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Dinosaurus sapiens – Über die Möglichkeit einer irdischen Zivilisation lange vor dem Menschen - Glossar

Dinosaurus sapiens – Über die Möglichkeit einer irdischen Zivilisation lange vor dem MenschenGlossar

Aufgrund des speziellen Themas läßt es sich leider nicht vermeiden, hier und da auf wissenschaftliche Fachausdrücke zurückgreifen zu müssen. Nicht für jedes gibt es ein deutsches Äquivalent, und hätte ich sämtliche Fremdworte im Text erklärt, wäre der Lesefluß rasch ins Stocken geraten, und die Gefahr groß, dass in der Zwischenzeit der Faden verloren geht. Gleiches aber mag auch eine Recherche in einschlägigen Lexika (oder Wikipedia) bewirken, wenn man endlose Absätze nach der benötigten Information durchforstet.


Aus diesem Grunde habe ich meinem Aufsatz ein Stichwortverzeichnis angehängt, bei dem die Erklärungen auf die zum Textverständnis nötigen Informationen beschränkt sind.

  • Abstammungsgemeinschaft: Gruppe von Lebewesen, die sich allesamt auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückführen lassen

  • ad acta: zu den Akten

  • adaptiert: angepaßt, an eine bestimmte ökologische Nische spezialisiert

  • Adaption: Anpassung

  • Adasaurus: Ein mongolischer Dromaeosauride aus dem frühen Maastricht (etwa von vor 70,6 bis vor 69,2 Millionen Jahren), dessen Sichelkralle nicht länger als die übrigen Fußkrallen gewesen ist. Er gehört zu den Dinosauriern, denen man ein Vogelbecken angedichtet hat, obwohl dabei unpassende Knochenlücken im Beckenskelett entstehen.

  • adult: voll erwachsen

  • Aerosol: Ansammlung von Schwebeteilchen

  • Äquivalent: Entsprechung

  • Affront: beleidigende Provokation

  • Afrotheria: molekularbiologisch definierte Abstammungsgemeinschaft plazentaler Säugetiere, deren früheste Formen in der Oberkreide Afrikas verbreitet waren, und zu denen heute die Tanreks, die Rüsselspringer, die Erdferkel, die Schliefer, die Elefanten und die Seekühe gehören

  • Alamosaurus: Mindestens bis zu 21 Meter, vielleicht aber weit über 30 langer Titanosaurier, der vor etwa 72 bis vor 66 Millionen Jahren lebte. Sein Auftreten als einziger nordamerikanischer Sauropode der Oberkreide folgt einer sauropodenfreien Zeit von zwanzig Millionen Jahren, die möglicherweise mit einer kurzen Vereisung vor 91,2 Millionen Jahren zusammenhängt.

  • Allosaurus: massiv gebauter, neun bis dreizehn Meter langer Raubsaurier aus dem oberen Jura (von vor etwa 155,6 bis vor 145,5 Millionen Jahren)

  • Altispinax: nur sehr unvollständig (Rückenwirbel mit Dornfortsätzen) bekannter Spinosaurier (?) aus der unteren Kreide Großbritanniens (vor ungefähr 137 Millionen Jahren)

  • Alvarezsauridae: Gruppe vom Oberjura bis zum Ende der Kreide vorkommender Maniraptora mit extrem kurzen, aber kräftigen Armen und als beinahe einzigem Finger einem starken, bekrallten Daumen. Mindestens eine Form (Shuvuuia) war gefiedert, aber andere Vogelmerkmale entstanden nachweislich in Parallelentwicklung.

  • Ambulocetus: primitiver Wal von Krokodil- artigem Habitus, der vor etwa 50 bis vor 49 Millionen Jahren (Eozän) in Pakistan lebte

  • Ammoniten: dem heutigen Perlboot (Nautilus) äußerlich ähnliche, aber in der Anatomie modernere Kopffüßer mit zumeist aufgerollter Schale, die zum Ende der Kreidezeit ausstarben

  • amorph: ohne kristallin geordnete Atomstruktur (in dieser Hinsicht den Flüssigkeiten ähnlich)

  • amphibisch: 1.) zu den Amphibien gehörig oder 2.) teils an Land, teils im Wasser heimisch

  • Amphichelydia: erst im Pleistozän ausgestorbene Unterordnung primitiver Schildkröten, die Kopf und Schwanz noch nicht vollständig unter den Panzer einziehen konnten

  • Anatomie: Wissenschaft vom Bau des (meist menschlichen) Körpers

  • Anatosaurus: großer Hadrosaurier ohne Schädelkamm, der in den letzten drei Millionen Jahren der Kreidezeit im Westen Nordamerikas verbreitet war. Heute zumeist mit Edmontosaurus und Anatotitan zu einer Gattung vereinigt (Trachodon ist dagegen ein Synonym).

  • Anatotitan: siehe Anatosaurus

  • Angiosperma: Bedecktsamer (zu den Blütenpflanzen gehörig)

  • Anisium: siehe Trias

  • Ankylosauria: von der mittleren Jura bis zum Ende der Kreide (von vor circa 164,7 bis vor 65,5 Millionen Jahren) nachgewiesene Familie der Thyreophora, deren Hauptmerkmal eine gedrungen breite Gestalt mit einem aus mehreren Knochenplatten bestehender Rückenpanzer ist. Als zusätzlicher Schutz können lange Stacheln an den Körperseiten (Nodosauridae) oder eine Knochenkeule am Schwanzende (Ankylosauridae) ausgebildet sein.

  • Ankylosaurus: bis zu neun Meter langer Ankylosaurier des späten Maastricht (von vor etwa 70 bis vor 65,5 Millionen Jahren) mit wuchtiger Schwanzkeule und Panzerung (inklusive Hörnern) auch auf dem Schädel

  • Annunaki: siehe Anunnaki

  • Anomalie: Abnormität; Bereich mit unerwarteten Eigenschaften; siehe auch Iridium- Anomalie

  • Anthroposaurus sapiens: Gattungs- und Artbezeichnung eines fossil nicht nachgewiesenen, vernunftbegabten Dinosauriers, den Michael Magee für das große Aussterben am Ende der Kreidezeit verantwortlich macht.

  • anthropozentrisch: aus (allzu) menschlicher Perspektive

  • antipodal: auf der gegenüberliegenden Seite der Erdkugel befindlich

  • Anunnaki: Gottheiten des frühgeschichtlichen Mesopotamien, speziell diejenigen, die der Unterwelt zugerechnet werden

  • Apatosaurus (= Brontosaurus): „klassischer“ Sauropode aus der Familie der Diplodocidae, der mit einer Körperlänge von bis zu 26 Metern im Oberjura Nordamerikas (vor rund 157,3 bis vor 145 Millionen Jahren) verbreitet gewesen ist, und den ein massiger Körperbau und eine vermehrte Anzahl von Schwanzwirbeln (bis zu 82) kennzeichnen

  • Apomorphie: ein innerhalb einer Abstammungslinie erworbenes Merkmal, das die Nachfahrengruppe von den Ahnen unterscheidet

  • aquatisch: im Wasser befindlich

  • arboricol: baumbewohnend

  • Archaeoceratops: bipeder, hornloser Protoceratopside aus der Unterkreide Chinas (vor vielleicht 125 bis vor 112 Millionen Jahren) von circa einem Meter Länge

  • Archaeopterygiformes: primitivste Gruppe der Urvögel mit den Gattungen Archaeopteryx und Wellnhoferia

  • Archäopteryx: Urvogel, der mit Schwanz, Fingern und Zähnen noch reptilische Merkmale aufweist. Er lebte im Tithonium vor ungefähr 150,8 bis vor 145,5 Millionen Jahren.

  • Archaeoraptor: Fälschung aus den Knochen dreier Wirbeltiere (darunter Yanornis und Microraptor), um ein „Missing Link“ zwischen maniraptoren Dinosauriern und Urvögeln vorzugaukeln

  • Archonta: veraltete Bezeichnung für eine Ansammlung plazentaler Säugetiere, deren Merkmalskombinationen eine nähere Verwandtschaft nahegelegt haben (dazu gehörten u. a. die Primaten, die Fledermäuse und die Nagetiere). Molekularbiologische Untersuchungen haben zu einer Herauslösung der Fledertiere geführt, so dass die verbliebenen Gruppen nun unter dem Namen Euarchonta bzw. Euarchontoglires geführt werden.

  • Archosauria („Herrschaftsechsen“): Gruppe diapsider Reptilien, die vor dem Auge liegend ein zusätzliches Schädelfenster ausgebildet haben („triapsider Schädel“). Im Allgemeinen zählen dazu die Thecodonten und ihre Nachkommen, mit Ausnahme der Vögel. Manche Autoren sparen die Thecodonten aus, dass gerade mal die Krokodile, die Dinosaurier und die Flugechsen übrig bleiben.

  • Arctocyonidae: urtümlichste bekannte Huftierfamilie, zu der Kleinbär- ähnliche Allesfresser aus dem Paläozän gehören

  • Argentinosaurus: bis zu 35 Meter langer Titanosaurier aus der frühen Oberkreide Argentiniens (vor etwa 100,5 bis vor 93,9 Millionen Jahren) mit zusätzlichen Verstrebungen bei den Rückenwirbeln

  • arid: trocken, wüstenartig

  • Arsen: extrem giftiges Halbmetall mit der Ordnungszahl 33; fällt oft bei der Kupferverarbeitung an; in der Iridium- Anomalie überdurchschnittlich stark vertreten

  • Asteroid: große Variante des Meteoroiden (oder Himmelskörper bis zur Größe eines Kleinplaneten), wobei der Übergang zwischen Meteoroid und Asteroid nicht genau definiert ist

  • atypisch: nicht charakteristisch

  • Aufschluss: Ausbruch im Gestein, der dessen strukturellen Aufbau erkennen läßt

  • Auroraceratops: bipeder, hornloser Protoceratopside aus der Unterkreide Chinas (vor vielleicht 125 bis vor 112 Millionen Jahren) mit verhältnismäßig kurzem und breitem Schnabel

  • Aussalzung: Entzug löslicher Substanzen durch Salzzugabe (Osmose)

  • Australopithecus afarensis: als „Lucy“ bekannt gewordener Vormensch, der vor rund 3,8 bis vor 2,9 Millionen Jahren im Pliozän Ostafrikas gelebt hat

  • Autapomorphie: ein innerhalb einer Abstammungslinie erworbenes Merkmal (Apomorphie), das bei keinem anderen Zweig des Stammbaumes auftritt

  • avancieren: sich zu etwas entwickeln

  • Avisapiens saurotheos (= “Superdinosaurus”): mehr Singvogel- ähnliche Variante des Dinosauroid (in der Vorstellung von Nemo Ramjet)

  • Bambiraptor: kleiner Dromaeosauride mit relativ langen Armen aus der Oberkreide Nordamerikas (vor etwa 75 Millionen Jahren)

  • Beipiaosaurus: gefiederter, gut zwei Meter langer Therizinosaurier aus der frühen Kreidezeit Chinas (vor vielleicht 124.6 Millionen Jahren)

  • Belemniten: äußerlich Kalmaren ähnelnde Kopffüßer mit kegelförmigem Innenskelett („Donnerkeil“), die zum Ende der Kreidezeit ausstarben

  • Berberlöwe: einst über ganz Nordafrika verbreitete, bis 1920 aber von Menschenhand ausgerottete Unterart des Löwen

  • Bering- Landbrücke: System aus zwei pleistozänen Landbrücken (Beringbrücke und Beringia) zwischen Ostasien und Nordamerika

  • Bernstein: versteinertes Baumharz

  • Bernsteinkiefer (Pinus subcinifera bzw. succinifera): heute veraltete Sammelbezeichnung für z. T. nicht näher bestimmbare Angehörige mehrerer Familien von Nadelbäumen, die auf die Verletzung des Stammes mit dem Austritt von Baumharz reagieren

  • Beutelwolf: einst über ganz Australien, Neuguinea und Tasmanien verbreiteter Verwandter des Beutelteufels, dessen Aussterben (bis 1936) hauptsächlich durch die Ausbreitung des Menschen und des von diesem eingeführten Dingos bedingt ist

  • Bioparaptor macloughlini: (von Darren Naish verliehene) Gattungs- und Artbezeichnung eines fossil nicht nachgewiesenen, vernunftbegabten Dinosauriers, den John McLoughlin als kulturfähigen Dinosaurier am Ende der Kreidezeit konstruiert hat

  • biped: zweifüßig

  • Blei: giftiges Schwermetall mit der Ordnungszahl 82; als Endprodukt dreier von vier natürlicher Zerfallsreihen relativ häufig in der Erdkruste vertreten

  • Bodenfaultier: ausgestorbene Faultiere von bis zu sechs Meter langen („Riesenfaultiere“), bodenbewohnenden, pflanzenfressenden Faultieren

  • Brachiosauridae: Familie massiger Sauropoden aus Oberjura und Unterkreide, bei der die Vorderbeine länger als die Hinterbeine sind, und der Hals damit eine senkrechte (statt waagerechter) Position einnimmt

  • Brachiosaurus: bis zu 27 Meter langer Brachiosauride mit gewölbtem Schädel, zapfenartigen Zähnen und auffallend langen Halswirbeln, der im Oberjura Nordamerikas (und mit Giraffatitan auch in Ostafrika) verbreitet war (vor circa 157,3 bis vor 145 Millionen Jahren)

  • Brontosaurus: siehe Apatosaurus

  • Broterwerb: Das, womit Leute ihr Überleben sichern müssen, denen es Abstammung und Kontakte nicht ermöglichen, ihr Leben nach eigenem Gutdünken zu führen.

