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In brightest day, in blackest night - Teil 88: War of the rings

In brightest day, in blackest night
Teil 88: War of the rings
Green Lantern 166 – 170

Es kommt zu einem Aufstand unter den Green Lanterns, in dem Hal Jordan sich auf die Seite der Guardians stellt. Als er die Verfolgung seiner Kameraden aufnimmt, gerät er an neuartige Kraftringe, die eine Überraschung für den Ringträger bereithalten.

 

Hal Jordan bringt die verletzte Green Lantern Krista nach einem Einsatz auf Oa zurück, wo sie schließlich ihren Verletzungen erliegt.

Galius-Zed und andere Green Lanterns sind erzürnt über die Guardians. Die haben Ringe erschaffen, die ihre Unwirksamkeit gegen gelb verloren haben. Es kommt zu einem Aufstand, als die Guardians die Ringe nicht herausgeben wollen. Hal Jordan stellt sich gegen die Aufständischen und er besiegt Galius-Zed. Aus seinem Ring erfährt Hal, dass die Ringträger Eddore und Kaylark mit einer Bande Waffenhändler zusammenarbeiten, um an die Ringe zu kommen; auch die beiden sind erzürnt, dass die Guardians die Ringe zurückhalten.

Hal folgt den beiden Lanterns auf ihre Heimatplaneten, die dort die Wirkung der neuen Ringe zu spüren bekommen. Sie haben zwar eine Wirkung gegen gelb, konfrontieren deren Träger aber mit ihren innersten Ängsten und lassen sie Realität werden.

Schließlich stellt sich heraus, dass die Ereignisse nur Teil eines interaktiven Programms sind, um Hal Jordan zu testen. Der Zauberer Myrwhydden hatte im letzten Einsatz Einfluss auf seine Psyche genommen und der Test soll zeigen, ob Folgeschäden zu erwarten sind.

Die reale Krista ist entsetzt über das Verhalten der Guardians und will aus dem Corps austreten. Die Guardians versuchen sie zum Verbleib zu überreden und erzählen ihr über zwei Green Lanterns, die nach anfänglicher Skepsis das Corps doch nicht verlassen haben; Krista entscheidet sich zu bleiben.

Die Beendigung des Tests ergibt, dass keine bleibenden Schäden bei Hal zurückgeblieben sind. Außerdem erhält er die Erlaubnis, auf die Erde zurückzukehren.

Joey Cavalieri schreibt einen Mehrteiler, der mit fünf Teilen einer der umfangreichsten der Serie ist. Es ist der Erzählung deutlich anzumerken, dass Comicautoren jener Zeit noch nicht geübt sind, eine Geschichte über mehrere Ausgaben zu planen. Sammelbände waren in den Jahren in den USA noch nicht üblich. Die Serien erscheinen monatlich und leben auch von Gelegenheitslesern, die Einzelgeschichten bevorzugen und sich nicht in übergreifende Handlungsbögen einarbeiten möchten.

Die ersten drei Ausgaben weisen noch einen Zusammenhang auf und können als Dreiteiler bezeichnet werden. Im vierten und fünften Teil macht der überwiegende Anteil der Seitenzahl die Geschichten aus, die die Guardians Krista erzählen, um sie zum Verbleib im Corps zu motivieren. Dadurch wirkt die Geschichte etwas seltsam konstruiert. Die beiden Episoden hätten auch gut in der Subserie Tales of the Green Lantern Corps erscheinen können. Nun werden sie in diese Geschichte gepresst und blähen die Geschichte unnötig auf.

