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Derrick und seine Fälle: Folge 112 - Drei atemlose Tage

Derrick und seine FälleFolge 112
Drei atemlose Tage
 
Helga Schuster macht eine schockierende Entdeckung: Der unbekannte Tote, abgebildet in der Zeitung, ist ihr Bruder! Karl, so entnimmt die junge Bankangestellte der kurzen Zeitungsmeldung, ist in der vergangenen Nacht ermordet worden. Auf einem Gelände in Ufernähe der Isar hat man den Toten gefunden; mit dem Messer wurde er erstochen. Schleifspuren im Erdreich lassen darauf schließen, dass sich die Tat woanders zugetragen hat. Der unerwartet schnelle Erfolg des Fahndungsaufrufs in der Presse stimmt Oberinspektor Derrick optimistisch. Aber dann geraten alle weiteren Ermittlungen doch wieder ins Stocken, denn Harald Wiemann, der Freund des Ermordeten, wartet mit einer Story auf, von der Derrick instinktiv spürt, dass sie gelogen ist. Warum lügt Wiemann - hat er etwa Angst? (1)

SzenenfotoAufgewärmte Story
Wenn unter Regie der Name von Alfred Vohrer steht, kann man unbesorgt sein. Meistens erwartet einem eine gute oder doch mindestens mittelmäßige Story. Denn der Mann hat es geschafft, selbst die dürftigsten Drehbücher mit Fleisch zu versehen. Mit Drei atemlose Tage wärmt Reinecker allerdings eine Story wieder auf, die er in Ein tödlicher Preis schon einmal erzählt hat.
Unbeteiligte machen einen Drogenfund und wollen für die Herausgabe am Geschäft beteiligt werden. Und wieder spielt Ekkehardt Belle den "ungeübten Erpresser". Zusammen mit einem Freund will er die Gangster überlisten, doch der Freund überlebt das nicht. Dennoch will sein überlebender Kompagnon (Belle) Kapital aus seinem Wissen schlagen und bringt die Gangster in Schwierigkeiten.

Trotz dessen die Story sehr vorhersehbar ist, hat sie viel Tempo und Spannung. Das allein ist Vohrers Verdienst, der an den richtigen Stellen einige Effekte wie eine Explosion einbaute, und auch sonst für die richtige Musik im Hintergrund sorgt.

Willy Schäfer
Willy Schäfer ist als zweiter Assistent Derricks stets im Hintergrund. Doch eine größere Rolle wollte der Darsteller gar nicht. Schäfer ist von Haus aus Synchronsprecher (2). Er liest seine Texte immer ab und konnte sich schlecht etwas merken. Darum (so das Gerücht), sagte er im Derrick nie viel. Seine Dialoge beschränken sich auf wenige Sätze. Warum das so war, ist nur lückenhaft überliefert. Horst Tappert nennt ein unschönes Erlebnis mit einem ungeduldigen Regisseur, der Schäfer aus der Fassung brachte (3).


Darsteller:  Horst Tappert , Fritz Wepper , Willy Schäfer, Ekkehardt Belle, Sky Du Mont, Ekhard Heise,  Stefan Flemming, Ute Willing, Alexis von Hagemeister, Willi Schultes und andere
Regie: Alfred Vohrer,  Buch: Herbert Reinecker, Titelmusik: Les Humphries, Musik: Frank Duval, Produzent: Helmut Ringelmann, Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstausstrahlung:  30.03.1984 (ZDF)

Diese Folge ist enthalten auf Die Derrick Collector´s Box Vol.7
MORE Home Entertainment GmbH & Co. KG 2009


(1) ZDF
(2) Derrick - Harry hol schon mal den Wagen (Saure, Legal, Ullstein-Verlag, 1998)
(3) Derrick und Ich (Horst Tappert, Heyne-Verlag, 1998)
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