DER MAGIER, des Hexers Sohn
DER MAGIER,
des Hexers Sohn
Eine Besprechung der Nachfolgereihe von Der-Hexer
des Hexers Sohn
Eine Besprechung der Nachfolgereihe von Der-Hexer
Soweit das spannende Finale der Hexerserie in Kurzform. Ein konsequenter Abschluss der wahrscheinlich gelungensten phantastischen Serie, die je auf dem Markt erschien.
Doch wie schreibt der Chronist auf der letzten Seite des 49. (57.) Bandes Hochzeit mit dem Tod:
Ja, aber warum haben die GROSSEN ALTEN die Welt damals nicht vernichtet? Eine eindeutige Aussage fehlt hierzu im legendären Abschlussband der insgesamt 57-bändigen Hexerserie.
Die Antwort darauf ist offensichtlich? Der Hexer ist das siebente Siegel - und kurz vor seinem Tod hat er das magische Erbe (oder eigentlich: den magischen Fluch) auf seinen Sohn übertragen, hat sich selbst somit dem zusammenschmelzenden Siegel entzogen.
Möchte man meinen.
Aber etwas ist geschehen, damals.
Diese seine letzte Tat war es jedoch nicht, betrachtet man sich die vorhergehenden Bände der Serie und die Handlungskontinuität genauer.
Im 1. Band, noch im Gespenster-Krimi als Auftakt einer Subserie erschienen, nimmt sich der Hexer Roderick Andara seines Sohnes Robert Craven an. Er glaubt, den von den Hexen von Salem ausgesprochenen Fluch, der auf ihm lastet, hinter sich gelassen zu haben.
Er täuscht sich, und dieser Irrtum kostet ihm das Leben. Der Fluch jedoch geht auf Craven über.
Oder war Craven nicht bereits die ganze Zeit von diesem Fluch erfasst? Warum sonst hätte Roderick Andara ihn so sorgfältig vor den ihn jagenden Mächten versteckt, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre?
Und: Warum hat Robert Craven keine weiße Strähne bekommen, als Andara starb? Erst einige Bände später sollte dies der Fall sein - als Folgeerscheinung aus dem Kampf gegen eine dieser unseligen Kreaturen.
Von Fluch oder magischem Erbe in diesem speziellen Fall nicht der Hauch einer Spur!
So schön dies auf dem ersten Blick also auch erscheinen mag: Robert Craven hat damals zugegeben irgendetwas immanent wichtiges gemacht, kurz bevor er starb. Das Siegel jedoch hat er nicht zerstört.
Aber etwas ist geschehen, damals.
Der hinterfragende Leser blieb jahrelang im Ungewissen, bis er die Auflösung endlich in Buchform in Händen halten konnte.
Dies erfolgte im ersten Band der in sich geschlossenen, eigenständigen und dennoch die Hexerserie fortsetzenden Jugendbuchreihe DER MAGIER, die im folgenden vorgestellt wird.
DER MAGIER: Der Erbe der Nacht
Der Roman überzeugt gleich in mehrfacher Hinsicht: Einerseits ist Der Erbe der Nacht ein spannendes, kurzweiliges, als Fantasy deklariertes und in sich abgeschlossenes (Jugend-)Buch, dass den lovecraftschen Cthulhu-Mythos als Hintergrund verwendet.
Auf der anderen Seite überzeugen die 232 Textseiten auch, weil sie die Abschlusshandlung der Hexerheftserie aufgreifen, aus anderer Sicht betrachten (zu schön: die geheimnisvollen Auftritte der Serienprotagonisten H.P. (Lovecraft) und Rowlf aus der Sicht des jungen Robert) und auf gelungene Art und Weise fortführen.
Durch die Kombination dieser verschiedenen Handlungskomponenten (Roberts Herausfinden seiner magischen Fähigkeiten bzw. Erbes; Kampf gegen das Erwachen der GROSSEN ALTEN; Aufgreifen alter Handlungsfäden) wird man als Leser gleich in mehrere Rollen gedrängt: Man ist Beobachter; denn dass Robert McFaflathe-Throllinghwort-Simpson III niemand anderes als Robert Craven II ist, ist klar (sofern man die ursprüngliche Hexerserie kennt) - spätestens nach der Beschreibung seines ungewöhnliches Äußerem mit dem geschweiften Blitz im ansonsten schwarzen Haar - und gleichzeitig kann man auch spekulieren: Was geschah wirklich in jener Nacht?