  • Brückenechse (Tuatara): urtümlich gebliebener Verwandter der Echsen und Schlangen, der sich anatomisch durch einen zusätzlichen Schläfenbogen auszeichnet

  • Caldera: durch eine gewaltige Eruption oder dem nachfolgenden Einsturz der Magmakamma entstehende, kraterartige Mulde im Boden

  • Callovosaurus: relativ ursprünglicher, wohl zweieinhalb Meter langer Vertreter der Iguanodontia aus dem englischen Mitteljura vor ungefähr 164 bis vor vielleicht 160 Millionen Jahren

  • Camarasaurus: im Oberjura Europas und Nordamerikas häufiger Sauropode (vor rund 157,3 bis vor 145 Millionen Jahren)

  • Camptosaurus: bis zu sieben Meter langer Vertreter der Iguanodontia aus dem Oberjura Europas und Nordamerikas von vor circa 157 bis vor 152 Millionen Jahren

  • Carlsberg- Rücken: Riftzone im Indischen Ozean, welche die Seychellen vom Indischen Subkontinent trennt

  • Carnium: siehe Trias

  • carnivor: fleischfressend

  • Carnosauria: veraltete Bezeichnung für große Theropoda mit kurzen Hälsen und großen Köpfen

  • Castor- Behälter: Container zur Aufbewahrung und zum Transport radioaktiven Materials

  • Caudipteryx: gefiederter, gerade mal truthahngroßer Oviraptorosaurier aus der Unterkreide Chinas (von vor vielleicht 130 bis vor 112 Millionen Jahren) mit bezahntem Schnabel und besonders langen Federn am mittleren Finger und beiderseits des verhältnismäßig kurzen Schwanzes

  • Cerasinops: gerade mal einen Meter langer Protoceratopside mit hohem Schädel, Zähnen auf dem Zwischenkieferbein und Federn entlang der Schwanzwurzel, der in der Oberkreide Nordamerikas lebte (von vor circa 80 bis vor 76 Millionen Jahren)

  • Ceratopsia: Vom Oberjura (Yinlong, Chaoyangsaurus) bis zum Ende der Kreide nachgewiesene Ornithischia mit neu entwickeltem Rostralknochen am Oberkiefer des Papagei- artigen Schnabels. Zum Ansatz kräftiger Kiefermuskeln ist eine kamm- bis schildartige Verlängerung des Hinterkopfes ausgebildet. Beizeiten treten Primitivmerkmale auf (fünf Finger  pro Hand, Zähne auch im vorderen Bereich des Kiefers), und spätkreidezeitliche Formen entwickeln Hörner auf Nase, Stirn und/ oder Nackenschild (bei Pentaceratops auch an den Wangen).

  • Ceratosauria: verhältnismäßig ursprüngliche, über den gesamten Jura und Kreide vorkommende Theropoda mit Hauptverbreitungsgebiet auf der Südhalbkugel, die in der Mehrzahl noch über vier Finger verfügen

  • Ceratosauridae: vom Oberjura bis in die Oberkreide verbreitete Ceratosauria mit Nasenhorn

  • Cerebellum: Hirnhälfte

  • cervical: zum Nacken gehörig

  • Cetacea: Wale
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  • Chalicotheriidae: ausgestorbene Familie der Unpaarhufer mit Krallen an Stelle von Hufen (von vor etwa 55,8 bis vor 1,7 Millionen Jahren)

  • Chaoyangsaurus: nur vom Schädel und wenigen Knochen her bekannter, primitiver Ceratopsier (Psittacosauride oder Protoceratopside) aus dem oberen Jura mit Zähnen auf dem Zwischenkieferbein und kielförmigem Praedentale (Er lebte von vor vielleicht 150 bis vor 145 Millionen Jahren)

  • Champsosaurier (= Choristodera): amphibisch lebende Echsen mit Gavial- ähnlichem Habitus, die von der Obertrias (vor rund 216,5 Millionen Jahren) bis ins Miozän (vor rund 20 Millionen Jahren) überlebt haben

  • Champsosaurus: Gavial- ähnlicher, bis 3,5 Meter langer Champsosaurier, der sowohl in Europa und Nordamerika, als auch von der Oberkreide bis ins Eozän nachgewiesen ist

  • Chicxulub: Teils an Land befindlicher Einschlagskrater eines Meteoriten auf der Halbinsel Yucatan

  • Chimäre: aus Eigenschaften mehrerer Lebewesen zusammengesetzte Kreatur (z. B. Wolpertinger)

  • Chindesaurus: früher Dinosaurier an der Basis der Saurischia, der vor ungefähr 216 Millionen Jahren (Norium, späte Trias) in Nordamerika lebte

  • Choristodera: siehe Champsosaurier

  • Chrom: Übergangsmetall mit der Ordnungszahl 24; in der Iridium- Anomalie überdurchschnittlich stark vertreten

  • Cidre: Apfelsekt

  • Cimolesta: Ausgestorbene Ordnung früher Laurasiatheria, die von der späten Kreidezeit bis ins Paläozän verbreitet war. Recht unterschiedlich wirkende Gruppen werden hier vereint, von den frühen und relativ unspezialisierten Didelphodonta bis hin zu den „Urhuftieren“ Pantodonta. Die Vorfahren der Raubsäuger (Carnivora) und der Schuppentiere (Pholidota) werden in dieser Ordnung vermutet, aber auch eine enge Verwandtschaft mit den eigentlichen Huftieren (Perissodactyla und Artiodactyla) gilt als wahrscheinlich.

  • Cirren: langgestreckte Körperanhänge, oft der Fortbewegung dienend

  • Clovis- Kultur: früheste weit verbreitete Steinzeitkultur (Nord-) Amerikas kurz nach dem Ende der letzten Eiszeit (von ungefähr 9050 bis 8850 v. Chr. anzusiedeln), die allerdings lokalere Vorläufer hat

  • Coelodonta: siehe Wollnashorn

  • Coelophysidae (= Podokesauridae): Coelophysoidea von ziemlich Coelurosauria- typischer Gestalt

  • Coelophysis: an die drei Meter langer Coelophyside aus der Obertrias Nordamerikas (von vor vielleicht 228,7 bis vor 199,6 Millionen Jahren) mit nachgewiesenem Gabelbein (verwachsene Schlüsselbeine, für Vögel charakteristisch)

  • Coelophysoidea: primitive Theropoden mit Zwischengelenk im Oberkiefer und beginnender Reduktion des vierten Fingers, die in der oberen Trias und dem unteren Jura vorkamen

  • Coelurosauria: veraltete Bezeichnung für kleine bis mittelgroße Theropoda mit langen Hälsen und eher kleinen, aber manchmal langgestreckten Köpfen

  • Colugos: siehe Flugmakis

  • Compsognathus: inklusive Schwanz 89 bis 125 cm langer Theropode aus dem oberen Tithonium (etwa von vor 150,8 bis vor 147,2 Millionen Jahren)

  • Compsognathus corallestris: irrtümlich mit Schwimmpaddeln an Stelle von Vordergliedmaßen rekonstruierter Compsognathus aus Frankreich

  • Compsognathus longipes: Gattungs- und Artbezeichnung jenes hühnergroßen Theropoden, der eine gewisse Zeit lang als direkter Vorfahre der Vögel propagiert wurde, obwohl Archaeopteryx zur gleichen Zeit am selben Ort lebte

  • Conclusio: Schlußfolgerung

  • Cope, Edward Drinker: US- amerikanischer Zoologe und Paläontologe, der im Wettstreit mit Othniel Charles Marsh zahlreiche neue Sauriergattungen beschrieb, darunter Dimetrodon, Camarasaurus, Monoclonius, Champsosaurus und Coelophysis

  • Coracoid (= Rabenbein): einer der drei basalen Knochen des Schultergürtels, bei heutigen Reptilien und der Mehrzahl der Säugetiere zurückgebildet

  • Cortex: siehe Großhirnrinde

  • Cthulhu: nach Howard Phillips Lovecraft eine vor Hunderten von Jahrmillionen auf die Erde gekommene, riesengroße Wesenheit mit Flügeln, cephalopodem Kopf und grob humanoidem Körper, die am Grunde des Pazifik ruht, bis ihre Zeit gekommen ist, die Herrschaft auf Erden zu übernehmen

  • Darlton, Clark: siehe Ernsting, Walter

  • Darwinfinken: Vierzehn Arten auf den Galapagos- Inseln (bzw. der Kokos- Insel) heimischer Singvögel, die zwar eng verwandt sind, doch unterschiedliche Nischen belegt, und entsprechend angepaßte Schnabelformen entwickelt haben. Es gibt innerhalb ein und derselben Gattung Raubvögel, Frucht-, Insekten- oder Nußfresser und sogar „Vampirfinken“. Ethologisch interessant ist der Mangrove- Darwinfink, der Dornen, Nadeln und Zweige als „Werkzeuge“ benutzt, um mit ihnen nach Insekten oder deren Larven zu stochern.

  • Dekkan: zentralindisches Hochland (im küstennahen Nordwesten fand im Übergangsbereich Mesozoikum- Tertiär ein ausgedehnter Vulkanismus statt)

  • Dentalschema: Zahnformel

  • Deponie: Lagerplatz für Vorräte oder Abfall

  • Deinonynchosauria: Teilgruppe der Maniraptora mit vergrößerter Sichelklaue am Fuß, entweder am jeweils inneren (Dromaeosauridae) oder am mittleren (Troodontidae) Zeh

  • Deinonynchus = Deinonychus (antirrhopus): vor 123 bis vor 110 Millionen Jahren in Nordamerika heimischer Dromaeosauride von etwa 3 ½ Metern Körperlänge, der sich von der nahe verwandten Form Velociraptor durch den massiveren Unterkiefer und die fehlende Abflachung des Nasenbeines unterschied

  • Dermoptera: siehe Flugmakis

  • Descartes, René: französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler, der sein Werk Regulae ad directionem ingenii als Soldat im Winterlager in Neuburg an der Donau begonnen hatte

  • Devon: „Zeitalter der Fische“, das vor etwa 416 Millionen Jahren auf das Silur folgte, und vor etwa 358,9 Millionen Jahren in das Karbon überging.

  • Diapsida: Teilgruppe der Reptilia, bei denen primär zwei Schläfenfenster ausgebildet sind, die jedoch sekundär (z. B. bei den Ankylosauria) wieder geschlossen sein können. Die Hauptgruppen der Diapsida sind traditionell die Lepidosauria, zu denen die heutigen Brückenechsen, Echsen und Schlangen gehören, und die Archosauria („Herrschaftsechsen“).

  • Diastema: Lücke zwischen Fang- und Backenzähnen, bei pflanzenfressenden Säugetieren oft durch Reduktion der Fangzähne vergrößert

  • Diatryma: siehe Gastornis

  • differenziert: auf Details und Unterschiede bedacht, verfeinert, nicht oberflächlich

  • Dimetrodon: bis zu 3,5 Meter langer, fleischfressender Pelycosaurier mit Rückensegel, der im Unterperm (vor rund 299 bis vor 272,5 Millionen Jahren) in Europa und Nordamerika heimisch war

  • Dino- Homonoid: G. C. Pauls Bezeichnung für Russells und Séguins Dinosauroid

  • Dinosaurier: Zusammenfassende Bezeichnung der Ordnungen Saurischia und Ornithischia, die zusammen mit den Vögeln und den Flugechsen zu den Ornithodira gerechnet werden. Als Abkömmlinge von „Pseudosuchiern“ werden sie definiert durch das fehlende Postfrontale, ein über das Pterygoid ragendes Ectopterygoid, ein im Profil herausragendes Quadratum, eine verkleinertes Fenestra posttemporalis, eine nach hinten weisende Schultergelenkpfanne, eine asymmetrische Hand mit Tendenz zur Reduktion des Ring- und kleinen Fingers, einem Cnemial- Kamm am Schienbein, einem Auswuchs des Astragulus und die S- Form des mittleren Mittelfußknochens. Weitere Merkmale, die allerdings auch Vorformen mit einschließen, sind die Ausbildung des Fußgelenkes unterhalb von Astragulus und Calcaneum, sowie zumindest bei primitiveren Formen ein vogelartiges Erscheinungsbild mit langem Hals und Schwanz.

  • Dinosauroid: hypothetischer vernunftbegabter Dinosaurier, wie er sich nach D. A. Russell und P. Séguin hätte entwickeln können, wären seine Vorfahren nicht gegen Ende der Kreidezeit ausgestorben.

  • Dinosaurus sapiens: Gattungs- und Artbezeichnung für einen hypothetischen vernunftbegabten Dinosaurier, gleich ob in der Gegenwart, oder am Ende des Mesozoikums

  • Diplodocidae: Familie relativ leicht gebauter Sauropoden aus dem Oberjura mit langen, eher flachen Schädeln, stiftförmigen Zähnen, relativ kurzen Vorderbeinen und langen Hälsen und Schwänzen (in waagerechter Position)

  • Diplodocus (eventuell incl. Seismosaurus): bis zu 27 Meter langer, leicht gebauter Diplodocide mit spezialisierter Fingerkralle und vermehrter Anzahl von Schwanzwirbeln (bis zu 80), der im Oberjura Nordamerikas lebte (vor circa 157 bis vor 145 Millionen Jahren)

  • Dodo (= Dronte = Dudu): um 1690 durch Menschen und ihre Haustiere ausgerotteter, flugunfähiger Taubenvogel auf Mauritius und Réunion

  • Domestikation: Zähmung, Züchtung bei Förderung dem Menschen nützlicher Merkmale

  • domestiziert: gezähmt, an den Menschen gewöhnt

  • Dravidosaurus: Drei Meter langer Stegosaurier aus dem Indien des Coniacums. Neuerdings werden die ihm zugeschriebenen Funde aber nicht mehr den Stegosauriern, sondern den Plesiosauriern zugeschrieben.

