Unser Michel im All Erinnerungen und Rezension (PR 2534 Der Gesandte der Maahks)
Unser Michel im All
Erinnerungen und Rezension
Diesmal unter der Lupe: PR 2534 Der Gesandte der Maahks
Die 4. AuflageErinnerungen und Rezension
Diesmal unter der Lupe: PR 2534 Der Gesandte der Maahks
Für mich hiess das fertig mit Süßigkeiten und Comics und mehr in Richtung Erwachsenenliteratur. Oder wenigstens das, was ich damals für Erwachsenenliteratur hielt. PR liest so ziemlich jeder Jahrgang wie ich mittlerweile weiss.
Wie auch immer, für mich waren die neugekauften Hefte trotzdem noch nicht zu lesen, da ich gerade dabei war, zur laufenden Handlung der vierten Auflage aufzuschließen. Was aber einige Zeit dauern konnte.
Mir gefielen die Covers! Und ich liebte es die Titelbilder zu betrachten und mir dabei Gedanken zu machen, was mich da in naher Zukunft wohl erwarten würde. Sie erzählten von Abenteuern, Action und Spannung, lockten mit fremden Welten und unbekannten Wesen. Kurz: meine Fantasie wurde so richtig angekurbelt und angefacht. Der untere rote Balken gab den Ganzen einen nostalgischen Touch, den ich mochte, aber gemäss der Leserseite gehörte ich damit ins Lager der Minderheit.
So las ich also tapfer und regelmäßig von der Nummer 55 an und sammelte nebenbei die aktuellen Hefte aller Ausgaben, die ich am Kiosk erwischen konnte. Als dann nach Wochen und Monaten endlich der MdI-Zyklus erreichte wurde und ich auch gleich in die ersten Hefte reingelesen hatte, kam am 5. Oktober 1982 die fünfte Auflage auf den Markt. Da musste ich unbedingt einsteigen, um das Bild vom Aufstieg der dritten Macht zu vervollständigen. Aus diesem Grund unterbrach ich das Lesen. Schweren Herzens zwar, aber ich wusste, dass mich der Weg hier wieder vorbei bringen würde! Zwar bekam ich noch den Sprung der Crest III durch den Sonnentransmitter mit und die Abenteuer in der Hohlwelt, aber dann hiess es Abschied nehmen und sich auf die 5. Auflage zu konzentrieren.
Mir war klar, dass für mindestens 54 Wochen nur ein Heft pro Woche in der 5. Auflage erscheinen würde, aber es gab ja noch anderes Material, dem ich mich in der Zeit widmen konnte: Taschenbücher, Silberbände oder auch die etwas über vierzig Hefte aus der Erstausgabe, von denen ich letzte Woche schrieb. Es gab immer etwas zu tun.
Für mich als Leser, der sein Zeugs gerne in der Reihenfolge liest, in der so eine Serie konzipiert wurde, war das hin und her schon etwas störend. Aber das würde sich nach diesem Jahr ändern und dann konnte die Abenteuer von Anfang an mitverfolgen. Bis mich dann wieder eine Lücke in der Sammlung ausbremsen würde.
Ein gutes Jahr musste ich nun durchbeissen, aber danach würde alles besser werden. Da hätte ich dann genug Material an PR-Romanen, dass mir nie mehr langweilig werden könnte was es auch so nie wurde. Das nur so am Rande!
Kommen wir nun aber zum aktuellen Heft dieser Woche:
Beim Betrachten des Covers dachte ich noch: Hoffentlich lässt das nicht auf den Inhalt schliessen. Da hat sich Alfred Kelsner nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Man soll aber den Inhalt nun mal nicht nach seiner Verpackung beurteilen! So blätterte ich weiter und begann zu lesen.
Das Heft war ausgewogener und machte Spaß zu lesen, auch wenn ich nach dem Cliffhanger zu mir sagte: wars das schon? Muss ich denn wieder mehrere Wochen warten, bis klar ist, wer da nun Perry Rhodan angesprochen hat ...
Das war ein richtig fieser Schluss!
In gewohnter Manier führte Christian Montillon durch den Roman, auch wenn ich zuerst etwas enttäuscht war, dass die Handlung mit Perry Rhodan weiter geführt wurde. Ich erwartete Ronald Tekkener und eine seiner Agentengeschichten zu lesen. Die Ernüchterung hielt nur kurz an und entsprang meinen jeweiligen Gedanken, bevor ein Heft in Angriff genommen wird: Worum geht es dieses Mal? Welcher Handlungsstrang wird weiter gestrickt? Was bekomme ich diese Woche geboten?
Obwohl das Heft ohne Action auskommt, gelingt es Christian Montillon den Leser bei der Stange zu halten und die Handlung so zu weben, dass sie den Leser einnimmt. Ich war zuerst versucht zu schreiben, dass in diesem Roman die Handlung nicht gross vorwärts gebracht wurde, doch dem ist keinesfalls so.
(Achtung Spoiler!)
