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Dark Land 26 bis 28: Drei Bände in schwärzester Nacht

Geisterjäger John Sinclair - Die AblegerDark Land 26 - 28
Drei Bände in schwärzester Nacht

Dark Land 26: Eine von euch von Mark Freund
Muriel Ryder konfrontiert den Leiter des Waisenheims Bird Nest Gerald Mulligan mit Beweisen, dass im Waisenhaus etwas mit den Kindern geschieht.

Als Mulligan dies ins Lächerliche ziehen will und sogar mit Kündigung droht, weiß Muriel, dass sie mit ihrer Vermutung recht hat.

Eine von euchDoch bevor sie weitere Schritte einleiten kann, wird sie von Mulligans Frau Marjorie ermordet.

Durch den Anruf von Officer Monty Green vom Twilight City Police Department, der sich Sorgen um Muriel macht, wird Abby auf die Probleme im Waisenhaus aufmerksam gemacht, für das ihr Vater Sir Roger Baldwin-Fitzroy die Schirmherrschaft übernommen hat.

Zusammen mit Wynn macht sie sich auf den Weg zum Bird Nest, wo sich bereits Reverend Winter aufhält, der Marjorie Mulligan von früher kennt.
Als Abby und Wynn das Waisenhaus erreichen, treffen sie auf den Polizisten Green, der das Gebäude observiert. Als sie versuchen mit den Mulligans zu sprechen, verwehrt ihnen Marjorie den Eintritt ins Waisenhaus.

Erst als die lebende Leiche von Muriel zurückkehrt und sich mit der Waffe von Green selbst tötet, eskaliert die Situation. 
Marjorie Mulligan schießt auf Officer Green und flüchtet, gerät aber auf ihrer Flucht in die Fänge Reverend Winters, der Odette, Octavia und Odile, die drei Pflegetöchter von Gerald Mulligan entführt hat...

  • Erschienen am  7. November 2017
  • Preis: 1,80 Euro
  • Titelbild: Timo Würz
  • Ein Roman mit Reverend Winter

Der Roman "EINE VON EUCH" lässt mich persönlich etwas zwiespältig zurück, auch weil mich der Roman von Marc Freund diesmal nicht vom Hocker gehauen hat.
Das liegt vermutlich auch an der Handlung des Heftes, die im Grunde aus zwei Geschichten beseht. Zum einen die ominöse Sache mit dem Waisenhaus Bird Nest, in dem ein unheimliches Wesen sein Unwesen treibt, dass es anscheinend  auf die Lebensenergie der Kinder abgesehen hat. Doch dieses Fliegenwesen, dass sich als Doktor Drewett vom Waisenhaus entpuppt, kann schließlich von Abby und Wynn vernichtet werden.

Aber diese 'unheimliche' Waisenhausgeschichte dient im Grunde nur als Alibigeschichte für die Handlung mit dem abtrünnigen Reverend Winter, der durch den Einfluss der weißen Dämonen vom Schiff langsam den Verstand zu verlieren droht. Diesen Winter führt sein neuer Auftrag ebenfalls ins Waisenhaus, wo er anscheinend neue Opfer für das Weiße Schiff suchen soll.
Die schwärzeste Nacht

Dark Land 27: Die schwärzeste Nacht von Rafael Marques (Rafael Hoppe)
Rakk, der seit einiger Zeit verschwunden ist, meldet sich plötzlich bei Wynn. Der Dämon will sich mit dem Reporter in einem alten Lagerhallen treffen. Dort angekommen, entdeckt Wynn die Leiche eines Mannes, der von Rakk getötet wurde.

Als Rakk schließlich auftaucht,  schießt er auf Wynn. Der Dienstleister scheint  nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein und sich unter dem Einfluss einer fremden Macht zu befinden.

Glücklicherweise tauchen Sir Baldwin und Esrath auf, die Rakk ausschalten und ihn von der fremden Beeinflussung befreien können.

