Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

... Heikedine Körting, Sven Schreivogel und Marco Göllner über den Dämonenkiller für die Ohren

Heikedine Körting... Heikedine Körting, Sven Michael Schreivogel und Marco Göllner...
... über den Dämonenkiller für die Ohren

Der Dämonenkiller ist eine der Legenden des Horrorheftromans. Die Serie war zusammen mit Larry Brent im Silber-Grusel-Krimi das Erfolgsprodukt der Siebziger. Das hat auch die Hörspielproduzenten angezogen. In den achtziger Jahren setzte Europa unter der Leitung der Hörspiellegende Heikedine Körting (der Grand Dame des Hörspiels).

2007 kam dann die Dämonenkiller Edition21  aus dem Hause Nocturna Audio. Dort erschien die Umsetzung des ersten Dämonenkiller Romans. Und nun bringt Zaubermond den Dämonenkiller als Dorian Hunter heraus.

G. Walt führte nun ein Interview mit Heikedine Körting, Sven Schreivogel und Marco Göllner über die unterschiedlichen Vertonungen des Dämonenkiller. Wobei es bei Frau Körting wohl noch einen Nachschlag geben wird...

Zauberspiegel
: Frau Körting, wie kam damals die Idee zustande Heftromanserien des Horrorgenre zu vertonen, und wie kamen Sie speziell auf den Dämonenkiller?
Heikedine Körting:  Ich muss mich erst wieder an die alten Zeiten erinnern. Die "Dämonenkiller" waren ja nur kurz auf dem Markt und sind inzwischen von Hunderten anderer Produktionen verdrängt, so dass ich mich nur noch schwach erinnere.

Zauberspiegel: Der Dämonenkiller war schon recht bizarr, und eine eher ungewöhnliche Gruselserie für die damalige Zeit.
Heikedine Körting:  Ich werde mich auf jeden Fall durch den Anstoß noch mal mit den "Dämonenkillern" beschäftigen, denn damals hatte es mir sehr viel Freude gemacht, das zu produzieren. Gerade bei den Horror-Produktionen habe ich ja herrlich viele Geräusche gemacht und alles schön atmosphärisch unterlegt. Und das ist im Prinzip ja auch unsere Spezialität und unser Markenzeichen.

Zauberspiegel: Herr Göllner, war Ihnen das DH-Universum völlig fremd, als sie die Bearbeitung übernahmen?
Marco Göllner: Ja. Als ich im Jahr 2005 von einem ganz anderen Label angefragt wurde, ob ich Dorian Hunter bearbeiten wollen würde, wusste ich nicht, wer das ist, bis ich die Bücher gesandt bekam und las.

Zauberspiegel: Am Skript wurden viele Veränderungen vorgenommen. In der ersten Folge fehlt die unheimliche Gasthof-Szene. Warum wurde zum Beispiel das verändert?
Marco Göllner: Finden Sie es wurde viel verändert? Was ist die Geschichte? Wenn Sie kurz (und das bedingt das Medium CD) wiedergeben sollten? Was ist die Essenz? Dorian fährt mit seiner Frau einer inneren Stimme folgend nach Asmoda. Neun weitere Männer folgen dieser Eingebung ebenfalls. Dort werden sie vom Handlanger der Gräfin auf das Schloss geführt, welche ihnen eröffnet, sie seien alle Brüder und sie selbst sei ihre Mutter. Und Asmodi sei ihr Vater und der käme auch gleich. Dorian ist das alles suspekt, will mit seiner Frau fliehen, diese allerdings verliert ob der Situation den Verstand. Hunter schwört Rache. Das ist die Geschichte. Hunters Motivation für den Kampf gegen das Böse resultiert aus dem, was seiner Frau angetan wurde. Wo ist dabei das Gasthaus? Warum sollte es dabei sein? Was hat es für die eigentliche Geschichte für eine Bewandtnis? Meiner Meinung nach keine. Deshalb ist es nicht drin. Es handelt sich nämlich um meine ganz subjektive Umsetzung der Geschichte.