  • Dreihorn: siehe Triceratops

  • Drepanosaurier: in der späten Trias (vor circa 220 bis vor 216 Millionen Jahren) lebende, arboricole Protorosaurier mit Vogel- ähnlichem Schädel, deren Finger, Zehen und Schwanz oft zum Greifen befähigt waren

  • Dromaeosauria: veraltete Bezeichnung für die Deinonynchosauria

  • Dromaeosauridae: Deinonynchosaurier mit Sichelklaue am inneren Zeh

  • Dromomeron: nordamerikanischer Verwandter von Lagerpeton, der bereits zusammen mit eindeutigen Dinosauriern (Chindesaurus) lebte

  • Duftnote: charakteristischer Geruch

  • Edaphosaurus: bis zu 3,5 Meter langer, pflanzenfressender Pelycosaurier mit Rückensegel, der im Oberkarbon und Unterperm (vor rund 305 bis vor 272,5 Millionen Jahren) Europas und Nordamerikas heimisch gewesen ist

  • Eklektik: Zusammentragen und Mischen von Erkenntnissen aus verschiedenen Zusammenhängen

  • en vogue: in Mode

  • Eoanthropus dawsoni: siehe Piltdown- Mensch

  • Eohippus: siehe Hyracotherium

  • Eoraptor: bereits vor circa 231.4 Millionen Jahren lebender, argentinischer Theropode von vielleicht einem Meter Länge, noch mit fünf Fingern (von denen jedoch zwei so reduziert waren, dass ihnen schon die Krallen fehlten)

  • Eozän: zweitälteste der fünf Stufen des Tertiär (Dauer etwa von vor 55,8 bis vor 33,9 Millionen Jahren).

  • Edmontosaurus: siehe Anatosaurus

  • Epidendrosaurus: bislang nur als Küken bekannter Maniraptore mit verlängertem dritten Finger, der dem Bau der Gliedmaßen nach arboricol gewesen sein mag, und der vermutlich im mittleren und oberen Jura in China lebte (von vor vielleicht 167,7 bis vor 150,8 Millionen Jahren)

  • Erdkern: 6942 Kilometer durchmessendes, vorwiegend aus Eisen und etwas Nickel bestehendes Zentrum des Planeten Erde, dessen äußerer Bereich noch flüssig ist, während der innere unter dem gewaltigen Druck trotz der hohen Temperaturen „gefroren“, also verfestigt ist

  • Erdkruste: im Durchschnitt 35 Kilometer mächtige Schale des Planeten Erde, die sich schon vor circa 4,4 Millionen Jahren verfestigt hatte, und die aufgrund der jeweils dominierenden Elemente unterteilt wird in die leichtere kontinentale („granitische“) Kruste oder SiAl (Silizium und Aluminium [und Sauerstoff]) und die schwerere ozeanische („basaltische“) Kruste oder SiMa (Silizium und Magnesium [und Sauerstoff])

  • Erdmantel: plastisch- zähflüssige mittlere Schale im Aufbau der Erde mit einer durchschnittlichen Mächtigkeit von 2850 Kilometern

  • Erdmittelalter: siehe Mesozoikum

  • Erlikosaurus: vor circa 99 bis vor 83 Millionen Jahren in der Mongolei lebender Therizinosauride (und Segnosaurier) mit „Vogelbecken“, zahnlosem Schnabel und vier Zehen pro Fuß

  • Ernsting, Walter (Pseudonym: Clark Darlton): deutscher Science- Fiction- Schriftsteller und Miterfinder von Perry Rhodan

  • Eruption: Vulkanausbruch

  • Eryops: vor etwa 195 bis vor 270 Millionen Jahren im Unterperm lebendes Amphibium aus der Ordnung der Temnospondyli mit wohl krokodilischem Habitus und einer Körperlänge bis zu zwei Metern (und entgegen der vielgerühmten paläontologischen Datenbank des Raumschiffes Voyager kein Vorfahre der Dinosaurier)

  • Euarchonta: siehe Euarchontoglires

  • Euarchontoglires: den Laurasiatheria basal verwandte Gruppe plazentaler Säugetiere, zu denen die Nagetierartigen (Nager und Hasen), aber auch die Euarchonta (Spitzhörnchen, Flugmakis und Primaten) gehören

  • Euparkeria: vor 245 bis vor 237 Millionen Jahren in Südafrika heimischer Pseudosuchier (mit Verwandten in Rußland) mit ausgebildeten Skleralringen und der Fähigkeit, sich sowohl quadruped, als auch biped fortzubewegen

  • Eurotamandua: früher Ameisenbär, der vor rund 50 bis vor 45 Millionen Jahren im Eozän Deutschlands lebte

  • Eutrophierung: Überdüngung, Verschmutzung

  • Evolution: Veränderung einer Entwicklungslinie im Verlaufe der Zeit und in Anpassung an jeweilige Lebensumstände (Milieus und Nischen)

  • Exo- Planet (= extrasolarer Planet): Planet außerhalb unseres Sonnensystems

  • extraterrestrisch: außerirdisch

  • Fabrosauridae: eigentlich nur aus der Gattung Fabrosaurus = Lesothosaurus bestehende Gruppe urtümlicher Ornithischia aus dem Übergangsbereich Trias/ Jura (vor vielleicht 200 bis vor 189 Millionen Jahren), die im Habitus die Hypsilophodontidae vorwegnehmen, aber neben sichtlich verkürzten Armen noch über Primitivmerkmale wie fünf Finger und Zähne im vorderen Kieferbereich verfügen

  • fakultativ: möglich, zur Verfügung stehend, eventuell

  • Falcarius: etwa vier Meter langer, herbivorer, noch relativ ursprünglicher Therizinosauride aus der frühen Kreide Nordamerikas (vor grob 130 Millionen Jahren)

  • Faunenschnitt: Zeitpunkt, an dem viele Lebensformen für immer verschwinden

  • fide: vertrauend auf, laut, zufolge

  • Fischechsen: siehe Ichthyosauria

  • Fließgewässer: Bach, Fluß oder Strom

  • Flores: zu den kleinen Sunda- Inseln Indonesiens gehörendes Eiland, auf dem vor 18.000 Jahren der auch „Hobbit“ genannte Homo floresiensis heimisch gewesen ist

  • Flugmakis (= Pelzflatterer = Gleitflieger = Riesengleiter = Colugos) (Dermoptera): Hörnchen- ähnliche Baumbewohner mit Flughaut zwischen Vorder- und Hintergliedmaßen, die schon seit dem Paläozän nachgewiesen, und vermutlich eng mit den Primaten verwandt sind

  • Flugechsen: siehe Pterosauria

  • Foraminiferen (= „Kammerlinge“): Gruppe der einzelligen Kalkalgen

  • Formentyp: siehe Phänotyp

  • Fossil: Versteinerung, den Überrest einer Lebensform darstellender Fund (gilt auch für Hinterlassenschaften wie Ichnofossilien und Koprolithen)

  • fossilisieren: versteinern, in einen dauerhaft erhaltungsfähigen Zustand übergehen

  • Gastornis (= Diatryma): vor rund 61,7 bis vor 40,4 Millionen Jahren (Paläozän und Eozän) in Nordamerika und Europa verbreiteter, flugunfähiger Raubvogel aus der Verwandtschaft der Hühner und Gänse, aber mit einer Körpergröße von über zwei Metern

  • Gavial: piscivores Krokodil mit langer, schmaler Schnauze

  • Gehirn: das, was sich hinter den Eyeliner- Strichen und unter der Dauerwelle befindet

  • Generalist: Lebewesen, das sich nicht oder wenig an einen ganz bestimmten Lebensraum angepaßt hat

  • genetisch: auf das Erbgut bezogen

  • Geologie: Wissenschaft, die sich mit dem Aufbau und der Vergangenheit des Planeten Erde befasst

  • Geophysik: Wissenschaft über die physikalischen Eigenschaften des Planeten Erde

  • Geschlechtsdimorphismus: über die primären Geschlechtsmerkmale hinausgehende Unterschiede im Aussehen von Männchen und Weibchen

  • Giganotosaurus: argentinischer Theropode der frühen Spätkreide (von vor vielleicht 100,5 bis vor 96,2 Millionen Jahren), der zu den größten bekannten Raubsauriern gehört

  • Giraffatitan: afrikanische Variante des Brachiosaurus mit etwa 26 Metern Länge

  • Godzilla („Gojira“): japanischer Filmdinosaurier aus der Familie der Kaiju

  • Gleitflieger: siehe Flugmakis

  • Glossar: auf einen voranstehenden Text bezogenes Mini- Lexikon mit Worterklärungen.

  • Großhirn (= Telencephalon = Zerebrum): in evolutionärer Hinsicht jüngster Teil des Gehirns, dessen relative Größe in Zusammenhang mit der Befähigung zu intelligentem Denken zu stehen scheint

  • Großhirnrinde (= Cortex): äußere Schicht des Großhirns

  • habitabel: bewohnbar

  • habitable Zone: Bereich um einen Stern, in dem auf einem umlaufenden Planeten flüssiges Wasser persistieren könnte

  • Habitus: Gestalt und Lebensweise einer Kreatur

  • Hadrosauridae („Entenschnabeldinosaurier“): kreidezeitliche Ornithopoden mit Schnäbeln, wahren Zahnbatterien und oft zu Schädelkämmen erweiterten Nasenkämmen.

  • Halbwertzeit: Statistisch bestimmbarer Zeitraum, den es dauert, bis die Hälfte einer Ansammlung radioaktiver Atome zerfallen ist.

  • Helium: Edelgas mit der Ordnungszahl 2; einziges Element, das selbst am absoluten Nullpunkt nicht erstarrt; im Weltall zweithäufigstes Element; auf der Erde in der oberen Atmosphäre und im Erdmantel (Produkt zweier natürlicher Zerfallsreihen) am häufigsten; ein angeblich nur im Weltall vorkommendes Isotop wurde in der Iridium- Anomalie nachgewiesen

  • herbivor: Herbert fressend

  • Hercobolus: auf das brasilianische Medium Hercilio Maes zurückgehender, hypothetischer Planet, der mit der Erde kollidieren könnte

  • Herrerasauridae: älteste und urtümlichste Saurischia aus dem Karnium und Norium (siehe Trias) Amerikas (von vor etwa 231,4 bis vor 203,6 Millionen Jahren)

  • Herrerasaurus: sehr ursprünglicher Dinosaurier aus der mittleren und späten Trias Argentiniens (von vor etwa 231 bis vor 217 Millionen Jahren) mit noch unspezialisiertem Schädel, verkürztem (und krallenlosem) vierten und fünften Finger und als eigene Neuentwicklung ein Zwischengelenk im Unterkiefer

  • Heterodontosauridae: agile, von der späten Trias bis in die frühe Kreide verbreitete, herbi- oder omnivore Ornithopoden von relativ primitivem Körperbau, aber mit ähnlich dem Muster der Säugetiere differenzierten Zähnen

  • Histologie: Wissenschaft, die sich mit der Untersuchung von Gewebeproben befasst

  • Hitchcock, Alfred: britischer Filmregisseur und Produzent, der unter anderem den Horrorfilm „Die Vögel“ gedreht hat

  • Holozän: die vor ungefähr 12.000 Jahren einsetzende Jetztzeit

  • Hobbit (= Halbling): Bodenständiger, genußfreudiger Hominide von kleinem Wuchs, aber mit großen Füßen, der in den Romanen J. R. R. Tolkiens oft den Part des nur scheinbar schwachen Helden übernimmt. In der Populärwissenschaft wird gern der Homo floresiensis mit diesem Spitznamen belegt.

  • Hominide: Angehöriger oder enger Verwandter der Gattung Homo

  • Homo: Gattungsbezeichnung des Menschen, inklusive der frühesten Vertreter (Homo rudolfensis, habilis und ergaster), dem Homo erectus, der Seitenlinie des „Hobbits“ von Flores (Homo floresiensis), des Neandertalers und des Jetztmenschen

  • Homo sapiens: Gattungs- und Artbezeichnung des modernen Menschen (zumeist unter Einbeziehung des Neandertalers).

  • Homöothermie: Warmblütigkeit

  • Hongshanosaurus: Psittacosaurier aus der Unterkreide Ostasiens (vor etwa 125 Millionen Jahren)

  • Huftier: irreführende Bezeichnung für verschiedene, meist pflanzenfressende Säugetiere mit Hufen (oder hufartigen Klauen) an Stelle von Nägeln oder Krallen. Im engeren Sinne werden damit die Paarhufer (Artiodactyla) und die Unpaarhufer (Perissodactyla) bezeichnet, im weiteren (und veralteten) Sinne werden manchmal die Wale, verschiedene Afrotheria und auch ausgestorbene Gruppen unterschiedlicher Verwandtschaftszugehörigkeit (die sogenannten „Urhuftiere“, sowie die Arctocyonidae und die Mesonychia) mit einbezogen.