Währenddessen beschwört Soraya mit Hilfe von vier Blutopfern die Schwarze Göttin und wird danach von der Göttin vernichtet.

Rakk, der von der fremden Beeinflussung befreit wurde, hat den Plan, den Richter und die Schwarze Göttin aufeinander zu hetzen, damit sie sich gegenseitig vernichten.

Doch damit der Plan gelingt,  muss sich Wynn erneut vom Richter entführen lassen, damit auch das Schiff der Toten endgültig zerstört werden kann...

  • Erschienen am  21. November 2017
  • Preis: 1,80 Euro
  • Titelbild: Timo Würz
  • Ein Roman mit Rakk

Der überladene Roman "DIE SCHWÄRZESTE NACHT" von Rafael Hoppe wirkt über weite Strecken der Handlung sehr hektisch in Szene gesetzt. Anscheinend wollte man mit aller Gewalt bestimmte Themen abschließen, was aber nicht sehr gut gelungen ist.
Überraschungen bietet der Roman nur insoweit, dass darin gleich drei Gegner vernichtet werden. Aber der Reihe nach.

Zu Beginn des Romans erfährt der Leser erst einmal, warum Rakk nach den Ereignissen von "GÖTTERDÄMMERUNG" verschwand und am Ende von "DAS SCHWARZE BUCH" Reverend Spring tötete. Er geriet unter dem Einfluss von Soraya.

"Als Harold Jameson und die anderen Geister ihren Vater und sie zerrissen, dachten wir, wir hätten ihre Rückkehr verhindert. Aber es war nur ein Trick, um den Richter glauben zu machen, er hätte gewonnen. Soraja lebte. Nachdem wir uns damals getrennt hatten, ist sie vor meinem Büro aufgetaucht und hat mich zu ihrem Diener gemacht.
 Unter anderem habe ich deshalb Reverend Spring erschossen und seinem Vorgänger Winter ein Bündnis mit der Schwarzen Göttin schmackhaft gemacht, da sie sich für das Weiße Schiff interessiert. Warum, habe ich selbst nie erfahren.
Durch meinen jahrzehntelangen Umgang mit dunkler Magie konnte ich mich jedoch hin und wieder aus ihrem Einfluss lösen und meinen Freunden Hinweise hinterlassen – wie das Kreuz in meiner Wohnung. Aber das ist im Moment unwichtig, denn Soraja ist gestorben. Und diesmal endgültig. Ihre Mutter hat sie nicht mehr gebraucht"

Nachdem Rakk vom Einfluss Sorayas befreit wurde, will er seinen Plan in die Tat umsetzen, und die Schwarze Göttin und den Richter aufeinanderhetzten, damit diese sich gegenseitig vernichten.

Um dafür zu sorgen, dass auch das Schiff der Toten für immer vernichtet wird, muss sich Wynn, der eine besondere Waffe in sich trägt, vom Richter entführen lassen.

Diese besondere Waffe, die Wynn in sich trägt, sind die beiden letzten roten Kugeln mit Götterblut, die Rakk mit Hilfe von Esrath in eine Wolke verwandelt hat, die in Wynns Körper eindringt.

"Die roten Kugeln reagierten. Gemeinsam mit dem gelben Stein leuchteten sie für einen Moment grell auf. Das Licht brach zwar schnell wieder in sich zusammen, sein Effekt blieb jedoch bestehen. Die Geschosse verflüssigten sich und erhoben sich in die Luft.
Dabei löste sich auch ein Stück von Esraths Körper und verband sich mit der glühenden Masse. Plötzlich stob sie auseinander. Innerhalb weniger Sekundenbruchteile verwandelte sie sich in eine feinpuderige Wolke. Es wirkte, als hätte jemand rotes Mehl in die Luft geschleudert.
 Rakks Worte brachen abrupt ab. Tief sog er die Luft ein, nur um sie im nächsten Augenblick wieder auszustoßen. Wynn zuckte überrascht zurück, als er die Wolke direkt auf sich zurasen sah.
Selbst wenn er gewollt hätte, er konnte ihr nicht mehr entgehen. Sofort hatte er das Gefühl, dass etwas Warmes durch jede Pore seines Körpers in sein Innerstes eindringen würde. Dann war es vorbei. Die Wolke war vollständig in ihn eingedrungen, ohne dass er noch etwas von ihr spürte."