In den ersten drei Teilen begleitet der Leser, ohne es zu wissen, Hal in einer Traumsequenz. Die Sequenz endet damit, dass auch Hal von den neuen Ringen beeinflusst wird. Es ist ärgerlich, dass dem Leser keine Auflösung geboten wird. Auch wenn es nicht real ist, kann sich der Leser nicht ganz ernst genommen fühlen, da die Geschichte mit einem Mal abbricht und der Leser kein Ende zu lesen bekommt. Die Literatur ist voll von Geschichten, die sich als Traum oder ähnliches herausstellen. Das ist für die Autoren bequem. Sie können ein Mysterium und einen Spannungsbogen aufbauen, ohne eine schlüssige Lösung überlegen zu müssen. Für den Leser kann das ärgerlich sein, folgt er doch Ereignissen, die völlig irrelevant sein.

Die Idee, die Guardians Ringe formen zu lassen, die eine Wirkung gegen gelb haben und den Träger mit seinen Urängsten konfrontieren, ist eine gute Idee. Die Green Lanterns müssen zur Kontrolle eines Ringes ihre Ängste kontrollieren können, sodass diese neuen Ringe das Green Lantern Corps gefährden könnten. Leider nutzt der Autor seine Idee nicht, um eine gute Green-Lantern-Geschichte zu verfassen.

Ein Lichtblick dieser Ausgaben sind die Zeichnungen von George Tuska. Er vermag es sehr gut, die verschiedenen Stationen der Geschichte sehr lebhaft darzustellen. Lediglich bei einigen Gesichtern wirken die Zeichnungen nicht ganz ausgefeilt.

Mit diesen Ausgaben endet 1983 die deutsche Veröffentlichung Green Lanterns unter dem Titel Grüne Leuchte im Ehapa-Verlag. Jeden Monat wird seit 1979 ein Heft veröffentlicht. Diese letzte Storyline erscheint allerdings nicht in der regulären Serie, sondern als Album im A4-Format mit einem stabilen Umschlag als Nummer 3 in der Reihe Supermans Freunde Sonderband, mit dem Titel „Im Feuer der Raumpiraten“. Die Druckqualität ist besser als in den Originalausgaben, allerdings wird hier eine Unsitte fortgesetzt, die schon in den Heften ihren Ursprung gefunden haben. Neben der dürftigen Übersetzung hat die Ausgabe vor allem mit einer erheblichen Kürzung der Seitenzahl zu kämpfen. Die Originalstoryline kommt in den US-Ausgaben auf insgesamt 90 Seiten, das Ehapa-Album auf 80.

Über die Auslassungen lässt sich streiten. Das Album erscheint als einzelnes Abenteuer und konzentriert sich auf die Traumsequenz, in der Hal getestet wird. Die gekürzten Sequenzen behandeln Nebenhandlungen, die in der Gesamtserie eine Bedeutung haben, aber keinen Einfluss auf die Hauptgeschichte haben. So entsteht ein einzelnes, von der Serienhandlung losgelöstes Abenteuer, das sich gut lesen lässt.

 

Green Lantern 166
Yellow ist the color of fear
Erscheinungsdatum: Juli 1983
Autor: Joey Cavalieri
Zeichner: George Tuska
Tusche: Frank McLaughlin
Farbe: Nansi Hoolahan

Green Lantern 167
Ring against ring
Erscheinungsdatum: August 1983
Autor: Joey Cavalieri
Zeichner: George Tuska
Tusche: Frank McLaughlin
Farbe: Nansi Hoolahan

Green Lantern 168
A ring of endless might
Erscheinungsdatum: September 1983
Autor: Joey Cavalieri
Zeichner: George Tuska
Tusche: Frank McLaughlin
Farbe: Nansi Hoolahan

Green Lantern 169
A ring of endless might
Erscheinungsdatum: Oktober 1983
Autor: Joey Cavalieri
Zeichner: Howard Simpson
Tusche: Gary Martin
Farbe: Gene DÀngelo

Green Lantern 170
The inheritance!
Erscheinungsdatum: November 1983
Autor: Gary Cohn
Zeichner: Mike Sekowsky
Tusche: Frank McLaughlin & Rodriguez
Farbe: Antony Tollin

DC Comics

02/2025

 

 

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