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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Dämonenkiller-Chronik 78

 Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Dämonenkiller-Chronik (78. Teil)

Aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der Dämonenkiller-Serie habe ich eine Chronik erstellt, die sich mit der Geschichte der Serie beschäftigt.

Heute beschäftigen wir uns mit dem Dämonenkiller-Exposé 104, daß Ernst Vlcek am 22. März 1976 für seinen Autoren-Kollegen Holger Friedrichs  geschrieben hat. - Viel Spaß beim Lesen...


104GEFANGENE DER EISHÖLLE
DER SCHRECKEN DER KALTEN HÖLLE
VATER DES SCHRECKENS
EISKALTER SCHRECKEN
Dämonenkiller 104
Schauplatz: Nordpolgebiet
Zeit: 1. Maiwoche - wie vorangegangener Band!
Autor: Palmer-Friedrichs
Termin: 12.5.76

Titelbild: Beschreibung Frau Illfeld v. 4.3. d.J.
Das Bild zeigt eine Frau, die entsetzt die Hände ringt. Hinter ihr steht drohend ein schuppiges Ungeheuer, das die Klauen nach ihr ausstreckt.
Fotokopie geht an Autor!

Vorbemerkungen:
Mit diesem und dem nächsten Band steigen wir auf eine andere Handlungsebene um, ohne jedoch den Rahmen des Samurai-Zyklus zu verlassen.
Der Autor muß beachten, daß dieser Band zur gleichen Zeit wie der vorangegangene spielt. D.h. die Handlung schließt daran an, wie Unga in Osaka den Zug verläßt und die Verfolgung des Samurai mit der Maske fortsetzt, während Coco, Yoshi und Abi sich nach Tsuwano begeben.
Bitte beachten, was in den Datenexposé über Unga steht. Er trägt wieder europäische Kleidung, besitzt genügend Geld und einen isländischen Paß, der auf den Namen Unga Triihaer lautet, eine Verballhornung von Trismegistos-Hermes.
Unga spricht jetzt fließend englisch, ist durch und durch zivilisiert, beäugt gut gewachsene Mädchen nach wie vor und kann auch amouröse Abenteuer haben - was wir dem DK nun kaum mehr zugestehen.
Im vorangegangenen Band wurde auch ausgesagt, daß ein Jet der JAL nach dem Start von Osaka von einem offenbar Verrückten in Samurai-Kleidung gekidnappt wurde und daß unsere Freunde die Richtigen Zusammenhänge und Unga an Bord vermuten. Die Maschine verschwand spurlos im Nordpolargebiet.
Daran knüpfen wir an.

Handlung:
In Episoden kann das Schicksal und Werden unseres Monsters vom Titelbild geschildert werden. Der Autor kann diese nach Belieben in die Haupthandlung bringen, oder, wenn ihm das nicht liegt, sie überhaupt weglassen. Aber zur Auflockerung wären solche Einblendun­gen recht gut.
Irgendwann in grauer Vorzeit ist es zu einer Verscheibung der Dimensionen gekommen. Dies bombastisch und nichtssagend-phantastisch schildern. Ein kleines grauenhaftes Monster wird aus seiner vertrau­ten Umgebung einer unbeschreiblich grauenhaften Welt gerissen und findet sich auf einmal im ewigen Eis wieder. Ohne Nahrung scheint es verloren. Aber irgendwann wird es im ewigen Eis tiefgekühlt konserviert.
Irgendwann später finden Wikinger das Monster im Eis, befreien es mit wuchtigen Axtschlägen, wollen es als Trophäe mitnehmen. Doch das Monster hat was dagegen, erwacht, bietet den Wikingern Gelegen­heit sich in einem heldenhaften Kampf zu produzieren, holt sich aber schließlich deren Gehirne und andere Innereien. Das Monster wächst, wird aber irgendwann wieder eingefroren.
Eine Polarexpedition ist überfällig. Die Leutchen graben sich im Eis ein, stoßen in tieferen Eisschichten auf unser Monster, denken, daß sie dessen Fleisch zum überleben brauchen können, tauen das Ding auf und... wir wissen schon, was ihnen dann passiert.
Von diesen Geschehnissen hat ein Dämon auf magisch-mystische Weise erfahren, weil es eben ein günstiges Nordlicht gab oder sonst was und er die Szene in Luftspiegelungen sah. Dieser Dämon ist niemand anderer als Olivaro. Ei, was für ein niedliches ausgewachsenes Monster, sagt er sich. Das werde ich mir für spätere Verwendung aufheben - und lagert es tiefgekühlt.
Wir wissen aus Erfahrung, daß Olivaro überall auf der Welt Schauergestalten auf Abruf bereit hat - für den Tag X, sozusagen. Was darunter zu verstehen ist, kommt in diesem Zyklus heraus. Das als Autoreninformation.

