am Main gesprochen. Er wollte dich kennenlernen. Er behauptete, wich­tige Dinge zu wissen.“

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 20, 1. Spalte, 1. Absatz

„Ich weiß nicht, was du dir hier er­wartest, Dorian“, sagte Jeff Parker. „Meiner Meinung nach wäre es viel besser, mit den okkultistischen Freimaurern, die den Kampf gegen die Schwarze Familie unterstützen wollen, Kontakt aufzunehmen. Ich habe übrigens vor einigen Monaten mit dem Großmeister der Okkultisti­schen Freimaurer gesprochen. Er wollte dich kennenlernen. Er behauptete, wich­tige Dinge zu wissen.“

* * *

Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 24, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 25, 1. Spalte, 1. Absatz

Er ließ die Gemme, eine flache ova­le Bronzescheibe mit einer Schlange, die sich selber in den Schwanz biß, und einigen Zeichen in einer uralten, nicht mehr bekannten Schrift dar­auf, vor Arauis Gesicht pendeln. Die gnostischen Gemmen hatten in der alexandrinischen und ägyptischen Magie und Mythologie ihren Ur­sprung und sich im Kampf gegen die Dämonen gut bewährt, was aber nicht ausschloß, daß diese eines Tages ein Mittel dagegen finden konnten.

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 25, 2. Spalte, 4. Absatz

Er ließ die Gemme, eine flache ova­le Bronzescheibe mit einer Schlange, die sich selber in den Schwanz biß, und einigen Zeichen in einer uralten, nicht mehr bekannten Schrift dar­auf, vor Arauis Gesicht pendeln. Die gnostischen Gemmen hatten in der Magie und Mythologie ihren Ur­sprung und sich im Kampf gegen die Dämonen gut bewährt, was aber nicht ausschloß, daß diese eines Tages ein Mittel dagegen finden konnten.

* * *

Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 26, 2. Spalte, 1. Absatz

Commander Francis Irving gab den Befehl. Der Torpedo raste aus dem Bugrohr und zischte unter Was­ser auf das Ungeheuer zu. Das japa­nische Schlachtschiff und die drei Kreuzer hatten die Wasserbomben bereits ausgeklinkt. Gleich mußte der ganze Teppich explodieren.

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 27, 1. Spalte, 4. Absatz

Commander Francis Irving gab den Befehl. Der Torpedo raste aus dem Bugrohr und zischte unter Was­ser auf das Ungeheuer zu. Die drei Kreuzer hatten die Wasserbomben bereits ausgeklinkt. Gleich mußte der ganze Teppich explodieren.

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Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 27, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 28, 1. Spalte, 2. Absatz

Professor Jefferson nahm direkt von der Brücke über Sprechfunk Verbindung mit Commander Irving auf. Der Commander wollte nichts davon wissen, dem sich rasch ent­fernenden Ding zu folgen. Das unbekannte Unterwasserobjekt machte in der Stunde achtzehn Knoten.
Der Kommandant des japanischen Schlachtschiffes Samurai hielt auch nichts davon, einem Hirngespinst nachzujagen. Commander Irving und der Schlachtschiffkommandant hatten den Oberfehl über die Kommandanten der kleineren Schiffs­einheiten. Tschikamatsu Nakayama, der japanische Schlachtschiffkom­mandant, wollte noch sechs Stunden abwarten und dann Fahrt und Kurs auf ein anderes Ziel nehmen, da das Schlachtschiff seiner Meinung nach beim Witjas-Tief nicht mehr gebraucht wurde.
Professor Jefferson sah, daß er keine Unterstützung zu erwarten hatte. Nach einer kurzen Beratung mit dem Kapitän des Forschungs­schiffes faßte er seinen Entschluß.

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 28, 2. Spalte, 4. + 5. Absatz

Professor Jefferson nahm direkt von der Brücke über Sprechfunk Verbindung mit Commander Irving auf. Der Commander wollte nichts davon wissen, dem sich rasch ent­fernenden Ding zu folgen. Das unbekannte Unterwasserobjekt machte in der Stunde achtzehn Knoten.
Professor Jefferson sah, daß er keine Unterstützung zu erwarten hatte. Nach einer kurzen Beratung mit dem Kapitän des Forschungs­schiffes faßte er seinen Entschluß.

* * *

Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 34, 2. Spalte, 2. Absatz

Dukduk-Anhänger brachten nun Opfergaben - Früchte und Schweine und Hühner mit zusammengebunde­nen Beinen sowie ein gefesseltes jun­ges Mädchen, das keinen Faden am Leib trug und an allen Gliedern zit­terte. Sie legten die Gaben vor den beiden Tubuanen nieder. Die Musik­instrumente waren jetzt fast ver­stummt, bildeten nur noch die Untermalung.

