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Go West! - 23. Mai 2017

Go WestWieder in den ›Wilden Westen‹
23. Mai 2017

Jedes Jahr führe ich zwei kleine Reisegruppen durch den Westen der USA. Dazu lege ich in Facebook ein Reisetagebuch an, das auch im Zauberspiegel erscheinen soll. Es geht zu legendären Orten des Wilden Westen auf den Spuren von Cowboys, Indianern und eines spannenden Stücks Geschichte. -

Folgt mir ...


Gateway ArchZur Einführung: St. Louis
St. Louis, Missouri. Nach einem langen Flug bin ich am Ausgangspunkt der ersten Reise dieses Jahres angekommen.

 Eine Stadt mit großer Geschichte. Eine Stadt der Legenden im Herzen der USA.

St. Louis war im 19. Jahrhundert die Drehscheibe zwischen dem Osten und dem Westen der USA. Ein wirtschaftliches Zentrum von enormer Bedeutung. Zu einer Zeit, als die großen Flüsse die „Highways“ in Nordamerika waren, auf denen Menschen und Waren bewegt wurden, war St. Louis eine der wichtigsten Städte überhaupt.

Hier spiegelte sich die Eroberungsgeschichte, die Geschichte der frühen Kolonialmächte, die den amerikanischen Westen mit seinen enormen Vorräten an pelztragenden Tieren in Besitz nehmen wollten.

Wie ein amerikanischer Historiker einmal sagte: St. Louis wechselte seine Nationalflaggen so rasch und so häufig wie eine schöne Frau ihre Kleider.

Franzosen, Spanier, Amerikaner wechselten sich mehrfach als Herrscher ab. St. Louis wurde im 19. Jahrhundert faktisch die Hauptstadt des amerikanischen Pelzhandels. Von hier aus begannen die großen Reisen in die unbekannten Weiten des Westens.

 Deutsche Wissenschaftler und Forschungsreisende wie Paul von Württemberg oder Maximilian zu Wied bestiegen hier die Dampfschiffe zum Oberen Missouri. William Clark, der große Entdecker, amtierte hier als einflussreicher Indianeragent. Johann Jacob Astor hatte die westliche Niederlassung seiner „American Fur Company“ hier, die später von Pierre Chouteau übernommen wurde. Die Chouteau-Familie gehörte zu den Gründern der Stadt. Alle großen Pelzhandelsfirmen arbeiteten hier. Die bedeutendsten Mountain Men verkehrten hier – Jim Bridger, Kit Carson, Jedediah Smith, Thomas Fitzpatrick. Die wichtigsten Entdeckungen nahmen von hier aus ihren Anfang – die Lewis-&-Clark Expedition ebenso wie die Reisen von John Fremont.

Zeitweise war ein Drittel der Bevölkerung deutschstämmig, weil viele Einwanderer über New Orleans ins Land kamen und den Mississippi aufwärts zogen. Hier erschien die einflussreichste deutsche Zeitung Amerikas, die „Westliche Post“, unter Federführung von keinem geringeren als Carl Schurz, bedeutendster politischer Führer der Deutsch-Amerikaner, General im Bürgerkrieg, Botschafter in Spanien, Senator und Innenminister der USA.

Über all das in den nächsten Tagen mehr. Ich erwarte heute meine Verlobte, Professor Karen Rogowski, die von New York herüberkommt, und meine Reisenden.

Mit ihnen geht es auf eine besondere Tour. Zum erstenmal steht ein Hauptthema im Vordergrund einer meiner geführten Reisen – der OREGON TRAIL.

St. Louis war im 19. Jahrhundert auch für Zehntausende Pioniere die Stadt des Aufbruchs in den amerikanischen Westen. Von hier aus zogen endlose Planwagenkolonnen aus in die Great Plains und zu den Rocky Mountains. In das „Promised Land“, das „Land der Verheißung“.
Das werden auch wir machen. Allerdings nicht mit einem von Ochsen gezogenen Prärie-Schoner, sondern mit einem weißen Kleinbus.

Dennoch: Es wird ein Abenteuer, auch wenn wir nicht 5 Monate, sondern nur 3 Wochen unterwegs sein werden.

Meine ersten Fotos zeigen die berühmte, 190 m hohe Gateway Arch, das Wahrzeichen von St. Louis, symbolhaft das "Tor zum Westen", sowie das Denkmal von Dred Scott und seiner Frau in der "Dred Scott Straße". Scott war der erste schwarze Sklave, der ab 1846 bis 1857 um seine Freiheit prozessierte (und verlor, weil Sklaven rechtlich gesehen keine US-Staatsbürger waren und daher keinen Prozeß vor dem Obersten Gericht führen durften. Sie galten noch als "Sache", als "Eigentum" ihrer Besitzer. Aber dieser Prozeß am Vorabend des Bürgerkrieges zeigte, daß die Zeiten sich zu ändern begannen.) (Bild 001 - 003)

 


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