Osaka. Unga ist mit leichtem Handgepäck - darin das von Dorian geschmiedete Samuraischwert - dem Sarg, in dem er Tomotada, den Samurai mit der Maske weiß, zum Flughafen gefolgt. Nicht ver­gessen, daß vier von Tomotada Beeinflußte den Sarg befördern.
Damit beginnen, wie Unga einen Jumbo-Jet besteigt, der mit Ziel San Franzisko starten soll. Im Gepäckraum befindet sich der Sarg mit Tomotada. Die vier Träger hat Unga danach als Leichen im Flughafengebäude gesehen. Zumindest glaubt Unga, daß Tomotada noch in dem Sarg ist - und wähnte sich und die Passagiere in relativer Sicherheit. Er weiß nicht, daß der Sarg nur ablenken soll. In Wirklichkeit befindet sich Tomotada längst im Cockpit.
Die Maschine startet. Bitte Unga eine Bekanntschaft machen lassen. Es handelt sich um ein amerikanisches Starlet, das ihr Glück beim japanischen Film gesucht und nicht gefunden hat. Das Mädel ist von dem Muskelprotz beeindruckt, er von ihr. Sie nennt sich Bianca Dillon.
Gleich nach dem Start ein Tumult in der Maschine. Ein Co-Pilot oder meinetwegen Steward, stürzt blutüberströmt in den Passagierraum. Die Stewardessen tragen durch ihr hysterisches Verhalten fast zu einer Panik bei. Dann kommt die Durchsage, daß die Passagiere die Ruhe bewahren sollen...
Es stellt sich heraus, daß Tomotada das Flugzeug in seine Gewalt gebracht hat. Ein entsprechender Funkspruch wurde hinausgejagt, bevor der Schwarze Samurai den Funker um einen Kopf kürzer gemacht hat.
Das unterschiedliche Verhalten der etwa zweihundert Passagiere kann der Autor beliebig schildern. Eine Gruppe Beherzter will den Flugzeugentführer überwältigen, als man hört, daß er nur mit Schwertern bewaffnet ist. Unga warnt vergebens.
Der Samurai mit der Maske erscheint. Er verlangt mit geisterhafter, (lautloser Stimme, die jedem ins Gehirn dringt, daß Frauen und Männer getrennt werden sollen. Während die Männer zusammengepfercht werden, erfahren die Frauen eine zuvorkommende Behandlung.
Aha, kombiniert Unga, ihm sind die Frauen wichtig; ohne zu ahnen, was Tomotada überhaupt vorhat.
Da stürzen sich die Beherzten auf den Samurai, der ihnen einen eindrucksvollen Kampf nach alter Tradition bietet. Bevor das Blutbad jedoch katastrophale Formen annimmt, bringt Unga die Männer zur Räson. Tomotada sagt in schönstem Englisch (vielleicht spricht Olivaro durch ihn), man solle auf Unga hören. Er wisse, was es geschlagen habe. Nun kann Unga von den Passagieren für einen Verbündeten Tomotadas gehalten werden.
Tomotada ist Herrscher im Cockpit. Er braucht die Mannschaft nicht mehr, entläßt sie, nicht, ohne vorher ihren Widerstand mit dem Schwert gebrochen zu haben. Von dem verletzten Piloten erfährt man, daß die Maschine Kurs zum Nordpolargebiet genommen hat... aber bevor er aus dem Cockpit gejagt wurde, haben die Instrumente verrückt gespielt, haben sich alle beim Nullwert eingependelt. Der Jet ist zu einem Geisterflugzeug geworden.
Unga kann sich denken, daß der Jet sich in einer magischen Sphäre Olivaros befindet, der ihn auf diese Weise an den Zielort lenkt.
Was steckt dahinter? In der Maschine herrscht eine unheimliche Stille. Keine Vibrationen, kein Geräusch der Düsen.
