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... Mike Rieckhoff über Zauberspiegel, Joomla und Kuchen

Mike Rieckhoff... Mike Rieckhoff ...
... über Zauberspiegel, Joomla und Kuchen

Wer öfter bei uns liest, der hat den Namen Mike Rieckhoff, mr-webmedia, Migration und Joomla im Zusammenhang mit dem Zauberspiegel bereits das eine oder andere Mal gelesen. Wir begegneten Mike in den Tiefen des Joomla-Netzes auf der Suche nach einem Experten, der uns dabei helfen sollte, den Zauberspiegel mitsamt allen Beiträgen, Fotos und Einstellungen technisch auf den neuesten Stand zu bringen.


Zauberspiegel: Mike, wir wollen gar nicht wieder damit anfangen, uns bei dir zu bedanken für deine Unterstützung beim "Relaunch" des Zauerspiegels. Da deine Qualitäten als Programmierer und Hoster für uns als Herausgeber, Mitarbeiter und Leser des Zauberspiegels inzwischen von hoher Bedeutung sind, wollen wir dich den Lesern etwas vorstellen. Wer also bist du?
Mike Rieckhoff: Mein Name ist Mike Rieckhoff, bin 36 Jahre und wohne seit 1 Jahr im kleinen Örtchen Niederwerrn bei Schweinfurt. Ich komme ursprünglich aus den neuen Bundesländern und habe 9 Jahre in Hannover gelebt. Bis zu meinem jetzigen Beruf gab es einen langen Weg, der mit der Lehre zum Koch begonnen und mich dann über verschiedene Berufe geführt hat. Seit meinem 16ten Lebensjahr hat mich auch der PC in meiner Freizeit begleitet, und seit dem 20ten Lebensjahr Webseitenprogrammierung / Design und Server / Hosting. Dieses hat mich seitdem - sofern Zeit war - in meiner Freizeit begleitet. Seit 1 Jahre bin ich in der Branche selbstständig.

Zauberspiegel: Aufmerksam geworden bist du auf uns und unser Problem durch eine Anfrage, die Bettina bei Joomlajobs eingestellt hatte. Was brachte dich dazu, uns zu helfen?
Mike Rieckhoff: Nun ich denke das ist eine ganz persönliche Entscheidung, die jeder für sich treffen muss. Klar ist, dass jeder Selbständige Geld verdienen muss, um überleben und leben zu können. Nun ist es bei mir aber so, dass ich selber Situationen kenne, etwas ändern zu wollen - aber die Mittel nicht vorhanden sind, und ich mir wünschen würde, dass mir trotzdem jemand hilft. Persönlich bin ich ein Mensch, der gerne hilft, sofern es möglich ist. Das war auch der Grund, warum ich mich gemeldet hatte. Klar musste ich vorher abwägen, ob es auch tragbar ist - und das war es. Außerdem gibt es ja noch einen Kuchen als Verdienst, und ich liebe Kuchen. Laughing

Zauberspiegel: Der Zauberspiegel "läuft" ja unter Joomla! und nutzt eine Datenbank. Kannst du für unsere Leser bitte - wenns geht auch für Nichtexperten - erklären, was das bedeutet?
Mike Rieckhoff: Joomla ist ein sogenanntes "CMS" - heißt Content Managment System. Damit ist es möglich, Webseiten ohne Programmierkenntnisse mit Inhalt zu füllen und zu erweitern. Das war damals bei starren HTML Webseiten nicht so einfach, da man dort Kenntnisse über HTML haben musste. Ebenfalls erleichtert wurde dies im Zusammenhang mit einer Datenbank. Eine Datenbank speichert heute alle Textinhalte und Einstellungen so, dass die eigentlichen Webseiten und Datein kein überdimensionales Ausmaß an Dateigröße annehmen. Die Arbeit mit einer Datenbank macht das Arbeiten heute wesentlich leichter - aber nicht immer unkomplizierter.

Zauberspiegel: Joomla! ist ein sogenanntes CMS - ein Content Management System. Einer der Hauptgründe für uns, mit einem CMS zu arbeiten, war die Trennung von Inhalt und Gestaltung, die Aufteilung in ein Frontend und Backend, sowie die verschiedenen Benutzerrechte. Dies machte es möglich, dass auch Mitarbeiter, die wenig Ahnung (und/oder Interesse) an den ganzen Programmiersachen etc haben, Texte schreiben und selbst einstellen können. Wir hatten den Eindruck, es bietet auch mehr Sicherheit vor Hacks, Viren und Spammer. Welche dieser Annahmen stimmt - und wo lagen wir falsch?
Mike Rieckhoff: Nun, Sicherheit vor Hacks, Viren, Spammer usw. bietet nicht nur ein CMS, sondern muss auch vom Server gegeben sein. Was nützt ein sicheres CMS, wenn der Server Lücken hat? Richtig: Nichts. Aber dennoch bietet ein CMS einen besseren Schutz gegenüber Angriffen als normale HTML Webseiten. Wichtig ist auch, zu sagen, dass es nicht einfach reicht ein CMS zu installieren und zu nutzen. Denn es gibt immer wieder böse Menschen die Lücken in solchen Systemen suchen und meist auch finden. Daher ist es wichtig sein CMS zu pflegen, dass heißt Backups anlegen und natürlich auch für Aktuallität sorgen. Nur dann ist sichergestellt das man ein sicheres CMS hat.

