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OCCU - Band 1: Striptease einer Toten

OCCU Die Stimme aus dem JenseitsBand 1
Striptease einer Toten
von Henry Ghost (Hademar Bankhofer)

Hauptkommissar Joe Baxter und seine Kollegin Viola Oggi sitzen nach ihrer Arbeit beim "Parapsychologic Department" der Interpol in Marseille im Nachtclub "Mon Ami" und genießen dort ihren Feierabend.

Während einer Striptease-Nummer taucht der Besitzer des Lokals Jean-Pierre Lesgarde auf und begrüßt Baxter.

Striptease einer TotenDoch als er die Striptease-Tänzerin sieht, stockt ihm der Atem. Denn Mara Constatine ist seit fünf Jahren tot.

Als Joe, Viola und Lesgarde Maras Umkleidekabine betreten, finden sie dort die bewusstlose Striptease-Tänzerin Susan Beau, die außer Gefecht gesetzt wurde. Danach kehren sie in den Gästesaal zurück, wo Joe Baxter die tote Mara mit seinen medialen Kräften zwingt, ihm zu sagen, warum sie als Geist zurückgekehrt ist. Mara will Gerechtigkeit und Rache.

Da Joe Baxter und Viola Oggi nicht daran glauben, dass Mara vor fünf Jahren betrunken die Kellertreppe im "Mon Ami" hinuntergefallen ist, nehmen sie nach einer telepathischer Rücksprache mit ihrem Chef Dr. Leon Duvaleux, der sich in der Zentrale in Paris aufhält, die Ermittlungen auf.

Viola Oggi nimmt Kontakt zu Maras Bruder Henry auf, der während des Gesprächs zugibt, dass ihm der Geist seiner Schwester jede Nacht erscheint und für ihn singt und tanzt.
Von ihm erfährt sie zudem, dass Mara nie Alkohol getrunken hat. Während des weiteren Gesprächs bekommt Henry einen epileptischen Anfall.
Zwei Matrosen bringen den Millionär in seine Kajüte, von den Viola erfährt, dass Henry unter diesen Anfällen erst seit fünf Jahren, seit er reich geworden ist, leidet.

Unterdessen suchen Joe Baxter und seine Kollegin Olga Dussowa den damals ermittelnden Kommissar Jacquese Carleaux auf, da sie in Maras Ermittlungsakte Einsicht nehmen wollen.
Doch der Kommissar weigert sich. Nachdem Olga und Joe dessen Büro wieder verlassen haben, ruft Carleaux im Nachtclub "Mon Amie".

Zusammen mit ihren medialen Fähigkeiten gelingt es Joe, Viola und Olga Einsicht in die Akte zu nehmen, obwohl ein Unbekannter versucht, dies zu verhindern. Aus der Ermittlungsakte ist zu entnehmen, dass Mara Constantine unter überaus fragwürdigen Umständen die Kellertreppe des Lokals "Mon Ami" hinunterstürzte.
Dabei brach sie sich das Genick. Doch Mara hat nie einen Tropfen Alkohol zu sich genommen und ist dennoch stark betrunken in den Tod gestürzt.

Währenddessen beginnt der Geist von Mara sich an denen zu rächen, die sie vor fünf Jahren in den Tod getrieben haben. Ihr erstes Opfer ist Dr. Masarell, dessen Ermordung Joe und Viola trotz ihrer medialen Kräfte nicht verhindern können.

Während der weiteren Recherchen von Joe, Viola und Olga begehen nicht nur Jean-Pierre Lesgarde und Maras Bruder Henry Selbstmord, sondern der von Mara getötete Doktor Masarell entpuppt sich auch als einer von drei Männern, die Mara in den Tod getrieben haben, weil die Striptease-Tänzerin wusste, dass Masarell & Co. das Callgirl Valerie Ritz umgebracht haben... 

  • Erschienen am 4. Oktober 1976 (laut der Seite isfdb.org)
  • Preis: 1,20 DM
  • Titelbild: Lonati

Mit "STRIPTEASE EINER TOTEN" präsentiert Hademar Bankhofer unter dem Pseudonym den ersten Roman der Horror-Serie "OCCU", der von dem Autor zwar routiniert geschrieben wurde, aber durch seine Langatmigkeit auch etwas gewöhnungsbedürftig sowie langweilig und spannungsarm daherkommt.
Zudem gibt das Szenario mit Maras Rachegeist auch inhaltlich nicht sehr viel her, so dass Bankhofer auch auf Rückblenden in die Vergangenheit von Valerie Ritz zurückgreifen muss, um die Seiten seines Romans zu füllen.