  • Hundestaupe: auf Hunde und ihre Verwandten beschränkte Krankheit, die den Afrikanischen Wildhund beinahe ausgerottet hat

  • Hypothese: Annahme, unbewiesene Theorie

  • hypothetisch: angenommen

  • Hypselosaurus: Um die 8 Meter langer Titanosaurier aus der Oberkreide Südwest- Europas (vor etwa 71 bis vor 65,5 Millionen Jahren). Aus der selben Gesteinsschicht stammende, aber nicht sicher bestimmbare Eier, die mangels bekannter Alternativen Hypselosaurus zugeschrieben worden sind, wiesen zum Teil doppelte oder mehrfache Schalen auf.

  • Hypsilophodon: agiler, um die zwei Meter langer Hypsilophodontide aus der frühen Kreide Europas und Nordamerikas (von vor circa 134 bis vor 112 Millionen Jahren), der als Primitivmerkmal noch Zähne auch im vorderen Kieferbereich und Reihen knöcherner Höcker beiderseits der Wirbelsäule hatte

  • Hypsilophodontidae: mit wenigen Ausnahmen kleine, schnelle, bipede Ornithopoden, die vom mittleren Jura (vor circa 167,7 Millionen Jahren) bis zum großen Aussterben weltweit verbreitet gewesen sind

  • Hyracotherium (= Eohippus): vor rund 55,4 bis vor 48,6 Millionen Jahren im Eozän der Nordkontinente verbreitetes Urpferdchen, noch mit vier Fingern, drei Zehen, Fuchsgröße und einer phyllophagen Ernährungsweise

  • Ichnofossilien: Spurenfossilien, versteinerte Fährten

  • Ichthyosauria: Fischechsen (ovovivipare Meeressaurier von grob Delphin- ähnlicher Gestalt)

  • Iguanodon: ungefähr vor 145,5 bis vor 99,6 Millionen Jahren lebender, weit verbreiteter Ornithopode mit Daumenstachel

  • Iguanodontia: mittelgroße bis große Ornithopoden, die vom Oberjura (vor ungefähr 164,7 Millionen Jahren) bis zum Ende der Kreide lebten. Charakteristisch ist mit fortschreitender Evolution die Zunahme der Zähne, als auch die Entwicklung eines Schnabels. Sowohl die Iguanodontidae, als auch die Hadrosauridae gehören in diese Gruppe.

  • Iguanodontidae: mittelgroße bis große Ornithopoden, die vom Oberjura (vor ungefähr 164,7 Millionen Jahren) bis zum Ende der Kreide lebten. Der Daumen ist bei einigen Arten mit einem Stachel bewehrt, der vielleicht zum Ausgraben von Wurzeln genutzt wurde.

  • Illium: Hüftbein (einer der Beckenknochen)

  • Illuminaten: von 1776 bis 1785 in Deutschland aktiver Geheimorden, dessen Ziel es war, durch Aufklärung und sittlicher Verbesserung der Menschen und der Gesellschaft den kirchlichen Dogmen und der Fürstenwillkür entgegenzuarbeiten, und langfristig die Gleichheit unter den Menschen zu propagieren.

  • Impakt: Einschlag eines Himmelskörpers

  • implizieren: beinhalten (von „Inhalt“, nicht von „Bein“ abgeleitet)

  • Individualität: psychische Eigenständigkeit; Ich- Bewußtsein (Fähigkeit, sich von anderen Lebewesen abzugrenzen)

  • Industrialisierung: Übergang von einer agrarisch (oder nomadisch) zu einer maschinell bestimmten Produktions- und Arbeitsweise, die in Europa in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einsetzte, und sich in Teilen der sogenannten „Dritten Welt“ bis auf den heutigen Tag fortsetzt

  • Innervation: Grad, wie stark ein bestimmter Bereich des Körpers von Nerven durchzogen ist

  • insectivor: sich von Insekten (und vergleichbaren Wirbellosen) ernährend

  • Insectivora: Ordnung relativ primitiver Laurasitheria mit vorwiegend insectivorer Lebensweise (Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Schlitzrüßler etc.)

  • Instinkt: Verhaltensweise, die nicht dem Bewußtsein entspringt

  • Interpolation: Rückschluß vom Bekannten auf das Unbekannte

  • intraspezifisch: innerhalb ein und derselben (Tier- oder Pflanzen-) Art

  • Ion: Atom, das durch fehlende oder überzählige Elektronen elektrisch geladen ist

  • Iridium: hartes und haltbares Edelmetall aus der Kobalt- Gruppe mit der Ordnungszahl 77; in der Erdkruste extrem selten, aber in Erdmantel und extraterrestrischen Objekten nachgewiesen; in der Iridium- Anomalie überdurchschnittlich stark vertreten

  • Iridium- Anomalie: Schwermetall- haltige Kalk- Ton- Schicht mit einem hohen Anteil auf der Erdoberfläche seltener Platinmetalle (namentlich Iridium, aber auch Osmium und Palladium) und weiterer Metalle (Arsen, Chrom, Kobalt, Selen, Nickel und Zinn) in wechselnden Zusammensetzungen. Das Ende der Kreidezeit wird an mehreren Punkten der Erde von der bekanntesten Iridium- Anomalie markiert, doch gibt es weitere in der Erdgeschichte, die mit keinem nachweisbaren Faunenschnitt in Verbindung stehen.

  • Ischium: Sitzbein (einer der Beckenknochen)

  • Isotop: Variante eines Atoms mit abweichender Neutronenzahl im Kern

  • Jehol- Gruppe: Abfolge von See- Sedimenten im Nordosten Chinas (mit eingeschalteten Tuff- und Basaltlagen), die in der frühen Kreidezeit (von vor etwa 128 bis vor 110 Millionen Jahren) abgelagert worden sind. Berühmt wurde diese Gesteinsformation durch ihre sehr gut erhaltenen Fossilien, zu denen frühe Angiosperma, Vögel und Placentalia gehören, aber auch mehrere Gattungen gefiederter Dinosaurier.

  • Jura: Erdzeitalter, dessen Beginn (nach der Trias, vor etwa 199,6 Millionen Jahren) und Ende (vor der Kreide, was an die 145,5 Millionen Jahre her ist) jeweils durch Erscheinen einer bestimmten, als Leitfossil dienenden Ammoniten- Art definiert wird. Klassisch unterteilt wird die Epoche in den Lias (Hettangium, Sinemurium, Pliensbachium und Toarcium), den Dogger (Aalenium, Bajocium, Bathonium und Callovium) und den Malm (Oxfordium, Kimmeridgium und Tithonium). Lokal werden auch die Namen von Fundstätten (z. B. Morrison Formation, Tendaguru- Formation, Holzmaden etc.) benutzt, um das Alter von Fossilien anzugeben (insbesondere bei Dinosauriern).

  • Juramaia: ältester bekannter Vertreter der Placentalia, der vor circa 160 Millionen Jahren in China lebte

  • Kalahari: Wüste im Süden Afrikas

  • Känozoikum (= Neozoikum): Sammelbezeichnung für Tertiär und Quartär

  • Karbon: nach den gerade in Europa mächtigen Steinkohleschichten benanntes „Zeitalter der Amphibien“, das vor circa 358,9 Millionen Jahren dem Devon folgte, um vor grob 298,9 Millionen Jahren schließlich in den Perm überzugehen

  • Katain: hypothetischer Planet zwischen Mars und Jupiter, der zumindest in der Zeichentrick- Version von Captain Future eine Rolle spielte.

  • Kataklysmus: Katastrophe mit Ausmaßen, die denen eines Weltuntergangs entsprechen

  • Kladogramm: Stammbaum, bei dem jede Gabelung durch Auftreten eines neuen Merkmals definiert wird (Die Gesamtheit der Wesen, die dieses Merkmal gemein haben, wird als monophyletische Gruppe oder Klade bezeichnet)

  • Kobalt: ferromagnetisches Übergangsmetall aus der Kobalt- Gruppe mit der Ordnungszahl 27; in der Iridium- Anomalie überdurchschnittlich stark vertreten

  • kognitiv: begreifend, lernend, bewußt

  • Komet: aus Staub und Eis bestehender Himmelskörper, auf dem sich auch Aminosäuren (als chemische Vorstufe des Lebens) bilden können

  • Kommunikation: Informationsaustausch zwischen zwei Individuen

  • konvergente Evolution: Entwicklung ähnlicher Merkmale bei nicht miteinander verwandten Spezies aufgrund vergleichbarer ökologischer Nischen

  • Konvergenz: im Ergebnis ähnlich, vergleichbar oder sogar übereinstimmend

  • Konzentration: Sammlung (z. B. von Gedanken) oder Ansammlung

  • Koprolith: versteinertes Exkrement

  • Koryphäe: Fachkraft, Experte

  • Kranichgeier: siehe Sekretär (Sagittarius serpentarius)

  • Kreationist: jemand, der auf die Bibel zurückgreift, um die Entstehung der Welt und die Entwicklung des Lebens zu erklären

  • Kreatur: Geschöpf, (tierisches oder künstliches) Lebewesen

  • Kreide (bzw. Kreidezeit oder Cretaceum): Erdzeitalter, dessen Abgrenzung zum älteren Jura vage mit dem Auftreten einer Ammoniten- Art bestimmt wird (vor vielleicht 145,5 Millionen Jahren), während das Ende klar von der global nachgewiesenen Iridium- Anomalie definiert wird (vor ungefähr 65,5 Millionen Jahren). Klassisch unterteilt wird die Epoche in die Unterkreide (Berriasium, Valanginium, Hauterivium, Barremium, Aptium und Albium) und die Oberkreide (Cenomanium, Turonium, Coniacium, Santonium, Campanium und Maastrichtium). Lokal werden auch die Namen von Fundstätten (z. B. Jehol- Gruppe, Hell Creek Formation, Belly River, Lance etc.) benutzt, um das Alter von Fossilien anzugeben (insbesondere bei Dinosauriern).

  • Kriechtiere: siehe Reptilien

  • Ladinium: siehe Trias

  • Lagerpeton: Reptil aus dem Ladinium Argentiniens (von vor vielleicht 242 bis vor 235 Millionen Jahren) mit langer vierter Zehe, das in den Übergangsbereich Pseudosuchier/ Dinosaurier gehört

  • Lagosuchus: primitiver Dinosaurier aus dem Anisium und Ladinium (etwa von vor 245 bis vor 228 Millionen Jahren), der möglicherweise noch vor der Abspaltung der Flugsaurier vom Stammbaum der Dinosaurier lebte

  • Laizismus: Trennung von weltlicher und geistlicher Gewalt (z. B. von Staat und Kirche)

  • Laurasiatheria: molekularbiologisch definierte Abstammungsgemeinschaft plazentaler Säugetiere, deren früheste Formen in der Oberkreide der Nordhalbkugel verbreitet waren, und zu denen heute die Schuppentiere, die Fledermäuse, die Paar- und Unpaarhufer sowie die Wale und die Raub- Säugetiere gehören

  • Lava: bei einem Vulkanausbruch austretendes Magma

  • Leptoceratops: bipeder, vielleicht zwei Meter langer Protoceratopside aus der oberen Kreide Nordamerikas (von vor vielleicht 70,6 bis vor 65,5 Millionen Jahren)

  • Liaoceratops: sehr primitiver Protoceratopside mit noch urtümlichem Rostralknochen und kleinem Nackenschild, der vor ungefähr 130 bis vor 125 Millionen Jahren in China lebte

  • Lokomotion: Fortbewegung

  • Longisquama insignis: Gattungs- und Artbezeichnung eines wahrscheinlichen Pseudosuchiers mit federartigen Schuppen, die entlang der Gliedmaßen kurz, beiderseits des Rückens aber für den Gleitflug geeignet sind. In mehrfacher Hinsicht erinnert er an Gerhard Heilmanns Proavis, doch ist die Deutung des vor circa 230 bis vor 225 Millionen Jahren in Kirgistan lebenden Tiers umstritten (eventuell kein thecodonter Zahnbau ausgebildet).

  • Lovecraft, Howard Phillips: US- amerikanischer Schriftsteller, dessen Werke für die Phantastik und Horror- Literatur prägend gewesen sind

  • Luftsäcke: Teil des Atmungssystems von Vögeln und Dinosauriern, die für eine effektivere Ausnutzung der Atemluft sorgen

  • Maastricht (= Maastrichtium): siehe Kreide

  • Magma: aufgeschmolzenes Gestein, nach dem Austritt an die Oberfläche Lava genannt

  • Magmakammer: Hohlraum in der Erdkruste, in dem sich durch den umgebenden Druck auflastender Gesteinsschichten Magma sammelt

  • Maiasaura: kammloser Hadrosaurier, der vor circa 80,6 bis vor 70,6 Millionen Jahren im westlichen Nordamerika lebte, und von dem man eine Brutkolonie von Nestern mit deutlichen Hinweisen auf Brutpflege (bis hin zu vorgekauter Nahrung) gefunden hat

  • Mammalia: Säugetiere

  • Mammut: über die gesamte Nordhalbkugel des Eiszeitalters verbreiteter Verwandter des Indischen Elefanten mit langen, gebogenen Stoßzähnen, von dem einige Arten (Mammuthus trogontheri und vor allem das Wollhaarmammut Mammuthus primigenius) auch mit Fell und Fetthöcker ausgestattet waren (von vor 4,5 Millionen bis vor 4000 Jahren)

  • Mangrove- Darwinfink: siehe Darwinfinken

  • Manicougan- Krater: Überrest eines Asteroideneinschlags aus dem Norium, der vermutlich gar Teil eines gleichzeitig entstandenen Systems von Kratern ist, und trotzdem mit keinem nachweisbaren Faunenschnitt in Verbindung zu stehen scheint

  • Maniraptora: Den Ornithomimidae als Schwestergruppe gegenübergestelltes Sammelbecken für Vögel und fortschrittlichere Theropoda, vereint durch einige Spezialentwicklungen in Arm und Handgelenk, sowie durch verschmolzene Schulterbeine (Gabelbein) und Brustbein. Hinzu kommen Entwicklungstendenzen wie eine eher senkrecht (statt vorwärts) weisende Position des Pubis, einem versteiften Schwanz und verhältnismäßig lange Arme und Hände. Neben den Vögeln gelten die Oviraptorosauria, die Therizinosauroidea, die Alvarezsauridae, die Dromaeosauridae und die Troodontidae als Maniraptora.