Ob das Buch hingegen tatsächlich bereits für jugendliche Leser ab 12 Jahren geeignet ist, wie es der Buchrücken dem potentiellen Käufer vorschreiben möchte, ist eine andere Frage. In stilistischer Hinsicht ist kein Unterschied zu den Hexer-Romanen des Bastei-Verlages festzustellen. Einzig die Atmosphäre hat sich zwangsläufig ein wenig verändert. Zu groß ist der Unterschied zwischen dem London des ausgehenden 19. Jahrhunderts und des Jahres 1987, ein Fakt, der sich auch in den Romanen niederschlägt.
In einem Punkt hat Wolfgang Erich Hohlbein jedoch schlecht recherchiert: Robert Craven starb an einem 18. Februar (1887), während Robert McFaflathe-Throllinghwort-Simpson III erst an einem 18. Mai, genau hundert Jahre danach, mit diesen Ereignissen konfrontiert und hineingezogen wird.
Das dürfte dann wohl ein Fall für Roderick Andaras Urenkel sein! 18. Februar 2087...
DER MAGIER: Der Sand der Zeit
Im zweiten Buch ist es wieder ein Traum, der den Grundstein für das neue Abenteuer des Magiers legt, und auch eine neuerliche Zeitreise erwartet den Helden. Dennoch ist das Buch ganz anders aufgebaut als der erste Band. Der Traum ist nur der Auslöser, viel existentieller für die folgenden Geschehnisse der ersten Buchhälfte ist dann die reelle Auseinandersetzung nicht nur mit der Handlung seines Traumes, sondern auch mit den seit Jahrhunderten toten Wikingern.
Wolfgang Hohlbein hat im Dezember 97 in München nach einem Vortrag gesagt, dass er bei den Magier-Büchern Handlungen aus seinen Heftromanen mit eingebaut hat. Im ersten Buch, logisch, Band 49 der Hexer-Serie; ist dieser Abschlussband doch der Beginn und die Grundlage der Magierserie. Hierbei hat sich der Autor noch die Mühe gemacht, erzählerisch das Ganze aus anderer Sicht darzustellen - eben aus Sicht von Robert McFaflathe-Throllinghwort-Simpson III.
Bei Der Sand der Zeit hingegen greift Wolfgang Hohlbein auf einen seiner Damona-King Mehrteiler zurück; Damona King wird zu Robert Craven, die Thuul Saduun (ursprünglich ja die Bösewichte aus der ursprünglich elfteiligen Raven-Heftsubserie des Autorengespannes Hohlbein & Burgdorf) mutieren zu ihren Vorbildern, den GROSSEn ALTEN. Umgeschriebene Neuauflage hin- oder her - auch dieses Buch überzeugt, beweist, dass Vorurteile gegen Heftromane tatsächlich nur solche sind.
Allerdings wirkt das erneute Auftauchen der GROSSEN ALTEN hier zu aufgesetzt. Wolfgang Hohlbein hätte gut daran getan, wenn er sich alleine auf den Fluch, den Wikingern, dem indianischen Stamm der Olmeken, der Zeitreise als solche und Odin gewidmet hätte.
So gut dieses Buch auch ist: Weniger wäre mehr gewesen. Zumal, das sei schon einmal vorweggenommen, auch im dritten Buch die GROSSEN ALTEN wieder eine entscheidende Rolle spielen.
DER MAGIER: Das Tor ins Nichts
Letztlich geht es auch im dritten Teil wieder um die GROSSEN ALTEN. Genau wie die vorherigen Bände ist dieses Buch spannend, kurzweilig und in sich schlüssig, allerdings ist es bereits das dritte Buch in Folge (sprich: jedes Buch!), das sich dieser Thematik annimmt.
Zwar gelingt es Wolfgang Hohlbein, dieses Thema immer neu zu gestalten, aber eine gewisse Übersättigung tritt doch ein. Anders wie bei der Hexer-Heftserie sind die Magier-Bücher alle abgeschlossen, ein Fortsetzungscharakter wie in der Serie bleibt aus, und da wäre es besser gewesen, wenn der Magier sich auch einmal anderen Gegnern hätte stellen müssen.