Und wäre die Sache mit Maras Geist nicht, hätte sich der 'Selbstmord' von Mara Constantine und der Mord an Valerie Ritz als 'simpler' Kriminalfall entpuppt.

Gewöhnungsbedürftig sind aber auch die Protagonisten des Romans bzw. der Serie "OCCU". Zwar kommen Joe Baxter, Viola Oggi und Olga Dussowa alle sehr sympathisch rüber, doch der Einsatz ihrer diversen medialen Fähigkeiten wirkt bisweilen doch etwas lächerlich und unglaubwürdig.
Zumal man sich schon die Frage stellen muss, wieso es Baxter zu Beginn des Romans gelingt, Maras Geist im Nachtclub "Mon Amie" zu bannen und ins Jenseits zurück zu schicken, es ihm und Viola aber mit ihren vereinten medialen Fähigkeiten nicht gelingt, Mara aufzuhalten, um den Mord an Doktor Masarell zu verhindern.

Bis zum Ende des Romans bleibt zudem ungeklärt, wie es Mara Constantine überhaupt geschafft hat, als Geist aus dem Jenseits zurück zu kehren, um sich an denen zu rächen, die sie in den Tod getrieben haben.

Fazit: Mich persönlich hat der erste OCCU-Roman "STRIPTEASE EINER TOTEN" wahrlich nicht vom Hocker gehauen. Insbesondere wegen der Langatmigkeit des Romans verspürte ich ab dem ersten Dritten immer wieder das Bedürfnis, das Heft beiseite zu lesen.

Mal schauen, ob sich der Autor Hademar Bankhofer in den nachfolgenden Romanen der Serie "OCCU" steigern kann.

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© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Postman 2019-06-04 15:42
Ich habe die Serie zwar komplett, aber nie länger wie ein paar Bände durchgehalten. Das Parazeugs wird doch meist etwas zu langatmig erzählt und den Handlungen fehlt es an Spannungskurven und auch einem furiosen Finale. Zudem fand ich die Handlungsträger allesamt nur bieder durchschnittlich.
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#2 Ingo Löchel 2019-06-04 17:24
Nach Band 5 von "OCCU" musste ich auch erst einmal eine Pause einlegen.
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#3 Thomas Mühlbauer 2019-06-04 18:46
Bei OCCU ist es so, dass Grundidee und Einfälle oft origineller sind als der Roman selbst. Die Fähigkeiten des Teams sind so vielseitig und überzogen dargestellt, dass man sich mitunter fragt, warum die Hauptpersonen überhaupt in Schwierigkeiten geraten können. Wären von Bankhofer nur die Exposés geliefert und die Romane selbst von anderen Autoren angefertigt worden wären, wäre das Ergebnis ein lesbareres geworden. Dabei gibt es etliche Hefte, die ich noch immer gerne mag, "Das Fest der toten Tiere" oder auch "Der Turm der Jenseits-Girls", den ich als "christlichen Gruselroman" bezeichnen möchte. Man muss bei dieser Serie manchmal eben Zugeständnisse machen.
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#4 Laurin 2019-06-05 13:08
OCCU hatte ich damals nicht so wirklich auf dem Schirm und ich wüsste auch niemanden aus meiner damaligen Schulzeit, der nach dieser Serie gegriffen hätte (bei JOHN SINCLAIR sah dies völlig anders aus). Jedenfalls tauchten die Romane beim Tauschsystem auf dem Schulhof nie auf.
Ehrlich gesagt fand ich auch den Titel über den zwei Augen, die scheinbar aus der Finsternis blickten, nicht unbedingt ansprechend und eher etwas billig.
Eine gewisse Neugierde kam bei mir dann erst viel später auf, legte sich jedoch schnell auch wieder (wie man so schön sagt: Aus den Augen aus dem Sinn). Wobei, wie ich hier zur Serie OCCU lesen kann, die Grundidee nicht mal schlecht gewählt war. Allerdings schien Bankhofer bei der inhaltlichen Umsetzung wohl dann kein so sicheres Händchen gehabt zu haben.
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