  • Marsh, Othniel Charles: US- amerikanischer Paläontologe, der im Wettstreit mit Edward Drinker Cope zahlreiche neue Sauriergattungen entdeckte und beschrieb, darunter Apatosaurus, Allosaurus und Triceratops.

  • marin: im Meer lebend oder zum Meer gehörend

  • Marmosett- Äffchen: Artenreiche Gattung der Krallenäffchen, welche die Büschel- und Seidenäffchen umfaßt. Schneide- und Eckzähne sind bei diesen Primaten ähnlich groß, was ihrem Gebiß einen verhältnismäßig gleichförmigen Eindruck verleiht.

  • Mastodon: Sammelbezeichnung für mehrere Gattungen ausgestorbener Elefanten mit primitiv niedrigen Höckerzähnen. Speziell das Amerikanische Mammut (das gar nicht zu den Mammuts gehört) ist auch unter dem Namen Mastodon bekannt (Es lebte von vor 10 Millionen bis vor circa 10.000 Jahren).

  • Megalosauridae: Familie eher großer, verhältnismäßig urtümlich gebliebener Raubdinosaurier, die überwiegend auf das Jura beschränkt sind.

  • Mei long: Troodontide aus der Unterkreide Chinas (vor ungefähr 125 bis vor 121 Millionen Jahren), der nicht nur Federn trug, sondern auch in einer für Vögel typischen Schlafposition mit dem Kopf unter dem Flügel gefunden wurde

  • Mesonychia: Ordnung ausgestorbener, fleischfressender Säugetiere von marder-, hunde- oder bärenartigem Habitus mit Klauen an Stelle von Krallen. Sie lebten im Paläozän und Eozän Asiens und Nordamerikas, gehörten streng genommen zu den Huftieren, und waren möglicherweise die Vorfahren der Wale.

  • Mesozoikum: die „Erdmittelalter“ genannte Epoche, welche die Trias, den Jura und die Kreidezeit umfaßt, und die mit einem großen Faunenschnitt sowohl beginnt (vor ungefähr 251 Millionen Jahren), als auch endet (vor circa 65,5 Millionen Jahren)

  • Metabolismus: Stoffwechsel, Gesamtheit der Körperfunktionen

  • Meteor: Meteoroid (seltener auch Asteroid), der als Sternschnuppe auf die Erde stürzt

  • Meteorit: Meteor beim (und nach dem) Aufschlag auf die Erde

  • Meteoroid: kleiner Himmelskörper von Staub- bis Felsbrockengröße (der Übergangsbereich zum Asteroid ist nicht genau definiert)

  • Microceratops (= Graciliceratops?): sehr leicht gebauter, bipeder, kaum einen Meter langer Protoceratopside, der vor grob 85 bis 71 Millionen Jahren in Asien lebte

  • Microraptor: in der Unterkreide (vor grob 125 bis vor 112 Millionen Jahren) in China lebender, keinen halben Meter langer Dromaeosauride mit der für Vögel typischen Asymmetrie in den Federn sowohl an den Vorder-, als auch an den Hinterextremitäten, dass sowohl die Arme, als auch die Beine an Flügel erinnerten (und eventuell zum Segeln geeignet waren)

  • Milieu: Umfeld, Einfluß nehmende Umgebung

  • Miozän: zweitjüngste der fünf Stufen des Tertiär (Dauer etwa von vor 23,0 bis vor 5,3 Millionen Jahren), gekennzeichnet durch die Ausbreitung von Graslandschaften und die Vereisung der Antarktis

  • Missing Link: Übergangsform; Bindeglied zwischen zwei Gruppen von Lebewesen

  • Molekularbiologie: Zweig der Biologie, der sich mit der DNA, und zwar insbesondere mit ihrem chemischen Verhalten und ihrer Funktionsweise befasst. Sie wird unter anderem auch genutzt, anhand fortschreitender Unterschiede in der Zusammensetzung des Erbguts zu bestimmen, wann sich die Ahnenreihen zweier Lebewesen voneinander getrennt haben.

  • Monomotapa: zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert in Simbabwe und Teilen Mosambiks bestehender Staat, der für seine steinernen Monumentalbauten bekannt ist

  • Monoclonius: Neoceratopsier mit einem Nasenhorn und glattem, hornlosen Schild, der vor rund 75 Millionen Jahren in der Oberkreide Nordamerikas lebte

  • monophyletisch: eine in sich geschlossene Abstammungsgemeinschaft bildend

  • Multituberculata: vom Jura (vor circa 165 Millionen Jahren) bis ins Eozän (vor circa 34 Millionen Jahren) verbreitete Gruppe nagetierähnlicher Säugetiere, die vom Zahnbau (Höckerstrukturen auf den Molaren; meist Fehlen der Eckzähne, sowie Reduktion der Schneidezähne im Unterkiefer auf ein Paar) und der Anatomie (schmales Schulterblatt, relativ kleines Gehirn, Beutelknochen als Primitivmerkmal, keine seitlichen Kaubewegungen möglich) her schon sehr früh eine eigenständige Entwicklungslinie beschritten haben müssen

  • Nackenschild: hinterer Auswuchs eines Ceratopsier- Schädels (aus Scheitel- und Schuppenbein), der sowohl als Ansatz von Nacken- und Kaumuskulatur, als auch in bestimmten Fällen zu Verteidigungszwecken diente

  • Namib: Wüste im Südwesten Afrikas

  • Neoceratopsia: Ceratopsier ohne die noch verhältnismäßig primitiven Psittacosauridae

  • Neolithikum (= Jungsteinzeit): Bezeichnung für jene Kulturstufe, in welcher der frühe Mensch bereits zum Ackerbau übergegangen, die Verwendung der Bronze aber noch weitgehend unbekannt ist

  • Nestling: dem Ei entschlüpfter Nachwuchs, der noch nicht selbständig genug ist, das Nest zu verlassen

  • Nibiru (= Neberu): Name aus der sumerischen und babylonischen Mythologie, der sowohl einen Gott, als auch einen beweglichen Himmelskörper (oder eine Himmelsposition [meist des Mondes] zum Jahreswechsel) bezeichnet

  • Nickel: ferromagnetisches Übergangsmetall aus der Eisen- Platin- Gruppe mit der Ordnungszahl 28; zusammen mit Eisen einer der Hauptbestandteile des Erdkerns, aber auch vieler extraterrestrischer Objekte; in der Iridium- Anomalie überdurchschnittlich stark vertreten

  • Nimbus: Ausstrahlung, Anschein, Heiligenschein, Beigeschmack

  • (ökologische) Nische: die an die jeweiligen Umweltfaktoren (Klima, Nahrungsangebot, Freßfeinde etc.) angepaßte Anatomie und Lebensweise

  • Nomen dubium: Name (bzw. Namensvergabe) zweifelhaft

  • Nomenklatur: Ordnung zur Namensvergabe

  • Norium: siehe Trias

  • nuklearer Winter: Zeitraum, in dem nach mehreren nuklearen Explosionen genug Aerosol in die Stratosphäre aufgestiegen ist, dass kaum noch Sonnenlicht durchdringt, und es auf der Erde zu Dunkelheit und Abkühlung kommt

  • Oklo: Unweit von Franceville in Gabun gelegene Uranlagerstätte, in der die hohe Konzentration von Uran 235 vor etwa 1,7 bis 2 Milliarden Jahren zu einer Kettenreaktion geführt hat, bei der das Uran 235 über einen Zeitraum von 200.000 bis 500.000 Jahren zu Uran 238 (und im weiteren Verlauf zu Plutonium) aufgespalten worden ist. Die dabei frei gewordene Energie von 100 Kilowatt entspricht der eines regulären Kernkraftwerks innerhalb von vier Jahren.

  • Ökologie: Wissenschaft von den Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und Umwelt

  • omnivor: allesfressend

  • opponieren: sich entgegenstellen

  • Ornithischia: Zweig wohl rein vegetarisch lebender Dinosaurier, die klassisch unterteilt werden in die unbewaffneten, teils im Bereich der Kiefer spezialisierten Ornithopoda, den mit Rückenplatten versehenen Stegosauria, den mit Knochenplatten auf der oberen Rumpfseite gepanzerten Ankylosauria und den mit Hörnern und Nackenschildern bewehrten Ceratopsia (Diese Unterteilung ist stark veraltet, doch behalte ich sie der Übersichtlichkeit halber bei). Wichtigste spezifische Merkmale sind die Entwicklung eines zusätzlichen Schnabelknochens (Praedentale) vorn am Unterkiefer, sowie die sonst eher für Vögel typische Position des Pubis, das sich parallel an das dahinter liegende Ischium anlehnt. Ornithischia erscheinen in der späten Trias (vor ungefähr 210 Millionen Jahren) als Abkömmlinge früher Saurischia, und sterben zum Ende der Kreidezeit (vor circa 65,5 Millionen Jahren) aus.

  • Ornithodira: Gruppe von Archosauriern, bei denen das Fußgelenk zwischen Hacke und Mittelfußknochen liegt, und deren Hals zur S- förmigen Biegung neigt (Flugechsen, Dinosaurier, Vögel und einige „Pseudosuchier“)

  • Ornithomimidae: vor vielleicht 125 bis vor 65,5 Millionen Jahren vor allem in Nordamerika verbreitete Gruppe kleiner Theropoda, die von ihrer Gestalt und ihrem zahnlosen Schnabel her an heutige Laufvögel erinnerten

  • Ornithopoda: Ursprünglich eine Sammelbezeichnung für fakultativ bipede Ornithischia, die keinerlei Panzerungen oder klare Verteidigungswaffen entwickelt haben. Heute werden nur noch die Fabrosauridae, die Heterodontosauridae, die Hypsilophodontidae und die Iguanodontia (mit den Iguanodontidae und den Hadrosauridae) zu den Ornithopoda gerechnet.

  • Osborn, Henry Fairfield: US- amerikanischer Geologe, Paläontologe und Anthropologe, der eine Reihe Dinosaurier entdeckte und beschrieb, darunter auch Tyrannosaurus rex

  • Osmium: hartes und haltbares Übergangsmetall aus der Gruppe der Platinmetalle mit der Ordnungszahl 76; in der Iridium- Anomalie überdurchschnittlich stark vertreten

  • Osmose: der gerichtete Fluß von Molekülen durch eine semipermeable Membran (Ausgleich von Lösungsdichten)

  • Ouranosaurus: acht Meter langer, mit Rückensegel ausgestatteter Iguanodonte aus der frühen Kreidezeit Afrikas (vor vielleicht 110 Millionen Jahren)

  • Oviraptor: asiatischer Oviraptorosaurier aus der oberen Kreidezeit (von vor ungefähr 76,4 bis vor 70,6 Millionen Jahren), von dem ein Exemplar mit Gelege gefunden worden ist (Das erhaltene Bein eines Fötus zeigt, dass es sich um seine eigenen, und nicht um gestohlene Eier gehandelt hat)

  • Oviraptorosauria: Gruppe (möglicherweise den Therizinosauroidea eng verwandter) Maniraptora mit sehr kurzen, bei entwickelteren Formen zahnlosen Schnäbeln, die dem Schädel eine kantig- würfelähnliche Form geben (von vor vielleicht 130 bis vor 65,5 Millionen Jahren)

  • ovovivipar: lebendgebärend durch Ausbrüten der Eier im Körperinneren

  • Owen, Richard: britischer Zoologe, Anatom und Paläontologe, auf den der Begriff Dinosaurier zurückgeht

  • Ozon: aus drei Atomen bestehende Molekül- Variante des Sauerstoffs

  • Ozonschicht: hauptsächlich in der unteren Stratosphäre befindlicher Bereich mit erhöhter Ozon- Konzentration, die einen Großteil der vom All her einfallenden Strahlung ausfiltert

  • Ozonloch: Bereich in der Ozonschicht mit niedrigem oder fehlendem Ozongehalt

  • Pachycephalosauria: Vom Mitteljura bis zum Ende des Mesozoikums (von vor ungefähr 164,7 bis vor 65,5 Millionen Jahren) auf der Nordhalbkugel verbreitete Ornithischia, die traditionell den Ornithopoda zugerechnet, zusammen mit den Ceratopsia die Marginocephalia bilden. Es handelt sich um zumeist eher kleine Formen mit verdicktem Schädeldach (Frontale und Parietale), Schutz der Augenhöhlen durch Brauenknochen (Supraorbitale), einer Tendenz zum Verschluß des oberen Schläfenfensters und einer Heterodontie, wie sie ähnlich nur von den Heterodontosauridae (ihren Vorfahren?) und den Säugetieren (und einigen ihrer Ahnen) bekannt ist: auf dem Praemaxillare sitzen stiftförmige Zähne, deren letzter jeweils die Größe eines Eckzahnes aufweist, während hinter einem Diastema dann eher kleine, dreieckig geformte Zähne folgten

  • Pakicetus: primitiver Wal von Wolf- bis Otter- artiger Gestalt, der vor etwa 50 Millionen Jahren (Eozän) in Pakistan lebte

  • Paläontologie: Wissenschaft, die sich mit ausgestorbenen Lebensformen befasst.

