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Eine »unheimliche« Mischung - Dämonenkiller – Die Taschenbücher: Der Schlangenthron

Eine »unheimliche« Mischung: Dämonenkiller – Die TaschenbücherDer Schlangenthron

Der kommerzielle Erfolg der Marke "Dämonenkiller" muss in der Tat beträchtlich gewesen sein. Nicht nur wurde die Serie bereits nach 17 Heften aus dem Vampir-Horror-Roman ausgekoppelt, um sich fortan allein auf dem Markt zu behaupten.

Innerhalb kürzester Zeit wurde die Serie auch auf wöchentliche Erscheinungsweise umgestellt. Zeitgleich brachte man im März 1975 eine Taschenbuchreihe auf den Markt.


Der SchlangenthronDer Schlangenthron
von W. Howard Baker
Dämonenkiller Taschenbuch Nr. 37
Übersetzt von Elisabeth Simon
Dezember 1977

Der Roman:
Bei einer Voodoo-Zeremonie auf Haiti wird eine Frau gefoltert und zerstückelt. In England zieht Scotland Yard den Versicherungsdetektiv Richard Quintain zu Rate. Eine neue Droge namens Goba ist aufgetaucht, die sofort süchtig und den Benutzer willenlos und steuerbar macht. Der Yard hat seine Agentin Marie Sainte darauf angesetzt. Jetzt hat man Fotos ihrer Überreste geschickt.

Quintain fliegt ohne Rückendeckung nach Haiti, wo der Terror des Diktators Papa Doc herrscht. Und der Terror der finsteren Götter des Voodoo. Quintain hat das Übernatürliche bereits bekämpft. Er nimmt seine hübsche blonde Sekretärin Julie Wellsley mit. Julie ist etwas Besonderes. Sie ist noch Jungfrau und verfügt darum über gewaltige unterbewusste magische Kräfte. Quintain kann sie sich zunutze machen, wenn er sie hypnotisiert. Julie selbst hat keine Ahnung davon, dass er sie auf diese Weise instrumentalisieren kann. Denn das würde die Wirkung zunichte machen.

Auf Haiti gibt es sofort einen magischen Angriff; Quintain kann gerade noch verhindern, dass die beeinflusste Julie nackt vom Balkon springt. Seine Ermittlungen führen ihn zu Marie Saintes Vermietern, aber die liegen tot unter dem Bett. Das bringt den Briten ins Visier des Polizisten Roget.

Quintain lernt den Verlobten von Marie Sainte kennen, den Haitianer Salterre, der sie verzweifelt sucht und noch nichts von ihrem Tod weiß. Marie arbeitete undercover als Sängerin in einem Nachtklub. In seiner Tarnung als Theateragent lernt Quintain die hübsche Sängerin L'Hirondelle kennen. Auf dem Friedhof neben dem Nachtklub begegnen Quintain und Julie einem Zombie.

Zusammen mit Julie und Salterre fährt Quintain ins Landesinnere. Dort begegnen sie dem katholischen Priester Etienne, der Baron Samedi anbetet und sie angreift. Quintain hypnotisiert Julie, die plötzlich telekinetische Kräfte entwickelt und sie aus der Falle rausholt. Auf der Flucht stolpern sie über von Zombies bewirtschaftete Rauschgiftfelder.

Quintain will dem Nachtklub allein einen Besuch abstatten, gerät aber in eine Razzia der Ton-Ton Macoute, Papa Docs Gestapo. Hilflos muss er miterleben, wie seine Mitgefangenen gefoltert und vergewaltigt werden. Nur das Auftauchen Rogets rettet ihn.

Quintain wagt sich erneut in den Nachtklub. Dort stößt er auf den ermordeten Salterre, der nun ein Zombie ist. Hier befindet sich die Rauschgiftfabrik, in der nur Zombies arbeiten. Man nimmt Quintain gefangen. Mittlerweile hat er das Rauschgift eingeatmet. Man bringt ihn zu Gorga, dem Anführer der Verschwörung.

Gorga entpuppt sich als Missgeburt ohne Arme und Beine mit dem IQ eines Genies, der sich an der Welt rächen will. Einen besonderen Hass hat er auf England, weil er dort trotz seines Geldes von einer Prostituierten zurückgewiesen wurde. Er will Englands Trinkwasser mit dem Goba verseuchen. Der sadistische Schurke bietet Quintain einen Schluck Blut an, den dieser natürlich ablehnt, nur um dann erfahren zu müssen, dass in dem Pokal auch ein Gegenmittel gegen das Goba war.