Unga versucht in einem waghalsigen Unternehmen, Tomotada zu überwältigen. Er will das Leben der zweihundert Menschen retten. Doch er kann nicht ins Cockpit vordringen, denn Tomotada hat sich durch eine magische Barriere geschützt. Es ist Unga auch nicht möglich, mittels des "Kommandostabes" mit Dorian Kontakt aufzuneh­men. Entweder ist Olivaros Magie daran schuld, oder die beiden sind zu weit voneinander getrennt.
Unga trifft aber einige andere Vorbereitungen zum Schutze der Männer. Er kann sich denken, daß Tomotada, wenn ihm nur an den Frauen etwas liegt, die Männer in den Tod schicken wird. Deshalb läßt Unga warme Kleidung, Proviant und alles Mögliche zusammenraffen. Dabei kommt es jedoch schon zu Zwischenfällen. Es stellt sich heraus, daß der Samurai den einen oder anderen von den Passagieren (nur männliche!) in seine Gewalt gebracht hat.
Wir wissen, wie das geschieht: er drückt dem, dem er zuerst das Gesicht genommen hat, die Maske mit dem an der Innenseite leben­den Gesicht gegen den Kopf, so daß er wieder ein Gesicht hat, aber in der Gewalt Tomotadas ist. Diese Besessenen sabotieren Ungas Vorbereitungen. Das nach eigenem Dafürhalten ausschmücken.
Endlich landet der Jet irgendwo im Polgebiet. Schneesturm, die Männer werden hinausgejagt, die Frauen bleiben in der Maschine. Unga, der eine vorzeitige Entscheidung herbeiführen möchte, unterliegt Tomotada.
Er findet sich nach dem Kampf in einem provischrischen Zelt oder Iglu, das die Männer schnell geschaufelt haben. Die Maschine ver­schwindet fast im Schneesturm.
Unga startet eine kleine Expedition. Er findet Tomotada im Eis bei einer Beschwörung vor. Tomotada hockt vor einem Eisblock, darin das Ungeheuer vom Titelbild eingefroren. Das Eis taut...
Unga kann sich denken, daß Olivaro dieses Ungeheuer als Kampf­gefährten für Tomotada erweckt. Jetzt wird dem Cro-Magnon klar, was dieser Abstecher zum Nordpol zu bedeuten hat. Offenbar mobili­siert Olivaro alle Kräfte im Kampf gegen die unbekannten Mächte. Unbekannt natürlich für Unga.
Und die Frauen? Sollen Lustobjekt oder Nahrung für das Ungeheuer sein?
Damit der Schrecken nicht genug: Die aus der Maschine verbannten Männer haben Unterschlupf im Lager der Nordpolexpedition aus der einen Episode gefunden. Jetzt erwachen die Erfrorenen auf einmal - durch Tomotadas Beschwörung - zu eiskaltem Leben. Was für ein schrecklicher Anblick, Männer, im Eis erstarrt, mit Eiszapfen behangen werden zu mordenden Untoten. Und um die Sache abzurunden, erwachen auch die Wikinger und andere Opfer des Monsters, die der Autor in Episoden vorgestellt haben mag.
Überall bricht das Eis auf, Erfrorene lustwandeln durch den Schneesturm.
Und jetzt regt sich auch unser Ungeheuer, nimmt zielstrebig Kurs auf die Maschine.
Inzwischen ist Unga in den Jet eingedrungen. Er hat keine andere Wahl, als die Besessenen zu killen. Bei dieser Aktion Ungas bleibt Tomotada passiv. Er sitzt immer noch wie erstarrt am Ort seiner Beschwörung - er überläßt das Feld offenbar dem erweckten Ungeheuer. Und das dringt gewaltsam ins Flugzeug ein. Während die Männer sich draußen mit den Erfrorenen herumschlagen müssen, versucht Unga das Ungeheuer mit seinen magischen Mitteln und seinem Samuraischwert abzuwehren. Er kann dem Ungeheuer auch etliche Wunden schlagen, doch dann ringen ihn die Erfrorenen mit eiskalten Händen nieder - bevor sie in der Wärme des Flugzeugs zerfließen. Sie zergehen regelrecht wie Schneemänner bis verfaulende Fleischklumpen von ihnen überbleiben.
