Go West! - 25. Mai 2017
Wieder in den ›Wilden Westen‹
25. Mai 2017
St. Louis und der Gateway ArchMeine Reisegruppe ist vollständig. Wir begannen den Tag mit einem Besuch beim „Tor zum Westen“, der gigantischen, 192 m hohen „Gateway Arch“, die die Trennung zweier Welten symbolisiert – dem amerikanischen Osten und den Pioniergebieten westlich des Mississippi-Missouri. Das gewaltige Bauwerk wurde 1965 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet.
Eine Art "Raumkapsel" für jeweils 5 Personen trug uns hinauf und wieder hinunter. Der Blick über St. Louis und die Aussicht nach Westen ist überwältigend.
Am Ufer des Mississippi steht eine Statue, die an die Entdecker Lewis & Clark erinnert.
Der ursprüngliche Plan war, danach einen Schaufelraddampfer zu besteigen – das Symbol des Mississippi, des „Vaters aller Ströme“. Das durchdringende Geräusch der Dampfpfeife über dem großen Strom hat etwas Nostalgisch-Romantisches, dem sich kaum einer entziehen kann, wenn man sich vorstellt, daß diese dickleibigen Schiffe – die schwimmenden Paläste ebenso wie die Frachtdampfer – Mississippi und Missouri einst beherrschten und das Stadtbild von St. Louis prägten. Bedauerlicherweise können derzeit keine Steamship-Touren stattfinden, da der Mississippi von katastrophalem Hochwasser heimgesucht wird. Weite Landstriche sind überflutet. Es sind schon 17 Menschen ertrunken. Die wirtschaftlichen Schäden sind gewaltig. Schiffstouren auf dem Strom sind daher derzeit zu gefährlich.
Da wir auf die Schaufelraddampfertour verzichten mußten,besuchten wir das alte Gerichtshaus von St. Louis, in dem der gestern erwähnte Prozeß des Sklaven Dred Scott um seine Freiheit entschieden wurde. Ein unglaublich eindrucksvolles Gebäude.
Die Fotos zeigen das Bauwerk als Ganzes, sowie den Gerichtssaal und Portraits von Dred Scott und seiner Frau.
Ferner besuchten wir den „Bellefontaine Cemetery“, wo sich das Grab des großen Entdeckers William Clark befindet. Auch Senator Thomas Hart Benton – der einflußreichste Politiker der Westward Expansion, der seinen Schwiegersohn John Fremont und dessen Scout Kit Carson zur Erforschung des Oregon Trails ausschickte, liegt hier begraben.
Auf dem Calvary-Friedhof standen wir auch vor dem Grab von General William T. Sherman, einem der bedeutendsten US-Generäle im Amerikanischen Bürgerkrieg und als Oberkommandierender Nachfolger von General U. S. Grant.
Und wir standen am Grab des mutigen Sklaven Dred Scott.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, daß heute vor 208 Jahren, am 23. Mai 1809, in St. Louis William Bent geboren wurde, der Erbauer und Chef von Fort Bent in Colorado, einer der einflußreichsten Pelzhändler des 19. Jahrhunderts. Er war in seinem Leben mit zwei Häuptlingstöchtern der Cheyenne verheiratet, hatte selbst den Rang eines Chiefs im Stamm seiner Frauen. Sein Sohn George Bent gehörte später zu den bedeutendsten Informanten von frühen Völkerkundlern wie George B. Grinnell über die Geschichte der Cheyenne William Bent war unter den Indianern des Südwestens als „Little Chief“ (wegen seiner Statur) und als „Peacemaker“ (Friedensstifter) bekannt. Sein Vater, Silas Bent, war Richter in St. Louis
Zur Einleitung - Die erste Gruppe - Die zweite Gruppe
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www.lewisandclarktrail.com/section1/mocities/St.Louis/captainsstatue.htm