Hilflos muss Quintain zusehen, wie man Julie reinschleppt. Sie soll als Gorgas Braut dienen. Quintain kann sie aber hypnotisieren. Es kommt zu einem magischen Duell. Der Schlangenthron, auf dem Gorga sitzt, wird lebendig und verschlingt den Bösen. Die noch hypnotisierte Julie verwandelt das Blut mit dem Gegenmittel in Milch und gibt es ihrem Boss. Quintain brennt den Nachtklub nieder und vernichtet Rauschgift und Zombies.

Bewertung:
Auch wenn dieses Dämonenkiller-Taschenbuch keinerlei Aufmerksamkeit erregt hat, stecken doch ein paar Geschichten hinter seiner Entstehung, sowohl was das Original betrifft wie auch die deutsche Ausgabe. In England ist der tatsächliche Verfasser zumindest umstritten, in Deutschland gab es gleich zwei Übersetzungen bei zwei sehr unterschiedlichen Verlagen.

Man muss etwas weiter ausholen. W. Howard Baker (1925-1991) war der letzte Herausgeber der Sexton Blake Library. Sexton Blake war ursprünglich ein Sherlock Holmes nachempfundener Detektiv, der 1893 das erste Mal erschien. In England immens populär, erschienen im Laufe der Jahre über 4000 Sexton Blake-Geschichten. Viele Jahre gab es jede Woche einen neuen kurzen Roman, nach dem Zweiten Weltkrieg Taschenbücher. Zuletzt war Howard Baker von 1955 bis 1968 für die Serie verantwortlich. Der Betreiber einer Literaturagentur vergab Aufträge an Autoren und schrieb selbst viele Bände. Darum wählte er neben Baker als Verfassernamen die Pseudonyme W.A.Ballinger und Peter Saxon, die beide später auch von anderen Autoren benutzt wurden.

Ein Mann - ein MordSeine Zeitgenossen beschrieben Baker als charmantes "Schlitzohr"; Michael Moorcock, der bei der Sexton Blake Library erste Erfahrungen sammelte, meinte angeblich mal, er hätte einen "glaubwürdigen Schurken" abgegeben. Es heißt, er hätte seine Autoren gern und kontinuierlich ausgenutzt. Für angeblich dringend erforderliche und aufwändige Nachbearbeitungen strich er einen Teil des Honorars ein, ohne natürlich auch nur ein Komma zu ändern oder bestenfalls zwei; Rechte wurden stillschweigend ins Ausland verkauft und das Honorar erhielt die Agentur. Also Baker.

Andererseits vergab er als Agenturbetreiber klassische Work-for-Hire-Verträge, wodurch ihm sämtliche Rechte gehörten. Die Serie Sexton Blake zahlte wesentlich besser als vergleichbare Unternehmen. Autor Antony Parsons, der schon vor dem Zweiten Weltkrieg Blake-Romane schrieb, erzählte, dass man in diesen Jahren für einen beliebigen Hardcover-Roman 50 Pfund und irgendwann später mit viel Glück Tantiemen bekam. Bei Blake bekam er 200 Pfund mit der Aussicht auf ein Nachdruckhonorar. Dafür konnte man schon mal über Unregelmäßigkeiten hinwegsehen, vor allem in einer Zeit, in der viele über Nacht entstehende und wieder eingehende Verlage gelegentlich auch gar nicht zahlten. Und Baker kümmerte sich um seine Autoren und versorgte sie kontinuierlich mit Arbeit.

Baker war umtriebig. Bevor Horror in England so richtig in Mode kam, war er zur Stelle. Bereits 1965 ließ er seine Autoren Horrorromane schreiben, die zunächst meistens in Amerika bei diversen Verlagen wie Lancer erschienen. Dazu benutzte er das Blake-Pseudonym Peter Saxon. Neben diversen Einzelromanen, von denen einige sogar verfilmt wurden1, konzipierte er zusammen mit seinem Agenturpartner George Mann die Serie "The Guardians". Hier bekämpft ein Team aus einem mysteriösen, okkult begabten Gründer, einer mutmaßlich reinkarnierten Hexe, einem Priester und dem Mann fürs Grobe in London übernatürliche Erscheinungen. Ein später zahllose Male kopiertes Konzept. Dank der Arbeitsweise ist heute oft unklar, wer was geschrieben hat, da Baker die Handlung vorgab und die Manuskripte teilweise stark bearbeitete, um sie kompatibler zu machen und Verlagen als fertiges Gesamtpaket anbieten zu können. Hinter Saxon stecken sechs verschiedene Autoren, Baker eingeschlossen.2

Nach dem Ende von Sexton Blake nahm Baker diverse Blake-Romane und schrieb sie kurzerhand um. Aus Sexton Blake wurde Richard Quintain, der in 16 Romanen auftrat. Auf Kontinuität legte Baker dabei keinen allzu großen Wert. Darum ist sein Held mal Detektiv oder Spion. In einigen Fällen wie in den Romanen "Strike North" oder "The Rape of Berlin" spielt die Handlung auch im Zweiten Weltkrieg.