Perry Rhodan gelingt es für zwei Jahre die Maahks davon abzuhalten, die Schattenmaahks zu jagen. Ein Halbspur-Changeur zeigt sich als Verbündeter. Dann lässt der Montillon kurz vor Ende des Romans mit ein paar Sätzen etwas einfliessen, das man gut und gerne überlesen könnte Zielgerade und so -, aber doch eine brisante Neuigkeit ist: Evtl. hat man die Kämpfer gefunden, die sich in der Vergangenheit gegen die Frequenz-Monarchie stellten und in einem Hyperantionsschlaf die Zeit überdaueren. Kann das Zufall sein? Kann das so einfach sein?
Wie wir sehen, doch ein relativ wichtiger Roman im aktuellen Zyklus! Auch wenn beim lesen gelegentlich das Gefühl rüber kam, es hier mit einem Lückenfüller zu tun zu haben.
Der Halbspur-Changeur der letzte seiner Art wird wohl so was wie der rettende Anker für die Menschheit und ihre Verbündeten sein, um gegen die Frequenzmonarchie bestehen zu können. Diese ist unweigerlich auf dem Vormarsch und nimmt ständig neue Polyports ein. In Akika Urismaki hat Perry Rhodan einen Verbündeten gefunden, der ihm die Bedienung eines Controllers der B-Klasse verklickern kann, den er von ES bekam.
Bin persönlich sehr gespannt was noch alles aus dem Hut gezaubert wird, wozu dieser Controller zu gebrauchen ist. Kann er z. B. einen guten Esspresso bruzeln? Kann ein gelangweilter Benutzer damit den Wetterbericht eines beliebigen Planeten/Ortes anwählen? Spielt man auch Super Mario Bros. Vol. 354 damit? Was kostet im All ein Giga an Informationen damit zu laden? Sind dabei die Roaminggebühren inklusive? Fragen über Fragen, die einem beim betrachten der iPhone-Benutzer durch den Kopf gehen und hierzu wieder auftauchten.
Mit diesen tiefsinnigen Gedanken verabschiede ich mich, wünsche eine tolle Woche und sage Tschüss, bis zum nächsten Mal! Ich treibe mich dann wieder im All rum, sollte jemand fragen ...
Wie auch immer, für mich waren die neugekauften Hefte trotzdem noch nicht zu lesen, da ich gerade dabei war, zur laufenden Handlung der vierten Auflage aufzuschließen. Was aber einige Zeit dauern konnte.
Mir gefielen die Covers! Und ich liebte es die Titelbilder zu betrachten und mir dabei Gedanken zu machen, was mich da in naher Zukunft wohl erwarten würde. Sie erzählten von Abenteuern, Action und Spannung, lockten mit fremden Welten und unbekannten Wesen. Kurz: meine Fantasie wurde so richtig angekurbelt und angefacht. Der untere rote Balken gab den Ganzen einen nostalgischen Touch, den ich mochte, aber gemäss der Leserseite gehörte ich damit ins Lager der Minderheit.
So las ich also tapfer und regelmäßig von der Nummer 55 an und sammelte nebenbei die aktuellen Hefte aller Ausgaben, die ich am Kiosk erwischen konnte. Als dann nach Wochen und Monaten endlich der MdI-Zyklus erreichte wurde und ich auch gleich in die ersten Hefte reingelesen hatte, kam am 5. Oktober 1982 die fünfte Auflage auf den Markt. Da musste ich unbedingt einsteigen, um das Bild vom Aufstieg der dritten Macht zu vervollständigen. Aus diesem Grund unterbrach ich das Lesen. Schweren Herzens zwar, aber ich wusste, dass mich der Weg hier wieder vorbei bringen würde! Zwar bekam ich noch den Sprung der Crest III durch den Sonnentransmitter mit und die Abenteuer in der Hohlwelt, aber dann hiess es Abschied nehmen und sich auf die 5. Auflage zu konzentrieren.
Mir war klar, dass für mindestens 54 Wochen nur ein Heft pro Woche in der 5. Auflage erscheinen würde, aber es gab ja noch anderes Material, dem ich mich in der Zeit widmen konnte: Taschenbücher, Silberbände oder auch die etwas über vierzig Hefte aus der Erstausgabe, von denen ich letzte Woche schrieb. Es gab immer etwas zu tun.
Für mich als Leser, der sein Zeugs gerne in der Reihenfolge liest, in der so eine Serie konzipiert wurde, war das hin und her schon etwas störend. Aber das würde sich nach diesem Jahr ändern und dann konnte die Abenteuer von Anfang an mitverfolgen. Bis mich dann wieder eine Lücke in der Sammlung ausbremsen würde.
Ein gutes Jahr musste ich nun durchbeissen, aber danach würde alles besser werden. Da hätte ich dann genug Material an PR-Romanen, dass mir nie mehr langweilig werden könnte was es auch so nie wurde. Das nur so am Rande!