Zumal es schon ein wenig eigenartig ist, dass der Sieben Siegel der Macht-Zyklus in der Heftserie so breit ausgewalzt wurde, Jahrhunderte und Jahrtausende alte Wesen (Necron und Shadow) diesen Siegeln fast ebenso lange wie letztlich erfolglos hinterherjagten, die Suche mit dem Leben bezahlten, einfach, weil damit tatsächlich die Kerker der GROSSEN ALTEN geöffnet werden können. Und bei Buch 2 und 3 der Magierserie geht es ebenfalls wieder um das Zersprengen dieser Siegel... Warum waren für Necron die Siegel so immens wichtig, wenn es auch andere Wege gab, die GROSSEN ALTEN aus ihrem Kerker zu befreien?
Der Autor hätte auch bedenken müssen, dass es vor allem für jugendliche Leser schnell ermüdend ist, wenn der Protagonist immer wieder auf die gleichen Gegner trifft, diese aber nie endgültig wird besiegen können.
Ein großer Negativpunkt des dritten Bandes: Ein ursprünglich in der alten Heftserie erschienener Handlungsstrang wird komplett übertragen. Zwar hat der Autor auch bei Band 1 den Abschluss der Hexer-Serie mit integriert, dabei aber einen anderen, sehr reizvollen Blickwinkel eingenommen. Bei Band 2 wurden ebenfalls Heftromane aus der in Gespenster-Krimi fortgesetzten Damona-King-Serie recycelt, doch diese umgeschriebene Handlung war zumindest innerhalb des Hexerkosmos neu. Bei Band 3 nun drängt sich die Frage auf: Macht eine Fortsetzung Sinn, die als tragende Handlung ganze Kapitel aus der ursprünglichen Serie übernimmt?
Jedes der drei Bücher ist durchaus empfehlenswert, Der Erbe der Nacht für die Hexer-Leser sogar ein absolutes muss. Trotzdem muss als kleines Manko angeführt werden, dass die Bücher sich immer nur um ein Thema drehen. Jedes gelungen und anders aufgebaut - sich aber immer einem gemeinsamen Zentrum mit Namen GROSSEN ALTEN nähernd.
Dabei hätte es noch so viele interessante andere Thematiken aus der ursprünglichen Hexerserie gegeben, die es wert gewesen wären, aufgegriffen und fortgeführt zu werden. Schlagworte wie H.G.Wells Zeitmaschine, Kapitän Nemos Nautilus wie auch die anderen Verne-Themen, die bereits Einzug in die Serie gehalten haben. Und nicht zu vergessen jener Kobold namens Abn el Gurk, wenngleich diese Figur ja auf den damaligen Redakteur Michael Schönenbröcher zurückgeht.
Schade, dass diese drei kurzweiligen Bücher nicht durch das Aufgreifen anderer Themen aufgelockert wurden.
Die verschiedenen Ausgaben
Die Magier-Serie wurde mittlerweile mehrmals neu aufgelegt, ein Blick auf aktuelle Ebay-Angebote zeigt, dass es mittlerweile mindestens 3 verschiedene Hardcoverausgaben im Tosa-Verlag gegeben hat. Die Seitenangaben dieses Artikels beziehen sich auf die Ausgabe, für die die ursprünglich für die Heftserie gezeichneten Titelbilder wieder verwendet wurden. Sehr wahrscheinlich ist der Inhalt aller Tosa-Ausgaben aber identisch.
Auch als Taschenbuch bzw. als Paperback bei Heyne wurde Der Magier mindestens in drei verschiedenen Aufmachungen mit unterschiedlichen Titelbildern veröffentlicht.
Weitere Fortsetzungen der Heftserie
Die Magier-Serie war nicht die einzige Fortsetzung der Hexer-Heftserie. Beginnend mit dem Buch Der Sohn des Hexers setzte Wolfgang Hohlbein für den Bastei-Verlag die Serie unabhängig von Der Magier fort. Mit Das Labyrinth von London folgte ein weiterer Roman dieser Hexerschiene.
Bei Weltbild wurde die komplette Heftserie mit den zwei oben genannten Buchfortsetzungen als Hardcoveredition neu aufgelegt. Speziell für diese Edition verfasste Frank Rehfeld einen exklusiven Abschlussband. Verwunderlich ist dies insofern, weil Wolfgang Hohlbein bereits im Dezember 1997 ausgesagt hat, dass ein weiteres Hexer-Buch aus seiner Feder bereits so gut wie fertig wäre...
Nach der Einstellung der Hexer-Heftserie fand sich Robert Cravens Stockdegen in der von A.F. Morland (Friedrich Tenkrat) geschriebenen Tony-Ballard-Serie wieder.