Zumindest einer dieser umgearbeiteten Blakes war von dem Autor Winfred McNeilly (1921-1983) geschrieben worden, der auch "Guardians" verfasste und später die Horrorserie "The Specialist" in Alleinregie schrieb. McNeilly hat Baker Jahre später wegen nicht abgerechneter Auslandsverkäufe verklagt und behauptet, dass viele Baker-Romane allein aus seiner Schreibmaschine stammten. Was von Sachverständigen wie John Clute, dem Mitherausgeber der "Encyclopedia of Science Fiction", bestritten wird.

Kommen wir zu "Drums of the Dark Gods". Wer hat den Roman von 1965 tatsächlich geschrieben? Baker oder McNeilly? Beide? Der Roman weist in der Tat große Ähnlichkeiten mit anderen Horrorromanen von McNeilly auf. Einige der frühen Saxons, die er in welcher Form auch immer zusammen mit Baker verfasste, haben Themen, die er später in den 70ern noch einmal verarbeitete.

So ist "The Darkest Night" von 19663 in vielen Eckpunkten mit dem ersten Roman von McNeillys eigener Serie "The Specialist" identisch, dem "Tigerman of Terraphur"4.

Die Darstellung der Voodoo-Thematik in "Dark Ways to Death"5 (1968) ähnelt stark McNeillys Roman "Zombie"6 (1975). Und das Konzept mit der Jungfrau als Waffe gegen die Mächte des Bösen, eines der Fundamente seiner Specialist-Serie, entspricht dem in "Drums of the Dark Gods". Insofern könnten viele Szenen durchaus aus seiner Schreibmaschine stammen und nicht aus Bakers, vielleicht unveröffentlichtes Material, das Baker benutzte. Schlüssig beweisen lässt sich das alles nicht. Trotzdem wird in Clutes SF-Encyklopädie der Roman McNeilly zugeschrieben.

Wichtig ist das heute nach so vielen Jahren alles nicht mehr, aber es wirft ein interessantes Licht auf die Produktionsweise der britischen Taschenbuchindustrie dieser Jahre.

Bezeichnenderweise klären die deutschen Ausgaben die Frage der Autorenschaft auch nicht. Obwohl es gleich zwei davon gibt. In zwei unterschiedlichen Übersetzungen.

W.A.Ballinger schrieb "Trommeln der Finsternis", "Horror Expert 5" bei Luther 1971, und W. Howard Baker schrieb "Der Schlangenthron" bei Pabel 1977. Vermutlich hat sich das Schlitzohr Baker diebisch gefreut, den Roman bei den ahnungslosen Deutschen gleich zweimal unterbringen zu können. Pabel hätte bestimmt nicht zugegriffen, wäre klar gewesen, dass der Band bereits schon Jahre zuvor auf Deutsch erschienen war. Obwohl sie mehrere Saxons im Programm hatten und wissen mussten, dass andere bei Luther erschienen waren, ist keiner darauf gekommen, dass Ballinger auch Baker ist.

Die Übersetzungen sind fast schon exemplarisch für die Verlagsphilosophie der doch recht unterschiedlichen Häuser Luther und Pabel. Und die Veröffentlichungszeit. Luther folgt dem ungemein reißerischen und blutrünstigen Original, wo Pabel die Szenen schwer entschärft. Luthers erstes Kapitel mit der Voodoo-Orgie aus Vergewaltigung und Menschenopfer hat 10 Seiten, Pabel kommt auf 7. Ein kleiner Ausschnitt illustriert, wie das gehandhabt wurde.

