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40 Jahre Tatort: LUTZ MOIK

40 Jahre Tatort (und mehr)LUTZ MOIK
(1930 - 2002)
 
Lutz Moik wurde am 10. November 1930 in Berlin geboren. Als der Vater 1938 verstarb, konnte seine Mutter die Familie nicht mehr ernähren und brachte Sohn Lutz im Potsdamer Militär-Waisenhaus unter. Hier wurde der Junge 1942 mit zwölf Jahren von Regisseur Robert A. Stemmle als Kinderdarsteller für den Film entdeckt und gab 1945 in „MEINE HERREN SÖHNE“ sein Film-Debüt.


Lutz Moik in Und finden dereinst wir uns wiederNach Ende des Zweiten Weltkrieges wirkte Moik in einigen Hörspielen sowie im Kinderfunk bei Dr. Ilse Obrig mit. 1947 besetzte ihn Hans Müller besetzte mit der Hauptrolle in dem Drama "UND FINDEN DEREINST WIR UNS WIEDER“, einer  Geschichte um Jugendliche in den Wirren der Nachkriegszeit.

Moik entschied sich während seines Kunststudiums mit dem Ziel Bühnenbildner endgültig für den Beruf des Schauspielers und nahm Unterricht bei Leonore Ehn. Danach folgten u. a. die DEFA-Filme „1-2-3 CORONA“ (1948), „UND WENN’S NUR EINER WÄR“ (1949) oder „FÜNF UNTER VERDACHT“ (1950).
 
Mit der Hauptrolle des armen Köhlerburschen Peter Munk im ersten deutschen Nachkriegs-Farbfilm "DAS KALTE HERZ" (1950), den Paul Verhoeven nach einem Märchen von Wilhelm Hauff für die DEFA drehte, wurde Moik zum Star. 

Lutz Moik mit Karin Baal in Der eiserne GustavWenig später verließ der Schauspieler wegen der politischen Verhältnisse die DDR und ließ sich in der Bundesrepublik nieder. 1951 besetzt ihn Paul Verhoeven mit die Rolle des Sohnes Gerhard Homma in seinem preisgekrönten Kriminaldrama "DIE SCHULD DES DR. HOMMA“. Es folgten u. a. die Filme „DER FRÖHLICHE WEINBERG“ (1952), „CHRISTINA“ (1953), „MEIN 16 SÖHNE“ (1956), „DER EISERNE GUSTAV“ (1958) sowie „FABRIK DER OFFIZIERE“ (1960), einer seiner  letzten Leinwandauftritte.

Ab den 1960er Jahren wandte sich Lutz Moik wieder verstärkt der Theaterarbeit zu, stand unter anderem in Aachen, Dortmund, Hannover, Stuttgart und Düsseldorf auf der Bühne und ging auf Tournee. Zwischen 1970 und 1982 wirkte er an Schweizer Theatern wie beispielsweise in Bern und spielte am Wiener "Theater in der Josefstadt".

1981 gab der Schauspieler in „SCHATTENBOXEN“ als KOMMISSAR BERGMANN sein Tatort-Debüt, den er in „BLUTENTRÄUME“ (1983) noch ein weiteres Mal verkörperte.

Lutz Moik (re.)Anfang der 1980er Jahre musste der Schauspieler etwas kürzer treten, da er an Multipler Sklerose erkrankte. Er spielt jedoch weiter, obwohl er bereits an den Rollstuhl gefesselt war.  So war er 1992 und 1993 als Richard Graf in der Serie „GUTEN ZEITEN, SCHLECHTE ZEITEN“ zu sehen. 1996 war in „DIE TODESOPERATION“, einer Folge der Serie „DIE DREI“, in seiner letzten Rolle zu sehen. Lutz Moik erlag am 4. Juli 2002 in Berlin-Charlottenburg mit 71 Jahren seiner langjährigen, schweren Krankheit.

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FILMOGRAPHIE
1. Meine Herren Söhne (1945)
2. Frühlingstage (1945)
3. Und finden dereinst wir uns wieder/Verführte Jugend (1947)
4. Danke, es geht mir gut/ Eine reizende Familie (1948)
5. 1-2-3 Corona (1948)
6. Und wenn's nur einer wär' (1949)
7. Fünf unter Verdacht (1950)
8. Bürgermeister Anna (1950)
9. Das kalte Herz (1950)
10. Die Schuld des Dr. Homma (1951)
11. Hanna Amon (1951)
12. Der fröhliche Weinberg (1952)
13. Christina (1953)
14. Meine 16 Söhne (1956)
15. Das verbotene Paradies (1958)
16. Der eiserne Gustav (1958)
17. Himmel, Amor und Zwirn (1960)
18.  Fabrik der Offiziere (1960)
19. Bitte recht freundlich (1963) (TV)
20. Keine Leiche ohne Lily (1967) (TV)
21. Das ausgefüllte Leben des Alexander Dubronski (1967) (TV)
22. Pastorale 1943 (1978)
23. Tatort-Schattenboxen (1981) TV Folge
24. Tatort-Blütenträume (1983) (TV)
25. Der Knick - Die Geschichte einer Wunderheilung (1988) (TV)

FERNSEHEN (Serien)
1. Förster Horn (als Gendarmerie-Meister Weber, 3 Folgen, 1966)
2. Slatin Pascha" (1967) TV Mini-Serie
3. Till, der Junge von nebenan (als Vater, 5 Folgen, 1967-1968)
4. Drüben bei Lehmanns (1 Folge, 1971)
5. Ein Herz und eine Seele (1 Folge, 1973)
6. Kommissariat IX (1974)
7. Ausgerissen! Was nun? (1978)
8. Timm Thaler (1979)
9. Justitias kleine Fische (1988)
10. Berliner Weiße mit Schuß (1 Folge, 1989)
11. Großstadtrevier (1 Folge, 1989)
12. Gute Zeiten, schlechte Zeiten (als Richard Graf, 5 Folgen, 1992-1993)
13. Die Drei (1 Folge, 1996)

© by Ingo Löchel

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