In Manfred Weinlands Vampira-Serie tauchte der Hexer Robert Craven als handelnde Person auf. Der Autor des betreffenden Romans war Michael Schönenbröcher, der bei der ursprünglichen Hexerserie Redakteur und ebenfalls bereits Gastautor war.
Auch in der Hardcoverfortsetzung Das Volk der Nacht hatte Robert Craven Auftritte.
Ebenfalls im Hexer-Universum könnte Wolfgang Hohlbeins Jugendbuchserie Kapitän Nemos Kinder spielen. Unabhängig von der Nautilus, die ja bereits mehrmals in der Hexerserie handlungsbestimmend war, passen auch viele andere Fragmente.
Auch Wolfgang Kehl durfte unter seinem Hauptpseudonym Arndt Ellmer im Dämonen-Land seine zwei Hexer Romane (Band 40 & 44) indirekt mit drei Heftromanen fortsetzen.
Nicht zuletzt finden sich auch viele Charaktere aus der Hexerserie in Wolfgang Hohlbeins unabhängigen Hardcovern (z. B. Sarim de Laurec).
Kuriositäten:
I.
Damona schwieg sekundenlang. In ihrem Hals saß plötzlich ein bitterer, harter Kloß. Ich haben keine... keine sehr gute Figur dabei abgegeben, wie? fragte sie
Diesmal lachte Odin. Nein, sagte er. Aber du warst auch nicht mehr als eine Beobachterin. Deine Aufgabe ist erfüllt. (...)
Gespenster-Krimi 557 (= Damona King 122) - DAS DÄMONEN-HEER: Seite 62
Ich schwieg sekundenlang. In meinem Hals saß plötzlich ein bitterer, harter Kloß. Ich habe keine... keine sehr gute Figur dabei abgegeben, wie? fragte ich.
Diesmal lachte Odin. Doch, sagte er. Das hast Du.
Der Magier 2 - DER SAND DER ZEIT: Seite 238
Man sieht, Frauen haben es nicht nur im reellen Berufsleben schwerer, sondern auch in den fiktiven Welten des Wolfgang Hohlbein!
II.
Sotland Yard Inspektor Card hatte löste seine ersten übersinnlichen Fälle nicht mit Robert Craven II, sondern bereits etliche Jahre vorher zusammen mit dem Privatdetektiv Raven, so in den Gespenster-Krimi-Heften 408 (1), 434 (2), 459 (4), 479 (5), 503 (6), 530 (10), 548 (11).
Hier die erste Begegnung Ravens mit Inspektor Card:
Raven fuhr herum. Der Polizeibeamte war zurück, und in seiner Begleitung befand sich ein kleiner, glatzköpfiger Mann mit dunklen Augen und fleischigen, sich unaufhörlich bewegenden Fingern. Inspektor Card wog sicherlich mehr als zwei Zentner, aber im Gegensatz zu den meisten Dicken wirkte er ganz und gar nicht gemütlich. (...)
Gespenster-Krimi 408/Raven 1: Schattenreiter Seite 23
Zum Vergleich die erste Begegnung Robert Cravens - damals noch McFaflathe-Throllinghwort-Simpson III. - mit dem Inspektor:
Es war nicht ein Gentleman, wie Mary gesagt hatte, es waren zwei. Und zumindest der, der bei meinem Eintreten aufstand und mir entgegenkam, sah eigentlich nicht sehr gentlemanlike aus. Er musste über sechs Fuß groß sein, hatte schneeweißes, relativ langes schütteres Haar und Hände mit den Ausmaßen kleiner Schaufeln. Sein Gesicht war breit und kantig und hatte jenen leicht brutalen Zug, den man oft bei sehr großen Menschen antrifft, ohne dass er irgend etwas über ihren wahren Charakter verrät. Er trug einen dunkelgrauen Tweedanzug, brachte aber das Kunststück fertig, selbst darin eher wie ein Clochard auszusehen.
(...)
Mein Name ist Card, (...)
