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Bleiche Knochen und die Freuden des Rezensenten: Larry Brent (30) Das Geheimnis der Knochengruft

30Bleiche Knochen und die Freuden des Rezensenten:
Larry Brent (30) Das Geheimnis der Knochengruft

In Paris verschwinden mehrere junge Frauen die als Hausmädchen beim Vicomte de Mouliere beschäftigt waren spurlos! Morna Ulbrandson wird von X-RAY-1 auf den Fall angesetzt und soll Undercover beim Vicomte ermitteln. Larry Brent versucht unterdessen ein ehemaliges Hausmädchen des Adligen zu befragen um hinter die Geheimnisse des Vicomte zu kommen. Welche schrecklichen Experimente finden auf dem Schloss statt?

Das Geheimnis der KnochengruftWas hat der Sohn des Vicomte mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun? Morna ist auf sich allein gestellt und das tödliche Geheimnis der Knochengruft wartet bereits auf die schwedische Agentin! Kann X-RAY-3 sie noch retten? (1)

Mich erfreut es immer sehr, wenn ich für LARRY BRENT eine positive Bewertung schreiben kann. Wer meine Besprechungen der vergangen Folgen gelesen hat, der weiß dass es nicht immer so positiv war. Warum und wieso habe ich hoffentlich ausreichend begründet. Doch wenn ich zufrieden bin, dann ist es etwas angenehmer für mich, weil mir diese Serie irgendwie am Herzen liegt. Ich weiß gar nicht mal so richtig warum. Zum einen stimmt der Sound, die Musik an sich, auch die Sprecher sind (auch wenn es da wenig Abwechslung gibt) alle sehr gut. Die Umsetzung, also das Buch hat mich nicht immer überzeugt. Es ist sogar, wenn man die Gesamtserie betrachtet bei einigen Folgen holprig und es gibt kleine Makel, die störend wirken. Anders gesagt, die Serie ist durchwachsen. Zuletzt gab es die Folgen 27-29. Von denen waren aber lediglich 2 sehr gut gelungen was eigentlich nur einen Grund hatte. Die Produzenten verstanden es diesmal den Erzähler öfter einzusetzen (sei es nun Jo Jung oder Löwenberg als Larry Brent) und man verstand es auch gut, dort einen Erzähler aufzusparen, wo er nicht vermisst wurde. Jedenfalls meistens. Das war in Folge 27 besonders gut. Während man bei Folge 28 leider wieder dramatisch patzte (was diesen Punkt anbelangte) war man bei Folge 29 wieder alles gut. Hier nun, bei Folge 30 kommt Jo Jung als Erzähler noch häufiger zum Einsatz. Szenen, in denen Figuren gerade dem Grauen zum Opfer fallen werden erstmals wörtlich dargestellt. Hier z.B. wenn ein Mensch aus Fleisch und Blut bei lebendigen Leibe zu einem bleichen Knochengerüst wird. Das ist die positive Überraschung dieser letzten Folgen, die mit "Das Geheimnis der Knochengruft" einen ersten Höhepunkt erreicht.

Und warum freue mich so sehr darüber? Nun, ich habe diese Makel seit etwa 30 Folgen ja nicht nur gepredigt, sondern eine unbedingte Verbesserung herbeigeschworen. Da ist es beinahe so ein Gefühl, als hätte man mich erhört. Dabei bin ich doch nur ein ganz kleiner Rezi-Schreiber.

Kommen wir nun also vom subjektiven Gesamteindruck zum nicht minder subjektiven Eindruck der Folge 30.

Von der Handlung her erwartet den Hörer Larry Brent und Dan Shocker pur. Das Thema ist wenig originell, aber eben doch eher im Reizfeld der Zeiten des kalten Krieges angesiedelt. Plutonium, Strahlen usw. Das macht das ganze etwas befremdlich, da man die Handlung wie immer ins neue Jahrtausend übertragen hat - auch wenn es dafür nur wenig Anhaltspunkte gibt. Aber man erwartet eben eine typische Shocker-Geschichte mit einem ausladenden Finale. Das wird hier geboten. Die Musik ist wieder passend zur Story gewählt. Die Sprecher sind wie gesagt einige überraschend, aber in ihrer Leistung über jeden Zweifel erhaben. Mehr Abwechslung würde helfen, damit man nicht Gefahr läuft, dass sich jede Folge akustisch irgendwie gleich anhört. Ich weiß, dass auch Kurt Vethake in den 70er-Jahren mit immer derselben Crew gearbeitet hat, aber hier und da neue Akzente zu setzen wäre dem Gesamteindruck recht dienlich.

Die letzten drei Cover waren ja mal recht gut - mit kleinen Abstrichen. Außer bei Folge 27. Da stimmte alles. Hier ist es nicht ganz so. Zum Glück - und auch da glaube ich hat man den Fans einmal zugehört, sind die Bilder nicht mehr so überladen. Hier ist sogar schon fast zu wenig. Ein Totenkopf und ein Mann in seltsam gekrümmter Haltung. Das soll wohl Larry Brent sein. Den Helden auf dem Cover zu zeigen ist schon immer irgendwie schief gegangen. Schon zu den seligen Heftromanzeiten. Die Vorstellung der Fans war doch mit denen des Zeichners oder auch Autoren recht weit auseinander. Deswegen will ich jetzt hier nichts sagen was irgendeine Wertung bedeuten könnte.

Fazit: Ich freue mich, dass diese Serie sich weiter entwickelt hat und immer mal wieder überrascht. Ich hoffe so geht es weiter.

Larry Brent (30) Das Geheimnis der Knochengruft
Erzähler: Jo Jung

Chronist: Michael Harck
Larry Brent: Jaron Löwenberg
Yvette: Olivia Büschken
Gilbert: Johannes Walenta
David Gallun: Jo Jung
Alain: David Riedel
Vicomte: Bert Stevens
Bertrand: Johannes Berenz
Claudia Pascal: Johanna Dost
Armande: Florian Clyde
Pierre: Oliver Siebeck
Gaston: Samuel Zekarias
Kommissar Perdell: Peter Sura
Irene: Maximiliane Häcke

Buch: Jürgen Grasmück
Dialogbuch: Simeon Hrissomallis
Regie: Simeon Hrissomallis
Skriptsupervisor & Redaktion: Markus Auge
Soundmixing & Mastering: Wolfgang Strauss
Musikscore: R&B Company, Michael Donner
Illustration & Design: Timo Wuerz
Layout: Wolfgang Strauss
Sprachaufnahmen: 2day production Berlin, Audioengineering W.S.

Quelle Cast und Sprecherangaben: R&B Company

(1)= Verlagstext
(c) by author

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