Hinzu kommt noch ein Abschnitt mit Reverend Summer, der in den Katakomben der Trinity Church, einen magischen Stab birgt, der das Blut eines Engels enthält, mit dessen Hilfe anscheinend vor vielen Jahrhunderten die Schwarze Göttin besiegt wurde.

"Summer lächelte, als er den Stab erkannte, der vor ihm auf roten Samtkissen gebettet war. Der größte Teil seiner Oberfläche war orangerot, fast bernsteinfarben. Aus was für einem Material er gefertigt worden war, wusste er selbst nicht.
Er war fast genauso lang wie die Kiste, dabei aber nur so schmal wie der Arm eines jungen Mannes. Mehrere kleine, dämonisch wirkende Tiergestalten waren um die drei Griffe herum eingearbeitet.
An der Spitze des Stabs befand sich eine Glaskugel, in der sich eine gräuliche, fast silberne Flüssigkeit befand. Der Legende nach handelte es sich dabei um das Blut jenes Engels, dessen Abbild an der Decke der Trinity Church zu sehen war.
Der Grauhaarige richtete sich wieder auf und zog den Stab mit beiden Händen hoch. Er fühlte sich erstaunlich leicht an. Eigentlich hatte er erwartet, dass nur Pater Geoffrey ihn tragen konnte.
Ein wissendes, zufriedenes Lächeln legte sich auf seine Lippen. »Das ist er«, flüsterte er, während neue Energien durch seinen Körper zu rinnen schienen. »Der magische Stab. Die Waffe, mit der unsere Kirchenbrüder vor Hunderten von Jahren zu Helden aufgestiegen sind. Jetzt, Pater Geoffrey, ist es an der Zeit, dass wir uns ihres Erbes würdig erweisen ..."

Doch diesmal kann die Schwarze Göttin mit dem magischen Stab nicht vernichtet werden. Reverend Summers scheitert, da der alte Mann einfach zu schwach für den Kampf ist.
Doch die Frage, die ich mir beim Lesen des Romans gestellt habe, ist, warum diese Szene mit Summers überhaupt im Roman eingebaut wurde? Denn für die Geschichte von "DIE SCHWÄRZESTE NACHT" ist diese Nebenhandlung mit Summers und seinen Kampf mit der Schwarzen Göttin völlig nebensächlich. Oder ging es dabei um den magischen Stab?

Es ist schon verwunderlich, was alles in den Katakomben der Trinity Church alles zu finden ist. Aber warum wurde gerade dort der magische Stab versteckt? Gab es keine anderen Verstecke der Kirche von Twilight City, die sicherer waren?

Jedenfalls werden am Ende von "DIE SCHWÄRZESTE NACHT" mit der Vernichtung von Soraya, dem Schwarzen Buch, dem Richter und der Schwarzen Göttin gleich mehrere Themen in "DARK LAND" sang- und klanglos ad acta gelegt. Was ein bisschen verwundert, da dass ganze Szenario des Romans nicht sehr glaubwürdig wirkt. 
Zudem muss man sich schon die Frage stellen, warum diese Themen mit dem Roman so übereilt und hektisch abgeschlossen werden. Zumal das Thema "Schwarze Göttin" in der Serie "DARK LAND" doch nur sehr nebulös behandelt wurde.
Hatten die Autoren der Serie kein Interesse mehr daran, diese Thematik weiter auszubauen oder sich mit ihr weiter zu beschäftigen?
Die Fänger

Dark Land 28: Die Fänger von Rafael Marques (Rafael Hoppe)
Abby wird von ihrem Informanten Nink darüber informiert, dass in einer der Seitenstraßen in der Nähe des Clubs "Devil’s Dungeon" ein Mord geschehen ist.
Wie Abby am Tatort von den ermittelnden Beamten Lieutenant Bella Tosh und Sergeant Kajahn erfährt, hat "der Fänger" erneut zugeschlagen, der sich sein viertes Opfer geholt hat.