  • Paläozän: älteste der fünf Stufen des Tertiär (Dauer etwa von vor 65,5 bis vor 55,8 Millionen Jahren)

  • Palladium: Übergangsmetall aus der Gruppe der Platinmetalle mit der Ordnungszahl 46; in der Iridium- Anomalie überdurchschnittlich stark vertreten

  • Paradoxon: logischer Widerspruch

  • Paralititan: an die 26 Meter langer Titanosaurier aus der Oberkreide Ägyptens (vor circa 100 bis vor 93 Millionen Jahren) mit breiten Schwanzwirbeln und einigen morphologischen Besonderheiten an Schulterblatt, Oberarmknochen und Ellenbogengelenk

  • paranoid: zum Verfolgungswahn neigend

  • paraphyletisch: mehrere Gruppen von Lebewesen umfassend, die entweder nicht unmittelbar miteinander verwandt sind, oder nur unter Einbeziehung ausgeschlossener Linien eine vollständige Abstammungsgemeinschaft bilden

  • Pelycosaurier: Basale Gruppe der Synapsida, die neben der einzelnen, niedrig gelegenen Schläfenöffnung auch durch differenzierte Zähne definiert ist. Auf das Oberkarbon und Unterperm beschränkt (vor etwa 311,3 bis vor 272,5 Millionen Jahren), gehören zu ihnen auch Formen, bei denen Wirbelfortsätze ein Nackensegel aufspannen (Edaphosaurus, Dimetrodon).

  • Pelzflatterer: siehe Flugmakis

  • Pentaceratops: großer Ceratopsier mit langem, mit zwei Fenstern durchbrochenem Nackenschild und womöglich Wangenstacheln, der vor circa 75 bis vor 73 Millionen Jahren im Westen Nordamerikas lebte

  • Perm: das in Deutschland für seine mächtigen Salzablagerungen bekannte Erdzeitalter, das vor circa 298,9 Millionen Jahren dem Karbon folgte, um vor grob 252,2 Millionen Jahren schließlich mit einem spürbaren Faunenschnitt in die Trias überzugehen

  • persistieren: dauerhaft existieren

  • Phänotyp: Erscheinungsbild; Kombination von Merkmalen, die für Lebewesen einer spezifischen ökologischen Nische charakteristisch sind

  • Photosynthese: biochemische Energiegewinnung mit Hilfe von Sonnenlicht

  • phyllophag: sich von Blättern ernährend

  • Piltdown- Mensch (= Eoanthropus dawsoni): wissenschaftliche Fälschung, die aus einem menschlichem Schädel und dem angepaßten Unterkiefer eines Orang- Utans mit eingepaßten Schimpansenzähnen bestand

  • piscivor: sich von Fischen ernährend

  • Placentalia: Säugetiere, deren Nachwuchs im Körperinneren der Mutter heranreift (im Gegensatz zum Brutbeutel der Beuteltiere [Marsupialia] oder den Eiern der Kloakentiere [Monotremata])

  • Pleistozän: als „Eiszeitalter“ die erste der beiden Stufen des Holozän, die vor ungefähr 2,6 Millionen Jahren begann, und vor etwa 10.000 Jahren endete

  • Plesiadapiformes: Basale Gruppe der Primaten, die von der Oberkreide bis ins Eozän nachgewiesen ist. Die Augen standen noch seitlich am Schädel. Und Hände und Füße verfügten noch nicht über die Greiffähigkeit, die heutigen Halbaffen das Klettern ermöglichen, so dass von einer mehr Hörnchen- artigen Lebensweise ausgegangen werden muß. Immerhin wird vermutet, dass der Übergang von Krallen zu Fingern in dieser Familie zu suchen ist (Die Krallen der Gattung Plesiadapis waren bereits wie Nägel gekrümmt). Die verwandtschaftlichen Beziehungen zu Spitzhörnchen und Flugmakis (und gar zu den Hasenartigen) sind noch nicht vollends geklärt.

  • Plesiadapis: vor vielleicht 58 bis vor 55 Millionen Jahren (Wende Paläozän/ Eozän) in Nordamerika und Europa heimischer Vertreter der Plesiadapiformes mit buschigem Schwanz, nagelartig gekrümmten Krallen, einem an Nagetiere erinnernden Kieferbau (Diastema an Stelle der Fangzähne) und etwa Bibergröße

  • Plesiosauria: die „Nessie“- Fraktion unter den Meeressauriern, von der Gestalt her an ungepanzerte Meeresschildkröten erinnernd, teils mit langem Hals und kleinen Kopf (Plesiosauroidea), teils mit kurzem Hals und großem Kopf (Pliosauroidea)

  • Plesiosaurier: siehe Plesiosauria

  • Pliosaurier: siehe Plesiosauria

  • Pliozän: jüngste der fünf Stufen des Tertiär (Dauer etwa von vor 5,3 bis vor 2,6 Millionen Jahren)

  • Podokesauridae: siehe Coelophysidae

  • Podopteryx: siehe Sharovipteryx

  • Popigai- Krater: Überrest eines Asteroidenimpakts aus dem späten Eozän, dessen Einschlagswucht die darunter liegenden Graphitschichten in Diamant verwandelt hat, der aber mit keinem nachweisbaren Faunenschnitt in Verbindung zu stehen scheint

  • postuliert: angenommen, vorausgesetzt, gefordert

  • Prädentale: unpaarer Schnabelknochen an der Front des Unterkiefers eines Ornithischiers

  • Präkambrium: Erdurzeit, die sich von dem Entstehen unseres Heimatplaneten vor ungefähr 4,6 Milliarden Jahren bis zu dem Zeitpunkt (vor rund 541 Millionen Jahren) erstreckt, in dem der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre hoch genug war, dass Organismen fossilisationsfähige Schalen und Skelette aus Kalk bilden konnten

  • Praemaxillare: zwischen Nasenbein (Nasale) und Oberkieferbein (Maxillare) gelegener Knochen, der bei vielen Wirbeltieren den vordersten Teil des Oberkiefers bildet

  • Präzision: Genauigkeit

  • Primat: Halbaffe, Affe oder Mensch (Spitzhörnchen und Flugmakis zählen nicht zu den Primaten)

  • Primosaurier: hypothetischer Dinosauriertyp, dessen ökologische Nische jener der heutigen Primaten entsprochen hätte

  • Proavis (Proaves): Von dem dänischen Paläontologen Gerhard Heilmann bis 1926 erdachte Übergangsform zwischen fortschrittlicheren Pseudosuchia einerseits (Scleromochlus und der damals noch unbekannte Longisquama), und den Archaeopterygiformes andererseits. Ein real existierendes Fossil, das diesem hypothetischen Tier zugeordnet werden könnte, hat es nie gegeben. Im Habitus erinnert Proavis an einen arboricolen Pseudosuchier mit gefiederten Schuppenkleid, der in der Lage ist, mit Hilfe verlängerter Armschuppen bzw. Armfedern von Ast zu Ast zu segeln. Die bekannteste bildliche Darstellung stammt von Zdenĕk Burian.

  • Prolog: Einleitung

  • Prosauropoda: In der späten Trias und im frühen Jura (von vor vielleicht 228 bis vor 175 Millionen Jahren) verbreitete (Über-) Familie der Saurischia, die je nach Definition die Schwestergruppe der Sauropoda ist, oder aber auch die Vorfahren der Sauropoda mit beherbergt. Im Gegensatz zu diesen sind die Prosauropoda noch kleiner, teilweise biped, und weisen einige anatomische Eigenheiten auf (z. B. die abwärts geneigte Schnauzenspitze).

  • Protarchaeopteryx: basaler Oviraptorosaurier aus der Unterkreide Chinas (vor vielleicht 125 Millionen Jahren), bei dem ein Federkleid nachgewiesen wurde

  • Protavis: Umstrittenes Wirbeltier, das vor 210 Millionen Jahren in Texas gelebt haben soll, und bei dem es sich um einen Herrerasaurier, den ältesten bekannten Vogel oder eine Komposition aus den Überresten mehrerer Reptilien handeln mag.

  • Protoceratops: Asiatischer, relativ schwer gebauter, zwei Meter langer Protoceratopside ohne Horn, der in der späten Kreidezeit (von vor vielleicht 85,8 bis vor 70,6 Millionen Jahren) lebte. Bekannt ist er sowohl wegen der ihm zugerechneten Nestfunde, als auch wegen eines als Fossilfund erhaltenen Kampfes mit Velociraptor.

  • Protoceratopsidae: frühe Neoceratopsier, noch ohne Hörner oder allerhöchstens mit kleinem Nasenhorn (z. B. Archaeoceratops, Auroraceratops, Bagaceratops, Liaoceratops, Leptoceratops, Microceratops, Protoceratops)

  • Protorosaurier: Ordnung primitiver Thecodonten, die vom Oberperm bis in die Obertrias im Gebiet der späteren Nordkontinente verbreitet waren, und ihre Gliedmaßen noch anders als die „Pseudosuchier“ seitlich vom Körper abspreizten

  • Pseudosuchier („falsche Krokodile“): Veraltete Bezeichnung für Thecodonten, die in der Lage waren, ihre Extremitäten unter den Körper zu stellen (oder gar auf den Hinterbeinen zu laufen), statt sie seitlich abzuspreizen. Zu ihnen gehören so exotische Vertreter wie die Rauisuchia, die für jene Hand- ähnlichen Fährten verantwortlich gemacht werden, die Kreationisten gern als Beleg dafür werten, in der Trias hätte es schon Menschen gegeben (Freilich mit außen liegendem Daumen, die stets im Handstand laufen – Eva, hast du Adam etwa einen Stechapfel zu essen gegeben?). Die Vorfahren der Krokodile tummeln sich genauso in ihren Reihen, wie die der Flug- und Dinosaurier, und ein paar Gruppen (Ornithosuchia), die wie Ahnen der Letztgenannten aussehen, aber dafür einfach zu spät lebten. Selbst ein früher Vertreter, Euparkeria aus der Untertrias Südafrikas, war bereits zur bipeden Lokomotion befähigt.

  • Psittacosauridae: relativ urtümliche Gruppe der Ceratopsia mit eher kurzen Nackenschilden und ohne Hörner, aber ohne fünften Finger oder Zähne vorne im Kiefer, sowie verkürztem vierten Finger (von vor circa 140 bis vor 100 Millionen Jahren)

  • Psittacosaurus: artenreiche Gattung asiatischer Psittacosauridae der frühen Kreide (von vor vielleicht 140 bis vor 100 Millionen Jahren) mit langen Federn auf der Wirbelsäule der oberen Schwanzhälfte

  • Pteranodon: nordamerikanische Flugechse mit zahnlosem Schnabel, Schädelkamm und einer Flügelspannweite von bis zu neun Metern, die in der späten Kreide (von vor circa 85,8 bis vor 70,6 Millionen Jahren) verbreitet gewesen ist

  • Pterosauria: vom Karnium bis zum Ende der Kreidezeit nachgewiesene, mit den Dinosauriern und Vögeln zu den Ornithodira zusammengefaßte Gruppe fliegender, warmblütiger Reptilien, deren Flughaut von dem stark verlängerten vierten Finger aufgespannt wurde

  • Pubis: Schambein (einer der Beckenknochen)

  • Purgatorius: Hörnchen- ähnlicher, nur von Zähnen und Kieferfragmenten her bekannter Vertreter der Plesiadapiformes, der vom späten Maastricht (vor vielleicht 66,8 Millionen Jahren) bis ins Paläozän (vor etwa 56,8 Millionen Jahren) in Nordamerika lebte. Es ist nicht ganz klar, ob sich die Spitzhörnchen (Scandentia) und die Flugmakis (Dermoptera) schon vor, oder erst nach Purgatorius von dem Stammbaum der Primaten abgezweigt haben.

  • quadruped: vierfüßig

  • Quartär: Erdzeitalter, das vor circa 2,6 Millionen Jahren mit der känozoischen Eiszeit einsetzt (Pleistozän), und bis heute andauert (Holozän)

  • R- Komplex: von Paul D. MacLean erstelltes Modell eines von unseren reptilischen Vorfahren ererbten Teils der Großhirnrinde, der verantwortlich zeichnet für aggressives, hierarchisches und zur Routine werdendes Verhalten

  • Rabenbein: siehe Coracoid

  • Radiation: schnelle Ausbreitung (sowohl zahlen-, als auch artenmäßig)

  • Radiolarien (= „Strahlentierchen“): einzellige Algen mit Skelett aus Silikat (Opal)

  • Rahonavis: gefiederter, rabengroßer Dromaeosauride aus der späten Kreide Madagaskars (von vor wohl 70 bis vor 65,5 Millionen Jahren), den manche Forscher auch in die Nähe der Archaeopterygiformes stellen

  • Raptor: siehe Velociraptor

  • reduzierendes Milieu: sauerstoffarmer oder gar -freier Bereich unter Wasser

  • Reflexion: Spiegelbild, Selbstbetrachtung, gedankliche Inaugenscheinnahme

  • Reptilien- Komplex: siehe R- Komplex

  • Resonanzkörper: Vorrichtung zur Verstärkung der Lautstärke

  • Reduktion: Verringerung, Rückentwicklung, Verkümmern

  • Reptilien (= Kriechtiere): Sammelbezeichnung für primär wechselwarme Wirbeltiere, die über kein Jugendstadium Kiemen tragender Larven mehr verfügen (mit den Vögeln und Säugetieren zu den Amniota zusammengefaßt). In der Regel legt das Weibchen Eier an Land (Ovoparie), die in seltenen Fällen auch im Körperinneren ausgebrütet werden können (Ovoviviparie). Allgemein werden die Reptilien in vier Gruppen eingeteilt. Diejenige, bei der Nasen- und Augenhöhlen die einzigen Schädelöffnungen sind, die Anapsida, sind die ursprünglichste; unsere Schildkröten gehören dazu. Dann kommen die Synapsida, die ein Schläfenfenster ausgebildet haben – Hier haben wir es mit unseren eigenen Vorfahren zu tun. Andere verfügen über eine weit höher gelegene Öffnung hinter dem Auge – Zu dieser Euryapsida genannten Gruppe gehören mehrere marine Formen, namentlich die Placodontier, die Nothosaurier, die Plesio- und Pliosaurier, sowie die Ichthyosaurier. Die letztgenannte ist die Diapsida, bei denen beide Fenster hinter der Augenhöhle ausgebildet sind; der größte Teil der uns heute noch bekannten Reptilien gehört dazu, aber unter anderem auch Flug- und Dinosaurier.

