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Maddrax und die Titanic - MADDRAX 521: "Kurs ins Verderben"

Was MADDRAX definitiv richtig machtMaddrax und die Titanic
MADDRAX 521: "Kurs ins Verderben"

"Ein neuer Autor betritt die MX-Bühne: Stefan Hensch hat bislang erst zwei PROFESSOR ZAMORRA für Bastei geschrieben. Dann wollt er's mit MX probieren und überzeugte mich mit interessanten Exposé. Nun liegt sein MX-Erstling "Kurs ins Verderben" vor, und ich bin gespannt, wie er euch gefällt."

(MAD MIKE, MADDRAX-Leserseite, Bd. 521)

Stefan HenschStefan Hensch
Im Gegensatz zur MADDRAX-Gemeinde kennen Zauberspiegelleser Stefan Hensch (Jahrgang 1978) bereits seit einiger Zeit. Er hat hier über sein Projekt "Der Psioniker" berichtet und ein Interview gegeben. Außerdem gab es einen Artikel über seine beiden ZAMORRA-Bände. Wer will kann aber auf der Leserseite von MADDRAX 521 noch mehr über ihn, seinen Lebenslauf und seine Projekte wie "Die Raumflotte von Axabor" erfahren.

Die Serie
Mit Band 500 verlagert sich der Handlungsschwerpunkt von MADDRAX endgültig wieder auf die Erde. Dort tauchen immer wieder Parallelweltareale auf. Dadurch gelangen auch die entsprechenden Gegenstücke von Smythe und Rulfan wieder auf. Zuerst erkunden Matt und Aruula das Phänomen, inzwischen sind auch die Archivare, Menschen aus der Zukunft, die in der Domäne bzw. im zeitlosen Raum zuhause sind, aufmerksam geworden.

Kurs ins VerderbenDer Roman
Es beginnt im Jahre 1911 am Südpol. Roald Amundsen und seine Männer triumphieren. Sie haben den Wettlauf zum Pol gewonnen. Mit ihren Schlittenhunden haben sie ihren Konkurrenten Ronald F. Scott geschlagen, der auf Motorschlitten gesetzt hatte. Zur Feier des Tages gönnt man sich eine Flasche Aquavit. Als man die leere Flasche wegwirft scheppert es. Zufällig hat man ein Stück Metall getroffen. Am Pol befindet sich ein Trümmerfeld. Schließlich bergen die Männer ein Artefakt, dass sie als Beweis für ihre Entdeckung mit in die Heimat nehmen wollen. Doch als Amundsen seinen Fund der Royal Society in London präsentiert wird er ausgelacht. Die Gentlemen halten ihn für eine plumpe Fälschung. Der enttäuschte Polarreisende verkauft den Gegenstand daher für gutes Geld an einen Sammler. Der neue Besitzer beauftragt den Privatdetektiv Ian Getty das schöne Stück nach Amerika zu bringen. Eine Passage auf der "Titanic" ist bereits gebucht.

Auf der Titanic tummeln sich eine ganze Reihe von anderen Reisenden. Da ist z.B. die junge Myrna Harper, die mit ihrer Tante Elizabeth unterwegs ist. Schon beim Einchecken erregt sie die Aufmerksamkeit des jungen James Flynn, der lauthals Shakespeare deklamiert. Als Passagier der dritten Klasse ist er jedoch kein standesgemäßer Umgang für die junge Frau. An Bord ist auch der Journalist und Spiritist William Thomas Steel, der schon gleich zu Beginn mit dem Colonel John Bertram Crafton aneinander gerät.

Auch in der Domäne ist man auf das Artefakt aufmerksam geworden. Man sendet einen Archivar aus, der das Ding bergen soll, weil es außerirdische Technik beinhaltet, die die Entwicklung der Menschheit beeinflussen könnte. Der Abgesandte nimmt durch Tarntechnik das Aussehen eines jungen Oskar Wilde an und gibt sich als Archibald Mountbatton aus. Doch den Spiritisten kann das Tarnfeld nicht täuschen.

Kaum in See gestochen macht Colonel Crafton eine merkwürdige Beobachtung. Der Mond scheint unvermittelt seine Position zu wechseln. Die Besatzung bemerkt, dass das Schiff an Geschwindigkeit verliert. Schuld scheinen Algen zu sein, die sich an die Schiffsschraube und an den Schiffsrumpf heften. Auch im Frachtraum gibt es ein merkwürdiges Phänomen. Dort entsteht eine unheimliche Kälte, die scheinbar vom Artefakt ausgeht. Als James Flynn mit einem Kumpel Piet auf Erkundungstour geht und dabei auch den Frachtraum aufsucht, kommt es zum Unglück. Als die beiden die Kiste aufbrechen wird dem Kumpel auf einen Schlag die komplette Lebenskraft entzogen. Und auch Myrna Harper macht eine merkwürdige Beobachtung. Die Orchidee in ihrer Kabine scheint urplötzlich einen heftigen Wachstumsschub bekommen zu haben. Als sie durch das Schiff streift bemerkt sie, dass auch andere Pflanzen davon betroffen sind.

Inzwischen haben Matt und Aruula, die zusammen mit Rulfan mit einem Gleiter unterwegs sind, eine Satellitenortung. Diese führt sie auf den Atlantik, wo sie die Titanic entdecken. Kurz entschlossen funken sie das Schiff an und landen dort. Behutsam versuchen sie Passagiere und Besatzung mit den Gegebenheiten bekannt zu machen. Dabei stoßen sie zunächst auf großen Unglauben.

Ein Versuch des Archivars, direkt in den Frachtraum vorzudringen, scheitert daran, dass dieser nach dem Vorfall mit den jungen Männern scharf bewacht wird. Außerdem stört die Strahlung des Artefaktes sein Tarnfeld, so dass er als Alien erkannt wird.

Inzwischen erkunden Myrna und James das Pflanzenlager des Schiffes. Sie stellen fest, dass es auch dort zu unkontrolliertem Wachstum gekommen ist. Leider müssen sie dann auch noch feststellen, dass die Pflanzen ihren Rückweg blockieren.

Matt und Aruula versuchen derweil dem Archivar zu helfen, dass Artefakt zu bergen.

Meine Gedanken
Stefan Hensch hat einen gelungenen Einstiegsroman bei MADDRAX vorgelegt. Er versteht es einerseits die Perspektive von Matt und Aruula einzunehmen und den Band bruchlos in das bekannte MADDRAX-Universum einzufügen. Andererseits legt er einen interessanten Plot über die Titanic vor und stattet diesen Teil mit einigen sehr gelungenen Charakteren aus. Es gibt auch augenzwinkernde Reminiszenzen an den Titanic-Film. Mich überzeugt dieser Band. Der akribisch ausgearbeitete Mikrokosmos des Schiffes und die gut herausgearbeitete Handlungsstrategie der einzelnen Charaktere lassen den Leser tief in diese Welt eintauchen. Südpol und Titanic bestätigen wieder, das Stefan Hensch ausgefallene und phantastische Elemente und Schauplätze bevorzugt. Hoffentlich werden weitere Auftritte des Autoren im Maddrax-Universum folgen!

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