Durch Tabea Knight kommen Abby, Bella und Kajahn deren Ex-Freund Layoun auf die Spur, der einen Quareen, einen bösen Geist beschworen hat, um mit dessen Hilfe seine große Liebe Tabea zurück zu gewinnen.

Layoun hat jedoch den bösen Geist unterschätzt und ist unter dessen Einfluss  geraten...

  • Erschienen am  5. Dezember 2017
  • Preis: 1,80 Euro
  • Titelbild: Timo Würz

Mit "DER FÄNGER" haben wir einen Roman, der ganz ohne Wynn auskommt, denn der spielt darin keine Rolle, da er Rakk dabei behilflich ist, dessen Büro neu einzurichten.

Insgesamt wirkt der Roman von Rafael Hoppe nicht nur sehr konstruiert, sondern die Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte und Horroroman ist nur leidlich spannend und gibt aufgrund der etwa dünnen Handlung auch nicht sehr viel her. 

Dafür tauchen mit dem Quareen ein neuer Gegner auf, der am Ende nicht besiegt zu sein scheint.

"Mein Großvater schöpfte sein Wissen aus einem alten Buch, das leider kurz nach seinem Tod verloren ging. Darin hieß es, dass die Qareens böse Geister waren. Es gab nur sehr wenige von ihnen, und jeder konnte nur zu einem bestimmten Zweck beschworen werden.
Um den Wunsch nach Glück zu erfüllen, musste man einen bestimmten Geist beschwören, oder eben, wenn man sich oder jemandem den Tod oder die Liebe wünschte. Und genau dabei kommen die Raben ins Spiel.
Mein Großvater berichtete mir, dass der Qareen, der dem Beschwörenden eine unerfüllte Liebe zurückbringen konnte, von einer Horde augenloser Raben begleitet wird. Sie symbolisierten die Endlichkeit und Vergänglichkeit des Seins.
Es handelte sich bei ihnen jedoch um keine normalen Tiere, sondern um aus reiner Magie bestehende Wesen – böse Wesen. Ebenso wie es bei dem Qareen der Fall sein sollte."

Zumal Tabea unter den Einfluss des Wesens geraten ist.

"Sie dachte an das Buch, mit dem Layoun den Qareen beschworen hatte. Wenn es ihr gelang, die Beschwörung noch einmal durchzuführen, konnte sie unter Umständen zu Layoun zurückkehren und ihn doch irgendwie retten.
Oder sie rief einen anderen Qareen an und wünschte sich einfach, dass ihr Freund wieder lebte.
Tabea konnte wieder lächeln. Bald würde sie das Krankenzimmer wieder verlassen können. Dann würde sie das Buch holen und Layoun zurückkehren lassen. Koste es, was es wolle. Ihre Liebe war schließlich stärker als der Tod.
Dass sie von dem Buch eigentlich gar nichts wissen konnte, daran verschwendete sie keinen Gedanken. Sie bekam auch nicht mit, dass eine finstere Gestalt irgendwo in einer Höhle in der Tiefenstadt leise vor sich hin lachte und zufrieden den Berg aus Totenschädeln unter sich betrachtete..."

Hinzu kommt, dass die letzten Sätze des Romans "DER FÄNGER" andeuten, dass vermutlich ein neuer Gegner aufgetaucht ist, der im Hintergrund seine Fäden zieht. 

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© by Ingo Löchel

 

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