Trommeln der FinsternisLuther:

Der Körper lag blaß im Mondlicht da und regte sich nicht, als ein Skelettfinger des Todes den ersten Jüngling heranwinkte.
Der große Mann reichte dem Skelett ein Messer. Sein Heft hatte die Form eines menschlichen Ohrs.
Die Trommeln dröhnten wild, als der Jüngling zögernd das Messer an sich nahm. Man hatte den Eindruck, daß er möglichweise aus seiner Trance erwachen würde.
Aber die dunklen, hohlen Augen hielten ihn fest. Dann bückte er sich und schnitt dem Mädchen mit einer einzigen Messerbewegung das rechte Ohr ab.
 Er hielt das Ohr in die Höhe, und das Skelett nahm es ihm ab, um es ebenfalls in die Höhe zu halten. Mit dem Blut malte das Skelett dem Jüngling ein Kreuz auf die Brust. Dann warf es das Ohr in den Eisentopf. Und wieder streckte sich ein Knochenfinger aus.
Ein weiterer junger Mann tanzte in den Kreis.
Und das Heft seines Messers hatte das Emblem einer Brust.
Der blutende Körper auf dem Boden zerrte jetzt mit der Kraft der Verzweiflung und des Terrors laut schreiend an den Fesseln, ohne sich befreien zu können.
Ein Jüngling nach dem anderen trat vor, nahm das Messer in Empfang und schnitt.
Und das Mädchen lebte noch, obwohl es mittlerweile unmenschlich verstümmelt war.

Pabel:

Der Hüne reichte ihm [dem Skelett] eine Klinge. Ihr Griff hatte die Form eines Ohrs.
Die Trommeln wirbelten auf.
Der Mann betrachtete die Klinge, und für einen Moment schien es, als würde er aus der Trance ausbrechen.
Aber das Skelett hielt seinen Blick gefangen, und der Mann reagierte schließlich.
Der nächste Mann trat in den Kreis.
Der Griff der Klinge, die ihm gereicht wurde, stellte eine Brust dar.
Und so trug jeder der dreizehn Männer seinen Teil dazu bei, den Körper des Mädchens zu verstümmeln.

Was für einen Unterschied 6 Jahre machen. Wobei man allerdings feststellen muss, dass bei Luthers Taschenbuchprogrammen die Schwelle für Sex und Gewalt mitunter außerordentlich niedrig hing. Ob es nun die Fotocover aus Exploitationfilmen sind oder auch so manche Krimis in der Terror-Krimi-Reihe. Das grenzte sich deutlich vom Rest der deutschen Taschenbuchproduktion ab, die auch auf dem Buchhandelssektor vor allem im Krimi- und dem aufkommenden Erotikbereich schon mit dem Jugendschutz zu kämpfen hatte, bevor im Heftroman die ersten Horrorhefte überhaupt erschienen.

Obwohl man da auch differenzieren muss. Krimis wie die von Spillane landeten bereits 1953 auf dem Index und wurden später nur in bereinigter Form veröffentlicht. Bei der Erotik ging es erst Anfang der 80er nach der sogenannten "geistig-moralischen Wende" richtig los, nachdem der Heftbereich im Sinne der FSK funktionierte. Man betrachte nur die Reihe Heyne Exquisit, die sich ab 1967 auf Erotik spezialisierte. Von den 469 Titeln wurden insgesamt 75 indiziert. Das aber erst Jahre später, bei einigen Titeln nach 12 Jahren und ebenso vielen Auflagen.

Aber zurück zu Bakers Voodoo-Mär. Zweifelsohne ist das ein typisch britisches Produkt seiner Zeit. Die Gewaltdarstellungen sind deutlich, der Held ist ein echter Kerl, das Thema Vergewaltigung trotz der blumigen Umschreibungen allgegenwärtig. Und die Tatsache, dass der Held wenn auch manchmal schweren Herzens seine jungfräuliche und sich zugleich freizügig gebende Gehilfin ohne ihr Wissen – oder ihr Einverständnis - praktisch als hypnotisierte Handpuppe benutzt, ist aus heutiger Sicht ebenfalls grenzwertig. 1966 waren solche Ideen für die Leserschaft aber völlig normal.

Die pulpige Handlung ist rasant und recht spannend erzählt, die Atmosphäre ist bei aller Exploitation gelungen. Selbst in der schwer entschärften Dämonenkiller-Übersetzung ist die Szene im Folterkeller der Ton-Ton Macoute durchaus realistisch und letztlich grauenerregender als alle Zombies zusammen. Oder gar der am Schluss aus dem Hut gezauberte Bösewicht, der in Verbindung mit dem überhasteten Ende eher albern als bedrohlich erscheint.