Zauberspiegel: Findest du Sven, dass diese Szene unbedingt in das Hörspiel gehört? Bei dir ist sie enthalten.
Sven M. Schreivogel: Das liegt in erster Linie an der Bearbeitung, sprich: am Aufbau des Manuskripts. Bei der Nocturna-Audio-Fassung war diese Szene nötig, bei der neuen Fassung des Zaubermond-Verlags klappt’s auch ohne sie sehr gut. Aber ich gebe zu, dass ich ein Faible für Gasthof-Szenen habe. Was wäre beispielsweise das Hörspiel „Dracula trifft Frankenstein“ ohne Hermators Sturz am Balkon vorbei? Oder ohne Werner Cartanos legendären Satz: "Das darf doch nicht wahr sein!" Also: Das Grauen beginnt (fast) immer in einem Gasthof!

Zauberspiegel: Es gibt noch einen Aspekt. In der Zaubermond-Version taucht Asmodi persönlich auf. Warum habt ihr Das nicht gemacht?
Sven M. Schreivogel: Natürlich hätten wir die Rolle des Asmodi besetzen können, aber wir hielten es für geheimnisvoller, wenn man Dorians Kontrahent bzw. seine Bedrohlichkeit in der ersten Folge quasi nur erahnt.

Zauberspiegel: In Euren Produktionen, Herr Göllner, fehlt ein Erzähler. Außer wenn Dorian am Ende der Hörspiele selbst diese Rolle einnimmt. Fehlt mit einem Erzähler nicht ein elementarer Teil eines Hörspiels?
Marco Göllner: Mit dieser Wortwahl deuten Sie an, ich hätte ihn vergessen. Den Erzähler. Das ist natürlich nicht korrekt. Ich wollte keinen Erzähler. Wenn Ihnen der Erzähler fehlt, heißt das, dass Sie gern etwas mehr erklärt und beschrieben haben wollen. Das Sie eine Erzählweise bevorzugen, die hergebrachter ist, mit der Sie vielleicht auch groß geworden sind. Ebenso auch ich und ich schätze das sehr und habe persönlich gar nichts gegen Erzähler. Wenn man davor steht etwas Neues machen zu wollen, stellt man zunächst einmal alles da gewesene in Frage. Vieles übernimmt man, manches nicht. Ich wählte bewusst eine andere Art des Erzählens, eine andere Art der Dramaturgie, eine vielleicht manches Mal schwierigere, aber herausfordernde. Für mich, wie für den Hörer. So blieb der „klassische“ Erzähler auf der Strecke. Nichts weiter als ein dramaturgischer Kniff, vielleicht neu in einer Hörspielserie, aber sicher nicht im Hörspiel als solches. Das Hörspiel ist eine Kunstform wie jede andere auch, und in eben diesen ist alles mach- und probierbar. Der elementare Teil eines (guten) Hörspiels ist nicht der Erzähler, sondern die Geschichte.

Zauberspiegel: Braucht ein Hörspiel unbedingt einen Erzähler. Ich gebe die Frage mal weiter. Sven, wie siehst du das?
Sven M. Schreivogel: Nein, nicht unbedingt. Wie gut so was funktioniert, zeigt die Edgar-Wallace-Serie von Hans-Joachim Herwald. Aber ein Erzähler ist immer eine Hilfe, die den Autor und vor allem den Hörer unterstützt. Es ist eine Frage der Herangehensweise, und es kommt auf die Dialoge an. Kein Hörer will einen Protagonisten, der zu sich selbst sagt: "So, und jetzt gehe ich zur Tür und drücke die Türklinke herunter." Michael Weckler, der die Manuskripte zu der besagten Edgar-Wallace-Serie geschrieben hat, hatte ein glückliches Händchen für gute Dialoge, die sich selbst erklären, ohne lächerlich zu wirken. Die Dämonenkiller-Fassungen von Europa und Nocturna Audio wären jedenfalls ohne Erzähler nicht denkbar. Und mal im Ernst: Hättest Du auf Horst Frank und Stephan Schwartz verzichten wollen?

Zauberspiegel
: Klar ohne Horst Frank wäre der Dämonenkiller von EUROPA undenkbar, obwohl EUROPA den Erzähler nur sparsam eingesetzt hat.
Aber denke mal an Günther König bei Larry Brent und Macabros. Ich denke dort hat der Erzähler die Hörspiele ausgemacht.
Klar brauchte die Edgar Wallace Serie von Maritim damals keinen Erzähler, hat auch so geklappt, war auch so konzipiert. Aber beim Dämonenkiller gibt es soviel schöne Texte und Erzählpassagen der Autoren. Man sollte nicht darauf verzichten.