Einige Frauen können sich mit Unga aus dem Flugzeug retten. Die anderen bleiben mit dem Ungeheuer drinnen. Was Schreckliches mag sich dort drinnen abspielen?
Man kann den Frauen vorerst nicht helfen, sondern muß einen Plan schmieden, wie man das Ungeheuer zur Strecke bringen kann. Nach den Geräuschen nach zu schließen, spielen sich im Flugzeug unbeschreibliche Szenen ab. Dann taumelt Ungas Starlet Bianca Dillon ins Freie.
Sie weist keine Wunde auf, doch sie befindet sich in einem scheintoten Zustand. Einmal kommt sie zu sich, schreit, kann aber keine Angaben darüber machen, was mit ihr passiert ist. In einem lichten Moment beteuert sie aber, daß das Ungeheuer gut zu den Frauen ist, fast zärtlich, sie fürsorglich behandelt, sie regelrecht behütet. Und sie erzählt, daß das Ungeheuer sie in einen abgeschlossenen Raum gedrängt hat, sich ihr unter seltsamen Lauten näherte, irgendetwas glitschiges aus seinem Körper hervorholt - und dann hatte sie Mattscheibe. Sie nahm nur unterbewußt wahr, was danach passierte. Das Monster hatte seine Klauen überall an ihrem Körper, sie verspürte keinen Schmerz, sondern eher ein Wonnegefühl.
Unga kommt ein furchtbarer Verdacht. Sein Kommandostab verrät ihm, daß in Biancas Kopf irgend etwas ist, das eine dämonische Aus­strahlung hat. Ist sie nun die Sklavin des Ungeheuers?
Das Scheusal muß getötet werden. Gegen die Erfrorenen kann man sich nun recht gut mit Feuer erwehren. Tomotada verhält sich immer noch passiv. Aber wie soll man das Ungeheuer vernichten? Es hat sich im Flugzeug verschanzt, feiert irgendwelche Orgien mit den Frauen.
Unga versucht nun, Bianca Dillon zu "heilen". Er versucht alle möglichen Beschwörungen, woraufhin das Starlett immer kränklicher wird. Als er dann aufs Ganze geht, die Zauberkraft des Kommando­stabes auf sie wirken läßt, passiert etwas Furchtbares.
Biancas Schädeldecke platzt regelrecht, und es quillt etwas Schleimiges, Lebendiges heraus. Es erstarrt im Eis sofort, und man übergibt es den Flammen. An der Form des Dinges erkennt man, daß es sich um die Brut des Ungeheuers erkannt hat.
Und Unga wird klar: das Monster bringt seine Brut in den Gehirnen der Frauen unter. Jetzt ist der Cro-Magnon nicht mehr zu halten.
Mit einer Handvoll Männer stürmt er das Flugzeug, man nimmt es im Sturm.
Der Pilot wird ins Cockpit gebracht, er soll funken und versu­chen, das Flugzeug zu starten.
Währenddessen beginnt das Ungeheuer zu toben. Es hat gesehen, wie seine Feinde unter Ungas Führung seine gesamte wohlbehütete Brut in einem Versteck des Flugzeuges fanden und diese nun bedrohen.
Das Ungeheuer dreht regelrecht durch.
Da taucht Tomotada auf. Aber auch er kann das Ungeheuer nicht halten, also sieht selbst er, der sich in Olivaros Namen mit diesem Scheusal verbünden wollte, daß es keinen anderen Ausweg mehr gibt, als es zu töten.
Es kommt zu einem gnadenlosen Kampf, bei dem das Ungeheuer durch das Tomokirimaru fällt. Die Brut geht dabei drauf. Aber Tomotada sondern vier Frauen von den anderen ab.
Unga kann nur vermuten, daß sie bereits die Saat des Ungeheuers in ihren Gehirnen haben. Sie sind unrettbar verloren, denn sie werden von den kleinen Teufeln innerlich aufgefressen. Und Tomotada züchtet die Bestien womöglich noch, um sie dann vielleicht für Olivaro aufzuziehen...