Die Dämonenkiller-Übersetzung ist stilistisch besser als die oftmals sehr holprige und leider unbenannt gebliebene Luther-Übersetzung. Aber wenn man wissen will, wie der Roman tatsächlich ist, sollte man die Luther-Ausgabe nehmen. Bedenkt man das zeitliche Umfeld, wundert es ein bisschen, dass die Pabel-Redaktion den Roman überhaupt ins Programm genommen hat. Verglichen mit den handzahmen Beiträgen davor und vor allem danach ist "Der Schlangenthron" selbst in seiner entschärften Form relativ heftige Kost.


Life on Mars
So grell die Handlung auch sein mag, ist die Darstellung des Terrorstaates Haiti anno 1966 im Grunde genommen realistisch. Das Duvalier-Regime setzte die Religion des Voodoo gezielt für seine Zwecke ein. Willkürliche Morde und Vergewaltigung als Waffe der berüchtigten Tonton Macoute sind traurige Tatsachen.

Drums of the Dark GodsQuintain ist ein Macho-Held, wie er im Buch steht. Seine "Waffe" Julie lässt ihn völlig kalt, auch wenn sie nackt an ihm vorbeitänzelt, aber als sich ihm die Sängerin L'Hirondelle an den Hals wirft, damit sie auch ihren Tourneevertrag und damit das Ticket nach England bekommt, greift er sofort zu. Was für ein Kerl!

Das Titelbild
Das Titelbild des türkischen Illustrators Ertugrul Edirne, der unter anderem für Bastei und seine Westerncomics arbeitete, ist ziemlich unspektakulär. Allerdings muss man feststellen, dass das Cover der englischen Ausgabe auch nicht besser ist. Das typische Gothic-Cover passt überhaupt nicht.

Das Original
Drums of the Dark Gods
von W.A. Ballinger
159 Seiten
Mayflower, 1966

Einen besonderen Dank an Andy Boot für die Informationen!

1 "Corruption" ( Die Bestie mit dem Skalpell)" von 1968 mit Peter Cushing; Buchvorlage von Wilfred McNeilly unter dem Titel "Corruption".
"Scream and Scream again" (Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse) von 1970 mit Christopher Lee, Peter Cushing und Vincent Price; Buchvorlage " von Stephen Frances unter dem Titel "The Disorientated Man".
2 W. Howard Baker; Martin Thomas; Wilfred McNeilly; Stephen Frances; Rex Dolphin; Ross Richards
3  Peter Saxon: Die schwärzeste Nacht, Luther Horror Expert
4  Errol Lecale: Der Tigermann, Vampir Tb. 1
5  Peter Saxon: Wenn der Menschenjäger kommt, Vampir Tb.31
6  Errol Lecale: Die toten Augen, Vampir Tb. 36

Copyright © by Andreas Decker

Kommentare  

#1 Estrangain 2016-07-18 15:46
Sehr interessante Hintergrundinformationen. Danke!
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#2 Toni 2016-07-18 18:52
Ja, wieder mal ein interessanter und sehr informativer Artikel.
Ich dachte immer, dass sich Pabel mehr zugetraut hat, aber die Unterschiede zu Luther (dein Beispiel) waren doch recht krass. Wieviel Seiten hatten denn die Luther TB`s?
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#3 Andreas Decker 2016-07-19 10:17
zitiere Toni:
Ja, wieder mal ein interessanter und sehr informativer Artikel.
Ich dachte immer, dass sich Pabel mehr zugetraut hat, aber die Unterschiede zu Luther (dein Beispiel) waren doch recht krass. Wieviel Seiten hatten denn die Luther TB`s?


Ein Danke in die Runde!

Horror Expert-TBs hatten über ihre Laufzeit von 1971 bis 1973 189 Seiten und kosteten 3,80 DM, während das Vampir-Tb 1973 mit 160 Seiten für 2,80 DM anfing, dann aber nach ein paar Monaten auf 143 Seiten reduzierte. Bei der Seitenzahl brauchte die Luther-Redaktion nicht automatisch auf Länge kürzen.

Luther war für die Zeit für ein Kioskprodukt ziemlich teuer , wenn man bedenkt, dass ein Ullstein-Krimi oder viele Heyne-SF in der Buchhandlung auch 3,80 kosteten. Und es das Heft für 1 DM gab.
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#4 Thomas Mühlbauer 2019-12-03 18:31
Amüsant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass Julie Wellsley (Quintains Sekretärin) ein weiteres Pseudonym Bakers war, unter dem er diverse Gothics geschrieben hat.
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