Zauberspiegel: Wenn man sich ein wenig mit CMS und ganz allgemein Datenbanksystemen für Webseiten beschäftigt, stößt man auch auf andere Systeme wie Drupal, Typo3, Wordpress und so weiter. Ist das alles das Gleiche, oder muss man genau überlegen, welches System man nutzt?
Mike Rieckhoff: Vom Grund her sind die Systeme gleich. Sie bieten alle einen Backend/Adminbereich, um die Webseite zu pflegen und Inhalte einzufügen. Jedoch gibt es zwischen den einzelnen CMS meist Unterschiede was Bedienung und Einsatzbereich betrifft. Drupal kann man mit Joomla gleich setzen, es ist ähnlich leicht zu bedienen und zu erweitern. Wordpress ist eigentlich als reines Blogsystem entwickelt worden, aber wird durch die Masse an zusätzlichen Erweiterungen auch für Webseiten jeder Art genutzt. Typo3 ist ein sehr mächtiges aber auch sehr kompliziertes CMS und ist für sehr große Webseiten und Communitys entwickelt worden. Allerdings benötigt dieses eine intensive Einarbeitung in den Umgang mit Typo3. Jeder kann aber für sich entscheiden welches CMS er einsetzen möchte.

Zauberspiegel: Man hört oft, Joomla sei ein Anfängersystem, das zwar einige Features hat, allerdings auch eine Menge Probleme mit sich bringt. Wir hatten ja auch in der Anfangszeit deiner Arbeit für uns überlegt, ob wir auf ein anderes System wechseln sollen - du hast uns geraten, bei Joomla zu bleiben. Wie ist das mit den Stärken und Schwächen von Joomla und warum hast du uns geraten, bei Joomla zu bleiben?
Mike Rieckhoff: Der Grund warum ihr bei Joomla bleiben solltet war, dass ihr es kennt und keine Einweisung oder Schulung gemacht werden muss. Weiter sah ich keinen Grund auf ein anderes System umzusteigen, da der Zauberspiegel sehr gut mit Joommla läuft. Die andere Sache ist: Die Migration auf ein anderes System weitaus komplizierter und langwieriger gewesen wäre, da jedes CMS seine eigene Struktur hat. Die Stärken von Joomla sind sicher die leichte Bedienung und Erweiterbarkeit mit Komponenten, Modulen, Plugins und Templates. Die einzige Schwäche sehe ich in den Sprüngen zu den Versionen und die damit komplizierten Upgrades zu den Versionen wie es von 1.0 zu 1.5 von 1.0 zu 2.5 bzw. 1.5 zu 2.5 war und ist. Das können andere Systeme besser, aber auch daran arbeitet Joomla.

Zauberspiegel: Bisher lief Zauberspiegel auf Joomla 1.0x - jetzt ist es Joomla 2.irgendwas. Was hast du denn eigentlich gemacht, und warum war es wichtig zu migrieren?
Mike Rieckhoff: Joomla 1.0 ist eine veraltete Version für die es seit Jahren keinen Support und Sicherheitsupdates gibt. Daher war es wichtig Joomla auf den aktuellsten Stand zu bringen. Die Migration ging nicht direkt von Joomla 1.0 auf 2.5, es musste erst auf Joomla 1.5 und dann auf 2.5 migriert werden. Für jede Migration werden Tools genutzt um die Datenbankeinträge (User, Menüs, Inhalte) auf die nächste Version übernehmen zu können, da die Version 1.5 und 2.5 eine andere Datenbankstruktur haben als die 1.0. Eine Migration von 1.0 direkt zu 2.5 ist aus technischer Sicht auf Grund der geänderten Datenbank Struktur nicht möglich.