Tomotada hat den Jet wieder in seiner Kontrolle. Zuvor gelang es dem Piloten jedoch eine Positionsmeldung durchzugeben - der Funkspruch wurde von einer russischen Forschungsstation aufgefangen.
Draußen geistern die Erfrorenen durchs Eis. Die überlebenden männlichen Passagiere haben sich eingeigelt - aber Unga hat nun berechtigte Hoffnung, daß sie gefunden werden.
Er selbst ist mit vierunddreißig Frauen an Bord, von denen vier die Trägerinnen der Brut des Ungeheuers sind.
Die Maschine startet. Das ist aber nicht allein Verdienst des Piloten, sondern Olivaro - der nicht körperlich hier ist - hilft ihm mit seiner Magie aus.
Unga ist als einziger Mann - neben Tomotada, der aber als Mann kaum zählt - an Bord. Der Cro-Magnon ist noch immer zu allem entschlossen.
Da meldet sich Olivaro auf originelle Weise. Entweder durch Ungas Kommandostab, oder auf einem Bildschirm oder durch eine Luftspiegelung...
Olivaro erklärt, daß er überhaupt nichts gegen Hermes Trismegistos hat, was er unternimmt, ist nicht gegen die Interessen des Dreimalgrößten gerichtet. Unga kann erwidern, daß Olivaro viele Menschen auf dem Gewissen hat - und schon allein deshalb HTs Zorn auf sich zog.
Olivaro betrauert die Opfer. Er sagt, das habe er nicht gewollt, daß Menschen in dieser Menge sterben mußten sei ein bedauerlicher Nebeneffekt. Er beabsichtige nur, gegen eine Macht vorzugehen, die auch HTs Feind sei, deshalb wäre Zusammenarbeit am Platz.
Unga kann und will sich nicht festlegen. Er verspricht Tomotada im Moment nur einen Waffenstillstand - wenn Olivaro seine Bereitschaft zeigt, indem er die vier Frauen rettet, die die Monsterbrut in ihren Gehirnen hat.
Olivaro sagt, daß er die Brut töten wird. Er verschweigt aber, daß damit auch die vier Frauen verloren sind. Diese, die innerlich zerfressen sind, kann er nicht mehr retten, es sei denn, er hält sie magisch am Leben, indem er sie zu Untoten macht. Aber das liegt auch nicht in Ungas Interesse.
Die vier Frauen sterben mitsamt der Brut.
Das Flugzeug setzt seine Geisterfahrt fort.
Unga verhält sich abwartend. Er würde jetzt gerne einen Rat vom (dreimalgrößten) DK haben, wie er sich verhalten soll.
Aus eigenem Antrieb will er sich nicht mit Olivaro verbünden, deshalb beschließt er, erst einmal das Kommende ab und auf seine Chance zu warten.
Wäre es vielleicht nicht doch besser, statt gegen Olivaro mit ihm zusammenzuarbeiten - gemeinsam gegen die andere Macht? Wer ist dieser Gegner im Dunkeln? Etwa Luguri - aber darauf hat bis jetzt noch nichts hingedeutet.
Alle Fragen bleiben offen, ebenso die nach dem nächsten Ziel Tomotadas.
Unga ist in dem Flugzeug von Dorian (der ja für alle Welt als tot gilt) abgeschnitten. In weiterem Sinne liegt sein Schicksal sogar in Olivaros Hand.
Mit diesem düsteren Ausblick den Roman beenden.
Das Intermezzo mit dem Ungeheuer im Eis hat bedauerlicherweise einigen Unschuldigen das Leben gekostet - ohne daß dabei etwas herausgekommen wäre. Aber wenigstens hat Olivaro auch sein schreck­liches Ungeheuer verloren, das er in die Schlacht werfen wollte und das für die Menschheit noch gefährlicher als der Samurai mit der Maske geworden wäre.
Die im Eis zurückgebliebenen Passagiere werden bestimmt gerettet werden, dessen ist Unga sicher.