  • Ressource: (Hilfs-) Mittel, Rohstoff, auch Quelle von (Hilfs-) Mitteln oder Rohstoffen

  • Ries- Ereignis: Überrest eines Meteoriten- bzw. Asteroideneinschlags aus dem Miozän, der vermutlich gar Teil eines gleichzeitig entstandenen Systems von Kratern ist. Lokal wirkte er vernichtend, doch für einen globalen Faunenschnitt war er wohl bei weitem nicht groß genug. dass zu der Zeit die Vereisung der Antarktis und die Ausbreitung der Graslande begann, dürfte mit dem Impakt in keinerlei Zusammenhang stehen, da es sich dabei um längerfristige Entwicklungen handelt.

  • Riesenalk (= Brillenalk): Mit einer Körperlänge von bis zu 85 cm größter Alk, der vom Menschen bejagt, bis 1852 ausgestorben ist. Von seinem walisischen (Pen Gwyn = „Kopf weiß“) oder englischen Namen (Ping Wing = Stummelflügel) wird der Begriff Pinguin abgeleitet.

  • Riesenfaultier: siehe Bodenfaultier

  • Riesengleiter/ Riesengleitflieger: siehe Flugmakis

  • Riftzone: tektonische Störung, in der durch Lavaausfluß neue (Erd-) Kruste entsteht

  • Rhizom: unterirdischer (oder direkt am Boden befindlicher) Teil des Sprosses, der sich weit verzweigen und z. B. bei Schachtelhalmen über Jahre hinweg neue oberirdische Triebe ausbilden kann

  • Rodhocetus: primitiver Wal, der an ein Flußpferd mit Flossen erinnerte, der vor etwa 47 Millionen Jahren (Eozän) in Pakistan lebte, und dessen doppelt aufgerollte Sprungbeinrolle für eine nähere Verwandtschaft mit den Paarhufern (Artiodactyla) spricht

  • rudimentär: reduziert oder nur ansatzweise ausgebildet

  • Rudisten (Rudistacea): riffbildende, kreidezeitliche Muscheln, deren Schalen als Köcher und Deckel ausgebildet waren

  • Säkularisation: ursprünglich Einziehung kirchlichen Besitzes (Säkularisation); im übertragenen Sinne „Verweltlichung“

  • Säkularismus: als Folge der Säkularisation angesehene Befreiung des Denkens von religiösen Dogmen

  • Saltasaurus: argentinischer Sauropode mit Rückenpanzerung aus Hautplatten, der in der oberen Kreide lebte (etwa von vor 83 Millionen Jahren bis zum Ende)

  • Saltoposuchus: frühes Krokodil (und „Pseudosuchier“) aus der deutschen Trias (von vor circa 228 bis vor 208.5 Millionen Jahren), das im Habitus wenig mit heutigen Panzerechsen, aber viel mit gleichaltrigen Dinosauriern (etwa den Coelophysidae) gemein hatte

  • Sambesi: Fluß im Süden Afrikas

  • saurer Regen: durch Luftverschmutzung (vor allem Schwefeloxide) und chemische Prozesse (Umwandlung der Schwefeloxide in Schwefelsäure durch Lösung in Wasser) sauer gewordener Niederschlag

  • Saurischia: Zweig der Dinosaurier mit den meist fleischfressenden Theropoda, den oft pflanzenfressenden Prosauropoda und den rein vegetarischen Sauropoda. Gemeinsam ist ihnen ein im Vergleich zu den Ornithischia konservativ gegliedertes Becken, und gegenüber den Vorfahren das zwischen Fersen- und Mittelfußknochen gelegene Fußgelenk. Saurischia erschienen zuerst in der mittleren Trias (vor über 230 oder gar 245 Millionen Jahren), und verschwanden mit dem Ende der Kreidezeit (ungefähr vor 65,5 Millionen Jahren).

  • Sauroid: mutmaßlicher außerirdischer Nachfahre von Stenonynchosaurus, der mit den Aliens identisch sein soll, die angeblich von Zeit zu Zeit die Erde besuchen (Der Name scheint abgeleitet zu sein von Dinosauroid)

  • Saurolophus: zahlreich nachgewiesener Hadrosaurier mit kurzem, rückwärts weisendem, Horn- artigem Kamm, der vor ungefähr 76,4 bis vor 69,2 Millionen Jahren in Asien und im Westen Nordamerikas lebte

  • Sauropoda: Gruppe rein vegetarischer und quadrupeder Saurischia mit kleinen Köpfen und langen Hälsen und Schwänzen. Die größten bekannten Landtiere aller Zeiten finden sich in dieser von der Obertrias (vor vielleicht 228 Millionen Jahren) bis zum Ende des Mesozoikums vertretenen Ordnung

  • Saurornithoides: Enger, asiatischer Verwandter des Troodon, der ungefähr vor 83,5 bis vor 70,6 Millionen Jahren lebte. Aufgrund seiner überdimensionierten Augen, dem relativ großen Gehirn und den zum Greifen geeigneten Fingern hat man in ihm auch schon einen nächtlich lebenden Säugetierjäger gesehen (fide A. J. Desmond).

  • Saurornitholestes: enger, nordamerikanischer Verwandter des Velociraptor, der etwa vor 83,5 bis vor 70,6 Millionen Jahren lebte

  • Schlupfphase: Zeitraum bei eierlegenden Kreaturen, in dem sich der Nachwuchs von der Schale befreit

  • Schwefel: Chalkogen mit der Ordnungszahl 16; auf der Erdoberfläche primär vulkanischen Ursprungs, kann aber auch sekundär aus Verbindungen frei werden (z. B. durch Stoffwechsel von Schwefelbakterien); auch in Kometenschweifen nachgewiesen; reagiert nicht mit Platin, Iridium und Gold

  • Scleromochlus: schottischer Pseudosuchier aus der späten Trias (von vor circa 228 bis vor 203,6 Millionen Jahren), der anderen bipeden Thecodonten seiner Zeit ähnelt (Saltoposuchus etc.), aber leichter gebaut ist, und mit den Vorfahren der Vögel, aber auch denen der Flugechsen in Verbindung gebracht worden ist

  • Sediment: abgelagertes Material, das zu einer zukünftigen Gesteinsbildung geeignet ist (z. B. Sand, Kalkschalen, ausgefällte Salze)

  • Segnosauria: alte Bezeichnung für die Therizinosauridae

  • Segnosaurus: vor circa 93,6 bis vor 83,5 Millionen Jahren in der Mongolei lebender Therizinosauride mit kräftigem Nacken, verhältnismäßig grazilen Armen und vier Zehen pro Fuß

  • Seismosaurus: an die 34 Meter langer Diplodocide aus dem Oberjura Nordamerikas (vor circa 155 bis vor 145 Millionen Jahren); eventuell nur eine größere Spielart von Diplodocus

  • Sekretär (Sagittarius serpentarius): auch “Kranichgeier” genannter Greifvogel Afrikas, der nur selten fliegt, und seine Beute (Kleintiere, bevorzugt Schlangen) mit Flügelschlägen aufscheucht

  • Selen: Chalcogen mit der Ordnungszahl 34; in der Iridium- Anomalie überdurchschnittlich stark vertreten

  • semipermeabel: nur in eine Richtung durchlässig

  • Sequoia: Küstenmammutbaum (zu den Nadelbäumen gehörig)

  • Shadoks: französische Zeichentrickserie über vogelartige Außerirdische

  • Sharovipteryx (= Podopteryx): diapsides Reptil aus der Trias Kirgistans (vor rund 230 bis vor 225 Millionen Jahren), dessen Zuordnung zu den „Pseudosuchiern“ oder den Protorosauriern noch diskutiert wird, dessen Beine mit verlängerten Schienbeinen und aufgespannter Flughaut aber auch schon dafür gesorgt haben, in ihm einen Vorfahren der Flugsaurier zu sehen

  • Shiva: indischer Gott der Schöpfung und Zerstörung

  • Shiva- Krater: beiderseits des Carlsberg- Rückens gelegene, an einen in zwei Teile aufgespaltenen Krater gemahnende Struktur, die nach Chatterjee den Überrest eines endkreidezeitlichen Einschlagskraters darstellt

  • siliziklastisch: ursprünglich erodiertes, Kieselsäure- haltiges Gesteinsmaterial (Sand, Silt, Steine etc.), das im Laufe der Jahrmillionen erneut zu Gestein verfestigt worden ist

  • Siljan- Krater: Überrest eines Asteroidenimpakts aus dem oberen Devon, der mit keinem nachweisbaren Faunenschnitt in Verbindung zu stehen scheint

  • Sinornithosaurus: in der Unterkreide (von vor vielleicht 130 bis vor 112 Millionen Jahren) in China lebender Dromaeosauride, dessen winkelförmiges Gabelbein dem von Archaeopteryx ähnelt

  • Smartasaurus: anglifizierter Gattungsname für einen vernunftbegabten Dinosaurier, der entweder synonym zu Anthroposaurus, oder aber synonym zu Dinosauroid verwendet wird

  • Sordes pilosus: Gattungs- und Artbezeichnung eines mit Flaum befiederten Flugsauriers, der vor ungefähr 155,6 bis vor 145,5 Millionen Jahren in Kasachstan lebte

  • Spinosauridae: Gruppe mittelgroßer bis großer, wohl piscivorer Theropoda mit langgestrecktem, krokodilähnlichem Schädel (mit Gaumen), langen, kräftigen Armen und einer Sichelkralle am Daumen, die vom Oberjura bis in die Oberkreide (von vor vielleicht 150,8 bis vor 93,6 Millionen Jahren) in Afrika, Australien, Europa und Nordamerika vertreten gewesen sind

  • Spinosaurus: in der Kreide Nordafrikas (von vor ungefähr 112 bis vor 93,6 Millionen Jahren) vorkommender Spinosauride mit Rückensegel, der mit einer Länge von bis zu achtzehn Metern selbst Riesen wie Tyrannosaurus und Giganotosaurus hinter sich läßt

  • Spitzhörnchen (Scandentia): mit den Primaten verwandte Ordnung Hörnchen- ähnlicher, arboricoler Säugetiere

  • Sponti: spontan zu politischen Aktivitäten hingerissene Person

  • Springechse: deutsche Bezeichnung für Pseudosuchier

  • Spurenfossilien: Abdrücke einstiger Lebewesen (z. B. Freßgänge, Fußabdrücke etc.), die fossil erhalten geblieben sind; siehe auch Ichnofossilien

  • Stachelhaie (Acanthodii): Urtümliche, über Kiefer verfügende Klasse der Fische, die sich an der Basis der Knochenfische befinden, aber teilweise noch über mehrere Stacheln oder Flossenpaare am Bauch verfügen. Sie erscheinen sehr früh im Silur (vor circa 440 Millionen Jahren) und hielten sich bis ins Perm (vor etwa 284 Millionen Jahren).

  • Staurikosaurus: einer der ältesten Dinosaurier (und Herrerasauride), der zu Beginn der späten Trias (von vor circa 228,7 bis vor 216,5 Millionen Jahren) in Brasilien lebte

  • Stegoceras: mittelgroßer Pachycephalosaurier aus der Oberkreide Nordamerikas (von vor vielleicht 76,4 bis vor 65,5 Millionen Jahren), bei dem die Zähne auf dem Zwischenkieferknochen denen von Troodon ähneln

  • Stegosauria: Vierbeinige Ornithischia mit wohl aufgerichteten Platten und Stacheln beiderseits der Wirbelsäule, wobei den Stacheln am Schwanzende klar eine Verteidigungsfunktion zukam. Zusammen mit den Ankylosauria bilden die Stegosauria die Thyreophora, wobei die Zuordnung primitiver Formen (Scutellosaurus, Emausaurus, Scelidosaurus) wechselt. Sieht man von dem umstrittenen Dravidosaurus ab, starben die Stegosauria schon an der Wende Unter-/ Oberkreide (vor etwa 99,6 Millionen Jahren) aus.