Sven M. Schreivogel: Du hast Recht: Die Hörspiel "leben" von Günther König.

Zauberspiegel: Wie wichtig war der Erzähler früher überhaupt in EUROPA –Produktionen? Sie haben fast nie auf ihn verzichtet.
Glauben Sie ein Erzähler muss immer sein, oder gibt es Ausnahmen?

Heikedine Körting:  Ein Erzähler muss natürlich nicht unbedingt in Hörspiel-Produktionen vorkommen. Es gab eine Zeit, in der wir versucht haben, den Erzähler zu vermeiden und einfach die spannenden Szenen so zu gestalten, dass man sie ohne Erzähler aneinander reihen kann. Andererseits finde ich, dass durch den Erzähler ein roter Faden und eine gewissen Ruhe in den Proudktion kommt, so dass man bestimmte Szenen nicht durchspielen muss.
Gerade im Hörspiel-Bereich für die jüngeren Hörer ist ein Erzähler schön, damit man zwischen den Szenen ein bisschen "durchschnaufen" kann und nicht wie in einem Action-Streifen "zugeballert" wird.  Außerdem haben wir ja so einige wundervolle Erzähler.


Zauberspiegel: Auch die Vergangenheitsszenen, die eingespielt werden sind neu, in der Zaubermond-Version. Wird damit nicht vieles vorweg genommen?
Marco Göllner: Ein weiterer dramaturgischer Kniff. Wie diese Sätze in den Büchern von Stephen King: „Er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass später alles anders laufen sollte...“ Die Vergangenheitsszenen erzählen die Geschichte hinter der Geschichte und ihr „Aufflackern“ soll Lust machen, sich auf etwas Längeres einzulassen. Neugier erzeugen. Spannung aufbauen. Sie nehmen nicht vorweg, sondern führen heran.

Zauberspiegel: Hatte Herr Franciskowsky freie Hand beim Entwickeln der Dialogbücher, oder geschah das in Absprache mit Ihnen?
Heikedine Körting:  Ich weiß nur noch, dass Herr Franciskowsky relativ freie Hand hatte beim Entwickeln der Dialogbücher, aber natürlich nach den Konzepten und nach Absprache mit mir.  Die Konzepte und Prinzipien der EUROPA-Hörspiele sollten ja schon beachtet werden.

Zauberspiegel: Hatte Suza Gülzow beim Manuskript der Edition 21 freie Hand, oder in wie weit gab es Absprachen?
Sven M. Schreivogel: Bei den Produktionen von Nocturna Audio, wo Susa Regie führt, hat sie von meiner Seite aus grundsätzlich freie Hand, was das Manuskript angeht. Allerdings war’s in diesem Fall so, dass wir uns mit Dennis abgesprochen haben. Er kennt die Serie wie kein Zweiter, und es war auch vertraglich so vereinbart. Mit anderen Worten: Er hat das Manuskript freigegeben, und er war auch bei den Aufnahmen mit dabei.

Zauberspiegel:Herr Göllner, haben Sie völlig freie Hand bei der Ausarbeitung der Vorlagen, oder gibt es genaue Absprachen mit der Produktion?
Marco Göllner: Ich habe völlig freie Hand bei der Umsetzung. Die Vorlagen ergeben sich durch die Romane ja an sich und auch werde ich Herrn Hunter nicht in Folge sieben sterben lassen. So weit ist mit der Freiheit dann doch nicht her. Ansonsten sind in dem doch sehr engen Korsett des Serienhelden alle kreativen Seitensprünge erlaubt.

Zauberspiegel: Werden Sie alle Romane umsetzen, oder kann man durchaus daran denken Titel auszulassen, die unwichtiger sind, und diese vielleicht in Segmenten in anderen Folgen einfließen lassen?
Marco Göllner: Ich habe noch längst nicht alle Romane gelesen. Vielleicht gibt es hier oder dort ein ziemlich schwaches Exemplar, aber bisher konnte ich keins ausmachen. Aber selbstverständlich ist es möglich Handlungen zusammenfließen zu lassen, Segmente in andere Folgen einfließen zu lassen. Das hat vielleicht ja auch einen gewissen Reiz. Deshalb machen wir das ja auch bereits jetzt mit den Vergangenheitsszenen.

