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..Volker Dützer über Schattenjagd, Privatdetektiv Stettner, das Prometheus-Projekt sowie Handybücher

Volker Dützer ...Volker Dützer ...
... über Schattenjagd, Privatdetektiv Stettner, das Prometheus-Projekt sowie Handybücher

Mit seinem spannenden Buch „SCHATTENJAGD“ gab Volker Dützer sein Roman-Debüt. Ein Grund für den Zauberspiegel etwas mehr über den Autor und seine geplanten Bücher und Projekte zu erfahren.
 
Auf die Frage, wie er zum Schreiben gekommen ist, sagt Dützer: 

Ich hatte schon als Kind die Angewohnheit, mir vor dem Einschlafen Geschichten auszudenken und sie jeden Abend weiterzuspinnen.
Ich probiere gerne selbst alles aus, was mich interessiert und fasziniert, weil ich ein Spielkind bin. Dabei stößt man unweigerlich auf das ein oder andere Talent. Und so entstand die Idee, eine dieser Geschichten mal aufzuschreiben.
Und siehe da, es lag mir. Es war allerdings noch ein sehr weiter Weg bis zu einem veröffentlichungsreifen Manuskript. Meine ersten Schreibversuche liegen in der dunkelsten Ecke des Speichers - und dort bleiben sie auch. Es hält sich ja hartnäckig das Gerücht des genialen Autors, der über Nacht einen Weltbestseller hervorbringt. Das ist natürlich Quatsch. Ich entdeckte irgendwann, dass es Bücher übers Schreiben gibt, und dass man dieses Handwerk erlernen kann. Und von diesem Punkt gab's kein Halten mehr.

Zauberspiegel: Herr Dützer. Können Sie den Lesern des Zauberspiegels kurz etwas zu Ihrer Person erzählen?
Volker Dützer:
Ich bin 45 und lebe mit meiner Frau im Westerwald - ungefähr genau zwischen Frankfurt und Köln. Im Hauptberuf bin ich Maschinenbaukonstrukteur, aber ich arbeite fieberhaft daran, das Schreiben zu meinem Broterwerb zu machen. Wenn ich nicht gerade am Computer sitze und schreibe, trifft man mich auf dem Rennrad an. (Damit wäre die Behauptung widerlegt, Schriftsteller seien reine Stubenhocker)

Zauberspiegel: Hatten Sie Vorbilder aus Ihrer Kinder- oder Jugendzeit an denen Sie sich beim Schreiben Ihrer Romane orientieren?
Volker Dützer
: Ja, natürlich. Ich habe in meiner Jugend sehr viel von Jules Verne und H.G. Wells gelesen. Eins meiner Lieblingsbücher ist bis heute "Die Zeitmaschine", außerdem Unmengen von Science-Fiction-Kurzgeschichten von Stanislaw Lem, Arthur C. Clarke und wie sie alle heißen. In den 80ern kamen dann Autoren wie Stephen King und vor allem Dean Koontz dazu, dessen Erzähltalent ich sehr bewundere.
Nebenher lese ich immer wieder Bücher über Randgebiete der Wissenschaft. Mich interessiert bis heute alles von Kosmologie und Quantenmechanik bis zu Gentechnik, Wiedergeburt und Geistererscheinungen - die ganze Palette eben. Aber ich stehe allem Übersinnlichen sehr skeptisch gegenüber.
Die letzten beiden Bücher, die ich gelesen habe, waren "Der Drache in meiner Garage oder die Kunst in der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven" von Carl Sagan und "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins. In meinen Romanen kann ich mich austoben, da ist nichts unmöglich. Im wahren Leben stehe ich mit beiden Beinen auf den festen Füßen der Naturwissenschaften.


Zauberspiegel: Mit „SCHATTENJAGD“ (erschienen im Nordmann Verlag), gaben Sie ihr Roman-Debüt. Können Sie den Lesern vom Zauberspiegel kurz etwas zum Inhalt des Romans sagen?
Volker Dützer
: Ich stellte mir die Frage, was passieren könnte, wenn ein labiler Mensch eine Rückführung in ein früheres Leben macht und dabei etwas erlebt, mit dem er nicht fertig wird, was ihn vollkommen aus der Bahn wirft. Die Geschichte dreht sich um eine junge Frau, die in einer solchen Rückführung erlebt, wie sie als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. Sie glaubt, in heute lebenden Personen die Reinkarnationen ihre Peiniger und Mörder aus ihrem früheren Leben wiederzuerkennen und beschließt, schreckliche Rache zu nehmen.