Kommen wir nun aber zum aktuellen Heft dieser Woche:
Beim Betrachten des Covers dachte ich noch: Hoffentlich lässt das nicht auf den Inhalt schliessen. Da hat sich Alfred Kelsner nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Man soll aber den Inhalt nun mal nicht nach seiner Verpackung beurteilen! So blätterte ich weiter und begann zu lesen.
Das Heft war ausgewogener und machte Spaß zu lesen, auch wenn ich nach dem Cliffhanger zu mir sagte: wars das schon? Muss ich denn wieder mehrere Wochen warten, bis klar ist, wer da nun Perry Rhodan angesprochen hat ...
Das war ein richtig fieser Schluss!
In gewohnter Manier führte Christian Montillon durch den Roman, auch wenn ich zuerst etwas enttäuscht war, dass die Handlung mit Perry Rhodan weiter geführt wurde. Ich erwartete Ronald Tekkener und eine seiner Agentengeschichten zu lesen. Die Ernüchterung hielt nur kurz an und entsprang meinen jeweiligen Gedanken, bevor ein Heft in Angriff genommen wird: Worum geht es dieses Mal? Welcher Handlungsstrang wird weiter gestrickt? Was bekomme ich diese Woche geboten?
Obwohl das Heft ohne Action auskommt, gelingt es Christian Montillon den Leser bei der Stange zu halten und die Handlung so zu weben, dass sie den Leser einnimmt. Ich war zuerst versucht zu schreiben, dass in diesem Roman die Handlung nicht gross vorwärts gebracht wurde, doch dem ist keinesfalls so.
(Achtung Spoiler!)
Perry Rhodan gelingt es für zwei Jahre die Maahks davon abzuhalten, die Schattenmaahks zu jagen. Ein Halbspur-Changeur zeigt sich als Verbündeter. Dann lässt der Montillon kurz vor Ende des Romans mit ein paar Sätzen etwas einfliessen, das man gut und gerne überlesen könnte Zielgerade und so -, aber doch eine brisante Neuigkeit ist: Evtl. hat man die Kämpfer gefunden, die sich in der Vergangenheit gegen die Frequenz-Monarchie stellten und in einem Hyperantionsschlaf die Zeit überdaueren. Kann das Zufall sein? Kann das so einfach sein?
Wie wir sehen, doch ein relativ wichtiger Roman im aktuellen Zyklus! Auch wenn beim lesen gelegentlich das Gefühl rüber kam, es hier mit einem Lückenfüller zu tun zu haben.
Der Halbspur-Changeur der letzte seiner Art wird wohl so was wie der rettende Anker für die Menschheit und ihre Verbündeten sein, um gegen die Frequenzmonarchie bestehen zu können. Diese ist unweigerlich auf dem Vormarsch und nimmt ständig neue Polyports ein. In Akika Urismaki hat Perry Rhodan einen Verbündeten gefunden, der ihm die Bedienung eines Controllers der B-Klasse verklickern kann, den er von ES bekam.
Bin persönlich sehr gespannt was noch alles aus dem Hut gezaubert wird, wozu dieser Controller zu gebrauchen ist. Kann er z. B. einen guten Esspresso bruzeln? Kann ein gelangweilter Benutzer damit den Wetterbericht eines beliebigen Planeten/Ortes anwählen? Spielt man auch Super Mario Bros. Vol. 354 damit? Was kostet im All ein Giga an Informationen damit zu laden? Sind dabei die Roaminggebühren inklusive? Fragen über Fragen, die einem beim betrachten der iPhone-Benutzer durch den Kopf gehen und hierzu wieder auftauchten.
Mit diesen tiefsinnigen Gedanken verabschiede ich mich, wünsche eine tolle Woche und sage Tschüss, bis zum nächsten Mal! Ich treibe mich dann wieder im All rum, sollte jemand fragen ...
Kommentare
Mal ehrlich gesagt, der "nostalgische" rote Balken unten war mir früher auch lieber als das reingekritzel ins Cover, aber wer hört schon auf uns.
Und die Titelbilder selbst: Auch hier meine ehrliche Meinung, Jonny Bruck konnte bisher noch keiner bei PR das Wasser reichen, die hatten irgendwas "lebendiges" erzählten selbst irgendwie eine kleine Geschichte. Dagegen ist so ein Cover wie gerade bei PR 2534 eher vergleichbar mit einem (Verzeihung, aber ich muß es mal geraderaus sagen) toten Fisch kurz vor der Bratpfanne.
Sieht so aus als wäre ich nicht der einzige Nostalgiker im PR-Lager?!
Mit Deiner Johnny Bruck Analyse stehst Du auch nicht alleine da. Die vermittelten was dynamisches, lebendiges, auch wenn ich mit den späteren Collagen so meine Schwierigkeiten hatte. Das kam bei mir nicht so sehr an. Natürlich waren auch die nicht wirklich schlecht - ich wünschte ich könnte das so machen - aber so richtige Cover-Zeichnungen waren das dann nicht mehr.
Und die neuen Maler geben ihr bestes. Nur bleibt es oft beim Versucht.