Zauberspiegel: Auf welche Schwierigkeiten bist du denn gestoßen? Wie hart waren die Nüsse, die du zu knacken hattest? Und warst du irgendwann so weit aufzugeben?
Mike Rieckhoff: Das eigentliche Problem war die Anzahl der Artikel und somit die Größe der Datenbank an sich. Die Migration konnte von 1.0 zu 1.5 auf den normalen Weg mit Hilfe des passenden Migrationstools erledigt werden. Jedoch funktioniert das nicht mehr von Joomla 1.5 zu 2.5, da das Tool ein anders ist. Es kam mit der Masse an Artikeln nicht zurecht und verweigerte die automatische Migration. Somit musste ein Weg gefunden werden wie die Inhalte von 1.5 zu 2.5 migriert werden können. Nach einer langen Recherche im Internet fand ich eine Joomla Komponente mit der dies halbautomatisch möglich war. Aber selbst dieser Vorgang war von Höhen und Tiefen begleitet und den Kontakt mit dem Hersteller der Komponente. Alles in allem war es die komplizierteste und längste Migration, die ich bis jetzt durchgeführt hatte, da der Zauberspielgel ja weiterlaufen musste und somit auch immer wieder neue Artikel und Kommentare hinzu kamen. Aber an ein Aufgeben habe ich nie gedacht, da nach dem ersten erfolgreichen Migrieren nach der ersten Woche ich wusste das es möglich ist. Somit war es immer nur ein Zähne zusammenbeißen und ich bin ein Mensch der sich nicht so leicht geschlagen gibt.

Zauberspiegel: Wie viele Stunden hast du inzwischen in den Zauberspiegel investiert? Und was hätte sowas gekostet?
Mike Rieckhoff: : Das ist eine gute Frage, die Stunden hätte ich mir aufschreiben sollen. Laughing Aber ich würde sagen zusammengefasst kann man schon von ca. 4 Wochen reden. Auf Grund des Umfangs hätten sich die Kosten bei ca. 600-800 Euro belaufen. Bedenkt man aber noch die zusätzlichen Arbeiten und Investitionen würden noch einmal 100 Euro drauf kommen.

Zauberspiegel: Wenn ich diese Zahlen sehe, wird mir schwindelig. was machte das denn so schwierig?
Mike Rieckhoff: : Wie schon erwähnt einfach die Größe des Zauberspiegel und die damit verbundenen Umwege der Migration.

Zauberspiegel: Ehrlich gesagt - wir freuen uns natürlich unglaublich, dass du dies für uns machst, du schraubst ja noch immer an der Seite herum - so ganz fassen können wir dies immer noch nicht? Was war letzten Endes ausschlaggebend für deine Entscheidung, uns zu helfen?
Mike Rieckhoff: Wie schon gesagt bin ich jemand der gerne Hilft wenn es mir möglich ist. Es ist auch nicht der erste Mal, dass ich dies in der Art mache. Jeder ist mal in einer Notlage egal welcher Art und freut sich um jede Hilfe die er oder sie bekommen kann, außerdem ist es eine kostenlose Werbung für mich und jeder weiß wie teuer Werbung sein kann. Laughing

Zauberspiegel: Was bietest du außer Webseitenrettung Sealed noch so an? Du bist ... Programmierer? Webhoster?
Mike Rieckhoff: Ich biete eigentlich alles Rundum Webseiten an, dass heißt Webseitenerstellung, diverse Anpassungen, Designerstellung, Print u. m.. Wenn etwas nicht auf meiner Webseite steht, kann man auch nachfragen, ob ich das Gewünschte anbiete, so wie gestern erst telefonisch geschehen für eine evtl. Joomlaschulung in einer Schule.

Zauberspiegel: Uns gefiel - und gefällt - besonders deine Hartnäckigkeit im Umgang mit Problemen, die Ruhe, die du in dem Ganzen ausstrahltest und dass du, wie Horst es nannte, die Probleme "sportlich" sehen würdest. Was würdest du als deine Stärken bezeichnen?
Mike Rieckhoff: Eigentlich hast du die Stärken schon genannt. Es sind die Ruhe und der Ergeiz. Ich bin generell ein ruhiger Mensch, ich schau mir eine Sache erst mal in Ruhe an und versuche dann eine Lösung zu finden. Aber Probleme sportlich sehen höre ich auch zum ersten Mal, klingt gut das merke ich mir. Laughing Es ist aber so, das manche aus etwas ein Problem machen, wo eigentlich kein wirkliches Problem ist. Die andere Sache ist, dass ich meist ein Problem gleich analysieren kann und dass diese Art dann auch beruhigend für den Kunden ist. Sicher gibt es auch Dinge, die ich nicht sofort weiß oder beheben kann, aber das ist nicht gleich ein Grund das ich ins schwitzen komme. Des Weiteren kann ich auch zugeben, wenn ich etwas nicht weiß oder kann, was manche in der Branche nicht machen oder zugeben wollen. Aber lieber lehne ich dann einen Auftrag ab, als den Kunden und letzten Endes mich zu enttäuschen. Schließlich hatte ich auch beim Zauberspiegel gesagt, ich versuche es ohne eine Zusage auf Erfolg.

Kommentare  

#1 Mikail_the_Bard 2012-06-08 21:26
Ich finde das der Zauberspiegel klasse geworden ist. Das ganze ist nicht zu überladen, aber auch nicht fade. Genau richtig.
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#2 Harantor 2012-06-08 23:40
Mike hat es vor allem geschafft, die Migration im laufenden Betrieb hinzubekommen. Das war richtig großartig. Ich bin letztlich hochzufrieden.
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