Zauberspiegel: Wie kamen Sie auf die Idee zu „SCHATTENJAGD“?
Volker Dützer
: Eine Fernsehdokumentation war der Anlass. Rückführungen in frühere Leben boomen. Die emotionalen Reaktionen der "Rückgeführten" verblüfften mich. Sie schienen wirklich echt zu sein. (Mittlerweile weiß ich, dass das Ganze ein medienwirksamer Fake war) Ich fragte mich angesichts der seelischen Erschütterungen der Teilnehmer, ob diese Rückführungen nicht gefährlich sein könnte. Auf jeden Fall schien es mir ein spannendes Thema für einen Roman zu sein. Und dann kam eins zum anderen: Was ist das Schlimmste, was einem in einer solchen Rückführung passieren kann?
Antwort: Den eigenen Tod erleben, und zwar einen der schrecklichsten Tode, den es gibt - den Feuertod. Von da war der Schritt zur Hexenverfolgung nicht mehr weit, und die Grundidee war geboren. Da ich eine Veröffentlichung ernsthaft anstrebte, musste ich ein Buch innerhalb der Genregrenzen schreiben. Ein Gang durch die Buchhandlungen zeigte mir, dass sich beinahe alle Thriller mit Serienmördern beschäftigen. Und alle diese Killer sind männlich - keine Ahnung, warum das so ist. Um mich ein bisschen vom Mainstream abzuheben, wollte ich einen weiblichen Serientäter - und meine Killerin musste ein höllisch gutes Motiv haben, aber ich will nicht zu viel verraten.


Zauberspiegel: Wie sahen die Recherchen zu „SCHATTENJAGD“ aus,insbesondere in Bezug auf die Thematik der Hexenverfolgung?
Volker Dützer
: Als ich "Schattenjagd" begann, boomten Regionalkrimis. Ich frage mich sowieso ständig, warum manche deutschen Autoren ihre Geschichten in LA oder London spielen lassen. Stephen King schreibt über seine Heimat Maine, Koontz über Orange County. Warum soll ich also nicht über meine Heimat schreiben? Der Westerwald ist eine raue und ursprüngliche Gegend, wie geschaffen für einen Thriller. Das riecht ein bisschen nach Heimatkrimi, ist es aber ganz und gar nicht.
Nun habe ich das zweifelhafte Glück, dass sich ganz in der Nähe meines Geburtsortes im 17. Jahrhundert in einem kleinen Dorf namens Friesenhagen ein beispielloser Hexenwahn abspielte. Die schrecklichen Ereignisse sind gut dokumentiert. Die Kapelle auf dem Blumenberg, in der Stettner im Roman eingeschlossen wird, existiert tatsächlich – ein wirklich unheimlicher Ort. Jeder, der möchte, kann also einige Orte des Geschehens im Roman selbst besuchen.
Die Informationen waren recht einfach zu bekommen, da die Friesenhagener Ereignisse gut bekannt sind. Und für den Rest, wie z.B. die Behandlung von Epilepsie, gibt's ja noch das Internet. Zusätzlich hat ein befreundeter Psychotherapeut die Szenen, bei denen es um Hypnose usw. geht, auf ihre Stimmigkeit abgeklopft.
Im Roman bildet die Hexenverfolgung ja nur den Background für die Geschichte im Hier und Jetzt. Ich mag's auch nicht, den Leser mit übertrieben vielen Details und 28000 Fußnoten zu langweilen. So was gehört in ein Sachbuch und nicht in einen Thriller. Natürlich muss ich mich als Autor mit dem Hintergrund der Geschichte beschäftigen, aber der Leser darf das gar nicht merken. Er ist immer nur am Schicksal der Figuren interessiert. Wenn er auf jeder Seite mit dem Protagonisten mitfiebert, habe ich alles richtig gemacht.