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2014-07-01 09:48
Das ist also nach der 7 der große Satan der Serie ;-) , der indiziert und später neugeschrieben wurde.

Na ja, wenn man bedenkt, wie zurückgenommen Beschreibungen in den Vorromanen sind, wundert es einen schon, wie sehr hier Friedrich die Köpfe rollen lässt.

Ich habe spaßeshalber mal in den "Ersatzroman" von Delfs reingesehen, und spätestens beim zweiten "der Samurai schlug zu, und er hauchte sein Leben aus" hatte ich eigentlich genug. Der Roman hat wie so oft bei Friedrichs ein echtes B-Movie-Flair - das Einzige, das den ansonsten sehr öden Roman genießbar macht -, und das kommt bei Delfs überhaupt nicht mehr rüber. Aber es ist ein schönes Beispiel, wie man Inhalte mit geschickten Formulierungen verschleiert.

Davon mal abgesehen hat der Roman ein ganz anderes Problem. Er ist absolut sinnfrei. Olivaro läßt ein Flugzeug entführen – immer gut für Schlagzeilen, aber anscheinend ist ja Luguri jeden Abend ohnehin in den Fernsehnachrichten; ich stelle mir da immer Wilhelm Wieben vor, wie er ernst aber gefaßt in die Kamera blickt und verkündet, dass Dämonen den Bundeskanzler attakierten, ihn die GSG9 aber wieder herausgehauen hat. (Zurzeit der Neuauflage hätte er noch verkündet, dass schon wieder ein Mädchen verschwunden ist.)

Das tut Olivaro, um ein paar Frauen von seinem im Eis geparkten Dino mit irgendwas für irgendwas zu infizieren. Aber weil Unga ihn belabert, macht er das wieder rückgängig, weil er ja von Anfang an nur auf eine Allianz mit Hunter aus ist? Und Unga, der laut der Nr. 100 immerhin einen afrikanischen Kleinstaat und eine deutsche Kleinstadt vor Luguri beschützt hat – Wilhelm Wieben kommt nicht zur Ruhe - , kriegt es nicht auf die Reihe, ein lausiges Flugzeug zurückzuerobern?

Man darf einfach nicht darüber nachdenken, denn dann zeigt sich mal wieder, wie wenig diese ganze Hermes-Geschichte funktioniert.

Delfs Version verknüpft das Ganze ja mit einer Figur aus Band 99 und tauscht den seltsamen Dino gegen einen Japaner, was dann aus dem Echsenmonster einen am Nordpol geparkten Echsenmann macht. Der heroisch gegen das Böse in sich ankämpft. (Ächz).
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