Der Magier: Der Erbe der Nacht Seite 66
Anhang:
Kommentare
»Beginnend mit dem Buch "Der Sohn des Hexers" setzte Wolfgang Hohlbein für den Bastei-Verlag die Serie unabhängig von "Der Magier" fort.«
Es ist doch wohl eher umgekehrt. »Der Sohn des Hexers« (1992) knüpft unmittelbar an die Ereignisse von Band 49 der Heftserie an und ist damit die direkte Fortsetzung. Laut Angaben im Text erschien »Der Magier« erst 1994. Unverständlich ist mir, weshalb »Der Sohn des Hexers« als elementarer Bestandteil des Cthulhu-Mythos keine nennenswerte Erwähnung findet. Ebenso fehlt die daran anknüpfende Weiterführung der Saga in dem Roman »Das Haus der bösen Träume«.
auch der 1. Band von "Der Magier" knüpft unmittelbar an Band 49 der eigentlichen Serie an und spielt (wie auch "Der Sohn des Hexers") z.T. parallel dazu; ist damit ebenfalls eine direkte Fortsetzung.
Nur: "Der Sohn des Hexers" und "Der Magier" bauen nicht aufeinander auf, sondern stehen unabhängig voneinander, schließen einander sogar aus...
Die Weiterführung ab "Der Sohn der Hexers" hat also nichts mehr mit "Der Magier" zu tun, weil ab diesem Teilungspunkt eine ganz andere Serie...
... so dass es unlogisch wäre, hier auf die Fortsetzung einzugehen.
Eine Besprechung von "Der Sohn des Hexers" steht auf meiner persönlichen Aufgabenliste, ist für eine Besprechung von "Der Magier" aber ohne Belang. Hier war es in meinen Augen nur wichtig, die Feststellung zu treffen, dass es auch noch eine weitere unabhängige Fortsetzung gibt.
Auch das Ersterscheinungsjahr von "Der Magier" ist mit Vorsicht zu genießen: Die mir vorliegende Ausgabe ist 1994 erschienen. Dummerweise ist diese HC-Ausgabe nicht die erste, die erschienen ist. Ich weiß noch, wie ich die Erstausgabe bestellen wollte, dann aber erfahren musste, dass man die Bücher nicht über den Buchhandel beziehen kann, weil ausschließlich als Kaufhausausgabe gedacht. Leider kann ich dies aber zeitlich nicht mehr einordnen.
Tja, und ob "Der Hexer", in welcher Serienform auch immer, tatsächlich ein elementarer Bestandteil des Cthulhu-Mythoses ist, bezweifle ich, ohne die inhaltliche Qualität abstreiten zu wollen: Dafür ist er einfach zu sehr nur regional bekannt (eben in deutschsprachigen Ländern).
Da habe ich mich, was den Cthulhu-Mythos betrifft, tatsächlich falsch ausgedrückt. Sagen wollte ich: »... elementarer Bestandteil des Cthulhu-Mythos nach Wolfgang Hohlbein.«
Was ich auch nicht verstehe, ist die Zeitangabe. Spielt der Magier jetzt 1987? Wenn ja, kann er aber doch keine direkte Fortsetzung von Band 49 sein. Denn »Der Sohn des Hexers« beginnt schließlich damit, dass Robert Craven wieder zusammengeflickt wird.
irgendwie kommst du immer wieder auf "Der Sohn des Hexers" zurück.
Also, da habe ich jetzt schlechte Neuigkeiten für dich, bitte setze dich also:
Die Handlung von "Der Magier" 1 greift die Handlung aus Band 49 der Heftserie wieder auf, spielt zum Teil parallel und... Robert Craven stirbt nach wie vor. Er wird definitiv nicht gerettet. Aus. Tot. Werner Giesa würde wohl schreiben: So was von tot, töter gehts nimmer!
"Der Magier" ist tatsächlich UNABHÄNGIG von "Der Sohn des Hexers", diese beiden Fortsetzungen 'beißen' sich! Und Aufgrund des Schlusses von "Der Sohn des Hexers" werden die Fortsetzungen wohl auch nie mehr kompatibel werden.
Du kannst dir das ganze so vorstellen wie die Star Gate-Heftserie ab Band 12 mit den verschiedentlichen Fortsetzungen, oder wie Dämonenkiller ab Band 131 (2. Aufl.), oder wie Ren Dhark-Projekt 99 zur HJB-Fortschreibung im HC.
Kurz: Ab Band 49 (57) der Hexer-Heftserie gibt es zwei grundverschiedene Cthulhu-Mythose nach Wolfgang Hohlbein!
gut, dass Du mir den Rat mit dem Hinsetzen gegeben hast
So, wie Du es erklärst, ist die Sache jetzt plausibel. Betrachten wir es also als eine Art Parallelwelt.
Danke Dir für die Info.