Zauberspiegel: Sven, gab es bereits fertige Skripte von Euch für weitere Folgen?
Sven M. Schreivogel: In der Tat gibt’s für „Das Henkersschwert“ ein fertiges Manuskript. Wir wollten ja so schnell wie möglich mit der Serie weitermachen. Für die dritte Folge („Der Puppenmacher“, Anm. d. Red.) hatte Susa bereits jede Menge Notizen gemacht. Es gibt vielleicht sogar eine Rohfassung; das müsste ich sie jedoch mal fragen ...

Zauberspiegel: Bei EUROPA waren Drei weitere Dämonenkiller-Hörspiele 1985 geplant. Die Folgen 6-8 sind aber nie erschienen. Haben Sie diese dennoch produziert (wenn auch nur zum Teil)?
Heikedine Körting:  Ich weiß noch, dass die drei weiteren Folgen geplant waren und sogar die Skripte schon geschrieben wurden. Aber damals fiel es in eine Zeit, in der es etwas vom Jugendschutz eingeschränkt wurde. Dann hatte der Geschäftsführer der Firma Miller ein bisschen die Lust verloren, sich mit Behörden und Rechtsanwälten auseinander zu setzen. Dazu kam, dass es in den 80er Jahren einen Einbruch gab und durch Computerspiele etc. die Hörspiele nicht mehr so beliebt waren. So ist die ganze Sache dann im Sande verlaufen.

Zauberspiegel: Wie finden Sie Ihre fünf Dämonenkiller-Hörspiele aus heutiger Sicht? Denken Sie, diese sind noch so modern wie sie vor fast 25 Jahren umgesetzt haben, oder würden Sie das heute anders machen?
Heikedine Körting:  Also, zu dem ganzen Thema "Dämonenkiller"- da muss ich mich wieder richtig "reinknieen", die alten Kassetten raussuchen und nochmal reinhören. Dann werde ich in Erinnerungen schwelgen können.
Dazu habe ich leider im Moment überhaupt keine Zeit, weil ich unglaublich viel zu tun habe. Aber ich werde es nicht vergessen


Zauberspiegel: Sven, was magst du an den alten EUROPA- Fassungen?
Sven M. Schreivogel: Ich finde sie großartig – vor allem Gisela Trowe als Gräfin von Lethian und Jürgen Thormann als Vukujev. Als die „Rückkehr der Klassiker“ veröffentlicht wurde, habe ich mir sofort die CDs gekauft – und kurze Zeit später meine damaligen Kollegen vom MB-Media Verlag damit genervt, dass ich immer wieder dieses kranke Atmen imitiert habe: „Flieg’, Vögelchen, hiiiii ...“ Es ist übrigens auch so, dass ich wegen dieser Hörspiele erst zu den Heftromanen gekommen bin. Wenn man sich vom Roman löst, sind die Hörspiele sehr stimmungsvoll – so wie alle Horror-Hörspiele, die Frau Körting gemacht hat. Klar, es fehlt der Humor à la „Larry Brent“ und „Macabros“, aber das wäre hier ja auch völlig fehl am Platz gewesen.

Zauberspiegel:Die DK-Edition21- Folge von Euch, Sven ist eine Rarität. Glaubst du diese Folge war voll in Ordnung, oder hättest du etwas besser gemacht, wenn du dir die neuen Zaubermond-Folgen vor Augen hälst?
Sven M. Schreivogel: Es geht hier nicht um die Begriffe „gut“ oder „schlecht“. Die „Dämonenkiller Edition 21“ ist für die breite Masse angelegt, also nicht nur für Horror-Puristen. Ihr Inszenierungsstil ist old school, so wie’s auch unsere neue Serie „Gordon Black“ sein wird. Dennis und Marco haben eine andere Form der Interpretation gewählt – viel düsterer und zyklisch aufgebaut. Das ist legitim. Meines Erachtens haben alle drei Fassungen ihre Berechtigung, und ich finde es echt bemerkenswert, was für unterschiedliche Versionen man aus derselben Vorlage machen kann.