Zauberspiegel
: Ein Thema mit das Sie sich schon seit längerer Zeit beschäftigen? Was 'fasziniert' Sie persönlich daran?
Volker Dützer
: Viele Menschen sind von der Vorstellung, schon einmal gelebt zu haben, fasziniert. Mit geht das auch so. Es hat etwas Tröstliches, zu glauben, man bekäme eine zweite Chance. Es gibt teils unglaubliche Berichte von angeblich Wiedergeborenen. Bei näherer Betrachtung findet sich allerdings in fast allen Fällen eine logische Erklärung. Man muss hier Fiktion und Wissenschaft klar trennen.
Das einzige wirkliche Fragezeichen sind die Erzählungen von kleinen Kindern, die von Reinkarnation nichts wissen können und trotzdem Geschichten erzählen, die anfangen mit: "Papa, als ich groß war, da habe ich...".
Diese Fälle kann die Wissenschaft in der Tat noch nicht erklären. Dinge, für die es keine Erklärung gibt, reizen mich sehr. Ich möchte immer allem sehr genau auf den Grund gehen. In meinen Romanen kann ich mir dann Erklärungen ausdenken, auch wenn sie nicht der Wirklichkeit entsprechen. Es macht einfach Spaß, über solche Sachen zu schreiben. So ein unheimlicher Hauch von Rätsel ist auch immer gut für die Spannung.
Wink

Zauberspiegel: Der Privatdetektiv Jan Stettner ist ein ganz normaler Mensch, der zudem ein gespanntes Verhältnis zu seinem Vater hat. Hat der Held des Romans ‚reale‘ Vorbilder oder Vorbilder aus der Literatur?
Volker Dützer
: Nee. Das Verhältnis zu meinen Vater, der leider während der Entstehung von "Schattenjagd" verstarb, war sehr gut. Stettner entstand in einer halben Stunde bei einem Glas Rotwein am Küchentisch. Ich hatte das Buch "Wort für Wort" von Elizabeth George gelesen. Darin beschreibt die Autorin ihre Arbeitstechniken, u.a. die sogenannten Soufflierblätter.
Ein Soufflierblatt ist so eine Art Excel-Tabelle mit den Eigenschaften einer Figur, ihrem Aussehen, ihren Charaktereigenschaften usw. Ich fand das sehr spannend und wollte dieses Hilfsmittel ausprobieren - und so entstand Stettner.
Natürlich beeinflussen reale Menschen einen Autor. Ich würde lügen, wenn ich bestreiten würde, dass die ein oder andere Romanfigur frei herumläuft. Allerdings niemals "komplett". Es sind immer bestimmte Eigenschaften mehrerer Personen, aus denen ich eine Romanfigur zusammenbastle. Aber Menschen aus Fleisch und Blut spiegeln nun mal am besten die Wirklichkeit wider und geben glaubhafte Charaktere ab. Es gibt eine Figur in "Schattenjagd", die bereits wiedererkannt wurde, aber wer das ist, verrate ich natürlich nicht.


Zauberspiegel
: Wie würden Sie Ihren Romanhelden selber charakterisieren? Ist er der typische Einzelgänger?
Volker Dützer
: Jein. Stettner ist so eine Art "Han Solo von der Lahn". Seine Lebensumstände haben dazu geführt, dass er alleine auf einem rostigen Hausboot mit einem einäugigen Kater namens "Jabba" wohnt. (Ich oute mich hiermit als Star-Wars-Fan bin Wink) Stettner wurde ein paar Mal ziemlich übers Ohr gehauen und das hat ihn misstrauisch gemacht. Irgendwann hat er gemerkt, dass er ganz gut auch alleine zurecht kommt. Es ist nun mal so, dass kein Mensch etwas über einen zufriedenen, glücklichen und konfliktfreien Romanhelden lesen will. Das wäre ja auch kreuzlangweilig.
Die verschlossenen, mürrischen Helden bieten einfach viel mehr Spannung, weil es so schwer ist, mehr über sie zu erfahren, und das möchte der Leser ha unbedingt.
Im Grunde hat Stettner ein weiches Herz und will anderen helfen, auch wenn er dafür die Prügel kassiert. Er ist so ein Typ, der unbedacht mit beiden Beinen in jeden Schlammassel springt, ohne sich vorher zu überlegen, wie er wieder herauskommt. Und da kommt ihm oft seine Fähigkeit zu Hilfe, aus dem Stand heraus improvisieren zu können.