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 35, 2. Spalte, 2. Absatz

Dukduk-Anhänger brachten nun Opfergaben - Früchte und Schweine und Hühner mit zusammengebunde­nen Beinen. Sie legten die Gaben vor den beiden Tubuanen nieder. Die Musik­instrumente waren jetzt fast ver­stummt, bildeten nur noch die Untermalung.

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Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 37, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 37, 2. Spalte, 1. Absatz

Der Funkkontakt wurde beendet. Stunde um Stunde folgte das Forschungsschiff dem Tiefseemonster. Um fünfzehn Uhr meldete sich die japanische Admiralität von Yokoha­ma aus, wobei das Schlachtschiff Samurai als Funkrelaisstation diente. Die Japaner wollten von nun an alles den Amerikanern überlassen, die im Pazifik genügend Stützpunkte und eine ganze Flotte hatten. Die Japaner beschränkten sich auf die Beobachterrolle.

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 37, 2. Spalte, 1. Absatz

Der Funkkontakt wurde beendet. Stunde um Stunde folgte das Forschungsschiff dem Tiefseemonster. Um fünfzehn Uhr meldete sich die japanische Admiralität von Yokoha­ma aus. Die Japaner wollten von nun an alles den Amerikanern überlassen, die im Pazifik genügend Stützpunkte und eine ganze Flotte hatten. Die Japaner beschränkten sich auf die Beobachterrolle.

* * *

Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 51, 2. Spalte, 8. + 9. Absatz

„Ja“, antwortete eine Frauenstim­me. „Wer ist da?“
Sie sprach österreichische Mund­art. Coco Zamis war in ihren ersten zehn Lebensjahren in Wien aufge­wachsen.

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 52, 1. Spalte, 6. Absatz

„Ja“, antwortete eine Frauenstim­me. „Wer ist da?“ Sie sprach österreichische Mund­art.

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Panik
Dämonenkiller Nr. 47
Seite 53, 2. Spalte, 5. Absatz

Das Eisen löste sich aus der Zange, beschrieb eine Pirouette in der Luft und bohrte sich tief in den Brustkorb des Dukduk. Gräßlich schreiend stürzte dieser zu Boden und zuckte qualvoll mit den Beinen, bis der Tod ihn endlich erlöste. Es stank nach verkohltem Fleisch.

Panik
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47
Seite 54, 1. Spalte, 3. Absatz

Das Eisen löste sich aus der Zange, beschrieb eine Pirouette in der Luft und bohrte sich tief in den Brustkorb des Dukduk. Schreiend stürzte dieser zu Boden und zuckte mit den Beinen, bis der Tod ihn endlich erlöste.

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Das waren die Kürzungen in der DK-Neuauflage Nr. 47. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen in der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 48 "Blut für Lukretia" von Kurt Luif alias Neal Davenport dran.

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-04-02 14:04
Da hat sich aber jemand Mühe gemacht. :-) Schlachtschiffe in diesem Sinn gab es auch schon in den 70ern nicht mehr, erst recht nicht in Japan. Obwohl, wenn man danach geht, könnte man viele Faktenfehler bereinigen.
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#2 Schnabel 2016-04-02 14:28
Fast zwei Jahre später gab es mit DK 146 "Das Monster aus dem Nichts" wieder ein Riesenmonster und wieder durfte Walter Appel alias Earl Warren den Roman schreiben. Wenn man beide Texte vergleich war die Zweitmonsterausgabe ein zahlloses Ungeheuer. Nicht einmal Menschen schmecken ihm. Hier der Links zum Exposé:
www.zauberspiegel-online.de/index.php/phantastisches/gedrucktes-mainmenu-147/23474-eine-legende-wird-vierzig-jahre-alt-die-daemonenkiller-chronik-122
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#3 Estrangain 2016-04-02 18:56
Nr. 146. Da sag´ich nur "Kriääh"...
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#4 Andreas Decker 2016-04-02 19:06
zitiere Estrangain:
Nr. 146. Da sag´ich nur "Kriääh"...



Jau, der war öde.
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#5 Schnabel 2016-04-02 21:17
Im DK-Exposé stand folgendes:
"Ihrer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt - nur darf nicht besonders viel Blut fließen."
Da lagen die ersten beide DK-Romanen-Indizierungsanträge schon vor und der Roman war dementsprechend.
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