Zauberspiegel: Wird es Veränderungen geben in den kommenden Folgen von Zaubermond? Dinge die Ihnen vielleicht umsetzungstechnisch in den Folgen 1-3 nicht gefallen haben?
Marco Göllner: Ich will doch hoffen, das es Veränderungen geben wird, sonst wäre das doch eine sehr langweilige weil einseitige Veranstaltung. Bei jeder Produktion gibt es Dinge, die würde man bei erneuten Produzieren vielleicht anders machen, weil z. B. etwas auf dem Papier besser aussah, als es sich im Endeffekt anhörte. Und ich bin natürlich nicht gewillt „Fehler“ zu wiederholen. Also werde ich bei ähnlichen Szenen nächstes Mal schlauer sein wollen. Ich halte es da ganz mit dem von der Bundesregierung eingeforderten „lebenslänglichem Lernen“.

Zauberspiegel:Frau Körting, kennen Sie bereits die neuen Dorian Hunter- Hörspiele von Zaubermond?
Heikedine KörtingIch habe nur kurz reingehört, weil ich immer so viel um die Ohren haben und auch noch bergeweise Hörspiele von der "Hörspiel 2008" liegen habe. Ich kann deshalb nur einen kurzen Eindruck wiedergeben, der sehr positiv war.  Es ist eine schöne Produktion geworden!
 
Wir interviewten...
Heikedine Körting... Heikedine Körting, die Grande Dame des Hörspiels. Sie wurde in Jena geboren, ist seit Ende der sechziger Produzentin vieler Hörspiele bei Miller International Schallplatten GmbH, bekannt als Label EUROPA.

Sie ist Rechtsanwältin, ist mit Dr. Beurmann verheiratet, und bekam 1985 sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als erfolgreichste Hörspielproduzentin.

Insgesamt hat sie weit über 1500 Hörspiele produziert.

1983 schuf sie erstmals auch Hörspiele für Erwachsene. Dabei waren auch Heftromanserien, die sie vertonte. Vom Dämonenkiller erschienen seinerzeit nur 5 Folgen.


Darunter
: 125x Die drei ???, über 150x TKKG, 37x Masters of the Universe, Fünf Freunde, Hanni und Nanni, Hui Buh, Asterix und Obelix, Larry Brent, Edgar Wallace, Macabros, Perry Rhodan, Flash Gordon, Edgar Wallace und vieles mehr

Sven Schreivogel...Sven Schreivogel...
»Wie das Leben so spielt«, kommentiert Sven Schreivogel seinen Werdegang, dass er nie gedacht hätte, einmal selbst Hörspielproduzent zu werden.
»Gewünscht schon, als Fan – aber nie damit gerechnet.«

Wie es dann doch noch was wurde? Ein alter Haudegen der Branche, Konrad Halver, nahm Schreivogel 2002 als Praktikant in seinen Hamburger Graceland-Studios auf. Dort knüpfte er die nötigen Kontakte, saugte an Wissen auf, was er konnte und begann schon nach neun Monaten mit einer eigenen Produktion. Sein Marktdebüt gab er 2005 mit der
Dr.-Mabuse-Reihe, die sich zum Kassenschlager entwickelte.

Angefangen hat der 1972 geborene Schreivogel mit einer Schauspielausbildung bei Gilles Tschudi in Göttingen (1991/92) und einer Ausbildung zum Filmemacher an der Kaskeline-Film-Akademie in Berlin (1995). Weitere Praktika und Seminare folgten, unter anderem in Frankreich, den Niederlanden und Tschechien.

Seine erste Firma (»Direkt Film & Video«) betrieb er bereits von 1995 bis 1999, selbstständig als Hörbuch- und Hörspielmacher machte er sich 2002 (»Nocturna Audio«). Auftragsproduktionen, unter anderem für Eichborn-Lido, sind ebenso sein Geschäft wie Produktionen auf eigenes Risiko – nach eigenen Ideen.

Erschienen sind dabei unter anderem im Bereich Hörbuch »Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung« (2006), »Sherlock Holmes: Der Fluch von Baskerville« (2007) und eine Brüder-Grimm-Reihe (2007/08). Nach Hörspielen wie »Das magische Amulett« (2005/06) und »Kommissar X« (2005/06) erschien kürzlich »Primax: Abenteuer in der Tiefsee« für den Verlag der Volks- und Raiffeisenbanken.