  • Stegosaurus: bis zu neun Meter langer, von vor circa 155,6 bis vor 147,2 Millionen Jahren lebender Stegosaurier aus Nordamerika und Westeuropa mit Knochenplatten entlang der Wirbelsäule, Stacheln am Schwanzende und einem Gehirn von der Größe einer Walnuß

  • Stellersche Seekuh: größte bekannte Seekuh, bis 1768 von Menschenhand ausgerottet

  • Stenonynchosaurus inequalis: kanadischer Troodontide aus dem späten Campan und dem Maastricht (von vor etwa 76,4 bis vor 65,5 Millionen Jahren), der heute zumeist als eigene Art in die Gattung Troodon gestellt wird

  • Stenopelix: in der Unterkreide Deutschlands (vor circa 145 bis vor 139,3 Millionen Jahren) nachgewiesener Ornithischier, dessen Schädel nicht gefunden wurde, so dass unklar ist, ob er zu den Pachycephalosauria oder zu den Ceratopsia zu rechnen ist

  • Steropodon: vor 105 Millionen Jahren in Australien heimischer Vorfahr des Schnabeltiers

  • Stratosphäre: zwischen Troposphäre und Mesosphäre befindlicher Bereich der Erdatmosphäre, in der sich auch die Ozonschicht befindet

  • Stratum (Plural: Strata): Schichtung, Schichtlage

  • Stress Line: Belastungsspur, Bruchlinie

  • Sudbury- Krater: Überrest eines Asteroideneinschlags aus der Frühzeit der Erdgeschichte

  • suggerieren: nahelegen, einreden

  • Sujet: Thema, Motiv oder Inhalt eines künstlerischen Werks

  • Superdinosaurus: siehe Avisapiens

  • Supererde: erdähnlicher Himmelskörper, der jedoch deutlich größer als unser Heimatplanet ist

  • Supersaurus (incl. „Ultrasauros“): ursprünglich zu den Brachiosauriern gerechneter Diplodocide mit verlängerten Halswirbeln und ophistocoelen hinteren Rückenwirbeln, der vor etwa 153 Millionen Jahren im Oberjura Nordamerikas lebte

  • Supervulkan: Vulkan mit extrem großer Magmakammer, dass bei einer Eruption kein Vulkankegel mehr entsteht, sondern die Erde selbst zu einem Krater (Caldera) aufreißt

  • Surrogat: Äquivalent, Ersatz

  • Synapomorphie: ein gemeinsames Merkmal (Apomorphie), das die Verwandtschaft zweier oder mehrerer Lebewesen erkennen läßt

  • Synapse: Ausstülpung einer Nervenzelle zur Kontaktaufnahme mit einer anderen Zelle

  • Synapsida: Gruppe von Wirbeltieren mit einem einzelnen, tief liegenden Schläfenfenster (im Gegensatz etwa zu den Diapsida). Zu ihnen gehören sämtliche Säugetiere, aber auch deren reptilische Vorfahren.

  • Syncervical: bei Ceratopsiern die ersten beiden, zu einem Kugelgelenk verwachsenen Nackenwirbel

  • Syntarsus: heute Megapnosaurus genannter Coelophyside, der im unteren Jura (von vor grob 199,6 bis vor 182,7 Millionen Jahren) in Afrika und Nordamerika vorkam, und den Wissenschaftler auch schon gefiedert dargestellt haben (so bei Byron Preiss)

  • Tanrek (= Tenrek): zumeist in Madagaskar heimische Afrotheria, deren Nischen denen der Insectivora unter den Laurasitheria entsprechen

  • Tarbosaurus: asiatischer Verwandter des Tyrannosaurus

  • Tau Ceti: zusammen mit Epsilon Eridani, Epsilon Indi A, Omicron 2 Eridani und Alpha Centauri B einer der sonnenähnlichen Sterne, die weniger als zwanzig Lichtjahre von uns entfernt, und zum Nachweis erdähnlicher Planeten geeignet sind

  • Teinolophos: vor 115 Millionen Jahren in Australien heimischer Vorfahr des Schnabeltiers

  • Tektonik: Wissenschaft von den Mechanismen und der Zusammensetzung der Erdkruste (und den angrenzenden Bereichen des Erdmantels)

  • Telencephalon: siehe Großhirn

  • Tenontosaurus: bis zu sieben Meter langer, ursprünglicher Iguanodontide, der vor grob 125 bis vor 99,6 Millionen Jahren lebte, und dadurch bekannt wurde, dass Fossilien von ihm mit solchen von Deinonynchus vergesellschaftet waren

  • Tertiär: Erdzeitalter, das unmittelbar nach dem Aussterben der Dinosaurier einsetzt (vor etwa 65,5 Millionen Jahren), und mit dem klassisch definierten Beginn der känozoischen Eiszeit (vor etwa 2,6 Millionen Jahren) endet. Es wird unterteilt in das ältere Paläogen mit den Stufen Paläozän, Eozän und Oligozän, und in das jüngere Neogen mit den Stufen Miozän und Pliozän.

  • Thecodontia: veraltete Sammelbezeichnung für alle Archosaurier, die einzeln in Höhlen sitzende Zähne entwickelt haben, aber noch nicht als Krokodile, Vögel, Flug- oder Dinosaurier eingestuft werden

  • Therizinosauroidea: den Maniraptora zugeordnete Gruppe zwei bis acht Meter langer Dinosaurier mit auffallend kräftigen Fingerkrallen und einem eher für Ornithischia charakteristischem Becken, die eventuell schon im Oberjura, sicher aber in der gesamten Kreide Asiens und Nordamerikas nachgewiesen ist

  • Therizinosaurus: nur von den Vordergliedmaßen her bekannter Therizinosauroide mit drei langen, mit wuchtigen Krallen versehenen Fingern, der vor ungefähr 70 Millionen Jahren in der Mongolei lebte

  • Theropoda: Raubdinosaurier; relativ konservative Gruppe der Dinosauria (und Saurischia), deren Apomorphien im Wesentlichen mit ihrer vorwiegend bipeden Fortbewegung und carnivoren Ernährung zu tun haben (sowie ein zusätzliches Knochenfenster im Unterkiefer, eine Anzahl von mindestens fünf Sakralwirbeln und die Tendenz zur Reduktion der Finger)

  • These: wissenschaftliche oder theologische Behauptung

  • Thyreophora: gepanzerte Ornithischia, bei denen die Körperoberseite durch knöcherne Platten geschützt, und an Schwanz, Hüften und Flanken Stacheln ausgebildet sein können (Stegosauria und Ankylosauria)

  • Tianyulong: chinesischer Heterodontosauride, der vor ungefähr 158.5 Millionen Jahren im oberen Jura lebte und zumindest entlang der Wirbelsäule gefiedert gewesen ist

  • Tiaojishan- Formation: vom mittleren bis in den späten Jura hinein entstandene Gesteinsschicht hauptsächlich vulkanischen Ursprungs, in der vor allem Pflanzenreste, aber auch Wirbeltiere wie Juramaia, Tianyulong und Xiaotingia gefunden worden sind

  • Tiefenwahrnehmung: die Möglichkeit, durch ein sich überschneidendes Blickfeld Entfernungen optisch wahrnehmen zu können

  • Tillit: Gestein, das aus einstigem Geröll besteht, welches im Randbereich eines Gletschers transportiert worden ist

  • Titanosauridae: umfangreiche, vor allem kreidezeitliche Familie der Sauropoden mit breiten, niedrigen Wirbeln (augenförmige Pleurocoele am Rücken, meist procoele Rückenwirbel), vergrößertem, mondförmigem Brustbein, verlängertem Coracoid und leicht auswärts gebeugten Vorderbeinen

  • Tithonium: siehe Jura

  • Tolkien, John Ronald Reuel: britischer Philologe und Schriftsteller, Begründer des Fantasy- Genres

  • Topos: Thema, Stereotyp, Floskel

  • Trachodon: siehe Anatosaurus

  • Trias: Erdzeitalter, das unmittelbar nach einem Faunenschnitt Ende des Perm (vor etwa 252,2 Millionen Jahren) einsetzt, und vor ungefähr 199,6 Millionen Jahren endet. Klassisch unterteilt wird es in den Buntsandstein (Scythium), den Muschelkalk (Anisium und Ladinium) und den Keuper (Karnium, Norium und Rhaetium).

  • Triceratops: größter bekannter Ceratopsier, der in der späten Kreidezeit (circa vor 68 bis vor 65,5 Millionen Jahren) im westlichen Nordamerika lebte

  • Tröodon: siehe Troodon

  • Troodon: siehe Stenonynchosaurus inequalis und Troodon formosus

  • Troodon formosus: von vor vielleicht 83.6 bis vor 72.1 Millionen Jahren in Nordamerika vorkommender Troodontide mit zur Spitze geriffelten Zähnen ähnlich denen von Stegoceras, die möglicherweise auf eine mehr omnivore Lebensweise hindeuten

  • Troodontidae: Familie eher kleiner, vogelähnlicher Theropoda mit verhältnismäßig großen Gehirnen, erweiterten Mittelohr- Höhlen, großen, vorwärts gerichteten Augen und einer Sichelkralle am mittleren Zeh

  • Tyrannosaurus rex: Gattungs- und Artbezeichnung eines spätkreidezeitlichen Raubdinosauriers (etwa vor 68 bis vor 65,5 Millionen Jahren) aus dem westlichen Nordamerika, der zu den größten bekannten Landraubtieren aller Zeiten zählt.

  • Ufologe: Mensch, der sich mit nicht identifizierten Flugobjekten beschäftigt

  • Uintatheriidae: Familie eozäner Huftiere von Flußpferd- ähnlicher Gestalt mit verlängerten oberen Schneidezähnen, kleinen Gehirnen und an die Hörner von Giraffen erinnernden Auswüchsen auf der Oberseite des Schädels

  • Ultrasauros: siehe Supersaurus

  • Urbanisierung: Verstädterung

  • Urhuftiere (= „Condylarthra“): Sammelbezeichnung für mehrere Gruppen ausgestorbener Huftiere, meist aus den Reihen der Laurasiatheria, darunter die Pantodonta und die Dinocephalia (mit den Uintatheriidae), aber auch die Vorfahren der Unpaarhufer (Phenacodontidae) und wohl auch die der Paarhufer (eventuell die Hyopsodontidae oder die Mioclaenidae).

  • Urpferdchen: siehe Hyracotherium

  • Utensilie: Gegenstand

  • Velociraptor: Durch die Verfilmung von Jurassic Park populär gewordener Dromaeosauride, der vor etwa 75 bis 71 Millionen Jahren in der Mongolei lebte. Ansatzpunkte von Federn sind bei ihm nachgewiesen worden.

  • Vogelfuß- Dinosaurier: siehe Ornithopoda

  • Xiaotingia: urtümlicher Dromaeosaurier aus dem Oberjura Chinas (vor circa 155 Millionen Jahren), an dessen Fossil Abdrücke von Federn nachgewiesen worden sind

  • Viviparie: Fortpflanzung mittels Lebendgeburt

  • Vorfluter: Fließgewässer, das in ein größeres Fließgewässer mündet

  • Vredefort- Krater: Überrest eines Asteroideneinschlags aus der Frühzeit der Erdgeschichte

  • Weise von Zion: auf einer russischen Propagandaschrift beruhende Erfindung, um die jüdische Religionsgemeinschaft als Geheimbund darzustellen, der nach der Weltherrschaft strebt

  • Wellnhoferia: Archaeopteryge, der zur selben Zeit am selben Ort wie Archaeopteryx lebte, aber bei dem Schwanz und vierter Zeh verkürzt waren

  • Wo Hu Zang Long: chinesische Floskel, mit der ausgedrückt wird, dass auch alltägliche Situationen unverhoffte Wendungen nehmen können (wörtlich: „lauernder Tiger, verborgener Drache“)

  • Wollnashorn (Coelodonta): Fell tragender Verwandter des Sumatra- Nashorns, der vor etwa 2,5 Millionen bis vor 11.000 Jahren im Europa und Asien der Eiszeit lebte

  • Yanornis: früher Vertreter der modernen Vögel aus der Unterkreide Chinas (vor etwa 125 bis vor 120 Millionen Jahren)

  • Yinlong (übersetzt: „verborgener Drache“): in Anspielung an das chinesische Sprichwort „Wo Hu Zang Long“ benannter, frühester Ceratopsier aus dem Oberjura Zentralasiens (von vor circa 161.2 bis vor 155.7 Millionen Jahren) mit Merkmalen, die eine Verwandtschaft zu den Pachycephalosauria, aber auch zu den Heterodontosauridae vermuten lassen

  • Yucatan: mittelamerikanische Halbinsel am Golf von Mexiko

  • Zechstein: Oberperm (von vor rund 259 bis vor 252,2 Millionen Jahren)

  • Zerebrum: siehe Großhirn

  • (natürliche) Zerfallsreihe: Abfolge der Elemente, die beim Zerfall eines radioaktiven Elements und eventuell gleichfalls strahlender Nachfolgeprodukte entstehen

  • Zigarette: das, was ich mir nach Fertigstellung dieses Glossars genehmigen werde

  • Zinn: Schwermetall aus der Kohlenstoffgruppe mit der Ordnungszahl 50; in der Iridium- Anomalie überdurchschnittlich stark vertreten

  • Zion: in der Antike die Burg Jerusalems, später Schlagwort für eine neu zu errichtende jüdische Heimstatt in Palästina

  • Zwischenkieferknochen: siehe Praemaxillare

  • Zykadee: Palmfarn

 

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Kommentare  

#1 Larandil 2013-05-16 08:44
Zitat:
Wo Hu Zang Long: chinesische Floskel, mit der ausgedrückt wird, dass auch alltägliche Situationen unverhoffte Wendungen nehmen können (wörtlich: „lauernder Tiger, verborgener Drache“)
Oh. Deshalb hieß "Crouching Tiger, Hidden Dragon" so, wie er hieß? Ich dachte bisher, das hinge mit den gezeigten Kung Fu-Kampfstilen zusammen ...
www.imdb.com/title/tt0190332/?ref_=sr_1
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