Zauberspiegel: Wird es ein weiteres Abenteuer mit dem sympathischen Privatdetektiv Stettner und Judith Malessa geben und können Sie uns schon etwas über den Inhalt des Romans verraten?
Volker Dützer
: Ja, der Roman liegt bereits in meiner Schublade. Durch die Querelen mit meinem Verlag hat sich die Veröffentlichung verschoben. Mein Problem ist im Moment, dass "Schattenjad" bereits erschien ist. Es ist sehr schwer, einen anderen Verlag davon zu überzeugen, ein bereits veröffentlichtes Buch neu herauszubringen, aber ich arbeite daran.
Zwar kann man den neuen Titel auch unabhängig von "Schattenjagd" lesen, aber es ist natürlich besser, man kennt den ersten Band. Und ich möchte gerne alle "Stettner"-Romane bei einem Verlag herausbringen.
Alle Figuren aus "Schattenjagd" werden auch in "Seeleneis", so der Titel von Stettners zweitem Fall, wieder mitspielen. Judith Malessa ist dabei, Moretti natürlich, auch Stettners Vater wird eine kleine Rolle spielen.
Dazu habe ich eine neue Figur eingeführt, da ich der Meinung bin, Stettner braucht endlich einen fachlichen Berater in Sachen übersinnlicher Phänomene. Über die Handlung möchte ich nur soviel verraten: Stettner und Moretti bekommen eine Menge Probleme, noch sehr viel mehr als in "Schattenjagd", und für manche Figur wird es sehr, sehr eng werden.


Zauberspiegel: Ihr nächster Roman „DAS PROMETHEUS-PROJEKT“ erscheint am 1. November als eBook bei blackbetty. Worum geht es in Ihrem neuen Roman?
Volker Dützer
: Es geht ums "ICH". Hört sich seltsam an, nicht wahr? Aber wer sind wir eigentlich? Was ist Bewusstsein? Ist unser "ICH" unverrückbar festgeschrieben? In der Realität sicher nicht. Menschen, die bei einem Unfall oder durch eine Erkrankung einen Hirnschaden erleiden, verändern manchmal ihre Persönlichkeit bis zur Unkenntlichkeit.
Die Suche nach diesem "ICH" fasziniert mich. In der Schweiz versuchen Forscher, das menschliche Gehirn im Computer nachzubauen, und sie sind zuversichtlich, in einigen Jahren die erste künstliche Intelligenz zu erschaffen.
Auf diesem Themenkomplex basiert die neue Geschichte. Am Anfang meiner Romane stelle ich gerne eine einfache, aber immer sehr schwer zu beantwortende Frage: "Was wäre, wenn?" Was wäre, wenn man das Bewusstsein eines Menschen, sein ganzes Selbst, seine Erinnerungen, Erfahrungen und Gefühle, vor seinem Tod auf einen Computer übertragen könnte? Was passiert dann mit dem "ICH?"
Der Klappentext sagt es vielleicht deutlicher: Wer ist die Frau, die der Arzt Adrian Sykes verletzt im Straßengraben findet? Warum gleicht sie seiner verstorbenen Frau aufs Haar? Und warum zeigt das Röntgenbild ihres Kopfes kein biologisches Gehirn, sondern einen Computerchip, den es eigentlich gar nicht geben kann?
Wurde Christina Sykes das Opfer eines unglaublichen Experiments? Zur selben Zeit muss der alternde Kommissar Edgar Sehner kurz vor seiner Pensionierung eine bizarre Mordserie aufklären. Der unheimliche Täter hinterlässt an den Tatorten stets die gleichen Worte: Keine Seele!


Zauberspiegel: Ist auch eine Buchveröffentlichung des Romans in naher Zukunft geplant?
Volker Dützer
: Im Augenblick laufen Verhandlungen mit einigen großen Verlagen für eine Printversion. Ich hoffe, dass der Roman noch vor Ende des Jahres auch als gedrucktes Buch erscheinen wird.