Nach zwei Buchprojekten zu Beginn der 1990er-Jahre arbeitet er derzeit mit dem freien Journalisten Michael Caspar an einem Buch über übersinnliche Phänomene. Weitere Medienvielfalt bewies er als Herausgeber und Chefredakteur eines Filmmagazins sowie als Sänger in vier Bands, außerdem als Schauspieler im Kindertheater und Leiter der Göttinger Filmwerkstatt. Im Kino sah man ihn in einer Rolle in »Deutschfieber« (1992), selbst produzierte er »Der Archäologe« (1995) und »Der Seelenspiegel« (1996).


Marco Göllner... Marco Göllner,
Jahrgang 1971, Studium der Sozialwissenschaften, diplomiert im Fach Medienpädagogik, jetzt freier Autor, Sprecher, Produzent und Regisseur von Hörspielen.
Zuvor Aus- und Fortbildungsredaktion für Journalisten, WDR Köln; freie Mitarbeit, WDR Studio Bielefeld; Leiter des Hochschulradioprojektes „Hertz 87,9“, Bielefeld; freie Mitarbeit bei Lokalfunk NRW, Radio Herford; außerdem Sprecher in Hörspielen, Musiker, Musikproduzent und Journalistikreferent.


Werkverzeichnis Hörspielproduktionen
Dorian Hunter, Dämonenkiller – 2008/2009
Teil 1-5, Autor, Regie, Schnitt, Produktion, Sprecherrolle Bruno Guozzi
Auszeichnung: Teil 2 – Hörspiel-Award „Bestes Hörspiel des Monats 08/08“;
Teil 3 – „Hörspiel des Monats“ bei hoerspiele.de/pop.de sowie „hör:tipp“ des Monats 08/08 der Koop hoerspiel-freunde.de

In fremden Gärten – 2007
Autor, Regie, Schnitt, Produktion, Sprecherrolle Herr Gernhard und Polizist
Auszeichnung: Preisträger Leipziger Buchmesse 2008

Öffne die Tür / Open the Door - 2005
Autor, Regie, Musik, Schnitt, Produktion, Sprecherrolle: Bo Zimmermann
Auszeichnung: Hörspiel-Award „Bestes Einzelhörspiel 2005“

Durch das Elfenglas - 2004
Schnitt, Produktion
Auszeichnung: Hörspiel-Award „Bestes Einzelhörspiel Kinder- und Jugendliche 2004“

Chronologie der letzten Tage - 2003-2005
Teil 1-4, Regie, Musik, Schnitt, Produktion, Sprecherrolle: Erzähler/David
Auszeichnung: Teil 1 „Im Hochmoor“  Hörspiel-Award „Beste Serienfolge 2003“

Kassandras Kinder - 2004-2006
Teil 1+2, Sprecherrolle: Henrich Kant

Grüsse aus Gehenna - 2005/2006
Teil 1-3, Sprecherrolle: Martyn Azred

Schattensaiten - 2001-2007
Hörspielserie, Teil 1-3 und 6-8, Produktion, Sprecherrolle: Schedoni

Klirrende Kälte - 2000/2004
Schnitt, Produktion, Sprecherrolle: Markus

Wettlauf zum Tod – 2004
Sprecherrolle: Ed Beune

SFB 78 – 2002
Postproduktion, Mastering, Sprecherrolle: Müller,
Auszeichnungen: unter den ersten 10 beim PLOPP!-Award 2002

The Oblong Box – 2001
Sprecherrolle: Captain Hardy
 

 

Kommentare  

#1 Thomas Rippert 2008-11-15 10:02
Tolles und informatives Interview welches sicher viel Zeit und Arbeit verbraucht hat. Danke!!! :-)
Zitieren
#2 G. Walt 2008-11-15 15:44
Ja viel Arbeit war das wirklich und viel Geduld war gefragt bis alle Fragen und Antworten beisammen waren. Aber die Mühe hat sich wirklich gelohnt.
Zitieren
#3 horror1966 2008-11-16 22:08
Super Stephan, ein wirklich sehr gutes und informatives Interview, das ja auch für mich sehr interessant ist, da ich durch Deine "Schuld" jahrelang Dorian Hunter gelesen habe. :lol:
Zitieren

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.