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Wie ein Leonard Hofstadter zu einer Penny kommt 3. Matthias Pöhm oder »Ficken für den Weltfrieden« - 3. 8.) Kußbereitschaft bei ihr

Wie ein Leonard Hofstadter zu einer Penny kommtWie ein Leonard Hofstadter zu einer Penny kommt
3. Matthias Pöhm oder »Ficken für den Weltfrieden«
3. 8.) Kußbereitschaft bei ihr

Bei meinem letzten Aufsatz habe ich mich Menschen gewidmet, die vorgeben, Vampire (bzw. Vampyre) zu sein. Das Thema dieser Abhandlung mag man deuten als „Vampire, die vorgeben, Menschen zu sein“.

Aber zäumen wir das Pferd mal von vorne an und fangen ganz langsam an:


„Es wird Nacht, Señorita,
und ich liege auf dir.
Wie du vielleicht schon bemerkt hast,
will ich gar nichts von Dir.“
(Otto Waalkes: „Es wird Nacht, Señorita“)

Um bei der Auserwählten Kußbereitschaft zu wecken, sollte man (z. B. durch Berührungen, Händchen halten etc.) bereits in ihre Komfortzone eingedrungen sein. Es empfiehlt sich, ruhig und mit tiefer Stimme zu sprechen, und ihr lange (auch schweigend) in die Augen zu gucken. Hilfreich sind auch romantische Geschichten. Eine Alternative wäre der Kuß im Überschwang (nach schweigendem Augenkontakt und Bussis auf Wangen und Hals).

Ein erstes Bereitschaftssignal wäre der Blickkontakt, dem sie nicht ausweicht, und ein zweites, wenn sie einer Aufforderung nachkommt (z. B. „Sag mal ‚Mittwoch‘!“), ohne den Sinn dahinter zu kennen. Hierzu gehören auch neckische Tricks, bei denen man sie küßt, während sie die Augen zu hat.

Als weiteren Kniff präsentiert Pöhm den sogenannten „Hollywood- Kuß“. Dabei macht man seiner Favoritin vor, die ganzen Filmküsse wären gefaket, indem die Schauspieler in Wirklichkeit ihre Lippen über die Zahnreihen legen, und gerade mal die Köpfe aneinander reiben. Wenn man ihr diese Technik demonstriert, gehe man mittendrin dreisterweise zum echten Kuß über.

„Ein richtiger Don Juan“ würde auch die Geste kennen, der Partnerin in spe das Haar hinters Ohr zu streichen. Wenn sie dies zuläßt, würde sie auch einen Kuß gestatten. Pöhm baut das Ritual jedoch noch aus, indem er eine Reihe Streicheleinheiten mit dem Daumen an verschiedenen Stellen im Gesicht dazwischenschaltet (und weil ja offenbar alle Männer Fußball- Fans sind, wird noch einmal ein Gleichnis aus diesem Themenfeld bemüht).

Eine weitere Masche wäre das sogenannte „Soulgazing“, das als Methode verkauft wird, zwei Seelen miteinander in Einklang zu bringen. Durch die Hintertür werden hier allerdings erotische Signale ausgetauscht, und wenn man sie mit der Frage nach der eigenen Augenfarbe dazu bringt, einem in die Pupillen zu gucken, ist der Zeitpunkt gekommen, sie mit einem Kuß zu überraschen.

Außerdem führt Pöhm noch zwei Tricks vom „Altmeister Mystery“ an, der in Neil Strauss‘ erstem Buch auch eine wichtige Rolle gespielt hat.

Der Erste besteht darin, den Blick „sinnlich, ruhig“ von ihrem linken Auge zum rechten zu den Lippen und wieder von vorne wandern zu lassen. Sollte sie einem dann auf den Mund gucken, wäre sie reif für ein Bussi.
Der Zweite beginnt mit dem Satz „Du siehst aus, als ob du dir vorstellst, mich zu küssen“, der ihr selbst bei einer Verneinung die entsprechende Vorstellung ins Gehirn pflanzt.

Für alle Fälle gilt, daß ein Wegdrehen des Kopfes nicht als prinzipielles, sondern nur als vorläufiges Nein aufzufassen ist. Man könnte sie im Anschluß sogar auffordern, einen auf die Wange zu küssen (Pöhm schreibt „Backe“, aber ich denke mal nicht, daß er dabei die Hosen runterläßt) als Zeichen, daß sie nicht böse auf einen ist. Erst wenn die Ablehnung noch von Worten begleitet wird, sollte man sie ernst nehmen. „Pikachoo!“

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