Zauberspiegel: Blackbetty spezialisiert sich neben eBooks auch auf die Herstellung und den Vertrieb von Handy-Büchern. Können Sie uns kurz etwas zu diesem Thema erzählen?
Volker Dützer
: Oje, mein Agent könnte das sicher besser. Aber ich werd's versuchen. Handy-Bücher oder mobilebooks sind eine Java-Applikation für Handys. Der große Vorteil gegenüber dem herkömmlichen eBbook besteht darin, dass man keinen teuren Reader braucht. Man kann über die Seite Mobilebooks.com das gewünschte Buch per SMS direkt auf das Handy laden. Der Preis bewegt sich um die 5 Euro, also deutlich billiger als ein gedrucktes Buch.
Die Vorstellung der Bücher für's Handy hat auf der Frankfurter Messe große Wellen geschlagen. Auf dem Stand von blackbetty habe ich übrigens Wolfgang Hohlbein kennengelernt, der die erste Handy-Novelle Europas geschrieben hat.
Eine Handynovelle ist so eine Art Fortsetzungsroman fürs Handy. Ich war zunächst auch skeptisch, aber mittlerweile bin ich überzeugt. Ich höre bereits den Einwand: "Auf dem Handy kann man doch keine Bücher lesen, das Display ist doch viel zu klein!"
Ist es nicht. Die meisten modernen Handys, insbesondere die Touchscreen-Handys und Iphones haben einen ausreichend großen Bildschirm. Die Lesequalität ist wirklich hervorragend, das Handy stellt für Vielleser eine wirkliche eine Alternative zum gedruckten Buch dar.
Ob ich am Strand liege oder im Wartezimmer des Hausarztes sitze – wenn ich kein Lesefutter mehr habe, sind in Zukunft tausende Buchtitel nur einen Tastendruck entfernt. Auf ein Handy passen übrigens 5000(!) Bücher. Da muss man eine Menge Bücherregale zusammenzimmern, um gleichzuziehen!


Zauberspiegel: Ein neuer Markt für die Zukunft?
Volker Dützer
: Sicherlich. Auch wenn viele der Entwicklung skeptisch gegenüber stehen, wird das Buch fürs Handy an Bedeutung gewinnen. Man braucht sich nur den Siegeszug von CD und mp3 vor Augen zu führen. Die junge Generation wächst mit dem Handy auf. Dieses kleine Gerät entwickelt sich immer mehr zum all-in-one: Telefon, Kamera, mp3-Player, Internet, Navigationsgerät - warum nicht auch Bücher auf dem Handy lesen?
Vielleicht müssen wir auf dem Buchmarkt in Zukunft umdenken. Letztlich geht es um die Information, die weitergegeben wird, nicht um die Verpackung. Die Plattenfirmen haben das Internet verschlafen, aber die Buchverlage scheinen da gewarnt zu sein. Nahezu alle namhaften Verlage national und international haben mit blackbetty Verträge für die Vermarktung von eBooks abgeschlossen.
Sie haben also offenbar den Marktwert erkannt. Auch für uns Autoren bieten sich neue Möglichkeiten. So erhoffe ich mir durch gute Verkaufszahlen bei den Handybooks einen Einstieg bei einem "richtig" großen Verlag.


Zauberspiegel: An welchen weiteren Projekten arbeiten Sie zur Zeit? Können Sie uns darüber schon irgendetwas verraten?
Volker Dützer
: In meiner Schublade liegen so viele Ideen, dass ich im Augenblick noch nicht weiß, was ich als nächstes angehe. Auf jeden Fall wird es kein Stettner-Roman sein. Ich habe mir vorgenommen, nach jedem "Stettner" erst einmal etwas anderes zu machen, sozusagen als Auflockerung.
Möglicherweise wird der nächste Titel "Die Traum-Maschine" sein. Das Manuskript ist bereits fertig, aber liegen geblieben, weil blackbetty unbedingt "Prometheus" machen wollte. In der Geschichte geht es um eine Art Video-Rekorder, mit dem man Träume aufzeichnen kann - und was man alles damit anstellen kann.
Dann steht noch die Handynovelle "Scout" von blackbetty an. Die ersten Folgen sollten bereits zur Frankfurter Messe erscheinen, aber "Wyrm" von Wolfgang Hohlbein wurde erstmal vorgezogen.
Der Name Hohlbein hat natürlich eine enorme Zugkraft, insofern ist das schon verständlich. An "Scout" wird die erste Riege der deutschen Autoren mitschreiben – und ich darf auch einige unheimliche Episoden beisteueren, worauf ich sehr stolz bin. Lassen Sie sich überraschen!

Zauberspiegel: Herr Dützer, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

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